Umbrien

Burgen und Berge, Wälder und Felder: Albornoz in Umbrien

Burgen und Berge, Wälder und Felder: Albornoz in Umbrien

Das grüne Herz Italiens

Die Provinz zwischen der Toskana, Latium und den Marken ist die einzige Region Italiens, die weder eine Meeresküste noch eine Grenze zum Ausland hat. Sie wird geprägt von sanften Hügeln, auf denen Schafe und Rinder weiden, von Tälern mit weiten Kornfeldern und den alpinen Gebirgszügen des Umbrischen Apennins, der im Monte Vettore 2478 Metern seinen höchsten Punkt erreicht. Dort entspringt auch der Tiber, dessen Oberlauf eine liebliche Kulturlandschaft umgibt. Nordwestlich der Hauptstadt Perugia, nahe der toskanischen Grenze, liegt der Trasimenische See, überragt von sanften Bergrücken. Die frühesten Siedlungsspuren stammen von den Umbrern, die zum Stamm der Italiker gehörten und um 1200 vor Christus eingewandert sind. Später gerieten sie dann unter den Einfluss der Etrusker.



Sehenswürdigkeiten Umbrien


Assisi

Von der Einsiedelei zum wichtigsten Pilgerort Italiens

Die Geburtsstadt des Heiligen Franziskus hat heute noch ein mittelalterliches Stadtbild und wird von einer gut erhaltenen Stadtmauer umgeben. In den Basiliken San Francesco und Santa Chiara liegen die Gebeine der beiden Heiligen. Santa Chiara war eine Weggefährtin des Franz und die Begründerin des Franziskanerinnenordens, auch Klarissenorden genannt. Sehenswert sind die Einsiedelei Eremo delle Carceri in einem dichten Wald auf den Abhängen des Berg Subasio, und das Kloster San Damiano, gebaut am Ort, wo nach der Legende das Kruzifix mit dem Hl. Franz gesprochen hatte. Heute ist Assisi einer der wichtigsten Pilgerorte der Christenheit. Man darf also nicht damit rechnen, die Ruhe und Einsamkeit zu finden, in der der bedeutendste Heilige der Katholischen Kirche dort im 13. Jahrhundert sein Leben verbracht hat.

Nähere Informationen:
www.assisionline.com


Todi

Mittelalterliche Stadt über dem Tiber

Die 17.000-Einwohner-Stadt liegt auf einem Hügel hoch über dem Tibertal. Der Platz war bereits im 8. Jahrhundert vor Christus besiedelt. Dass Todi trotz seiner günstigen Lage nicht über eine Provinzstadt hinausgesachsen ist, liegt an mehreren Rückschlägen. Während der Völkerwanderung wurde es von Goten zerstört und von Langobarden besetzt. 1527 starb die Hälfte der Bevölkerung an der Pest. Schließlich wurde das Bistum Todi aufgelöst. Zentrum der Altstadt ist die Piazza del Popolo, wo sich der Dom aus dem 12. Jahrhundert und ein paar weltliche Herrscherpaläste gegenüberstehen. 

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/7938916


Teatro della Concordia

Das „Theater der Einigkeit“ von Monte Castello di Vibio gilt mit 99 Sitzplätzen und einer Bühnenfläche von 50 Quadratmetern als das kleinste Theater der Welt. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts für neun wohlhabende Familien errichtet. Dekorationen und Kulisse wurden von einem Maler aus La Spezia ausgeführt. Die Fresken stammen von seinem Sohn, der damals 15 Jahre alt war. Im 20. Jahrhundert verfiel das Theater, bis es in den 1980ger Jahren restauriert wurde. Seitdem finden wieder regelmäßig Aufführungen statt.

zur Website:
www.teatropiccolo.it/


Perugia

Vitale Sommernächte vor Renaissance-Kulisse

Die Hauptstadt Umbriens ist nicht nur kulturell die bedeutendste Stadt zwischen Florenz und Rom. Die Altstadt liegt auf einem Bergrücken und rühmt sich zahlreicher Baudenkmäler von der Antike bis zur Gegenwart, von denen das bedeutendste der Palazzo dei Priori ist, ein massiver und zugleich filigraner Bau aus dem 13. Jahrhundert. Das Stadtleben, das vor allem in den Sommernächten italienisch vital wird, ist nicht zuletzt von den 30.000 Studenten der Universität geprägt. Wichtigstes Kulturereignis ist das Festival Umbria Jazz im Juli.




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