Abruzzen

Braunbären im Hochgebirge: Abruzzen

Braunbären im Hochgebirge: Abruzzen

Braunbären, Wölfe und Luchse im wilden Gebirge

Die gebirgige Region in Mittelitalien grenzt mit einem schmalen Küstenstreifen an die Adria, Dahinter erheben sich Hügel, die bis zu den höchsten Bergen der italienischen Halbinsel ansteigen. Der Abruzzische Apennin erreicht im Gran-Sasso-Massiv eine Höhe von fast 3.000 Metern. Fast ein Drittel der Fläche steht unter Naturschutz.Der Abruzzesische Nationalpark ganz im Süden ist er älteste Italiens. Im Westen lockt der Regionalpark Sirente-Velino mit unberührter Natur. Höhepunkt ist der Gran Sasso. Der „Große Fels“ hat wild gezackte Gipfel, abenteuerliche Gebirgskämme und senkrecht abfallende Wände. Etwa hundert Braunbären leben dort, daneben Wölfe, Gämsen und Luchse.



Sehenswürdigkeiten Abruzzen


Besteigung des Corno Grande

Vom Mussolini Camp auf den höchsten Berg des Apennin

Fährt man von L'Aquila die SS17 nach Fonte Cerreto, kann man neben dem schönen Panorama auch eine Fahrt mit der Seilbahn zum Campo Imperatore genießen. Dort wurde Mussolini gefangen gehalten und 1943 in einer spektakulären Aktion von deutschen Kommandos befreit. Hier beginnt auch die Gipfelbesteigung des höchsten Berges im Apennin. Wer den Corno Grande besteigt, wird mit einer Aussicht über ganz Mittelitalien belohnt. (4:30 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Giulianova

Renaissancestädtchen mit breiten Badestränden

264 vor Christus errichteten die Römer eine befestigte Siedlung namens Castrum Novum.  Der Ort auf einer Anhöhe über der Adria wurde in den Wirren des frühen Mittelalters verlassen. Erst im 15. Jahrhundert kam es zu einer Neugründung, die obdachlosen Kriegsflüchtlingen aus der Umgebung eine neue Heimat geben sollte. Aus dieser Zeit stammt der Dom S. Flaviano, ein ebenso seltener wie schöner Backsteinbau im Renaissance-Stil. Der moderne Teil des Orts, Giulianova Lido, erstreckt sich an der Küste, wo es einen breiten Strand mit den mehreren Strandbädern und einem Touristenhafen gibt. In der Umgebung von Giulianova wird Rotwein mit Herkunftsbezeichnung Montepulciano d'Abruzzo angebaut.


Gran Sasso d'Italia

Grandiose Aussicht über ganz Mittelitalien

Grandiose Motive bieten die Monti del Lago und das Kalksteinmassiv des Gran Sasso d'Italia. Der „große Fels von Italien“ ist mit 2.912 m der höchste Berg der Apenninhalbinsel. Wer von der Bergstation der Seilbahn noch den vierstündigen Aufstieg zum Gipfel wagt, wird mit einer grandiosen Aussicht über ganz Mittelitalien belohnt: im Osten sieht man Pescara und die Adria, im Westen die Sabiner Berge und an klaren Tagen sogar das Thyrrenische Meer. Der Gran Sasso ist heute Teil eines Naturparks, der eines der größten Wildnisgebiete Italiens schützt und vor allem Wanderer und Kletterer anzieht.


Ortona

Sehenswerte Altstadt zwischen Hafen und Zitadelle

Die sehenswerte Altstadt mit vorrömischen Wurzeln liegt an einer geschützten Stelle oberhalb des Hafens. Zu ihrem Schutz wurde in der Zeit des Königreichs von Neapel eine massive Zitadelle angelegt, von der allerdings ein Teil ins Meer gestürzt ist. Dass die Stadt im Mittelalter viel bedeutender was als heute, sieht man auch an den Reliquien, die 1258 nach Ortona überführt wurden und bis heute in der Krypta von San Taommaso zu sehen sind. Sie werden keinem keinem geringeren als dem Heiligen Thomas, dem ungläubigen Jünger Jesu, zugeordnet. 1943 tobte in Ortona eine Woche lang ein mit äußerster Härte geführter Häuserkampf zwischen kanadischen und deutschen Truppen, woran ein Mahnmal für die gefallenen Kanadier erinnert.

Zur Website:
www.comuneortona.ch.it


Pescara

Badeort mit Jazz-Szene

Die Stadt an der Mündung des Flusses Pescara ist einer größten Badeorte an der Adria. Ihre Geschichte beginnt mit dem Volk der Pestiner, die sich im Punischen Krieg auf die Seite Hannibals geschlagen hatten und zur Strafe dafür als Sklaven nach Rom verschleppt wurden. Als Kaiser Otto II. _ Jahrhunderte später – die griechische Prinzessin und spätere Kölnerin, Theophanu, heiratete, schenkte er ihr die blühende Hafenstadt zur Hochzeit. Mussolini wollte Pescara groß ausbauen, wovon noch ein paar Monstrositäten zeugen. Ansonsten wurde im Krieg fast alles zerstört und danach ohne Plan und Konzept neu aufgebaut. Dafür ist Pescara auf der Weltkarte des Jazz nicht wegzudenken. Das alljährliche Festival Pescara Jazz zieht im Juli Größen aus aller Welt an.


Santa Maria in Valle Porclaneta

Archaische Kirche in der Wildnis

Die tausend Jahre alte Kirche liegt abseits in den Abruzzen. Trotzdem war sie der Mittelpunkt eines bedeutenden Benediktinerklosters. Papst Benedikt XVI. besuchte die Kirche 2011 und betete dort am Abend die Vesper. Die Kirche bietet einen ungewöhnlichen und reich ausgestatteten Innenraum, der in seinem Grund einfach, archaisch und ein wenig krumm wirkt. Treppenaufgang und Kanzelwände sind mit Relieftafeln geschmückt, die Szenen aus dem Leben des Jonas und des David zeigen. 


Um den Colle d'Anzano

Fernblick von einer Ruine

Die mittelschwere Wanderung führt um den Colle d'Anzano. Rings umher ist nichts als die Bergwildnis des mittleren Apennin. Ein einziges Bergdorf liegt auf dem Weg: Calascio. Wer den Rocca Calascio besteigt und bis zur Ruine hochklettert, erlebt einen phänomenalen Blick über eine unwirkliche Urlandschaft. (4:30 Stunden, 15 Kilometer, auf und ab: 540 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de




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