Piemont

Zwischen Gletschern und Weinbergen: Piemont

Zwischen Gletschern und Weinbergen: Piemont

Kulturlandschaft am „Fuß der Berge“

Die Region am „Fuß der Berge“ grenzt im Norden an die Schweiz und im Westen an Frankreich. Sie umfasst den gesamten nordwestlichen Teil der Italienischen Alpen. Hier liegen die höchsten Berge Europas: Der Monte Bianco (Mont Blanc) liegt nur wenige Kilometer hinter der französischen Grenze, der Monte Rosa mit 4.618 Metern knapp davor. In diesem Teil der Alpen trifft man nur selten auf deutschsprachige Reisende. Jäh fallen die Berge ab bis zur Tiefebene des Po. In den tief eingeschnittenen und schwer zugänglichen Tälern haben sich bis heute sprachliche Minderheiten gehalten, darunter das mittelalterliche Okzitanisch und das Walserdeutsch. Südlich von Turin, der Hauptstadt, liegt eine anmutige Kulturlandschaft. Auf den sanften Hügeln rund um Asti werden Spitzenweine angebaut. In den Wäldern wachsen Trüffel. Beides zusammen zieht Gourmets aus der ganzen Welt an.



Sehenswürdigkeiten Piemont


Alba

Hauptstadt der piemontesischen Weine

Die Hauptstadt der piemontesischen Weine und Trüffel liegt 50 Kilometer südlich von Turin und ist für Gourmets eine der wichtigsten Adressen in Italien. Die 30.000-Einwohner-Stadt ist umgeben von den Weinbergen Montferrato, Roero und Langhe, die besonders im Herbst einen wunderbaren Farbenzauber entwickeln. Eine Fahrt durch das südliche Weinbaugebiet ist besonders lohnend: kleine Ortschaften und altertümliche Castelli sind in der Heimat des Barolo und der Barbaresco zu entdecken.


Acqui Terme

Thermalbad mit schwefelhaltigen Quellen

Die Stadt mit knapp 20.000 Einwohnern ist wegen ihrer heißen, schwefelhaltigen Thermalquellen bekannt. Um die Quellen an der Piazza della Bollente mit ihrem 75 Grad heißen Wasser hat sich ein Kurort entwickelt. Die Kuranlagen bestehen aus den Terme Nuove und den Terme Antiche samt einem knapp 7.000 Quadratmeter großen Thermalbecken. Das Thermalwasser mit Jod, Brom und Schwefel soll heilende Wirkung bei Atemwegserkrankungen haben.


Asti

Weinhauptstadt des Piemont

89 vor Christus gründeten die Römer eine Kolonie mit Namen Hasta, die bald Bischofssitz wurde und zur wichtigsten Stadt des Piemont aufstieg. Von ihrer Bedeutung im Mittelalter zeugt die gotische Kathedrale mit einer Krypta aus dem 8. Jahrhundert. Wesentlich zur Blüte der Stadt hat der Weinbau beigetragen. Die Lagen rings um Asti sind ideal für Rebsorten wie Barbera, Dolcetto oder Mavasia. Die bekanntesten Weine heißen Barbera d'Asti, Dolcetto d'Asti und natürlich Asti Spumante, ein süßer Schaumwein, der nach einem in Asti entwickelten Verfahren in großen Mengen erzeugt wird.


Casale Monferrato

Sechseckige Burg und schönste Synagoge Europas

Die Stadt im Piemont ist reich an kulturellen Besonderheiten. Hervorzuheben ist die romanische Kathedrale Sant’Evasio, ursprünglich aus dem Jahr 742, welche im 12. Jahrhundert komplett neu errichtet wurde. Aus der Renaissance stammen die Kirche San Domenico sowie einige Paläste. Das Kloster San Chiara im Zentrum der Stadt beherbergt Bilder von Il Moncalvo. Die sechseckige Burg (Castello dei Paleologi) ist ein militärisches Meisterwerk aus dem 15. Jahrhundert. Die Synagoge der Stadt gilt als eine der schönsten Europas.


Saluzzo

Mittelalterliche Türme vor grandiosem Panorama

Die antike Hauptstadt der Grafschaft Saluzzo liegt am Westrand des Piemont und bietet vor der gigantischen Pyramide des Monviso (3.841 m) ein grandioses Bild. Im historischen Zentrum ist noch die städtische Struktur erhalten. Harmonisch eingefügte Bauten heben die Paläste und Monumente aus dem Mittelalter hervor. Innerhalb der Stadtmauern geht es zum antiken Stadtteil mit dem Schloss entlang der „Salita al Castello“ hinauf. Auf der Piazza Castello, umgeben von eleganten Häusern mit Terracotta und Freskenmalereien geschmückt, fanden im Mittelalter Ausstellungen und Märkte statt, später Ballspiele und Feste. Besondere Aufmerksamkeit ziehen das Haus der Grafen, die alte Stadtverwaltung, der Palast der Freien Künste sowie der Stadtturm von 1462 auf sich. Der 48 Meter hohe Turm kann bestiegen werden.


Valcasotto

Bergdorf an herrlicher Panoramastraße

Das 300-Seelen-Dorf liegt an einer abgelegenen Panoramastraße durch die italienischen Seealpen. Seine Entwicklung ist typisch für die Landflucht. Vor 120 Jahren hatte der Ort noch 2.800 Einwohner. In Valcasotto wird der gleichnamige Käse aus bester roher Kuhmilch hergestellt. Die Käselaibe wiegen bis zu sechs Kilogramm und haben wie früher noch eine quadratische Form, weil man ihn so besser auf den Eselsrücken aufschichten konnte. 




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