Piemont

Zwischen Gletschern und Weinbergen: Piemont

Zwischen Gletschern und Weinbergen: Piemont

Kulturlandschaft am „Fuß der Berge“

Die Region am „Fuß der Berge“ grenzt im Norden an die Schweiz und im Westen an Frankreich. Sie umfasst den gesamten nordwestlichen Teil der Italienischen Alpen. Hier liegen die höchsten Berge Europas: Der Monte Bianco (Mont Blanc) liegt nur wenige Kilometer hinter der französischen Grenze, der Monte Rosa mit 4.618 Metern knapp davor. In diesem Teil der Alpen trifft man nur selten auf deutschsprachige Reisende. Jäh fallen die Berge ab bis zur Tiefebene des Po. In den tief eingeschnittenen und schwer zugänglichen Tälern haben sich bis heute sprachliche Minderheiten gehalten, darunter das mittelalterliche Okzitanisch und das Walserdeutsch. Südlich von Turin, der Hauptstadt, liegt eine anmutige Kulturlandschaft. Auf den sanften Hügeln rund um Asti werden Spitzenweine angebaut. In den Wäldern wachsen Trüffel. Beides zusammen zieht Gourmets aus der ganzen Welt an.



Sehenswürdigkeiten Piemont


Saluzzo

Mittelalterliche Türme vor grandiosem Panorama

Die antike Hauptstadt der Grafschaft Saluzzo liegt am Westrand des Piemont und bietet vor der gigantischen Pyramide des Monviso (3.841 m) ein grandioses Bild. Im historischen Zentrum ist noch die städtische Struktur erhalten. Harmonisch eingefügte Bauten heben die Paläste und Monumente aus dem Mittelalter hervor. Innerhalb der Stadtmauern geht es zum antiken Stadtteil mit dem Schloss entlang der „Salita al Castello“ hinauf. Auf der Piazza Castello, umgeben von eleganten Häusern mit Terracotta und Freskenmalereien geschmückt, fanden im Mittelalter Ausstellungen und Märkte statt, später Ballspiele und Feste. Besondere Aufmerksamkeit ziehen das Haus der Grafen, die alte Stadtverwaltung, der Palast der Freien Künste sowie der Stadtturm von 1462 auf sich. Der 48 Meter hohe Turm kann bestiegen werden.


Alba

Hauptstadt der piemontesischen Weine

Die Hauptstadt der piemontesischen Weine und Trüffel liegt 50 Kilometer südlich von Turin und ist für Gourmets eine der wichtigsten Adressen in Italien. Die 30.000-Einwohner-Stadt ist umgeben von den Weinbergen Montferrato, Roero und Langhe, die besonders im Herbst einen wunderbaren Farbenzauber entwickeln. Eine Fahrt durch das südliche Weinbaugebiet ist besonders lohnend: kleine Ortschaften und altertümliche Castelli sind in der Heimat des Barolo und der Barbaresco zu entdecken.


Nationalpark Gran Paradiso

Wanderparadies im Schutzgebiet für Steinböcke

Der Nationalpark zu Füßen des Gran Paradiso (4.061 m.ü.M.) ist der älteste Italiens. Er ging 1922 aus einem königlichen Jagdreservat hervor und diente dem Schutz der Alpensteinböcke, die überall sonst in den Alpen ausgerottet waren. Heute umfasst der Park eine Fläche von über 70.000 Hektar. Drei Täler führen in das Massiv hinein, das Val di Rhêmes, das Val Savarenche und das Val di Cogne. In allen Tälern gibt es uralte Ortschaften zu entdecken. Zahllose Wanderwege führen in das Gebiet – von einfachen Spazierwegen bis zur Besteigung der Gran Paradiso. Er gilt als der einfachste unter den Viertausendern der Alpen. Der Normalweg führt über das Rifugio Vittorio Emanuele II.


Casale Monferrato

Sechseckige Burg und schönste Synagoge Europas

Die Stadt im Piemont ist reich an kulturellen Besonderheiten. Hervorzuheben ist die romanische Kathedrale Sant’Evasio, ursprünglich aus dem Jahr 742, welche im 12. Jahrhundert komplett neu errichtet wurde. Aus der Renaissance stammen die Kirche San Domenico sowie einige Paläste. Das Kloster San Chiara im Zentrum der Stadt beherbergt Bilder von Il Moncalvo. Die sechseckige Burg (Castello dei Paleologi) ist ein militärisches Meisterwerk aus dem 15. Jahrhundert. Die Synagoge der Stadt gilt als eine der schönsten Europas.


Castello Fenis

Mächtige Burg der Grafen von Challant

Die mächtige Burg liegt nicht auf einem Fels, sondern nur auf einer Anhöhe. Offenbar diente sie nicht der Verteidigung, sondern war von Anfang an der prestigeträchtige Wohnsitz der Familie Challant. Seit dem 14. Jahrhundert entstand rund um den Bergfried ein prächtiger Innenhof, der mit Wandmalereien geschmückt ist, auf denen der Heilige Georg als Drachentöter und eine Gruppe von Weisen und Propheten dargestellt sind.

zur Website:
www.lovevda.it/de/datenbank/8/burgen-und-turme/fenis/burg-von-fenis/979


Aosta

Römerstadt am Fuß der Alpenpässe

Der Hauptort im Aosta-Tal war schon zu römischer Zeit wegen seiner strategischen Lage zwischen Kleinem und Großen St. Bernhard-Pass eine blühende Stadt. Davon zeugt die Stadtmauer, deren Steine sich in mittelalterlichen Bauten wiederfinden, aber auch ein Triumphbogen, und zwei Brücken aus der Zeit von Kaiser Augustus. Ab 11. Jahrhundert gehörte Aosta zum Herzogtum Savoyen. Aus dieser Zeit stammt die Kathedrale, auch wenn sie ihre heutige Gestalt erst später erhalten hat. Anfang des 19. Jahrhunderts kam Aosta zu Frankreich und gut 50 Jahre später zu Italien. Bis heute ist die Bevölkerung zweisprachig.


Großer St. Bernhard Pass

Trotz der großen Höhe von 2.469 Metern wurde der Pass schon in der frühen Eisenzeit begangen. Während des römischen Reiches war der Pass zwischen dem Wallis und dem Aosta-Tal einer der wichtigsten Alpenübergänge überhaupt. Bereits Caesar nutzte ihn im Gallischen Krieg, auch wenn die Fahrstraße erst unter Kaiser Claudius angelegt wurde. Auf der Passhöhe stand damals ein Tempel für den keltischen Gott Poeninus, den die Römer mit Jupiter gleichsetzten. Um 1050 baute der Heilige St. Bernhard an seiner Stelle ein Hospiz. Nach dem Pass benannt ist auch die Hunderasse der Bernhardiner, die hier als Rettungshunde für Lawinen-Opfer gezüchtet wurde. Heute ist der Passe kaum noch befahren, da der Hauptverkehr durch den Großen-St. Bernhard Tunnel geleitet wird. Das Hopiz ist heute ein Museum.




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