Po-Ebene

Umbertobrücke: der Po bei Turin

Umbertobrücke: der Po bei Turin

Renaissancestädte in fruchtbarer Tiefebene

Italiens größter Fluss, der Po, entspringt in den Bergen des Piemont und fließt durch eine 400 Kilometer lange Tiefebene nach Osten, wo  er in die Adria mündet. Im Norden der Po-Ebene liegen die Alpen und im Süden der Apennin. Sie ist seit jeher eine der fruchtbarsten und bevölkerungsreichsten Regionen Italiens. Zuckerrüben, Mais, Weizen und vor allem Wein werden angebaut. Klimatisch gehört die Po-Ebene zur warmgemäßigten Zone. Wegen der kalten Winter ist die Vegetation aber eher mitteuropäisch. Im Mittelalter und in der Renaissance hat sich in der Po-Ebene eine glänzende Stadtkultur entwickelt. Bologna, Turin, Mailand, Mantua, Pavia, Cremona oder Parma sind nur einige Namen. Dahinter verbergen sich Stadtrepubliken, in denen Wissenschaft, Architektur, Malerei und Musik blühten.



Sehenswürdigkeiten Po-Ebene


Piacenza

Kunsthandwerkerstadt am Po

Die Stadt am Po lag in der Römerzeit an der Kreuzung zweier Fernstraßen und ist seither bedeutendes Zentrum für Handel und Handwerk. Die kleine, aber sehenswerte Altstadt wird von einer Festungsmauer umschlossen. Palazzi aus dem 16. bis 18. Jahrhundert säumen die Gassen, die auf die Piazza del Cavalli zulaufen. Von dem zentralen Platz, der von zwei Reiterstandbildern beherrscht wird, führt eine autofreie Einkaufstraße zum romanischen Dom.


Altstadt von Pavia

Lauschige Plätze zwischen Ticinobrücke und Visconti-Kastell

Die Altstadt am Ticino hat ihren mittelalterlichen Kern bewahren können und wirkt wegen der vielen Studenten zugleich sehr lebendig. Zwischen der Strada Nuova, dem Visconti-Kastell und der Ticinobrücke gibt es romanische Kirchen, schicke Geschäfte und viele nette Cafés zu entdecken.


Certosa di Pavia

Kartäuserkloster gegen die ewige Verdammnis

Das ursprünglich für den Kartäuserorden erbaute Kloster gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern Oberitaliens. Die Kartäuser verdienten ihren Lebensunterhalt mit dem Gebet für fremdes Seelenheil. Daran hatte die tyrannisch herrschenden Grafen von Visconti ein besonderes Interesse, da sie die ewige Verdammnis fürchteten. So entstand mit dem Geld der adligen Familie ein prächtiger Renaissancebau, in dessen Südschiff bis heute die Gebeine der Grafen aufbewahrt werden. Zwischen der Certosa und der fast zehn Kilometer entfernten Burg von Pavia wurde ein Garten angelegt.


Cremona

Geigenbauerstadt am Ufer des Po

Die Stadt am nördlichen Ufer des Po ist vor allem bekannt für ihren Geigenbau. Seit dem 16. Jahrhundert haben die Familien der Amati, Guarneri und schließlich der Stradivari die Violine bis zur Perfektion gebracht. Weniger bekannt ist, dass es im Centro Storico einige besondere Bauten und Plätze gibt, allen voran die Piazza del Commune, einer der schönsten Plätze der Welt. Dort steht auch das Wahrzeichen von Cremona: der mit 111 Metern höchste Glockenturm Italiens.


Voghera

„Garten der Lombardei“

Die Stadt mit einem sehenswerten Dom aus dem 17. und einem Theater aus dem 19. Jahrhundert ist Hauptstadt der sanften Hügellandschaft, die auch „Garten der Lombardei“ genannt wird. Die mit Obst und Wein bewachsenen Hügel werden oft von Kastellen gekrönt. Besonders bekannt unter den Weinen ist der Spumante Classese. Daneben wachsen Barbera, Riesling Italico oder Pinot Nero.


Bergamo

Historische Winkel in der Citta alta

Rund 50 Kilometer nordöstlich von Mailand liegt eine der schönsten und traditionsreichsten Städte Oberitaliens. Die gallische Gründung am Rande der Bergamasker Alpen wurde zwei Jahrhunderte vor Christus von den Römern übernommen. Am Ende der Völkerwanderung machten die germanischen Langobarden die Stadt zu ihrem Herzogssitz. Besonders schön ist die Città alta, die mittelalterliche Oberstadt. Von einer Festung mit 16 Bastionen und einer Stadtmauer geschützt finden sich hier ungezählte historische Winkel, Gassen und Piazzas, die für den Autoverkehr gesperrt sind.

www.visitbergamo.net




Weitere Sehenswürdigkeiten Po-Ebene

Nach Oben