Aspromonte

Aspromonte: Castello Ruffo

Aspromonte: Castello Ruffo

Undurchdringliche Wälder und bizarre Felsen an der Stiefelspitze

Der „raue Berg“ in der südlichen Stiefelspitze ist eng umschlossen vom Tyrrhenischen und vom Ionischen Meer. Seine bizarren Felsgebilde sind durchzogen von engen Tälern mit steinigen, im Sommer meist ausgetrockneten Flussbetten. In den uralte Buchen- und Tannenwäldern leben Wildkatzen, Wölfe und Habichtsadler. Der meiste Regen fällt im Winter. In einigen Dörfern im südlichen Aspromonte wird Grekaniko gesprochen, ein aus dem Alt- und Mittelgriechischen hervorgegangener Dialekt.



Sehenswürdigkeiten Aspromonte


Montalto

Höchster Berg des Aspromonte

Die höchste Erhebung des Nationalparks Aspromonte ist der Montalto mit einer Meereshöhe von 1955 Metern. Eine holprige Piste führt zum flachen Gipfel, auf dem eine Christusstatue aufgestellt ist. Alternativ kann man einen Wanderweg vom Rifugio Canovai nehmen, der auf dem Kamm entlangführt und herrliche Ausblicke in alle Richtungen gewährt. (5 Stunden, 15 Kilometer, auf und ab 550 Meter)

Umfulana Route


Scilla

Wo Skylla unvorsichtige Seefahrer fraß

Der kalabrische Fischerort liegt an der Meerenge von Messina, genau da, wo vor tausenden von Jahren Homer das Ungeheuer Skylla verortete. Ursprünglich war sie ein hübsches Mädchen, was die Kirke eifersüchtig machte. Die Zauberin vergiftete daraufhin das Meer. Als Skylla, die gern badete, aus dem Wasser stieg, hatte sie zwar den Oberkörper einer jungen Frau behalten. Ihrem Unterleib jedoch waren sechs Hundeköpfe gewachsen. So zog sie sich an die Straße von Messina zurück, wo sie mit ihren Fangarmen unvorsichtige Seefahrer ergriff, die dem anderen Ungeheuer, der Charybdis, entkommen wollten. Als Odysseus durch die Enge fuhr, fraß sie sechs seiner Gefährten. Heute hat Scilla ein Kastel, einen Hafen und eine schöne Altstadt.


Pentedattilo

Kalabrische Ghost Town

Der Ort 250 Meter über dem Meeresspiegel wurde bereits 640 vor Christus von griechischen Siedlern gegründet. Er liegt am Fuße eines Felsens, der einer riesigen Hand mit fünf Fingern ähnelt, was ihm den Namen eingetragen hat: „Pente“ ist das griechische Wort für „fünf“ und „Daktylos“ heißt „Finger“. Von Pentedattilo aus schaut man weit über das Ionische Meer nach Sizilien, wo der majestätische Ätna sich meist unter einer Schneedecke verbirgt. Der Ort selbst wurde wegen Erdbebengefahr verlassen. Es stehen noch ein paar Gebäude aus dem Mittelalter, darunter eine Burg und die Ruinen eines Dominikanerklosters.

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