Val di Noto

Barocke Kathedrale von Noto

Barocke Kathedrale von Noto

Spätbarockes Städteensemble im Südosten Siziliens

Das Gebiet – „Val“ kommt von dem arabischen Wort für „Verwaltungsgebiet“ – im Südosten Sizilien wurde 2002 zum Weltkulturerbe der UNESCO erhoben. Grund dafür sind acht spätbarocke Städte: Caltagirone, Militello in Val di Catania, Catania, Modica, Noto, Palazzolo, Ragusa und Scicli. Sie existierten bereits im Mittelalter, wurden aber nach dem katastrophalen Erdbeben im Jahr 1693 im Baustil der damaligen Architektur wiederaufgebaut. Was Stadtplanung und Hausverzierungen angeht, sind sie ein Höhepunkt des Barocks in Europa.



Sehenswürdigkeiten Val di Noto


Cava d’Ispica

Totenstadt und Katakomben

Die Höhlen in der 13 km langen Schlucht von Ispica haben eine bewegte Geschichte: Von prähistorischer Zeit bis 1935 waren sie immer mal wieder bewohnt. Dazwischen dienten sie als Totenstadt oder als Katakomben. Besonders sehenswert sind die Grotta San Nicola und die Urutti Giardina, eine christliche Grabeshöhle.


Ragusa

Barocke Reißbrettstadt auf Felsrücken

Die 65.000 Einwohner zählende Stadt kauert auf einem Felsrücken zwischen zwei tief eingeschnittenen Tälern. Die Oberstadt ist im 18. Jahrhundert am Reißbrett konstruiert worden, was man am schachbrettartigen Grundriss erkennt. Im Osten liegt die Unterstadt mit verwinkelten Gassen und malerischen Barockbauten. Beide Stadtteile sind durch die Scala miteinander verbunden, eine Treppe mit 242 Stufen. Schön ist auch die gebirgige Umgebung. Rund um das 24 Kilometer entfernte Seebad Marina di Ragusa, einem ehemaligen Fischerort, gibt es einige der schönsten Strände Siziliens.


Schloss Donnafugata

Geist der Romantik hinter neugotischer Fassade

Der Palast aus dem 14. Jahrhundert wurde im 19. Jahrhundert fertiggestellt. Seine neugotisch-venezianische Fassade atmet den Geist der Romantik – ebenso wie der Name: „Donnafuagata“ heißt „fliehende Frau“, vermutlich weil die Enkelin des Schlossherrn um 1900 mit ihrem Liebhaber bei Nacht und Nebel verschwand. Das Schloss kann besichtigt werden. Innen gibt es eine gute Trattoria.


Scicli

Barockstadt und Welterbe der UNESCO

Der Ort wurde von den Sikulern gegründet. Dann gelangte er unter arabische Herrschaft, bis er sich unter den Normannen zur königlichen Stadt entwickelte. Unter Friedrich II. war die Stadt im Besitz der Grafen von Modica. 1693 wurde die Stadt wie das gesamte Val di Noto von einem Erdbeben zerstört. Danach wurde sie im Stil des sizilianischen Barocks wieder aufgebaut. Wegen ihres einheitlichen Baustils wurde Scicli zum Welterbe der UNESCO erklärt.




Reisebeispiele Val di Noto

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