Asinara Golf

Der Spanische Turm auf der Insel Asinara

Der Spanische Turm auf der Insel Asinara

Paradies-Strände, geschützte Inseln und historische Städte

Der Golf zwischen Sardinien und Korsika heißt nach der Insel Asinara, die heute ganz unter Naturschutz steht. Er reicht vom Kap Falcone im Westen bis zum Capo Testa, wo man nach Korsika hinüberschauen kann. Die Strände sind weniger bevölkert als an der Costa Smeralda, die sich im Osten anschließt. Dabei gibt es neben schönen Stränden an der Costa Paradiso auch historische Städte wie Castelsardo. Im Hinterland ragen die einsamen Limbara-Berge auf, wo Wildesel durch Korkeichenwälder streunen.



Sehenswürdigkeiten Asinara Golf


Castelsardo

Im Schatten einer genuesischen Felsenfestung

Der Küstenort duckt sich im Schatten einer genuesischen Festung an den Felsen, wo er eine herrliche Aussicht auf den Golfo dell' Asinara genießt. Das Panorama verrät, weshalb die Genuesen sich einst auf dem steilen Felsvorsprung niedergelassen haben: von hier aus kann man die gesamte Meerenge zwischen Sardinien und Korsika überschauen – bei guter Sicht sogar die Nachbarinsel. Zwischen Hafen und Altstadt sind zahlreiche Restaurants und Panoramaterrassen. Das mittelalterliche Zentrum auf der Spitze des Felsens ist für den Autoverkehr gesperrt.

www.castelsardoturismo.it


Costa Paradiso

Farbwunder zwischen der Isola Rosso und Portobello

Die Costa Paradiso zwischen der Isola Rosso und Portobello ist ein einziges Farbwunder: rote bis rosa Klippen kontrastieren mit dem türkisen Meer und einer sattgrünen Vegetation. Hinzu kommen abenteuerliche Formen, die Wind und Wellen geschaffen haben. Der Weg führt am schönsten Stück entlang: vom Monte Tinnari bis zur Ferienhaussiedlung und zurück. (hin und zurück: 4 Stunden, 10,6 Kilometer, auf und ab: 240 Meter)

Umfulana Route


Valle della Luna bei Aggius

Mondlandschaft mit aufeinander getürmten Granitfelsen

Das „Tal des Mondes“ ist eine Hochebene bei Aggius, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Hippiekolonie bei Capo Testa. In der letzten Eiszeit auf Sardinien haben Gletscher hausgroße Findlinge aus Granitstein vor sich hergeschoben und Felsbrocken übereinander getürmt. Heute ist diese „Mondlandschaft“ überwuchert von ockergelben und karminroten Flechten, Brombeerbüschen, Myrthenhecken, Ginster und Schwarzdornbüschen.


Insel Asinara

Von der Gefängnisinsel zum Nationalpark

Bis 1997 wurde die 18 Kilometer lange Insel als Gefängnis für Mafiamitglieder und Verbrecher aus ganz Italien genutzt – sehr zum Missfallen der Sarden. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs war sie Kriegsgefangenenlager. Auf Grund der grassierenden Malaria – die Sümpfe waren damals noch nicht trockengelegt – überlebten nur wenige der Gefangenen. Da es kaum Eingriffe in die Natur gegeben hat, ist die Pflanzen- und Tierwelt vielseitig. Eine Besonderheit sind die 80 weißen Esel, die unter strengem Schutz stehen. Die gesamte Insel ist daher zum Nationalpark erklärt worden.


Monte d’Accoddi

Prähistorischer Opferberg

Über 6.200 Jahre soll der künstliche Berg bereits alt sein! Das Monument wurde in den 1950er Jahren ausgegraben und gibt den Archäologen bis heute Rätsel auf. Es ist einzigartig im Mittelmeerraum, dafür gibt es ähnliche Strukturen in Mesopotamien, die als Altarberge genutzt wurden, etwa Moria, wo Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte. Heute geht man davon aus, dass der Monte d’Accoddi als Wallfahrtsort und Opferstätte genutzt wurde. Die großen Platten wären dann die Opfertische und die Löcher am Rande der Platten könnten dem Anbinden der Tiere gedient haben. Führungen werden angeboten.


Capo Testa

Badebuchten zwischen tierähnlichen Granitblöcken

Die Halbinsel im Nordwesten hat einen sehenswerten Leuchtturm und viele beeindruckende Granitfelsen, die vom Wind bizarr geformt sind und wegen erkennbarer Ähnlichkeit mit Tiernamen bedacht wurden. Von einem Parkplatz aus ist Valle di Luna zu erreichen, das seinen Namen den berauschenden Vollmondfesten verdankt, die in den 1960iger Jahren hier stattgefunden haben. Viele Hippies und Aussteiger haben sich in den Höhlen des Tals niedergelassen; einige von ihnen blieben bis heute. Capo Testa bietet eine Vielzahl von kleinen Badebuchten. (2 Stunden, 5,6 Kilometer, auf und ab: 90 Meter)

Umfulana Route


Sassari

Verwinkelte Gassen zwischen Domplatz und der Piazza d'Italia

Die Stadt wurde im Mittelalter von Bürgern aus Porto Torres gegründet, die sich den Überfällen der Piraten entziehen wollten, indem sie ins Inland zogen. Heute ist Sassari die zweitgrößte Stadt Sardiniens, hat eine Universität und ein paar repräsentative Plätze. Wirklich reizvoll ist die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen zwischen Domplatz und der Piazza d'Italia. Am 14. August findet das wichtigste Fest statt: die Faradda di li Candelieri, ein Marienfest, das seit dem Mittelalter gefeiert wird, um die Pest zu bannen.


Limbara-Massiv

Undurchdringliche Macchia und kahle Felsen

Nur wenige Kilometer landeinwärts von der Nordküste Sardiniens befindet man sich in einer anderen Welt: statt mondänem Tourismus ist man plötzlich inmitten undurchdringlicher Macchia, aus der sich spröde, kahle Felsen wie in einer Mondlandschaft abheben. Wenn man weiter in die Limbara Berge fährt, säumen Kork-, Stein- und Flaumeichenwälder den Weg. Auf Wanderungen zu Aussichtsbergen und tief eingeschnittenen Tälern begegnen einem häufiger, als einem lieb ist, Wildschweine. Bei Lauras steht der älteste Olivenbaum Italiens. Sein Alter wird auf 3.000-4.000 Jahre geschätzt.




Reisebeispiele Asinara Golf

Nach Oben