Apulien

Fruchtbares Land: Olivenhain in Apulien

Fruchtbares Land: Olivenhain in Apulien

„Die Schöne“ zwischen Sporn und Absatz

Die lange und schmale Provinz im Süden Italiens erstreckt sich von der Halbinsel Gargano im Norden bis zur Halbinsel Salento im Süden. Dazwischen breitet sich fruchtbares Land aus, das teils flach, teils hügelig ist. Es gibt kaum etwas, was in Apulien nicht angebaut wird. Die Hälfte des italienischen Olivenöls stammt und kräftige Rotweine. Daneben werden Tabak, Weizen, Südfrüchte, Mandeln und Feigen in großem Stil angebaut. Die Städte sind einzigartig und unverwechselbar – allen voran Bari, das alle Sinne herausfordert. Völker aus allen Himmelsrichtungen haben ihre Spuren hinterlassen: Griechen und Karthager, Juden und Araber, Staufer und Normannen.



Sehenswürdigkeiten Apulien


Land der Trulli

Steinhäuschen mit Kegeldach

Trulli nennt man die kleinen Steinhäuser mit kegelförmigem Dach, das aus übereinander geschichteten, von keinem Mörtel verbundenen Steinplatten, gebildet ist. Man findet sie überall in der Umgebung von Fasano, da dort ein Landgraf im 17. Jahrhundert hat diese Bauweise verordnet hat. Für ordentlich gemauerte Häuser hätte er nämlich Steuern zahlen müssen. Die meisten der kleinen Rundbauten stehen in Alberobello, das in die Liste des Weltkulturerbes der Unesco aufgenommen wurde.


Tremiti-Inseln

300 Einwohner, ein Naturpark, keine Autos

Etwa 20 km nördlich der Halbinsel Gargano liegt das Archipel mit einer Gesamtfläche drei Quadratkilometern, das aus den Inseln San Domino, San Nicola, Cretaccio und Capraia besteht. Die beiden letzteren sind unbewohnt; insgesamt leben 300 Einwohner auf den autofreien Inseln von Tremiti, das seit 1991 zum Naturschutzpark Gargano gehört. Vor allem die reizvolle, mit Pinien bestandene Insel San Domino zieht mit ihrem klaren Wasser Urlauber an. Früher wurden die Inseln auch als Inseln des Diomedes bezeichnet. Der Begleiter von Odysseus soll der Sage nach auf seiner Flucht von Troja hier gestrandet sein. Nach seinem Tod trauerten seine Kriegsbegleiter und wurden von Venus in weiße Vögel verwandelt.


Monopoli

Enge Altstadt, hübscher Hafen

Das quirlige Städtchen mit gut 40.000 Einwohnern ist eine Gründung der klassischen Antike, was man noch am griechischen Namen (mone polis = einzige Stadt) bemerkt. Neben der engen Altstadt mit Wäscheleinen über engen Gassen gibt es einen pittoresken Hafen, über dem die wuchtige Festung von 1522 thront. In der Kathedrale Maria Santissima della Madia steht gleich hinter dem Chor eine Ikone, die 1208 auf Zypern geschnitzt wurde und seitdem hin und wieder Wunder tut.


Valle d'Itria

Weinterrassen zwischen Bari und Brindisi

Das Itria-Tal ist eigentlich eine fruchtbare Ebene im Dreieck von Bari, Brindisi und Taranto. Auf den sanften Hügeln sind Weinterrassen mit niedrigen Rebstöcken angelegt, aus denen in Locorotondo ein fruchtiger Weißwein gekeltert wird. Zwischen kleinen Waldstücken wachsen Oliven- , Obst- und Mandelbäume. Im Frühsommer leuchtet der Mohn an den Natursteinmauern. Im gesamten Tal stehen etwa 4.000 Trulli, die wie weiße Puppenhäuser erscheinen.




Weitere Sehenswürdigkeiten Apulien




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