Latium

Latium: antike Thermen von Caracalla

Latium: antike Thermen von Caracalla

Keinzelle Europas

Das sanfte Hügelland auf halber Höhe des italienischen Stiefels gilt als Keimzelle Europas. Bereits seit dem 6. vorchristlichen Jahrhundert siedelten zwischen Tyrrhenischem Meer und dem Tiber die Latiner. Ihre Sprache, das Latein,  sollte zum Vorläufer aller heutigen romanischen Sprachen werden. Spätestens 340 vor Christus, als die Region von Rom unterworfen wurde, wurde es zum Kern des Römischen Reiches. Neben Rom gelten als besonders reizvoll die Albaner Berge, die Vulkanseen im Dreieck von Toskana, Umbrien und Latium sowie das südliche Latium, hier im Speziellen zum Beispiel das Kloster Monte Cassino, das im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört, danach jedoch wiederaufgebaut wurde.



Sehenswürdigkeiten Latium


Abbazia di Farfa

Ältestes Kloster im christlichen Abendland

Etwa 20 Kilometer nordöstlich von Rom kommt man ins nordöstliche Latium und damit in eine andere Welt. Die abwechslungsreiche Hügellandschaft zwischen Meer und Appennin bezaubert durch ihre Anmut und Grazie. Nichts erinnert an die laute, vom Verkehrsinfarkt bedrohte Metropole. Weithin sichtbar auf einem Hügel thront hier die Abbazia di Farfa, die zu den ältesten und bedeutendsten Klöstern des christlichen Abendlands zählt. Der Kampanile wurde im 11. Jahrhundert gebaut, als die Benediktinerabtei bereits 500 Jahre alt war. Ein Besuch des Ortes ist wegen der typisch italienischen Harmonie von Landschaft und Architektur lohnenswert.

Nähere Informationen:
www.abbaziadifarfa.com


Civita Castellana

Mittelalterliches Städtchen auf Felsplateau

Die Bischofsstadt mit weniger als 20.000 Einwohnern liegt zwischen Tiber und dem vulkanischen Hügelland der Moni Cimini auf einem Felsplateau, das von den tief eingeschnittenen Tälern des Rio Maggiore und des Rio Filetto gebildet wird. Sie steht auf den Grundmauern der 2.500 Jahre alten Hauptstadt der Falisker,  Falerii Veteres. Das Forte Sangallo wurde von Antonio da Sangallo im Auftrag von Papst Alexander VI. erbaut und beherbergt heute das Museo dell’Agro Falisco mit Funden der Falisker.


Civita di Bagnoregio

Künstlerort östlich vom Bolsenasee

Der Künstlerort östlich vom Bolsenasee kauert wie ein Adlernest auf einem Felsen und ist nur zu Fuß zu erreichen. Der Niedergang der einstmals bedeutenden Civita begann mit dem Umzug eines Bischofs nach einem Erdbeben. 1990 waren nur noch wenige ältere Menschen übrig geblieben, bevor Künstler und Aussteiger den Ort entdeckten und wiederbelebten.


Lago di Bolsena und Umgebung

Sauberer See in uralter Kulturlandschaft

Der in die Hügel von Volsini eingebettete See ist vulkanischen Ursprungs und, seit er wieder sauber ist, auch sehr fischreich. Das Seeufer ist kaum bebaut und vom Tourismus wird er allenfalls im Sommer spärlich heimgesucht. Im gleichnamigen Städtchen am See ist die mittelalterliche Bausubstanz noch vorherrschend. Hier soll sich das Hostienwunder abgespielt haben, das der Kirche Anlass gab, den Fronleichnam als Feiertag einzuführen. In dieser uralten Kulturlandschaft zwischen Umbrien, Latium und der Toskana lebten bereits vor den Römern die Etrusker (Raub der Sabinerinnen), wovon viele archäologische Stätten in der sanften Landschaft zeugen.


Montecassino

Ältestes Kloster des Abendlandes

Der auf halber Strecke zwischen Neapel und Rom gelegene Ort ist weltberühmt, weil Benedikt von Nursia 1529 in der damals völlig abgeschiedenen Bergwildnis das erste abendländische Kloster gegründet hat. Seine Lebensregeln für Mönche, die um Armut, Keuschheit und Gehorsam kreisen, sind bis heute in allen katholischen Orden maßgeblich. Der auf einem Berg liegende mächtige Klosterbau wurde 1944 von den Alliierten bis auf die Grundmauern zerstört und ist in den 1950iger Jahren in seiner barocken Form wieder aufgebaut worden.


Rom

Zeitgenössisches Leben in der ewigen Stadt

Die auf den legendären sieben Hügeln gebaute Stadt war 1 1/2 Jahrtausende Herrscherin über das Abendland und Schauplatz geschichtlicher Ereignisse von Weltbedeutung. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches wurde sie Zentrum der römisch-katholischen Kirche. In der Blütezeit im 2. Jahrhundert n. Chr. zählte die Stadt mehr als 1 Millionen Einwohner und war damit die erste Metropole der Welt. Nach dem Niedergang des Reiches hausten nur noch etwa 25.000 Menschen zwischen den Trümmern. Erst die Rückkehr der Päpste von Avignon im 15. Jahrhundert führte zu einem Wachstum der Stadt. Die Hauptstadt Italiens gehört heute wieder zu den ersten Städten Europas, was Kunst, Kultur und zeitgenössisches Leben angeht. Jährlich zieht sie Millionen von Touristen an, die nicht nur zum Besichtigen, sondern auch zum Shoppen und Essen gehen kommen.

Nähere Informationen:
www.turismoroma.it


Stadtspaziergang durch Rom

Eine Entdeckungstour durch die Altstadt

Unsere Empfehlung für eine eigenständige Tour durch Rom beginnt am Bahnhof Roma Termini und führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Ewigen Stadt. Vorbei an der Oper kommt man zum Palazzo Berberini, zur Fontana di Trevi, der spanischen Treppe, dem Pantheon und schließlich zum Kolosseum und dem Forum Romanum. (4 Stunden, 8 Kilometer, auf und ab: 70 m)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Subiaco

Römische Villen, Benediktinerklöster und eine Einsiedlerhöhle

Bereits Kaiser Clauius ließ im Gebirgstal des Aniene 70 Kilometer östlich von Rom drei Stauseen bauen, um die Wasserqualität in Rom zu verbessern. Sein Nachfolger Nero erkannte die Schönheit des Ortes und ließ sich einen Sommersitz errichten. 500 Jahre später soll der Heilige Benedikt mit seiner Schwester den einsamen Ort besucht und ein Nonnenloster gegründet haben. Das Mönchskloster San Benedetto wurde im 12. Jahrhundert über der Einsiedlerhöhle der Heiligen Benedikt etwa zwei Kilometer weiter gebaut.


Viterbo

Gassengewirr in der ehemaligen Fluchtburg des Papstes

Kaum zu glauben, dass das Provinzstädtchen im Dreeick von Toskana, Umbrien und Latium einst wichtiger war als Rom. Jedenfalls war es von 1257 bis 1281 Fluchtburg und Residenz der Päpste. Die fünf Kilometer lange Stadtmauer, hinter der die Stellvertreter Christi Schutz suchten, kann man noch heute besichtigen. Das Gewirr von Gassen und brunnenbestandenen Plätzen findet seine Mitte auf der Piazza San Lorenzo, die von der romanischen Kirche und dem Papstpalast mit gotischer Loggia beherrscht wird. 




Reisebeispiele Latium

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