Kampanien

Im Schatten des Vesuvs: Kampanien

Im Schatten des Vesuvs: Kampanien

Land des Überflusses im Schatten des Vulkans

Die Römer gaben der fruchtbaren Landschaft im Süden Italiens ihren Namen: Campania felix: Glückliche Ebene. Damit war nur die Ebene gemeint, die sich vom Neapolitanischer Apennin südwärts bis zur gebirgigen Halbinsel von Sorrent erstreckt. Der vulkanische, fruchtbare Boden ermöglicht den Anbau von Südfrüchten und Wein. Der Nationalpark Cilento mit seiner ursprünglichen Landschaft und vielen antiken Stätten ist UNESCO-Welterbe, ebenso das historische Zentrum von Neapel, die Amalfiküste und die archäologischen Stätten von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata. Teile Kampaniens sind geologisch unruhig und werden von immer wiederkehrenden Erdbeben erschüttert. Der Vesuv bei Neapel ist ein aktiver Vulkan. 



Sehenswürdigkeiten Kampanien


Amalfi-Küste

Fischerdörfer an paradiesischer Steilküste

Südlich von Neapel schiebt sich das gewaltige Felsmassiv der Monti Lattari nach Westen ins Tyrrhennische Meer und bildet eine etwa 50 Kilometer lange Halbinsel, die auf die Insel Capri zuläuft. Die felsige Südküste dieser Halbinsel nennt man Amalfiküste. Sie wird zu den schönsten Küsten weltweit gerechnet und ist in der Hauptsaison leider entsprechend heimgesucht. Die Straße, die die Küste erschließt, wurde erst im 19. Jahrhundert in den Fels gehauen. Ursprünglich waren die Orte nur von der See zu erreichen und liegen heute unterhalb der Straße. Mit ihren weiß getünchten kubischen Häusern mit Kuppeldächern wirken die Dörfer maurisch. Im Laufe der Jahrhunderte wurden alle weniger steilen Hänge urbar gemacht und sind heute mit Wein und Zitronen bewachsen. Die Amalfiküste zählt heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.


Pompeji

Legendäre Römerstadt am Vesuv

Im Jahr 79 nach Christus begrub der Vesuv die römische Stadt unter einer zwölf Meter dicken Schicht aus Asche und Bims. Damals war Pompeji 600 Jahre alt. Aus der griechischen Siedlung auf einem alten Lavastrom des Vesuvs war eine Römerstadt geworden, die im Sommer Zuflucht für hitzegeplagte Reiche geworden. Pompeji verfügte über ein Theater, ein Odeon und eine Arena. 13 öffentliche Bordelle wurden bei den Ausgrabungen entdeckt. 
Nach ihrer Wiederentdeckung im 18. Jahrhundert begann die zweite Geschichte der Stadt als größter archäologischer Fundstätte in Europa. Über die Stadtmauer führt heute ein drei Kilometer langer Rundweg, von dem man einen guten Überblick bekommt.

Nähere Informationen:
www.pompeji.de


Procida

Kleine Schwester von Capri

Mit einer Küstenlinie von 16 Kilometern und einer Fläche von vier Quadratkilometern ist Procida neben Capri und Ischia die dritte und kleinste Insel im Golf von Neapel. Touristisch ist sie weit weniger erschlossen als ihre großen Schwestern. Dabei diente das Städtchen auf der Nordseite mit seinen pastellfarbigen, würfelförmigen Häusern schon als Kulisse für berühmte Filme. Von der mittelalterlichen, befestigten Oberstadt breitet sich bei gutem Wetter der ganze Golf von Neapel aus. Einen schönen Badestrand gibt es auf der Südseite in der Bucht von Chiaiolella.


Sorrento

Sehnsuchtsort der deutschen Romantik

Schon seit 2000 Jahren ziehen Sonnenuntergänge und Orangen- und Zitronengärten Besucher aus aller Welt auf die Halbinsel am Golf von Neapel. Bereits Odysseus soll im antiken Surrentum vom Gesang der Sirenen verwirrt worden sein. Als er sich ihnen dennoch entzog, verwandelten sie sich in den Felsen Li Galli, der noch heute bei Positano aus dem Meer ragt. Später wurde Sorrent zum Inbegriff der deutschen Italiensehnsucht. Schriftsteller, Musiker und Maler haben den Ort verewigt. Die Spitze der Halbinsel von Sorrent liegt nur etwa fünf Kilometer von Capri entfernt, das vom Hafen Marina Piccola bequem erreicht werden kann. Auch Ischia und Procida, deren Silhouetten an klaren Tagen zu sehen sind, können per Schnellboot in kurzer Zeit erreicht werden. Die Regionalbahn Circumvesuviana bringt Besucher nach Pompeji und Herkulaneum oder nach Neapel.


Vesuv

Wandern zum gefährlichsten Feuerberg Europas

Der einzige noch aktive Vulkan auf dem europäischen Festland gilt als Schicksalsberg, nachdem er im Jahr 79 nach Christus die römischen Städte Pompeji und Herculaneum zerstörte. Bis heute zählt der Doppelvulkan zu den gefährlichsten Feuerbergen der Welt. Nach langen Ruhephasen kann es zu gewaltigen Eruptionen kommen – eine ständige Bedrohung für die Millionen-Metropole Neapel, die nur wenige Kilometer nordwestlich liegt. Aus diesem Grund gibt es überall Seismographen, die so empfindlich sind, dass sie bereits auf die Körperwärme der Besucher reagieren. Eine gute Straße windet sich bis in die Nähe des Gipfels. Vom Parkplatz aus führt ein Fußweg rund um den Krater. (1:30 Stunde, 4,1 Kilometer, auf und ab 170 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de




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