Kampanien

Im Schatten des Vesuvs: Kampanien

Im Schatten des Vesuvs: Kampanien

Land des Überflusses im Schatten des Vulkans

Die Römer gaben der fruchtbaren Landschaft im Süden Italiens ihren Namen: Campania felix: Glückliche Ebene. Damit war nur die Ebene gemeint, die sich vom Neapolitanischer Apennin südwärts bis zur gebirgigen Halbinsel von Sorrent erstreckt. Der vulkanische, fruchtbare Boden ermöglicht den Anbau von Südfrüchten und Wein. Der Nationalpark Cilento mit seiner ursprünglichen Landschaft und vielen antiken Stätten ist UNESCO-Welterbe, ebenso das historische Zentrum von Neapel, die Amalfiküste und die archäologischen Stätten von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata. Teile Kampaniens sind geologisch unruhig und werden von immer wiederkehrenden Erdbeben erschüttert. Der Vesuv bei Neapel ist ein aktiver Vulkan. 



Sehenswürdigkeiten Kampanien


Procida

Kleine Schwester von Capri

Mit einer Küstenlinie von 16 Kilometern und einer Fläche von vier Quadratkilometern ist Procida neben Capri und Ischia die dritte und kleinste Insel im Golf von Neapel. Touristisch ist sie weit weniger erschlossen als ihre großen Schwestern. Dabei diente das Städtchen auf der Nordseite mit seinen pastellfarbigen, würfelförmigen Häusern schon als Kulisse für berühmte Filme. Von der mittelalterlichen, befestigten Oberstadt breitet sich bei gutem Wetter der ganze Golf von Neapel aus. Einen schönen Badestrand gibt es auf der Südseite in der Bucht von Chiaiolella.


Sorrento

Sehnsuchtsort der deutschen Romantik

Schon seit 2000 Jahren ziehen Sonnenuntergänge und Orangen- und Zitronengärten Besucher aus aller Welt auf die Halbinsel am Golf von Neapel. Bereits Odysseus soll im antiken Surrentum vom Gesang der Sirenen verwirrt worden sein. Als er sich ihnen dennoch entzog, verwandelten sie sich in den Felsen Li Galli, der noch heute bei Positano aus dem Meer ragt. Später wurde Sorrent zum Inbegriff der deutschen Italiensehnsucht. Schriftsteller, Musiker und Maler haben den Ort verewigt. Die Spitze der Halbinsel von Sorrent liegt nur etwa fünf Kilometer von Capri entfernt, das vom Hafen Marina Piccola bequem erreicht werden kann. Auch Ischia und Procida, deren Silhouetten an klaren Tagen zu sehen sind, können per Schnellboot in kurzer Zeit erreicht werden. Die Regionalbahn Circumvesuviana bringt Besucher nach Pompeji und Herkulaneum oder nach Neapel.


Amalfi-Küste

Fischerdörfer an paradiesischer Steilküste

Südlich von Neapel schiebt sich das gewaltige Felsmassiv der Monti Lattari nach Westen ins Tyrrhennische Meer und bildet eine etwa 50 Kilometer lange Halbinsel, die auf die Insel Capri zuläuft. Die felsige Südküste dieser Halbinsel nennt man Amalfiküste. Sie wird zu den schönsten Küsten weltweit gerechnet und ist in der Hauptsaison leider entsprechend heimgesucht. Die Straße, die die Küste erschließt, wurde erst im 19. Jahrhundert in den Fels gehauen. Ursprünglich waren die Orte nur von der See zu erreichen und liegen heute unterhalb der Straße. Mit ihren weiß getünchten kubischen Häusern mit Kuppeldächern wirken die Dörfer maurisch. Im Laufe der Jahrhunderte wurden alle weniger steilen Hänge urbar gemacht und sind heute mit Wein und Zitronen bewachsen. Die Amalfiküste zählt heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.


Marina di Ieranto

Badestrand am kobaltblauen Meer

Die kleine Bucht an der Spitze der Halbinsel von Sorrento lockt mit einem Badestrand, der von Nerano nur zu Fuß zu erreichen ist. Wer schon von Massa Lubrense aus losgeht, kann das kobaltblaue Meer zu beiden Seiten des Höhenrückens bewundern und jenseits des Meeres zum Vesuv, nach Ischia oder Salerno schauen. Von Nerano aus kann man mit Taxi oder Bus zum Ausgangspunkt. (4 Stunden, 8,2 Kilometer, auf: 210 Meter, ab: 320 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/8129698


Pompeji

Legendäre Römerstadt am Vesuv

Im Jahr 79 nach Christus begrub der Vesuv die römische Stadt unter einer zwölf Meter dicken Schicht aus Asche und Bims. Damals war Pompeji 600 Jahre alt. Aus der griechischen Siedlung auf einem alten Lavastrom des Vesuvs war eine Römerstadt geworden, die im Sommer Zuflucht für hitzegeplagte Reiche geworden. Pompeji verfügte über ein Theater, ein Odeon und eine Arena. 13 öffentliche Bordelle wurden bei den Ausgrabungen entdeckt. 
Nach ihrer Wiederentdeckung im 18. Jahrhundert begann die zweite Geschichte der Stadt als größter archäologischer Fundstätte in Europa. Über die Stadtmauer führt heute ein drei Kilometer langer Rundweg, von dem man einen guten Überblick bekommt.

Nähere Informationen:
www.pompeji.de


Punta Campanella

Ort für Verliebte und Romantiker

Die Westspitze der Halbinsel Sorrento zieht Romantiker und Verliebte gleichermaßen an. Über die Via Minerva, eine Römerstraße, gelangt man von Termini zu Fuß zur Punta, wo einst ein Tempel der Athene stand. Dort kann man Rast machen und nach Capri hinüberschauen. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,4 Kilometer, auf und ab 390 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/8129366


Santuario dell'Avvocata

Pilgerweg mit Aussicht

Jedes Jahr am Pfingstmontag kommen tausende von Pilgern nach Maiori. Von der Küste wandern sie hinauf zu zwei verfallenen Klöstern, dem Santuario dell'Avvocata und dem Corpo di Cava. Auch wer keine religiösen Absichten verfolgt, wird diesen Weg außergewöhnlich finden – wegen der einmaligen Aussicht nach Salerno und zum Apennin. (6 Stunden, 11,7 Kilometer, auf: 970 Meter, ab: 610 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/8128667


Sentiero degli Dei

Auf dem Weg der Götter durch den Himmel an der Amalfiküste

Der „Weg der Götter“ verläuft hoch über dem Meer durch die Steilhänge an der Amalfiküste. Wer ihn geht, wird aus dem Staunen über das Küstenpanorama nicht herauskommen. Unterwegs kann man in Nocelle einkehren. In Montepertuso angekommen, kann man mit Bus oder Taxi oder auf einem Parallelweg zurück nach Bomerano. (hin: 3 Stunden, 7,7 Kilometer, ab: 250 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/8128983


Vesuv

Wandern zum gefährlichsten Feuerberg Europas

Der einzige noch aktive Vulkan auf dem europäischen Festland gilt als Schicksalsberg, nachdem er im Jahr 79 nach Christus die römischen Städte Pompeji und Herculaneum zerstörte. Bis heute zählt der Doppelvulkan zu den gefährlichsten Feuerbergen der Welt. Nach langen Ruhephasen kann es zu gewaltigen Eruptionen kommen – eine ständige Bedrohung für die Millionen-Metropole Neapel, die nur wenige Kilometer nordwestlich liegt. Aus diesem Grund gibt es überall Seismographen, die so empfindlich sind, dass sie bereits auf die Körperwärme der Besucher reagieren. Eine gute Straße windet sich bis in die Nähe des Gipfels. Vom Parkplatz aus führt ein Fußweg rund um den Krater. (1:30 Stunde, 4,1 Kilometer, auf und ab 170 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de/tour/8128429




Weitere Sehenswürdigkeiten Kampanien




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