Nuoro: Tor zur Barbagia

Nuoro

Nuoro und sein Hausberg Monte Ortobene

Nuoro und sein Hausberg Monte Ortobene

Tor zur Barbagia

Die Stadt mit knapp 40.000 Einwohnern liegt auf einem Hochplateau in der Barbagia. Sie hat inmitten vieler Zweckbauten aus den 1960-ger Jahren ein schönes Zentrum aus dem 19. Jahrhundert. Die mit Kieselstein gepflasterten Gassen sind von kleinen Läden und historischen Café gesäumt. Die zentrale Einkaufsmeile ist der Corso Garibaldi. Eine Besonderheit ist die Langlebigkeit seiner Bewohner. Viele führen das auf den lokalen Wein zurück, dessen Gärung extrem langsam verläuft. Böse Zungen behaupten aber, dass es in Nuoro besonders einfach ist, sein Geburtsdatum wegen der Rente ein paar Jahre vorzuverlegen.



Sehenswürdigkeiten Nuoro

Monte Corrasi

Durch ein einsames Hochtal zum höchsten Berg des Supramonte

Der höchste Berg des Supramonte ist ein großer weißer Klotz aus Kalkstein über dem Bergdorf Oliena, der von seiner Form her an die Dolomiten erinnert. Durch ein einsames Hochtal kann man den auffälligen Gipfel (1.463 m) erreichen, wo Raubvögel im Aufwind über der senkrecht abfallenden Wand segeln. (3 Stunden, 7,4 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)

Monte Ortobene

Aussichtsberg mit Blick über das Inselinnere

Der Granitberg östlich von Nuoro bietet in fast 1.000 Metern Höhe eine weite Aussicht über das Inselinnere. Der Blick reicht vom Gennargentu über die Barbagia bis zum Supramonte. Eine Straße windet sich um den Berg bis zu einer Bronzestatue des Erlösers, die jedes Jahr am 29. August Ziel einer farbenprächtigen Prozession ist. Der Weg führt zwischen riesigen Granitblöcken entlang und durch Eichenwälder und Macchia zum Gipfel, wo es ein Restaurant gibt.

Orgosolo

Vom Banditennest zum anarchistischen Künstlerort

Der Ort im Herzen der Barbagia galt über Jahrhunderte als Banditennest. 1894 stürmten 500 bewaffnete Orgosolesen den Ort Tortoli, um das Vermögen eines Großgrundbesitzers zu erbeuten. Raubzüge dieser Art wurden Bardanas genannt und sind bis in die Römerzeit hinein belegt. Ergänzt wurden sie durch die blutigen Familienfehden (sardisch: disamistade), die sich über Jahrzehnte hinziehen konnten. In den 1968er Jahren ließ sich ein anarchistischer Zeichenlehrer in dem inzwischen legendären Ort nieder. Mit seinen Schülern fing er an, die Hauswände des Ortes zu bemalen. Viele dieser etwa 120 Murales orientieren sich am Kubismus in der Art von Picassos Guernica.

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