Chianti

Idyllische Kulturlandschaft: Chianti

Idyllische Kulturlandschaft: Chianti

Weinberge, Wehrburgen und Wälder

Die malerische Kulturlandschaft zwischen Florenz und Siena gilt als die klassische Toskana. Eingebettet in sanfte Hügel finden sich Weinberge, Zypressen, Wälder und idyllische Weindörfer und Wehrburgen. Im Mittelalter und lange Zeit danach war der Chianti Schauplatz schwerer kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen den toskanischen Städten Florenz und Siena, die 1559 mit der Eingliederung Sienas in den Machtbereich von Florenz entschieden wurden. Da hier einer der besten Weine Italiens wächst, wurde der Name „Chianto Classico“ bereits im 18. Jahrhundert geschützt. Er bezog sich zunächst nur auf Radda, Castellina und Gaiole. Später kamen weitere Teile im Osten dazu.



Sehenswürdigkeiten Chianti


Bergstraße

Deutschlands Fruchtgarten an einer Römerstraße

Die Strata Montana, wie die Römer ihre Nord-Süd-Straße zwischen Oberrhein und Odenwald nannten, führt von Darmstadt in Südhessen über Heidelberg bis nach Wiesloch in Nordbaden. Die 68 Kilometer lange historische Straße verläuft heute im wesentlichen auf der Bundesstraße 3. Nach der Bergstraße ist auch ihre liebliche Umgebung benannt. Mildes und sonniges Klima, ein früher Frühling und fruchtbare Lößböden machen die sie zu einem der reichsten Fruchtgärten Deutschlands mit Weinbau, Obst, Mandeln, Edelkastanien und Walnüssen. Aber auch andere mediterrane Pflanzen wie Feigen und Ölbäume gedeihen hier.


Certosa di Pontignano

Durch die Weinberge vor den Toren von Siena

Nur wenige Kilometer von der Kulturmetropole Siena kann man auf einem Höhenweg Ruhe und Aussicht genießen. Dabei hat man die ganze Zeit den Dom von Siena im Blick. Ziel der gemächlichen Runde ist ein Kartäuserkloster aus dem 14. Jahrhundert, die Certosa di Pontignano. Nach dem Rundgang kann man in der Osteria La Piccarda einkehren. (2 Stunden, 8,5 Kilometer, auf und ab: 140 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Chianti Skulpturenpark

Moderne Kunst im Eichenwald

Anfang der 1990iger Jahre entdeckten Piero und Rosalba Giadrossi den sieben Hektar großen Eichenwald in der Nähe von Pievasciata. Er bot ideale Voraussetzungen für ihr Projekt, moderne Kunst in natürlicher Umgebung zu präsentieren. Nach fünf Jahren harter Arbeit konnte der Park seine Tore öffnen. Mehr als 20 Künstler aus aller Welt stellen dort ihre Werke aus, die in der friedvollen Umgebung einen besonderen Zauber ausüben.

Nähere Informationen:
www.chiantisculpturepark.it


Eremo di Lecceto

Einsiedlermönche im dichten Buschwald

Als im Mittelalter die Toskana gerodet wurde, blieb ein Wald verschont: der Bosco di Lecceto. Viele Einsiedler zogen sich dorthin zurück und haben bis heute ihre Spuren hinterlassen: allen voran die Eremo di Lecceto, wo unsere Wanderempfehlung beginnt. Der Weg führt auf schönen Pfaden durch einen Wald, der bis heute so dicht ist wie vor 800 Jahren. (3 Stunden, 11 Kilometer, auf und ab: 270 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Gaiola

Mittelalterliche Burgen, versteckte Weiler

Der Weinort mit seinem lebhaften Zentrum liegt herrlich inmitten von Wäldern und sanften Hügeln, in denen sich romanische Kirchen, mittelalterliche Weiler und eine Burg verstecken. Ein Wanderweg führt rund um den Monte Marcoli. Unterwegs kann man im Ristorante L'Alto Chianti einkehren oder nach der Wanderung wieder in Gaiola. (3:50 Stunden, 12,8 Kilometer, Höhendifferenz: 350 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Greve in Chianti

Zentrum des Chianti Classico

Das Zentrum des lebhaften Weinorts ist die dreieckige Piazza Matteotti, wo der Wochenmarkt und die alljährliche Weinmesse stattfinden. Arkaden und Stadthäuser mit schicken Geschäften und ausladenden Balkonen geben dem Platz ein besonderes Ambiente. In der Mitte steht die Statue von Giovanni da Verrazzano. Der aus Greve stammende Seefahrer landete 1524 an der amerikanischen Ostküste. Oberhalb des Orts thront das mittelalterliche Burgdorf Montefioralle malerisch auf einem Hügel. 


Hotzenwald

Vom Armenhaus zum Wanderparadies

Nachdem die Hochrheinbahn Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb ging, rückte die Region zwischen St. Blasien und der Alb ins Abseits. Bergbaubetriebe und Eisenhütten wurden unrentabel. Zurück blieben die Bauern, Köhler und Holzfäller. In dieser Zeit kam der Name „Hotzenwald“ auf. Er bezieht sich auf die einfache Tracht der armen Waldleute. „Hotzen“ war der Name für die dreiviertlangen Pluderhosen der Männer. Heute ist der Wald im äußersten Südosten des Schwarzwaldes ein bevorzugtes Urlaubsgebit. Die wildromantischen Schluchten der Wehra, Murg und Alb ist ein Wanderparadies. Die nach Süden geneigten Hochflächen gewähren vor allem bei Fönlagen grandiose Fernsichten über den Hochrhein, den Schweizer Jura bis zu den höchsten Alpengipfeln. 


Kloster Badia a Passignano

Beschaulicher Rundweg durch Wein und Busch

Das mittelalterliche Kloster in den Weinbergen südöstlich von Florenz ist heute ein renommiertes Weingut. Dort beginnt ein beschaulicher Spaziergang durch die liebliche Kulturlandschaft, der bis zum Pesa-Fluss hinabführt. (2:30 Stunden, 9,5 Kilometer, auf und ab: 290 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Mittelrheintal

Burgen, Wein und Fachwerkstädtchen

1.320 Kilometer fließt der Rhein von seiner Quelle am St. Gotthard in der Schweiz bis zu seinen verzweigten Mündungsarmen in den Niederlanden. Seit Jahrtausenden ist er eine der wichtigsten Handelsstraßen Europas. Zwischen Bingen und Koblenz zwängt er sich durch ein tief eingeschnittenes Tal, das zu den schönsten Kulturlandschaften Deutschlands zählt und Welterbe der UNESCO ist. Burgen und Ruinen wechseln mit Weinbergen und malerischen Fachwerkstädten ab. Viele Sagen und Legenden umgeben das Tal; am bekanntesten ist die von der Loreley, die auf einem Felsen sitzend mit lieblichem Gesang und goldenen Haar die Schiffer verzauberte, so dass sie in den gefährlichen Stromschnellen ertranken. Am besten erlebt man das Tal vom Schiff aus auf einer Dampferfahrt von St. Goar nach Kaub.


Siena

Mittelalterliche Urbanität

Neben Florenz ist Siena die zweite Kunststadt der Toscana. Der Kern der Altstadt, Dom und Torre del Mangia, bilden ein phantastisches urbanes Ambiente, das von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Innenstadt ist für den Autoverkehr gesperrt. Ihre Blüte verdankt die Römerstadt den Silberminen von Montiere. Im Gegensatz zum guelfischen Florenz war Siena ghibellinisch und damit kaisertreu. Die Kunst erreichte im 13. und 14. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Wer Erholung sucht, findet in der vulkanisch geprägten Umgebung naturbelassene Thermalquellen.


Volpaia in Chianti

Weinhügel, Olivenhaine und ein ehemaliges Burgdorf

Das Winzerdorf gehört zu den schönsten in Chianti – auch wegen seiner Umgebung. Zypressenalleen führen durch Weinhügel, Buschland und Olivenhaine. Gekrönt wird die Landschaft von Castelvecchi, einem ehemaligen Burgdorf mit schönem Park. Nach einer kurzen, abwechslungsreichen Runde kann man Rast in einem der Ausflugslokale machen. (2 Stunden, 6,5 Kilometer, auf und ab: 220 Meter)

Umfulana Route:
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Reisebeispiele Chianti

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