Catania

Barockstadt am Fuß des Ätna: Catania

Barockstadt am Fuß des Ätna: Catania © Gandolfo Cannatella / Shutterstock.com

Bunte Stadt im Schatten des Ätna

Die bunte Stadt in der Ebene zwischen Ätna und Meer ist mit 650.000 Einwohnern die zweitgrößte auf Sizilien. Sie wurde im 8. Jahrhundert von griechischen Siedlern gegründet. Ihren Aufstieg verdankt sie dem Hafen und den fruchtbaren Lavaböden. 1669 wurde die Stadt vom Etna begraben und durch ein Erdbeben vollständig zerstört. Danach wurde es im spätbarocken Stil wiederaufgebaut. Heute gehört die Altstadt zum Welterbe der UNESCO. Sehenswert sind der Dom und der Elefantenbrunnen aus schwarzem Lavastein.



Sehenswürdigkeiten Catania


Kloster San Nicola

Sizilianischer Barock mit Lava-Putten

Als die Normannen im 11. Jahrhundert die Sarazenen aus Catania vertrieben, ließen sie am Hang des Ätna ein Benediktinerkloster bauen. Im 16. Jahrhundert brach der Ätna aus und vertrieb die Mönche von ihrem angestammten Platz, woraufhin das Kloster in Catania gebaut wurde. Es wurde nach dem in Mafra in Portugal das zweitgrößte in Europa. Der Klosterbau wurde 1558 angefangen und im gleichen Jahr, noch unvollendet, eingeweiht. 1669 erreichten die Lavaströme erneut das Kloster und zerstörten die Kirche. Der monumentale Wiederaufbau der Kirche San Nicola begann um 1687, blieb jedoch wiederum unvollendet. Die Fassade ist ein typisches Beispiel des sizilianischen Barocks – mit Putten und dem für Catania typischen Baumaterial Lava. Heute befindet sich hier die Universitätsbibliothek.


L'Orto Botanico di Catania

Oase der Ruhe und des Friedens im Großstadtlärm

Der Botanische Garten der Universität Catania wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als wissenschaftlicher Lehrgarten angelegt. Heute erstreckt sich der Botanische Garten auf eine Fläche von 16.000 Quadratmetern, unterteilt in einen allgemeinen Garten mit vielen exotischen Pflanzen und einen kleineren Garten, den Hortus Siculus, der sich der Flora Siziliens widmet. Das Hauptgebäude ist ein klassizistischer Tempelbau aus dem Jahr 1857 – eine Oase der Ruhe und des Friedens mitten in der hektischen Stadt.


La Pescheria

Catanias traditioneller Fischmarkt

Vom Domplatz aus erreicht man den Fischmarkt über eine Treppe. Vor der Kulisse dunkler Palazzi preisen Händler schon frühmorgens lautstark ihre Ware an. Der Besuch ist ein Erlebnis für alle Sinne, besonders für die Nase. Schwertfische (pesce spada) und Sägefische (pesce spatola) liegen zusammengerollt auf Holzkisten. Laufend übergießen die Fischer ihren Fang mit Wasser, um ihn frisch zu halten. Tintenfische, Garnelen und Muscheln sind weitere Meeresfrüchte. In den engen Straßen um den Fischmarkt herum verkaufen Händler vor ihren Läden Fleisch, Geflügel und Käse, dazu Berge von Früchten und Gemüse, getrocknete Kräuter und exotische Gewürze. Die farbenprächtigen Stände und der rege Betrieb in den Gassen erinnern an arabische Souks jenseits des Mittelmeeres.

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