Catania

Barockstadt am Fuß des Ätna: Catania

Barockstadt am Fuß des Ätna: Catania © Gandolfo Cannatella / Shutterstock.com

Bunte Stadt im Schatten des Ätna

Die bunte Stadt in der Ebene zwischen Ätna und Meer ist mit 650.000 Einwohnern die zweitgrößte auf Sizilien. Sie wurde im 8. Jahrhundert von griechischen Siedlern gegründet. Ihren Aufstieg verdankt sie dem Hafen und den fruchtbaren Lavaböden. 1669 wurde die Stadt vom Etna begraben und durch ein Erdbeben vollständig zerstört. Danach wurde es im spätbarocken Stil wiederaufgebaut. Heute gehört die Altstadt zum Welterbe der UNESCO. Sehenswert sind der Dom und der Elefantenbrunnen aus schwarzem Lavastein.



Sehenswürdigkeiten Catania


Ätna

Aktiver Vulkan mit 300 Kratern

Der höchste und größte Vulkan Europas hat einen elliptischen Grundriss und einen Umfang von 140 km. Aufgrund des Vulkanismus wechselt seine Höhe ständig. Etwa 300 Nebenkrater gehören zum Berg der Berge (Mongibello), wie die Sizilianer ihn nennen. Sie sind bis heute aktiv, so dass sich ständig neue Lava ergießt. Sobald sie erkaltet und verwittert, bietet sie fruchtbaren Boden, so dass die Besiedlung und Bepflanzung des Vulkans mit Wein, Zitrusfrüchten und Ölbäumen trotz Gefahren bis weit hinauf getrieben ist. Die Gipfelregion ist zu einem Naturpark von ca. 60.000 Hektar erklärt worden.


Taormina

Der „Zipfel des Paradieses“

Trotz des hochentwickelten Tourismus ist Taormina immer noch einer der faszinierendsten Orte auf Sizilien. „Entdeckt“ wurde das beschauliche Dorf zwischen Ätna und Ionischem Meer von dem deutschen Maler Otto von Geleng, der so eine Szenerie kaum für möglich hielt: ein griechisches Amphitheater hoch über dem Meer vor der majestätischen Kulisse eines schneebedeckten Vulkans, dazu eine Blütenpracht, die im Frühjahr ihresgleichen sucht. Mit seinen romantischen Bildern machte er ganz Europa in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf diesen „Zipfel des Paradieses“ aufmerksam. Bald fuhr ein Direktzug von London über Paris nach Taormina. Die ersten Pensionen eröffneten, in denen die Krupps, Rothschilds, King George V. und viele andere überwinterten. Heute ist der Stadtkern, der bis vor 150 Jahren nur für Maultiere zugänglich war, eine sehr lebendige Fußgängerzone. Die meisten historischen Hotels liegen unterhalb der Altstadt, wo sie teilhaben an der Aussicht, die Taormina berühmt gemacht hat. Mit der Seilbahn kann man direkt zu einer Badebucht hinunterfahren, in der es allerdings nur einen Kiesstrand gibt.

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