Nebrodi-Berge

Wasserreiches Gebirge: Nebrodi-Park

Wasserreiches Gebirge: Nebrodi-Park

Artenreiche Eichenwälder, immergrüne Macchia

Die Nebrodi-Berge bilden mit der Madonie im Westen die Fortsetzung des Apennin auf Sizilien. Im Norden fallen die Berge zum Tyrrhenischen Meer ab, im Süden werden sie durch das Ätna-Massiv begrenzt. Charakteristisch sind die besonders üppige Vegetation und die Feuchtgebiete, weshalb die Araber die Gegend „Nebrodi“ (Insel auf der Insel) nannten. Artenreiche Eichenwälder, immergrüne Macchia und saftige Bergwiesen wechseln einander ab und werden von Schildkröten, Wildkatzen und Stachelschweinen bewohnt.



Sehenswürdigkeiten Nebrodi-Berge


Monte Sambughetti

Durch das fruchtbare Hügelland der Nebrodi

Die Wanderung führt durch das fruchtbare Hügelland im Süden der Nebrodi-Berge. Höchster Punkt ist mit 1558 Metern der Monte Sambughetti, ein schöner Aussichtsberg. Für eine Rast eignet sich die Bank vor der Grotte di Nevalore. Die riesige Höhle in einem Kalksteinfelsen liegt am Rande des Waldes. (4 Stunden, 11,4 Kilometer, auf und ab: 420 Meter)

Umfulana Route


Randazzo

Historische Kleinstadt am Ätna

Die Kleinstadt im Nordwesten des Ätna hat vier noch erhaltene Stadttore und mehrere Kirchen aus dem 12. und 13. Jahrhundert. In manchen Gassen der Innenstadt wie etwa der Via degli Archi stammt der Straßenbelag noch aus der Antike, als man mit Lavagestein vom Ätna baute. Sehenswert ist auch das Museum mit den Pupi Siciliani. Die Charaktere der handgefertigten Marionetten haben sich im Mittelalter entwickelt, so zum Beispiel der gute fränkische Ritter Paladin. Besonders schön ist die Zufahrt nach Randazzo von Tortorici aus.


Santo Stefano di Camastra

Jahrhundertealtes Zentrum der Töpferei

Seit dem 17. Jahrhundert ist der Küstenort das Zentrum für Töpferei auf Sizilien. Überall im Ort finden sich Fliesen in kräftigen Farben. Auf dem Markt gibt es bunte Teller, Vasen und Krüge in unterschiedlichem Design – vom einfachen Bauernmuster bis zu künstlerischen Schöpfungen. Auch der Friedhof am Rande der Stadt ist mit zahllosen Kacheln dekoriert.


Grotta del Gelo

Ewiges Eis in zähfließender Lava

Die Höhle in den nördlichen Lavafeldern des Ätna ist ein kleines Naturwunder, weil sich dort fossiles Eis gehalten hat, das in Jahrtausenden bläuliche Stalaktiten gebildet hat. Rundherum ist die Landschaft vom Erdfeuer geprägt: Zähe Lava hat sich übereinander geschlungen. Heiße Ströme fließen oft unter einer erkalteten Schicht. Die Wanderung zur Königin unter den Ätna-Höhlen führt durch eine bizarre Wüste und zählt zu den großartigsten auf Sizilien. (6:30 Stunden, 15,7 Kilometer, auf und ab: 810 Meter)
Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk, Stirnlampe und alpine Erfahrung sind notwendig.

Umfulana Route

Nach Oben