Gargano

Zauberhafte Küste Garganos

Zauberhafte Küste Garganos

Urwald am Sporn des Stiefels

Der Sporn des Stiefels ist ein Gebirge, das 65 Kilometer weit in die Adria hineinragt und über 1.000 Meter ansteigt. Türkisblaues Meer, malerische Buchten, Felsenküste und Sandstrände charakterisieren die Halbinsel. Im stillen Innern wachsen Jahrhunderte alte Buchenwälder. Besonders eindrucksvoll ist die Foresta di Umbra („Schattenwald“), ein zum Nationalpark erklärter Urwald, durch den ein dreistündiger Wanderweg führt. Leider hat an der Küste in den 1990er Jahren der Massentourismus Einzug gehalten. Dennoch finden sich neben den Bettenburgen mit überhöhten Preisen immer auch wieder zauberhafte Abschnitte. Von Rodi Garganico gehen Boote zu den Tremitischen Inseln, die touristisch noch kaum erschlossen sind.



Sehenswürdigkeiten Gargano


An der Bucht von San Nicola

Romantischer Strandspaziergang

Östlich von San Nicola ist die Küste von Gargano wahrscheinlich am schönsten. Die Brandung hat dort in die Kalkklippen Grotten und Höhlen gegraben. Dazwischen finden sich immer wieder geschützte Badebuchten mit Sandstrand, die im Sommer allerdings auch frequentiert sind. Ziel der Tour ist der Torre di Calalunga, ein Küstenwachturm, der im 16. Jahrhundert zur Piratenausschau errichtet wurde. (hin und zurück: 8 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 240 Meter)


Auf den Monte Calvo

Zum Gipfel des Gargano-Massifs

Der mit 1.085 Metern höchste Berg des Gargano-Massivs ist nicht nur leicht zu besteigen; er eröffnet auch eine tolle Aussicht über die Halbinsel Gargano und den Golf von Manfredonia. Wer von der Ponte l'Amarena (698 m) zum Gipfel aufsteigt und auf demselben Weg zurücknimmt, wird kaum mehr als 2 Stunden brauchen. Wer sich mehr Zeit nehmen will, geht auf dem Rückweg über eine Karsthochfläche zu einem zweiten Ausgangspunkt, wo man nach Norden schaut und bei gutem Wetter jenseits der Adria die helle kroatische Küste sieht. (hin und zurück: 13,7 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 440 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Baia delle Zagare

Mit dem Aufzug zur Badebucht

Eingerahmt von weißen Kalksteinfelsen liegt der ein Kilometer lange Strand in einer Bucht, die ihn vor hohen Wellen schützt. Erreichbar ist sie auf dem Landweg über den Aufzug und den botanischen Garten des gleichnamigen Hotels. Empfehlenswert ist ein Bootsausflug, den man beim Bademeister vor Ort buchen kann.


Manfredonia

Stauferschloss und antike Stelen

Die Gegend am Südrand des Parco Nazionale del Gargano ist seit Jahrtausenden besiedelt. Davon zeugen 2.000 Stelen im antiken Siponto aus dem 7. vorchristlichen Jahrhundert. Als ein Erdbeben die Landschaft 1223 in einen Sumpf verwandelte und Malaria ausbrach, ließ Manfred, der Sohn von Kaiser Friedrich II., eine Stadt anlegen, die seinen Namen trug. Bald darauf fiel sie jedoch an das Haus der Anjou und wurde 1620 von den Osmanen geplündert und gebrandschatzt. Im 19. Jahrhundert erfolgte der Wiederaufbau. Aus dem Mittelalter sind noch das staufische Schloss und die Kirche S. Domenico erhalten. Die antiken Stelen sind im Archäologischen Museum der Stadt zu besichtigen, das im Schloss seinen Sitz hat.

Zur Website:
www.comune.manfredonia.fg.it


Monte Sant’Angelo

Unterirdische Kirche des Heiligen Michael

An den Südhängen des Gargano liegt der Pilgerort, wo der Legende nach im Jahr 492 der Erzengel Michael in einer Felsenhöhle erschienen ist und sie zu seiner Verehrung bestimmt hat. So wurde die Grotte nach und nach zur unterirdischen Kirche San Michele ausgebaut. Im 13. Jahrhundert kam ein achteckiger Glockenturm hinzu und hundert Jahre später eine zweite Eingangshalle. Die alte Kirche liegt jedoch im Innern des Berges. Als die Normannen im 7. Jahrhundert nach Apulien kamen und auf Monte Sant'Angelo ein Kastell bauten, nahmen sie den Michaelskult in ihre Heimat mit. So entstand die weltberühmte Klosterinsel Mont-Saint-Michel in der Normandie als ein Tochterkloster von San Michele auf Gargano.


Vieste

Fischerdorf an bizarrer Kalksteinküste

Das ehemalige Fischerdorf mit gut 10.000 Einwohnern liegt an einer von Wind und Wasser geformten bizarren Kalksteinküste. Die mittelalterliche Altstadt thront auf dem Felsvorsprung San Francesco. Sehenswert sind die Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert, das Stauferkastell von Friedrich II. und das Museo Civico mit lokalen Kunstschätzen aus vorrömischer Zeit. Wer einen schönen Sandstrand sucht, findet ihn südlich der Stadt am Pizzo Munno, einem Felsen namens „Spitze der Welt“.


Vom Weiler im Urwald zu einem stillen See

Kurze Wanderung durch den Foresta Umbra

Der kurze Wanderweg beginnt an einem Weiler mitten im dichten Wald, Von I Baracconi geht man zu einem kleinen See, dem Laghetto d'Umbra. Wer noch mehr von den jahrhundertealten Buchen, die von armdicken Efeugewächsen umschlungen sind, sehen möchte, kann weiter südlich eine Runde drehen. Aussicht gibt es keine, dafür das einzigartige Erlebnis eines südeuropäischen Hochwaldes. (hin und zurück: 4,4 Kilometer, 1:30 Stunden, auf und ab: 30 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de




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