Gargano

Zauberhafte Küste Garganos

Zauberhafte Küste Garganos

Urwald am Sporn des Stiefels

Der Sporn des Stiefels ist ein Gebirge, das 65 Kilometer weit in die Adria hineinragt und über 1.000 Meter ansteigt. Türkisblaues Meer, malerische Buchten, Felsenküste und Sandstrände charakterisieren die Halbinsel. Im stillen Inneren wachsen Jahrhunderte alte Buchenwälder. Besonders eindrucksvoll ist die Foresta di Umbra ("Schattenwald"), ein zum Nationalpark erklärter Urwald, durch den ein dreistündiger Wanderweg führt. Leider hat an der Küste in den 1990iger Jahren der Massentourismus Einzug gehalten. Dennoch finden sich neben den Bettenburgen mit überhöhten Preisen immer auch wieder zauberhafte Abschnitte. Von Rodi Garganico gehen Boote zu den Tremitischen Inseln, die touristisch noch kaum erschlossen sind.



Sehenswürdigkeiten Gargano


Baia delle Zagare

Mit dem Aufzug zur Badebucht

Eingerahmt von weißen Kalksteinfelsen liegt der ein Kilometer lange Strand, in einer Bucht, die vor hohen Wellen schützt. Erreichbar ist sie auf dem Landweg über den Aufzug und den botanischen Garten des gleichnamigen Hotels. Empfehlenswert ist ein Bootsausflug, den man beim Bademeister vor Ort buchen kann.


Forestra Umbra

Durch den Urwald am Gargano

Der „Schattenwald“ im Inneren der Halbinsel Gargano ist das einzige große Waldgebiet in Apulien. Buchen, Eichen, Ahornbäume und Kiefern bilden hier einen Jahrtausende alten Urwald, der in seinen höheren Lagen beinah mitteleuropäisch anmutet. 1991 wurde er unter Naturschutz gestellt. Seitdem hat sich die Artenvielfalt erhöht. Wildschweiine, Damwild, Dachse und Wildkatzen leben hier, vor einigen Jahren sind Wölfe zugewandert. In dem für Besucher zugänglichen Teil gibt es ein Netz von Wanderwegen. (hin und zurück: 4,4 Kilometer, 1:30 Stunden, auf und ab: 30 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Manfredonia

Stauferschloss und antike Stelen

Die Gegend am Südrand des Parco Nazionale del Gargano ist seit Jahrtausenden besiedelt. Davon zeugen 2000 Stelen im antiken Siponto aus dem 7. vorchristlichen Jahrhundert. Als ein Erdbeben die Landschaft 1223 in einen Sumpf verwandelte und Malaria ausbrach, ließ Manfred, der Sohn von Kaiser Friedrich II., eine Stadt anlegen, die seinen Namen trug. Bald darauf fiel sie jeoch an das Haus der Anjou und wurde 1620 von den Osamanen geplündert und gebrandschatzt. Im 19. Jahrhundert erfolgte der Wiederaufbau. Aus dem Mittelalter sind noch das staufische Schloss und die Kirche S. Domenico erhalten. Die antiken Stelen sind im Archäologischen Museum der Stadt zu besichtigen, das im Schloss seinen Sitz hat.

Zur Website:
www.comune.manfredonia.fg.it


Monte Sant’Angelo

Unterirdische Kirche des Heiligen Michael

An den Südhängen des Gargano-Gebirges liegt der Pilgerort, wo der Legende nach im Jahr 492 der Erzengel Michael in einer Felsenhöhle erschienen ist und sie zu seiner Verehrung bestimmt hat. So wurde die Grotte nach und nach zur unterirdischen Kirche, San Michele, ausgebaut. Im 13. Jahrhundert kam ein achteckiger Glockenturm hinzu und hundert Jahre später eine zweite Eingangshalle. Die alte Kirche liegt jedoch im Innern des Berges. Als die Normannen im 7. Jahrhundert nach Apulien kamen und auf Monte Sant'Angelo ein Kastell bauten, nahmen sie den Michaelskult in ihre Heimat mit. So entstand die weltberühmte Klosterinsel Mont-Saint-Michele in der Normandie als ein Tochterkloster von San Michele auf Gargano.


Vieste

Fischerdorf an bizarrer Kalksteinküste

Das ehemalige Fischerdorf mit gut 10.000 Einwohnern liegt an einer von Wind und Wasser geformten bizarren Kalksteinküste. Die mittelalterliche Altstadt thront auf dem Felsvorsprung San Francesco. Sehenswert sind die Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert, das Stauferkastell von Friedrich II. und das Museo Civico mit lokalen Kunstschätzen aus vorrömischer Zeit. Wer einen schönen Sandstrand sucht, findet ihn südlich der Stadt am Pizzo Munno, einem Felsen namens „Spitze der Welt“.




Reisebeispiele Gargano

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