15.05.2007

Italienreise von Eveline Hoster

Liebe Frau Maier,

wie Ihnen meine Frau, Eveline Meeuwse, schon "angedroht" hat, folgt nun meine ausführliche "Manöverkritik". Wobei ich das bereits von meiner Gattin ausgesprochene Lob nur aus vollem Herzen wiederholen und vollumfänglich unterstützen kann: unsere Reise war ein Super-Erlebnis.

Zunächst einmal möchte ich Ihnen und Umfulana ein grosses Lob für die hoch professionelle und speditive Abwicklung und Organisation unserer Reise aussprechen. Vom ersten Kontakt über das Abklären unserer Spezialwünsche bis hin zum beschleunigten Ausstellen der Rechung:-) wegen unserer kurzfristigen Buchung hat alles gestimmt; die Unterlagen sind noch rechtzeitig eingetroffen und selbst Ihre teilnahmsvolle Rückfrage pünktlich nach unserer Rückkehr zeugen von Ihrem hohen Kundendienst- und Service-Bewusstsein.

Doch nun zu unserer Reise. Wenn es generell – ausser dem leider in der ersten Woche kühlen Wetter, für das Sie aber nicht zuständig sind – etwas zu kritisieren gibt, dann sind das eigentlich nur die Wegbeschreibungen zu den Unterkünften; wir haben diese trotz guten Kartenmaterials (und jahrelanger pfadfinderischer Vorbildung!) nicht immer auf Anhieb gefunden.

Zu den einzelnen Stationen haben wir folgendes zu berichten: In Piano di Sorrento fanden wir uns im herrlichen Palazzo Romano bestens aufgehoben und aufs Herzlichste betreut; unvergesslich die kultivierten Gespräche mit dem Hausherrn sowie natürlich das opulente Frühstück! Klimatisch war unser Raum (Parterre-Suite zum Garten) für das herrschende Klima allerdings an der Grenze des Angenehmen – und zeitweise war er es auch akustisch (Strasse). Aber was will man: wir sind in Italien... Dafür haben wir in der Nachbarschaft das Ristorante "Betania" entdeckt, das eine hervorragende Küche zu höchst moderaten Preisen bietet – kulinarisch ein gelungener Einstieg!

Unser nächster Standort, das alte Fort bei Giungano, war – mit den o.g. klimatischen Einschränkungen – auf der ganzen Linie überzeugend; umso gemütlicher waren die Abende am offenen Kamin, die wir mit einem netten Pärchen aus USA und teilweise mit der Signora verbrachten. Die Dame aus USA (Florida...) fröstelte übrigens auch ganz gehörig und war sehr dankbar, als wir darum baten, ob das Kaminfeuer angenzündet werden könnte... Aber auch hier ansonsten eine sehr freundliche, herzliche und persönliche Betreuung; die angeregte Tafelrunde mit dem von der Signora zusammengestellten und mit Hilfe ihrer "indiani" zubereitem (Vegetarier-) Menü wird uns noch lange in Erinnerung bleiben – auch wenn sie unterm Strich nicht gerade eben billig war.

Gestützt auf unsere Erfahrung mit kühleren Tagen, müssten Sie sich vielleicht überlegen, ob Sie Reisenden in weniger warmen Monaten für solche "alten Gemäuer" oder höhere Lagen nicht die Empfehlung abgeben könnten, genügend warme Kleider mitzunehmen*. Obwohl wir jahrelange Süditalienfahrer sind, haben wir damit nicht gerechnet...

Von da gings nach Rossano, wo wir im prächtigen Landgut die einzigen Gäste waren. Die Suite war soweit OK, aber halt auch nicht wirklich angenehm gemütlich – obwohl das Wetter langsam besserte. Wir denken, dass die Häuser hier natürlich nach anderen Kriterien gebaut sind: in der Gluthitze des Sommers ein Maximum an Kühle zu speichern. Nun, das tun sie dann halt eben auch an kühleren Tagen...

In Porto Pirgos schliesslich wendete sich das Wetter vollends zum Guten, auch ist das Hotel von seiner ganzen Anlage her "luftiger" gebaut und reagiert wohl (als nicht ganz so massives Gemäuer) dem entsprechend schneller auf steigende Temperaturen. Die Hotelanlage ist traumhaft und lässt keine Wünsche offen... Im nahen Tropea haben wir übrigens eine kulinarische Entdeckung gemacht, die wir gerne weitergeben: die Hosteria Italiana, in einer (nordwestlichen) Seitengasse nahe des Doms (und angenehm abseits der Touristenströme) gelegen, bietet kreative italienische Küche. D.h. zwar traditionelle Speisen, die aber mit irgend einem irritierenden Gewürz o.ä. auf neue Art zubereitet sind und dadurch erfrischend anders wirken. Das Lokal ist erst etwa seit einem Jahr geöffnet, ist im Inneren schön und originell gestaltet, z.B. mit Glasboden zum Weinkeller...

Unsere letzte Station, die Villa über Taormina in Castelmola, liess ebenfalls keine Wünsche offen – die Lage der Zimmer zum Tal hin ist spektakulär und wider Erwarten (grosser Parkplatz vor dem Haus, reger Ausflugsverkehr von Taormina) sehr ruhig. Allerdings... das windig-kühle Höhenklima verfolgte und plagte uns auch hier... aber ich glaube, ich widerhole mich:-)

Ausserhalb unserer "Planstationen" haben wir ja noch zwei Nächte im Hotel Gutkowski in Siracusa verbracht. Das Hotel ist sauber, modern und originell gestaltet und liegt zentral. Ein kleiner Wermutstropfen ist die gleich vor dem Haus verlaufende Sammelstrasse, die den gesamten (Einbahn-) Verkehr aus Ortigia aufnimmt und ableitet. Das kann zu gewissen Zeiten ziemlich laut sein. Aber macht nichts: viva la Sicilia (e viva il vino, der einem zu gesundem Tiefschlaft verhilft...)!!

Auch hier haben wir eine Restaurant-Entdeckung gemacht, die allerdings nicht auf Ortigia liegt, sondern ca. drei Häuserblocks entfernt auf dem angrenzenden Festland: das Cairoli sette ist eine cool (schneeweiss!!) designte Bar (zuerst erinnerts an einen trendigen Frisiersalon...), wo die beautiful people von Siracusa verkehren. Es gibt allerdings neben der Bar einen geschmackvoll-gedämpft eingerichteten Speiseraum, und dazu das Gartenrestaurant in der Seitengasse. Das Essen ist wider Erwarten nicht mal besonders teuer, dafür aber speziell zubereitet und geschmackvoll-gestylt angerichtet.

So, damit aber genug (wir hätten natürlich noch einige Geschichten. Beobachtungen und Tipps auf Lager), aber das sprengt hier ja wohl den Rahmen. Fazit: Wir müssen künftig nun nicht JEDE Reise so machen (wir haben in zwei Wochen immerin 1900 Km zurückgelegt, also auch recht viel Zeit im Auto verbracht), aber alle paar Jahre sich mal auf eine solche Fahrt ins Ungewisse begeben, unerwartete Abenteuer (oder Wetterlagen...) erleben und bestehen, das ist auch ein bereicherndes Erlebnis. Sind uns wohl deshalb die Ferien – im positiven Sinne – so unendlich lang vorgekommen? WENN wir aber wieder mal so was Ähnliches (oder andere ausgefallene Ferien) planen, dann schauen wir zuerst bei Umfulana rein. (Und wir empfehlen Umfulana auch gerne unseren Freunden und Bekannten!)

Wir danken Ihnen herzlich für Ihren grossartigen Service und grüssen Sie freundlich,

Eveline Meeuwse Hoster &
Alex Hoster



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