29.06.2007

Italienreise von Christiane und Steffen Tischer

Hallo Frau Maier,

gerne möchte ich Ihrer Aufforderung nachkommen, Ihnen ein Feedback zu unserer Hochzeitsreise von Rom nach Venedig zu geben.

Zuerst einmal vielen Dank für die kurzfristige Zusammenstellung dieser unvergesslichen und tollen Reise. Die von Ihnen gebuchten Unterkünfte überraschten uns meist positiv.

Eines der größten Abenteuer stellte die Anreise nach Rom dar. Zufälligerweise hatte sich der US-Präsident an diesem Tag ebenfalls dieses Reiseziel ausgesucht. Aus diesem Grund hatte sich wohl auch halb Italien zu einem No-Bush-No-War-Day dort eingefunden. Angekommen in Roma-Termini erwartete uns dort eine Hundertschaft Polizisten. Die U-Bahn war sicherheitshalber ganz gesperrt und am Taxi-Stand bildete sich eine mindestens 100 Meter lange Schlange. Daraufhin beschlossen wir, die 2 Kilometer zur Unterkunft zu Fuß zurückzulegen – immer hinter der Demostationslinie quasi unter Polizeischutz.

Rom und das Apartment am Circus Maximus sehen wir im Rückblick als Highlight der Reise an. Der Kontakt zur Besitzerin der Villa war sehr herzlich – fast schon mütterlich fürsorglich. Besonders stilvoll arrangiert war das Frühstück im Garten. In die Stadt selbst werden wir gewiss noch einmal zurückkehren (ich hoffe, die Münze im Trevi-Brunnen erfüllt ihren Zweck).

Die zweite Station war das Weingut bei Siena. Die Gegend hat uns fasziniert, die sich herrlich mit dem kleinen Cabrio genießen ließ. Die Unterkunft selbst war uns beiden allerdings eher schon zu groß und zu unpersönlich. Als junges Paar fühlten wir uns inmitten anderer Gäste (pseudo-italienisch aufgestylt mit Sonnenbrille) nicht immer so wohl. Entschädigt hat jedoch der wundervolle Barbecue-Abend.

In puncto Komfort setzte der Palazzo Niccolini in Florenz hohe Maßstäbe mit unserer Zwei-Zimmer-Suite in unmittelbarer Nähe zum Dom. Näher am Zentrum kann man einfach nicht sein. Trotzdem fühlten wir uns auch in legerer Kleidung dort wohl und willkommen. Die Anfahrt durch die engen Gassen war ein echtes Abenteuer. Natürlich waren zwei Tage für Florenz einfach viel zu wenig Zeit. Mehr als einen ersten Eindruck konnte man kaum bekommen.Hierher werden wir gern noch einmal zurückkommen.

Letzte Station unserer Reise war Venedig . Auch hier war die Atmosphäre sehr herzlich. Das Zimmer war zwar einfach, aber für uns völlig ausreichend. Dafür hatte man in der Lobby alles, was man sich wünschte, inklusive eines grandiosen Blickes über den Canale Grande.

Mit dem Mietauto hat auch alles gut geklappt. Insbesondere für die vier Tage in der Toskana war das Cabrio optimal. Als Tipp möchte ich aber zwei Anmerkungen machen: Eine kurze Beschreibung oder Skizze der Mietwagen-Station Rome-Downtown wäre hilfreich gewesen (oder der Hinweis, sich die Information vorher aus dem Internet zu besorgen). Beim Laufen zog sich die Circonvale Gianicolense ganz schön in die Länge. Zweitens, hätten wir den Wagen gern in Florenz wieder abgeben können. Die Fahrt zum Hotel in Florenz war, wie gesagt, sehr abenteuerlich, so dass er die zwei Tage dort auch nicht mehr bewegt wurde. Andererseits war die Strecke Florenz – Venedig über Ravenna recht lang, so dass eigentlich keine Zeit blieb, sich den Naturparks zu widmen. Der erste Teil über die Berge ist gewiss sehr schön, aber ab Ravenna fährt man nur noch mit LKWs im Konvoi. Daher hätten wir rückblickend die Strecke gut mit der Bahn zurücklegen können.

Alles in allem war es eine sehr schöne Reise mit vielen romantischen Stationen, also genau das Richtige für eine Hochzeitsreise. Nochmals vielen Dank und bis zum nächsten Mal (?),

Steffen Tischer



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