21.10.2008

Italienreise von Christoph Hojer

Individualreisen in Sizilien? Diesmal nicht ganz so einfach.
Also: Die Hotels, die Sehenswürdigkeiten, vor allem die Herzlichkeit und Offenheit der Begegnungen mit den Einheimischen waren schön. Herzlich gute Menschen, die es einem nicht übel nahmen, wenn man ihre Sprache verhunzte und trotzdem alles für ihre Gäste taten. Auch wird ein bisschen Englisch gesprochen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, habe wohl etwas zugenommen. Ja, Syrakus, Vale de Templi, Erice,
die Villa Romana, Kynocephalai, die Nebrodiberge, die Ätnaauffahrt waren Höhepunkte der Reise. Umfulana sei dank.

Problematisch dagegen die meist einspurigen Straßen (irgend ein Macho will immer überholen), vor Ihnen stets ein LKW, Müllberge an den Straßen, wilde Industrieruinen und ungenehmigtes Bauen (vor allem im Osten und Südosten) Mittagshitze und vor allem der hochgradige Mangel an Parkplätzen in den abgasgeschwängerten Innenstädten machen es häufiger selbst gut motivierten Besuchern schwer, die Reise und die rare Urlaubszeit zu genießen (Sehenswürdigkeiten finden sich häufig in den Innenstädten).

Palermo sollte man auf keinen Fall auslassen. Fahrzeug an der Autovermietung am Flughafen stehen lassen, mit dem Flughafen-Shuttle im Halbstundentakt hin und zurück für kleines Geld nach Verkehrsinfarkt-Palermo: Dom, Normannenpalast und Kirche Martorana sind die Bemühung wert.

Die Begegnung mit Sizilien war abgesehen von den handfesten verkehrstechnischen Widrigkeiten schon lohnend.



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