07.06.2009

Italienreise von Petra Heimann

Sehr geehrte Frau Maier, auf unserer Sizilienrundreise vom 22.5.-5.6.2009 haben wir viele schöne Eindrücke dieser abwechslungsreichen Insel sammeln können, und die Organisation durch Sie und das Auffinden der Unterkünfte hat problemlos geklappt.

Ein Highlight war gleich zu Beginn Le Terrazze in Palermo, wo wir uns zwei Tage lang wie die Könige gefühlt haben. Die stilvolle Wohnung mit den Dachterrassen und dem Blick auf die Kathedrale, aber auch mitten unter Palermitanern zu wohnen, war super. Bei unserer Ankunft um 22:30 Uhr waren es sicherlich noch 26 Grad, tagsüber wurden es dann an die 36. Froh waren wir über den Transfer vom Flughafen, der uns das Suchen bei Nacht erspart hat, zumal auf den Klingelknöpfen nichts vom B&B erwähnt ist und der Name der Besitzer nicht in Ihren Unterlagen steht.

Unseren Mietwagen haben wir dann erst für die Weiterfahrt nach Agrigent abgeholt. Die Appartments in der dortigen Fattoria Mose sind nicht gerade ein Beispiel für „Schöner Wohnen“, aber gut gelegen. Wir haben uns wohl gefühlt und auch einmal mit den Besitzern und einem radreisenden Paar aus Bergamo dort zu Abend gegessen.

Dann kam das zweite Highlight, das Hotel Gutkowski in Syrakus/Ortigia. Ich war froh, Ihrer Empfehlung für die dortige Unterkunft gefolgt zu sein, denn Ortigia hat uns auf der gesamten Reise am besten gefallen und wir wären gerne lieber drei statt zwei Tage dort geblieben. Untergebracht waren wir in der neuen Dependance gleich zwei Häuser weiter, die von deutschen Designstudenten gestaltet wurde. Unser Zimmer hatte einen kleinen Balkon zum Lungomare, was wir genossen haben, trotz der Lautstärke der dort bis in die Nacht fahrenden Autos. Auch als Ausgangspunkt für Touren eignet es sich hervorragend.

Von Taormina waren wir eher genervt, denn es ist trotz der schönen Lage auf dem Berg sehr touristisch und teuer dort. Die Villa Schuler hat uns mit ihrem einmaligen Frühstück a la carte jedoch damit versöhnt. Drei Tage hätten aber nicht sein müssen, zumal wir den Etna bereits auf dem Weg dorthin besucht haben. Mit unserem selbst organisierten Ausflug zu den äolischen Inseln hat es leider nicht geklappt, denn in Milazzo angekommen gab es für keine der Fähren oder Traghetti mehr Fahrkarten – wir sind dann nach Tindari gefahren.

Was sich in Taormina bereits in gelegentlichem Regen ankündigte, setzte sich leider im Nebrodi-Gebirge fort – kalt und neblig mit Regen und Wind. Valle Maira war zwar nett und das Essen gut, aber die Gegend und die mühsame Erreichbarkeit rechtfertigen nach unserer Meinung keinen Tourpunkt dort. Außerdem spürt man, dass das Anwesen nicht echt bewohnt wird. Wir sind immer an die Küste gefahren, wo die Sonne schien und es meist an die 30 Grad waren. Der Nebrodi-Park ist zudem für Besucher nicht wirklich erschlossen, und um die waldreiche Gegend zu sehen, reicht ein Abstecher mit dem Auto.

Unsere letzte Unterkunft war wieder in den Bergen, diesmal Giardino Donna Lavia in der Madonie bei Polizzi Generosa. Auch eine längere Serpentinenstrecke, aber eine offenere Landschaft. Auch dort haben wir, obwohl nicht vorgebucht, jeden Abend gut und preiswert gegessen und durften im Turmzimmer wohnen. Da es uns im Nachhinein leid tat, den Westen der Insel ausgelassen zu haben, haben wir von dort einen (weiten) schönen Badeausflug in den Zingaro-Nationalpark gemacht. Insgesamt haben wir 2.200 km zurückgelegt und sind auf nette Gastgeber und auch andere freundliche Sizilianer und Reisende getroffen.

Abseits der Touristenpfade fanden wir das Preis-/Leistungsverhältnis in Bars/Cafes etc. erstaunlich angenehm, allerdings sind fast überall mittlerweile recht hohe Eintrittsgelder zu zahlen. Vielen Dank für Ihre Arbeit und herzliche Grüße!



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