15.06.2009

Italienreise von Holger Matheisen

Als "Alte Couch-Potatoes", verwöhnte 4*plus Wellness-Urlauber und Ferienhausbesitzer, wollten wir mal wieder ein wenig "organisiertes Abenteuer" erleben. Zu Umfulana kamen wir, durch Zufall per Internet und danken für eine gute Beratung. Erschwerend für die Organisatoren kam hinzu, dass wir mit unserer Jack Russell Hündin "Klara" reisen wollten.

Sizilien mit seiner Historie, Kultur und den "Ur-Italienern" hatte uns in den Bann gezogen und so starteten wir mit "Klara" per Flug nach Catania. Typische Süd-Italienische Atmosphäre empfing uns. Lautstärke, chaotisches Lamentieren und letztendlich mit gespielter Improvisation war der Leihwagen (Avis) doch noch aufzutreiben.
Los ging es. Navi ausgepackt und installiert, doch die Strassenbezeichnung der Zieladresse kannte "man" nicht. Gut, dass Umfulana auch die GPS Koordinaten mitteilt, damit klappte es nunmehr immer perfekt.
1. Station Syrakus 2 Übernachtungen im Hotel Gutkowski
ein Hotel, was uns positiv überraschte durch eine bewusst mini-
malistische Gestaltung einer deutschen Designschule, mit ex-
klusiven Einzelmöbelstücken. Das italien. Frühstück wurde im
benachbarten Cafe Gutkowski angeboten. Unser Zimmer war
mit Meerblick (herrlich) und am Lungomare = Lautstärke. Aber wie schon erwähnt, italien. Städte muss man lieben, mit allen Vor- und Nachteilen. Sehenswert.
2. Station Valle dei Templi-Agrigento Hotel Domus-Aurea
welch eine Ruhe....welch ein Hotel (altengl. Charme)...welch ein
Ambiente und mit Blick auf die 2 phantastisch gut erhaltenen
Tempel. Leider hatten wir hier nur eine Übernachtung...
3. Station Hazienda Agricola Fontanasalsa ein Baglio sehr ur-
sprünglich....abseits gelegen... mit Pool.... Zimmer vielleicht ein
wenig zu einfach. Abends konnten wir im Baglio essen. Wir hatten eine Übernachtung und sind über Erice zu unserer
4. Station Tenute Plaia bei Scopello eine modernes Baglio mit Meer-
blick. (1 Übernachtung) Erlebenswert ist das ca. 800 m entfernte Scopello. Wohl als Geheimtipp, da es keinerlei Hinweis auf diese Verköstigung gibt, wird in einer Seitenstrasse ein "Pane Cunzatu" angeboten. Hierfür stehen sogar Italiener schlange. Gegessen wird unter Feigenbäumen. Man hat nur die Wahl zwischen einem Pane Cunzatu für 2,50 Euro oder einer Sfincione für 1,60 Euro sowie diverse Getränke. Aber sehr sehr schmackhaft!!!
5. Station Valle Maira... unser Highlight... vorher anrufen steht extra in unseren Unterlagen..wir versuchten es nachmittags vom Strand am Capo d`Orlando..doch kein Anschluss also fahren wir einfach los, doch mitten im Naturpark der Nebrodi-Berge kein Mobilnetz mehr.
Naja, wird schon einer kommen. So warten wir in einem herrlichen Anwesen und werden später herzlichst empfangen. Wie wir dann erfuhren sind wir die einzigen Gäste und haben das ganze Haus nebst Pool für uns. Das Personal kam morgens und abends vorbei um uns zu bekochen. Wir und Klara haben die Zeit (2 Über -
nachtungen genossen. Mit dem Ätna als "Mitfahrer" ging es dann zu unserem letzten"Kofferauspacken".
6. Station war Taormina und die Pensione Svizzera. Welch eine Umstellung von der "Wildnis" direkt in eine "Tourie-Hochburg"..
alle Nationen in Taormina, die am Felsen geklebte Stadt erlebte täglich tausende Touristen aus Bussen und Kreuzfahrschiffen.
Sehenswert ist das große griechische Theater, doch leider war es für einen kommenden Event schon modern bestuhlt und mit einer Leinwand versehen worden. Wir hatten 3 Übernachtungen im Svizzera..ordentlich..sauber, gutes Frühstück und super Service.
Doch für uns leider zu touristisch vom Ort her, daher lieber eine Übernachtung weniger in und für Taormina.

Resümee: Für uns war es ein wenig anstrengend und ungewohnt, dieses "aus dem Koffer leben", doch haben wir auch schönes gesehen und viel erlebt. In der ein und anderen Location wären wir gerne länger geblieben. Wir denken, dass man mit vielleicht nur 3 ausgesuchten Location, Sizilien ohne weiteres genauso erkunden kann. Dank an die ausgezeichnete Organisation von Umfulana. Alles war wie beschrieben und doch galt es "verborgenes entdecken".
Hinweis: Bei der für uns ungewohnten und lückenhaften Beschilderung der Strassen kann ich nur zu einem Navi raten.



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