16.09.2016

Italienreise von Klaus

Die vorgebuchten Unterkünfte ohne Ausnahme außergewöhnlich und gut gelegen

Sizilien – ein Reisebericht

Wir wollten eine Reise mit Kultur, Baden und romantischen Unterkünften unternehmen. Ziel sollte eine Insel im europäischen Süden sein. So sind wir auf Sizilien gekommen. Uns wurde von Freunden Umfulana empfohlen, da die Unterkünfte dort gut ausgewählt sind und die Reiseroute mit viel Erfahrung geplant ist. Ich habe dazu für uns zwei noch den Flug dazu gebucht. Es handelt sich um eine Selbstfahrer-Rundreise, es schadet also nicht, wenn man ein paar Brocken italienisch kann, wenn man auch in Englisch in den touristischen Gegenden gut weiterkommt.

Wir sind von Deutschland nach Palermo geflogen und mit dem Bus in die Insel-Hauptstadt gekommen. Wichtigstes Gerät während der gesamten Tour war ein Navigationsgerät mit guter Karte. Ich habe dazu ein Garmin Oregon mit den Open Source Maps verwendet, die sich bestens dafür geeignet haben. Das Gerät kann auch die Wanderrouten navigieren, die von Umfulana über eine Website mittels GPX-Track zur Verfügung gestellt werden.

In Palermo waren wir schnell in dem gebuchten Hotel mittlerer Größe, direkt in der Innenstadt. Wir sind dann am Abend noch am Beach-Club beim Bier versandet. Am kommenden Morgen haben wir die herrliche Dachterrasse des Hotels genossen und sofort für den Abend zwei der wenigen Plätze gebucht, um dort zu essen. Nach einem herrlichen Tag in Palermo City mit ausreichend Kultur und Marktgeschehen sind wir dann am Abend bei herrlichem Sonnenuntergang beim Abendessen dort auf der Aussichtsterrasse gelandet.

Dies war ein sehr guter Beginn der Rundreise durch Sizilien, die schon am nächsten Morgen mit der Abholung eines Citroen C4 im Hafengebiet gelang. Von dort sind wir dann am Abend in Selinunt angekommen, wo eine schöne Villa mit insgesamt 6 Zimmern gebucht war. Neben dem Abend am Pool sind wir danach im Restaurant am Strand zum Abendessen gewesen. Wir haben dort am nächsten Tag die griechischen Tempel besichtigt und das Ganze mit einem Bad im warmen Meer abgeschlossen.

Weiter ging es von dort über Agrigent in die Inselmitte in der Nähe von Enna, wo man Ende September die abgeernteten Felder in eindrücklichen Brauntönen erlebt. Wir sind am Abend dann an einem alten sizilianischen Gutshof angekommen, wo wir herzlich begrüßt wurden. Von dort haben wir dann nach dem Frühstück mit naturnahen Produkten die Villa Romana del Casale angesehen, die ungewöhnlich gut erhaltene Mosaikböden in einer Villa eines römischen Herrschers zeigt. Diese wurden durch einen Erdrutsch gut konserviert und später freigelegt. Selbst in Rom habe ich keine Mosaiken dieser Qualität gesehen und dieses UNESCO-Kulturerbe sollte bei der Rundreise nicht fehlen.

Wir sind dann weiter nach Taormina gefahren, wo wir in einem Hotel hoch am Berg untergebracht waren. Die Stadt selbst war von Touristen geflutet. Allerdings war Castelmola oberhalb des Hotels am Abend derart eindrücklich, dass wir gleich am nächsten Abend, nach dem Baden im Meer wieder dort gelandet sind. Dann haben wir diesmal die vorgeschlagene Wanderung zur Grotta Cela gemacht, wofür man früh morgens starten muss, da die Wanderung etwa 6 Stunden dauert und die Fahrt noch einmal jeweils 1 Stunde Fahrtzeit erfordert. Da überhaupt keine Wegweiser an der Nordseite des Ätna vorhanden sind, sei noch erwähnt, dass man ohne Track auf dem GPS gar nicht loslaufen braucht. Es ist ohne Navigationsgerät nicht zu finden. Bei Umfulana ist ein Track hierzu vorgeschlagen. Wer wie ich schon auf dem Ätna war, wird der Wanderung in den Kiefernwälder auf der Nordseite des Ätnas als angenehme Bergwanderung weitab der Zivilisation empfinden. Schöne knorrige Bäume, Kräuter, riesige Brombeerhecken und Hagebuttensträucher in südlichem Wald-Ambiente. Dann aber auch zwei Stunden über erkaltete schwarze Lavaströme zu den Grotten, welche im Wesentlichen Höhlen im Lavagestein darstellen, die am Eingang einen schönen Pflanzenbewuchs aufweisen.

Auf dem Weiterweg über Messina an die Nordküste Siziliens haben wir dann in einer herrlichen, umgebauten Öhlmühle übernachtet, wo etwa 8 Zimmer für Gäste vorhanden sind. Der Inhaber Luka ist auch ein Bergsteiger und die Unterhaltung mit ihm hat uns viel Freude bereitet. Er hat uns auch den Tipp gegeben, wo wir am Strand dann noch ein paar Stunden Klettern gehen können, was wir dann auch noch gemacht haben. Auf dem Rückweg zum Schluss der Reise haben wir noch Cefalu (eine der schönsten Städte der Reise) und San Vito lo Capo besucht.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die vorgebuchten Unterkünfte ohne Ausnahme außergewöhnlich und gut gelegen waren. Die Kombination der vorgebuchten Unterkünfte, immer zwei Übernachtungen am selben Ort, in Kombination mit den Vorteilen einer Mietwagen-Rundreise ermöglicht seine eigene Tagesroute und die Tagesunternehmungen zu wählen. Dies hat uns sehr gefallen.

Klaus -15.9.2016



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