05.07.2006

Italienreise von Prof. Heinz Rentschler

Sehr geehrter Herr Bach,

Nachdem Sie vor Tagen mit meiner Frau telefonierten, möchten wir Ihnen auch schriftlich einige Eindrücke von unserer Italienreise und Gedanken dazu mitteilen:

Wie bereits vor zwei Jahren in Südafrika hat die Umfulana-Art des individuellen Reisens mit vorgebuchten Unterkünften unserem Geschmack besonders entsprochen. Wir kennen Italien von früher her gut und so sollte es diesmal kein Pflichtstudium der Sehenswürdigkeiten werden, sondern ein Wiedersehen mit einem wunderschönen Kulturland und Begegnungen bieten mit frohen und liebenswerten Menschen, deren Sprache wir ein klein bisschen sprechen. Solche Begegnungen ergaben sich vornehmlich in den stimmungsvollen, auf vielfältige Art reizvollen, oft altehrwürdigen Häusern. Die Villen, Güter und Castelli überraschten und erstaunten uns, waren stets komfortabel, man kam uns gastfreundlich, oft herzlich entgegen und wir fühlten uns wohl.

Unvergessen bleiben die Gespräche mit Antoniella und Luigi bei der Cena am Abend im entlegenen Aquafondata, die netten Stunden mit Mara im herrlichen Anwesen von Selva di Fasano, mit Sra. Cecilia und ihrem Gatten, den sympathischen Burgherrn von Castello di Proceno und auch die burschikos-bestimmte Fürsorge für meinen verkorksten Magen im grossartig gelegenen Dimora Bolsone am Gardasee.

Die Auswahl solcher besonderen Unterkünfte kann nicht jeden Touristengeschmack punktgenau treffen. Wir denken, es gehöre zur Würze einer Individualreise, ein wenig Sportsgeist mitbringen zu sollen, um manchmal Schönheiten zu würdigen, zu denen kein Bus hinfährt und die sich auf den zweiten Blick erst erschliessen. Bei einer in Teilen selbst gemachten Reise klappt auch nicht alles perfekt (bei uns meist eigener Dusslichkeit zuzuschreiben). Aus dieser Sicht war unsere Fahrt ein wunderschönes und bereicherndes Erlebnis, das wir in Reisebüro-Standard-Ausführung nie hätten haben können. Wir danken Ihnen für Ihren Stil und Ihr Format!

Alter und Gesundheit setzen uns Grenzen. Wir wissen heute nicht, wann wir noch einmal was Schönes mit Ihnen machen können. Aber betrachten Sie uns bitte auch weiterhin als Freunde, nicht unkritische, aber gute!

Mit herzlichen Grüssen

Ihre Heinz und Hildegard Rentschler



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