03.10.2006

Italienreise von Prof. Dr. Manfred Sommer

Unsere Reise begann am Golfo di Castellammare in Scopello. Das Hotel Tenute Plaia hat uns sehr gut gefallen..
Die Besitzerin "Cinzia" ist sehr nett. Als wir nach 23h vom Flughafen ankamen, wurde uns trotz der späten Stunde
noch ein vollständiges Essen gekocht und serviert..
Die Anlage liegt zwar nicht, wie in der Reisebeschreibung angegeben, direkt am Meer,
hat dafür aber einen einzigartigen Blick auf den Golfo di Castellammare.
Die Anlage ist weitläufig und sehr schön angelegt. Das Essen ist hervorragend, besonders aufgefallen sind uns die abwechslungsreichen Antipasti.
Auch der Wein ist hervorragend.
In der Umgebung ist ein wunderschöner Nationalpark mit Buchten, die zum Baden einladen.
Ausflüge nach Palermo, Monreale und Segesta waren Pflichtübung. Besonders gefallen hat uns ein Ausflug nach Erice und Trapani.
Erice ist hoch auf einem Berg gelegen. Man hat einen tollen Rundblck, aber auch die Ortschaft selbst ist sehr reizvoll.
Nach einem Zwischenstopp in Selinunte war das nächste Ziel Caltabelotta, wo wir in dichtem Nebel ankamen und von Frau Fischer zu
einem schönen alten Bauernhaus geleitet wurden. Trotz des weiterhin schlechten Wetters hat es uns dort sehr gut gefallen.
Die schöne Einrichtung, die reifen Feigen, Mandeln und Trauben, die man rund um das Haus ernten konnte. Frische Eier von den Hühnern etc.
Von "Bed and Breakfast" kann zwar keine Rede sein. Frau Fischer stellt einen Korb mit Basis-Lebensmitteln für den ersten Tag zur Verfügung;
das Frühstück muss man dann selber machen und auch für die Folgetage selber einkaufen.
Auf dem Markt von Caltabelotta kann man sehr gut einkaufen und in der Küche sehr gut selber kochen.
Die nächste Etappe führte uns bis nach Syrakus. Leider ist diese Strecke sehr lang, so das man kaum Zeit für Zwischenstopps hat.
Wir haben uns das Valle dei Templi in Agrigent und die Stadt Ragusa angesehen. Letztere ist sehr schön.
In Syrakus kamen wir spät am Abend an. Der Beschreibung folgend, gelangten wir leicht zu dem "Parkplatz", der allerdings voll war.
Von dort aus ist es allerdings nicht gerade einfach das Hotel zu finden. Hinweise wie man zu dem Hotel kommt,
finden sich in der Reisebeschreibung nicht. Eines der Zimmer das wir bekamen, war Parterre direkt an der einen Meter breiten Gasse,
die zum Hotel führt. Warum das Hotel in der Reisebeschreibung als Boutique Hotel bezeichnet wird, ist uns schleierhaft.
Der Service ist miserabel, das Frühstück bei Regen auf der winzigen Dachterasse ein besonderes Erlebnis, vor allem wenn man zusieht,
wie das Personal vergeblich versucht mit den Kaffeekochern klar zu kommen.
Die Altstadt von Syrakus ist schön, aber nach wenigen Stunden hat man alles gesehen und möchte eigentlich wieder abreisen
und nicht nochmals in dem Hotel Magnolia übernachten müssen.
Das direkte Gegenteil ist die Pensione Svizzera in Taormina. Zwar ist die Wegbeschreibung zur Unterkunft völlig irreführend,
wenn man aber da ist, ist man sehr positiv überrascht. Das Hotel ist sehr schön gelegen, die Zimmer haben einen wunderbaren Ausblick,
der Service und das Frühstück sind hervorragend. Der Ort Taormina zählt zu den Höhepunkten Siziliens.
Zwischen Meer und Ätna ist die Lage traumhaft.
Die Strässchen und das griechische Theater sind ein Erlebnis, auch wenn sich ein Andenkenladen an den anderen reiht.
Leider muss man dieses Erlebnis mit tausenden anderer Touristen teilen. Tag und Nacht ist Taormina voller Besucher.
Die Fahrt mit der Autofähre von Milazzo nach Salina war wunderschön mit Zwischenstopps in Vulcano und Lipari.
Das Hotel Signum ist traumhaft gelegen mit Blick auf den Stromboli. Die Küche war mit die Beste, die wir in Sizilien erlebt haben.
Treppen führen zu einem kleinen Strand. Man kommt dort zwar wegen der Steine nicht ganz leicht ins Wasser,
das ist dann aber kristallklar und wunderbar.
Der Höhepunkt der Reise war für uns die Abbazia Floris (übersetzt etwa: Abtei der Blumen).
Ein altes Gehöft, früher wahrscheinlich als Kloster genutzt, das erhöht an einem Hügel in einem Olivenhain liegt.
Das Haus in dem wir wohnten war sehr schön eingerichtet, in der Küche kann man kochen und dann auf der Trasse mit herrlichem Blick essen.
Das hervorragende Frühstück wird in einem wunderbaren Raum der Abtei von einer sehr netten Dame bzw. von der Besitzerin selbst serviert.
Beide sind sehr nett. Ausflüge ans Meer, nach Cefalu nach Castelbuono und durch die Madonie waren unsere letzten Erlebnisse in Sizilien.
Insgesamt eine sehr schöne Reise. Die Unterkünfte haben uns überwiegend sehr gut gefallen.
Die jeweiligen "Wegbeschreibungen zur Unterkunft" sind bedauerlicherweise allesamt wenig hilfreich und zum Teil sogar irreführend.
Bei der Anfahrt zur Abbazia Floris beispielsweise wird auf ein Schild "3 SP 129" hingewiesen, das es längst nicht mehr gibt.
"An der Gabelung links halten" führte auch nur zu längeren Diskussionen, wo denn diese Gabelung gewesen sein könnte.
Eine genaue Angabe der Entfernung auf der letzten Strasse, verbunden mit dem Hinweis "durch ein offenes Tor nach links abbiegen in einen Weg mit Zypressen und Oliven"
hätte uns einige Handygespräche mit den Vermietern erspart.



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