Insel der Mythen: Sizilien mit Äolischen Inseln - Italien
Mit charakteristischer Wolke: Salina

Insel der Mythen

Sizilien mit Äolischen Inseln

Wo Daedalus nach seiner Flucht vor König Minos landete und Odysseus zwischen den Meeresungeheuern Skylla und Charybdis lavierte; wo der Gott des Windes, Äolos, die Göttin der Morgenröte heiratete: Sizilien ist voller Mythen.
Die Rundreise beginnt in Palermo, dem Mittelpunkt des Abendlandes vor 800 Jahren. Ohne Auto wird die geheimnisvolle Stadt erkundet. Danach geht es dorthin, wo Reisebusse vorbeifahren, Sizilien bäuerlich und authentisch geblieben ist und die alten Geschichten noch lebendig sind.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Palermo

Palermo

37 km | 40 Minuten
A

Palermo

Byzantinische Mosaike, deutsche Kaisergräber und Elendsviertel

Die in einer schönen Bucht gelegene Haupt­stadt Siziliens vereint denkbar große Kontraste in sich. Der Glanz byzan­ti­ni­scher Mosaiken und Elendsviertel, deut­sche Kaiser­gräber und gesichts­lose Vorstädte, arabi­sche Kuppeln, barocke Kirchen, das Grab der heiligen Rosalia und den „Liebe­stunnel“ – die Stille von Museen und das Geschiebe und Gedränge auf Märkten und am Hafen machen die komplexe Wirk­lichkeit der 700.000 Einwohner zähl­enden Stadt aus.

Sie ist über Jahr­tausende gewachsen und besteht aus den verschiedensten Schichten. Von Phön­i­ziern im 7. Jahr­hun­dert v. Chr. gegründet, wur­de sie von den Kartha­gern erobert, die wiederum von den Römern abge­löst wurden. Anschließend wur­de sie von Ostgoten beherrscht, danach von Byzanz, den Sarazenen, den Normannen, dem franzö­si­schen Anjou, dem spani­schen Aragon, bis sie 1860 zu Italien kam. Der glänzenden Geschichte steht eine schil­lernde Gegenwart gegenüber, die durch die höchste Arbeits­lo­sigkeit, das nied­rigste Pro Kopf Einkommen in Italien, aber auch durch buntes Marktleben und eine inter­essante kulturelle Szene geprägt ist.

Zu Gast in einem B&B in Palermo

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B befindet sich im Herzen des histo­ri­schen Zentrums von Palermo, wenige Schritte vom Mercato Ballarò und dem Dom entfernt.

Bei der Restau­rie­rung der ehema­ligen Ställe eines Palazzos wurden architek­to­ni­sche Elemente sichtbar gemacht und erhalten, die dem histo­ri­schen Gebäude auch heute noch einen einzig­ar­tigen Charme verleihen. Die große Lobby wird von Steinbögen aus dem 18. und 19. Jahr­hun­dert sowie von guss­ei­sernen Säulen geprägt. Jedes der Zimmer ist individuell in einem eleganten Stil einge­richtet, der zum Gesamt­ambi­ente passt. Im kleinen Innenhof und dem antik gestal­teten Garten können Gäste an sonnigen Tagen zwischen Obstbäumen zuerst das Früh­stück mit vielen sizilia­ni­schen Speziali­täten und später die Ruhe genießen; auf der Sonnen­ter­rasse mit Blick auf die Dächer der Altstadt steht zudem ein Whirlpool.

Armen­viertel Albergheria

Eintau­chen in eine sinn­liche Welt
Im Mittel­alter war das Viertel hinter der Via Vittorio Emma­nuele ein Quar­tier für Händler und Hand­werker. Nachdem es im 2. Welt­krieg zerstört wur­de, ist es heute das Armen­viertel der Stadt. Viele Häuser sind immer noch nicht renoviert; ab und zu stürzt eins ein. Zugleich ist die Albergheria Palermos buntestes Viertel. Abenteuer­liche Bauma­te­rialien kommen zur Verwendung. Auf dem Ballarò-Markt werden Fisch, Fleisch und Kupferge­räte in buntem Durch­ein­ander ange­boten. Entspre­chend sinn­lich sind die Gerüche, Geräu­sche und Farben.

Archäo­logi­sches Museum Palermo

Grie­chi­sche Mytho­logie anschau­lich
Wer sich für Siziliens Geschichte inter­es­siert, sollte dem Archäo­logi­schen Museum einen Besuch ab­stat­ten. Vor allem die Fund­stücke aus Selinunt sind inter­essant, weil die Reliefs die grie­chi­sche Mytho­logie erzählen: Wie Zeus Europa raubt, wie Perseus die Medusa enthauptet oder wie Artemis, die Göttin der Jagd, mit Waldnym­phen ein Bad nimmt.

Ruine Lo Spasimo

Groovige Jazzkonzerte in einge­stürzter Kirche
Einer der schönsten Orte in Palermo ist die Ruine der einzigen goti­schen Kirche La Spasimo. Während der Pest 1624 wur­de das Gebäude als Laza­rett benutzt, danach als Korn­spei­cher, Armen­haus und Kran­ken­haus. Nachdem das Dach einge­stürzt war, wuchsen Bäume im Kirchen­schiff. Heute ist die Ruine wieder zugäng­lich; sie beherbergt eine Jazz­schule und dient als Konzert­saal.

Monte Pelle­grino

Aussichtsberg von Palermo
Schon Goethe bestieg den 606 Meter hohen Berg und bezeichnete ihn als „schönstes Vorgebirge der Welt“.  Nachdem man 1625 den Leichnam der Heiligen Rosalia in einer Höhle unter­halb des Gipfels fand, entwi­ckelte sich der bewal­dete Berg zu einem Wall­fahrtsort. Wer ihn besteigt, wird mit einer fantas­ti­schen Aussicht über Palermo und Mondello belohnt. An klaren Tagen kann man bis Cefalù schauen. (4 Stunden, 12,8 Kilometer, auf und ab: 520 Meter)

Von Palermo nach Malfa

Fähre

Zugfahrt von Palermo nach Milazzo Bahnhof

Täglich fahren mehrere direkte Zugver­bindungen von Palermo Centrale nach Milazzo. Der Hafen von Milazzo befindet sich 3 Kilometer vom Haupt­bahnhof entfernt und kann mit dem Bus oder Taxi erreicht werden.
Die Zugti­ckets sind nicht im Reise­preis enthalten.

Sie können auf der folgenden Webseite gebucht werden: www.trai­nline.com oder kaufen Sie Ihr Ticket direkt am Bahnhof.

Von Milazzo Bahnhof nach Milazzo Fähr­terminal

4 km | 7 Minuten

Von Milazzo Fähr­terminal nach Santa Marina (Salina)

Zeit: ca. 1:40 Stunden

Das Ticket kostet ca. 20 Euro pro Person und Strecke (abhängig von Saisonzeit). Es ist nicht im Reise­preis inklusive und wird vor Ort gekauft. 
Die Fährge­sellschaften Siremar (Fähre) und LibertyLines (Tragflügelboot) fahren mehrmals täglich.
Besonders im Sommer sollten die Fährti­ckets vorbe­stellt werden.

Sie können auf folgender Webseite gebucht werden: www.ok-ferry.de

Von Santa Marina (Salina) nach Malfa

9 km | 15 Minuten
B

Äolische Inseln

Versunkene Vulkane nördlich von Messina

Das Archipel 30 bis 80 Kilometer nörd­lich von Messina ist nach Äolos, dem grie­chi­schen Gott des Windes, benannt, der hier mächtig weht, weil die Inseln sein Zuhause sind.

Schon vor Jahr­tausenden hat er Odys­seus hier beherbergt. Die Äoli­schen Inseln sind im Meer versun­kene Vulkane, von denen zwei, der Vulcano und der Stromboli, noch aktiv sind. Rings um die Inseln ist das Meer kris­tallklar und azur­blau. Aufgrund des bis in den November warmen Klimas wachsen hier Bananen und viele andere subtro­pi­sche Pflanzen. An den Steil­küsten gibt es wenig Bade­strände, weshalb die Inseln weitge­hend vom Massen­tou­rismus verschont blieben. Wanderer dagegen finden hier hervor­ra­gende Möglichkeiten. Ausflüge zu den Äoli­schen Inseln macht man am besten von Milazzo aus.

Zu Gast in einem Strandhotel bei Malfa

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Strandhotel mit Well­nessbe­reich in Panora­ma­lage auf der Nord­seite der Insel ist aus einem Fischerdorf hervor­gegangen, das sorgsam restau­riert und umge­staltet wur­de.

Im Hauptgebäude befinden sich die Bar, Restau­rants und alle anderen öffent­li­chen Räume. Die Chalets für die Gäste liegen versteckt im Garten. Die Küche ist tradi­tionell sizilia­nisch, verarbeitet also vorwiegend frischen Fisch und Gemüse. Vom Swimmingpool sieht man den Stromboli und Panarea.

Lipari

Wandern und Baden auf geschicht­s­träch­tiger Insel
Die größte der sieben äoli­schen Inseln ist seit über 7.000 Jahren bewohnt, was sie dem Obsidian verdankt, einem schwarz schil­lernden Gesteins­glas vulka­ni­schen Ursprungs. In der Antike sollen hier grie­chi­sche Auswanderer eine Art urkom­mu­nis­ti­sches Gemein­wesen geschaffen haben. Im 9. Jahr­hun­dert überfielen Sarazenen die Insel und zerstörten die Kathedrale. Ab dem 11. Jahr­hun­dert herrschten die Normannen. Heute leben noch etwa 11.000 Menschen auf der Insel, die meisten in der Haupt­stadt Lipari. Lipari ist ideal für Wande­rungen in seiner weitge­hend unbe­rührten Natur. Die beste Art, die Schön­heit von Lipari zu erleben, ist allerdings eine Bootsfahrt rund um die Insel, die man vom Haup­tort aus jederzeit buchen kann.

Stromboli

Ursprüng­l­iche Insel unter einem aktiven Vulkan
Fast kegelförmig ragt der Vulkan 926 Meter aus dem Meer; vom Meeresgrund sind es sogar 3.000 Meter. Der Stromboli bildet eine nur zwölf Quad­ratki­lometer große Insel, was bei seiner Höhe ungewöhn­lich klein ist. Gut 500 Menschen wohnen auf dem aktiven Vulkan, dessen Lava über die „Sciara del Fuoco“ (die Feuer­rut­sche) im Norden ins Meer fließt. Die Insel ist auto­frei. Es gibt nur moto­ri­sierte Drei­räder und Motorroller. Heute wird Land­wirt­schaft nur im unteren Bereich betrieben. Die Terras­senzonen ober­halb 100 Meter werden langsam von der Natur zurück­e­r­obert. Trotz zahl­loser Touristen, die mit Schnell­booten von Messina, Milazzo oder Neapel kommen, hat die Insel viel von ihrer Ursprüng­l­ichkeit bewahrt. Ein schöner Rundweg führt über Maul­tier­pfade in Rich­tung Gipfel.

Salina

Vulkan­insel mit subtro­pi­scher Vege­ta­tion
Salina liegt nordwest­lich der Haupt­insel Lipari. Sie ist mit knapp 30 Quad­ratki­lome­tern die zweitgrößte der Äoli­schen Inseln. Das Erscheinungs­bild der Insel prägen die Zwil­lingsvul­kane Monte Fossa delle Felci (962 m) und Monte dei Porri (860 m). Im Gegen­satz zu den anderen Inseln des Archi­pels hat Salina eine Süßwas­serquelle und ist dadurch reich an Vege­ta­tion. Bis auf die unmit­telbare Umge­bung der Orte und einen schmalen Küsten­streifen im Nord­osten steht die ganze Insel unter Natur­schutz. Der Fähr­hafen der Insel befindet sich in Santa Marina Salina, eine weitere Schiffs­anlege­stelle gibt es in Rinella.

Monte Fosso delle Felci

Wande­rung auf einen Aussichtsvulkan
Der 962 Meter hohe Berg ist einer der beiden Zwil­lingsvul­kane auf Salina. Wegen seiner Höhe zieht er viel Regen an, sodass dichte, grüne Wälder an seinen Hängen wachsen. Ein Wanderweg führt von S. Maria Salina zwischen Kiefern und Kasta­nien hinauf bis fast zum Krater. Danach wird der Sattel überquert und es geht hinab auf die andere Seite der Insel nach Rinella. Zurück kann man den Inselbus nehmen. (6 Stunden, 9,5 Kilometer, auf und ab: 910 Meter)

Monte Guardia

Panora­mawande­rung im Süden von Lipari
Die Panormamawande­rung führt über den Südzipfel von Lìpari, wo die schroffen Felsen ins Meer stürzen und Fels­nadeln aus dem türkisen Wasser ragen, zum Belve­dere, dem belieb­testen Ausguck der Äoli­schen Inseln. Am Spia­ggia Valle Muria kann man ein erfri­schendes Bad nehmen und den Ort Lipari von oben betrachten. Höhe­punkt ist der Rund­blick vom Monte Guardia. (hin und zurück: 15,8 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 570 Meter)

Nach Vulcano zum Schlammbad

Tages­ausflug von Lipari
Der Name der drittgrößten Äoli­schen Insel ist nicht von „Vulkan“ abge­leitet, es ist umge­kehrt: Die Vulkane sind nach der Insel benannt. Sie galt als Schmiede des römi­schen Feuer­gottes, Vulcanus, und ist bereits aus großer Entfer­nung am pene­tranten Schwefelge­stank zu erkennen. Vom Anlege­steg aus ist der Weg zum Gipfel­k­rater zwar kurz, er kann aber je nach Vulka­n­ak­tivität recht unan­ge­nehm werden. Die Schwefeldämpfe sollten nicht einge­atmet werden. Anschließend kann man ein Schlammbad nehmen, wie es schon vor Tausenden von Jahren Grie­chen und Römern gemacht haben, die die Heil­kraft des mine­r­alhal­tigen Schlamms besonders schätzten. Allerdings sollte man sich dazu möglichst alte Bade­sa­chen mitnehmen. Sie werden nach dem Bad nämlich noch eine Weile stinken. (zum Krater: 6,7 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab 370 Meter)

Von Malfa nach Taormina

Fähre, Mietwagenannahme

Von Malfa nach Santa Marina (Salina)

9 km | 15 Minuten

Von Santa Marina (Salina) nach Milazzo

Zeit: ca. 1:40 Stunden

Das Ticket kostet ca. 20 Euro pro Person und Strecke (abhängig von Saisonzeit). Es ist nicht im Reise­preis inklusive und wird vor Ort gekauft. 
Die Fährge­sellschaft LibertyLines (Tragflügelboot) fährt mehrmals täglich.
Besonders im Sommer sollten die Fährti­ckets vorbe­stellt werden.

Sie können auf folgender Webseite gebucht werden: www.ok-ferry.de

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Keddy by Europcar
Fahrzeug: Skoda Fabia o.ä. (EDMR)
Station: Milazzo (City Office)

Von Milazzo nach Taormina

116 km | 2:30 h

Der schönste Küsten­ab­schnitt beginnt da, wo die Auto­bahn land­einwärts geht. Darum sollte man den Umweg über Capo Peloro machen, das am Eingang der Straße von Messina liegt.

In Messina ist vor allem die Kirche SS. Annun­ziata dei Cata­lani sehens­wert. Der Bau aus dem 12. Jahr­hun­dert hat als einziger die vielen Erdbeben über­standen, die die Stadt seither erschüt­tert haben. Mit Blick auf das italie­ni­sche Fest­land nähert man sich Taormina, der Stadt am Fuße des Ätna.

C

Taormina

Der „Zipfel des Paradieses“

Trotz des hoch­entwi­ckelten Tourismus ist Taormina immer noch einer der faszi­nierendsten Orte auf Sizilien.

„Entdeckt“ wur­de das beschau­liche Dorf zwischen Ätna und Ioni­schem Meer von dem deut­schen Maler Otto von Geleng, der eine solche Szenerie kaum für möglich hielt: ein grie­chi­sches Amphi­theater hoch über dem Meer vor der maje­s­tä­ti­schen Kulisse eines schnee­be­deckten Vulkans, dazu eine Blütenpracht, die im Frühjahr ihres­glei­chen sucht. Mit seinen roman­ti­schen Bildern machte er ganz Europa in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf diesen „Zipfel des Para­dieses“ aufmerksam. Bald fuhr ein Direktzug von London über Paris nach Taormina. Die ersten Pensionen eröffneten, in denen die Krupps, Roth­schilds, King George V. und viele andere überwin­terten. Heute ist der Stadt­kern, der bis vor 150 Jahren nur für Maul­tiere zugäng­lich war, eine sehr leben­dige Fußgängerzone, der Corso Umberto. Die meisten histo­ri­schen Hotels liegen unter­halb der Altstadt, wo sie teilhaben an der Aussicht, die Taormina berühmt gemacht hat. Mit der Seil­bahn kann man direkt zu einer Bade­bucht hinun­terfahren, in der es allerdings nur einen Kies­strand gibt.

Zu Gast in einer Villa mit Panoramablick

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Die Villa in der Altstadt Taorminas ist umgeben von einem exoti­schen 1.500 Quad­r­at­meter großen Garten mit jahrhunder­te­alten Palmen, Pinien und Zypressen.

Die Lage bietet einen einzig­ar­tigen Pa­no­ra­ma­blick über die Bucht von Giardini-Naxos: Im Norden sieht man hinter einem Park das Grie­chi­sche Theater und die Klippen am Capo Taormina. Südlich sieht man den Ätna, und an klaren Tagen reicht der Blick über die gesamte Südküste Siziliens bis Catania und Augusta bei Syrakus. Das 1905 als Famili­enresidenz der Schulers errich­tete Anwesen hat heute 26 komfor­table und elegante Zimmer und gehört zu den schönsten Gäst­e­häusern in Sizilien.

Ätna

Aktiver Vulkan mit 300 Kratern
Der höchste und größte Vulkan Europas hat einen ellip­ti­schen Grund­riss und einen Umfang von 140 Kilome­tern. Aufgrund des Vulka­nismus wech­selt seine Höhe ständig. Etwa 300 Nebenk­rater gehören zum Berg der Berge (Mongibello), wie die Sizilianer ihn nennen. Sie sind bis heute aktiv, sodass sich ständig neue Lava ergießt. Sobald sie erkaltet und verwit­tert, bietet sie fruchtbaren Boden, sodass die Besied­lung und Bepfl­anzung des Vulkans mit Wein, Zitrusfrüc­hten und Ölbäumen trotz Gefahren bis weit hinauf getrieben ist. Die Gipfel­region ist zu einem Natur­park von ca. 60.000 Hektar erklärt worden.

Teatro Greco

Schönstes Theater der medi­ter­ranen Welt
Das Teatro Greco, das antike Theater von Taormina, ist nach dem von Syrakus das zweitgrößte auf Sizilien. Trotz seines Namens ist es ein römi­scher Bau, der im 2. Jahr­hun­dert v. Chr. über einem kleineren, von den Grie­chen im 3. Jahr­hun­dert v. Chr. erbauten Theater errichtet wur­de. Der Neubau wur­de nötig, nachdem Thea­ter­stücke durch blutige Gladia­tioren­spiele ersetzt wurden. Heute gilt das Teatro Greco als das schönste Theater der medi­ter­ranen Welt. Vor allem von den oberen Plätzen, die eigent­lich die schlech­testen waren, hat man einen einma­ligen Ausblick auf den Ätna und das Meer.

Isola Bella

Exoti­sche Pflanzen und Eidechsen im Ioni­schen Meer
Die kleine Insel im Ioni­schen Meer vor Taormina kam um 1900 in den Besitz von Florence Trevelyan, die dort exoti­sche Pflanzen züch­tete. Heute ist die Insel mit medi­ter­ranen und tropi­schen Pflanzen ein Para­dies für Vögel, Eidechsen und Künstler. Derzeit werden täglich vier kosten­lose Führungen auf der Insel ange­boten, die ansonsten für die Öffent­lichkeit gesperrt ist. Die Teil­nehmer­zahl ist dabei auf 15 Personen begrenzt.

Monte Veneretta

Weit­blick vom Ätna bis nach Kala­brien
Der 884 Meter hohe Berg im Hinter­land von Taormina bietet eine phäno­me­nale Aussicht vom Ätna bis Kala­brien, über Ostsizilien und die Meer­enge von Messina. Der Wanderweg führt von Taormina über Castelmola und nutzt die alten Maul­tier­pfade. Am Wegesrand entdeckt man Spuren einer jahr­tausende­alten Geschichte. (hin und zurück: 3:30 Stunden, 8,1 Kilometer, auf und ab: 590 Meter)

Monti Sart­o­rius

Großar­tige Blicke von einem Seitenk­rater des Ätna
Ein ganzes Netz von Wander­pfaden führt um und zu den Monti Sart­o­rius. Der Aschekegel ist vor 150 Jahren entstanden, als Lava aus einer Flanke des Ätna austrat. Die Aussicht hinunter zum Meer und in Rich­tung Taormina ist spekta­kulär. Die Wege sind größ­ten­teils einfach zu begehen und eignen sich auch für einen entspannten Spaziergang. Wegen der scharfen Lava­steine sollte man aber mit festen Schuhen gehen. Einige Abschnitte führen auch um Krater­ränder herum. Im Refugio Citelli kann man eine Rast machen. (hin und zurück: 8,2 Kilometer, 2:45 Stunden, auf und ab 160 Meter; mit Rifugio Citelli: 11,7 km, 3:30 Stunden, auf und ab: 240 Meter)

Grotta del Gelo

Ewiges Eis in zähfließender Lava
Die Höhle in den nörd­li­chen Lavafel­dern des Ätna ist ein kleines Naturwunder, weil sich dort fossiles Eis gehalten hat, das in Jahr­tausenden bläu­liche Stalak­titen gebildet hat. Rundherum ist die Land­schaft vom Erdfeuer geprägt: Zähe Lava hat sich über­ein­ander gesch­lungen. Heiße Ströme fließen oft unter einer erkal­teten Schicht. Die Wande­rung zur Königin unter den Ätna-Höhlen führt durch eine bizarre Wüste und zählt zu den großar­tigsten auf Sizilien. (6:30 Stunden, 15,7 Kilometer, auf und ab: 810 Meter) Sehr gute Kondi­tion erforder­lich. Gute Tritt­si­cher­heit, festes Schuh­werk, Stirnlampe und alpine Erfah­rung sind notwendig.

Von Taormina nach Marina di Modica

179 km | 2:30 h

Ätna-Seil­bahn

In die Gipfel­region des Vulkans
Die Besteigung des Vulkans ist in mehr­fa­cher Hinsicht der Höhe­punkt jeder Sizili­enreise. Sie beginnt am Rifugio Sapi­enza mit einer Seil­bahnfahrt. Dort kann auch die gesamte Wande­rung gebucht werden. Von Versu­chen, den Vulkan auf eigene Faust zu bezwingen, wird abge­raten. Die größte Gefahr ist, sich bei schnell aufzie­hendem schlechten Wetter zu verlaufen. Da der Aufstieg zum größten Teil per Seil­bahn und Jeep erfolgt, ist die Wande­rung nicht anstren­gend. Normale Fitness, feste Schuhe und Regen­kleidung sind Voraus­setzung.
An der Berg­sta­tion Monta­gnola (2.504 m) steigt man in einen Jeep, mit dem man über abenteuer­liche Pisten bis auf eine Höhe von ca. 2.900 m in das Gebiet des zentralen Gipfels fährt. Von hier aus beginnt schließ­lich eine Wande­rung durch die Lava­landschaft. Anschließend geht es mit Jeep und Seil­bahn zurück zum Rifugio.

L'Orto Bota­nico di Catania

Oase der Ruhe und des Friedens im Groß­stadt­lärm
Der Bota­ni­sche Garten der Univer­sität Catania wur­de Anfang des 19. Jahrhunderts als wissenschaft­li­cher Lehrgarten ange­legt. Heute erstreckt er sich auf einer Fläche von 16.000 Quad­r­at­me­tern, unter­teilt in einen allgemeinen Garten mit vielen exoti­schen Pflanzen und einen kleineren Garten, den Hortus Siculus, der sich der Flora Siziliens widmet. Das Hauptgebäude ist ein klas­sizis­ti­scher Tempelbau aus dem Jahr 1857 – eine Oase der Ruhe und des Friedens mitten in der hekti­schen Stadt.

La Pescheria

Cata­nias tradi­tioneller Fisch­markt
Vom Domplatz aus erreicht man den Fisch­markt über eine Treppe. Vor der Kulisse dunkler Palazzi preisen Händler schon frühm­or­gens laut­stark ihre Ware an. Der Besuch ist ein Erlebnis für alle Sinne, besonders für die Nase. Schwertfi­sche (pesce spada) und Säge­fi­sche (pesce spatola) liegen zusam­menge­rollt auf Holzkisten. Laufend übergießen die Fischer ihren Fang mit Wasser, um ihn frisch zu halten. Tinten­fi­sche, Garnelen und Muscheln sind weitere Meeresfrüchte. In den engen Straßen um den Fisch­markt herum verkaufen Händler vor ihren Läden Fleisch, Geflügel und Käse, dazu Berge von Früc­hten und Gemüse, getrock­nete Kräuter und exoti­sche Gewürze. Die farbenpräch­tigen Stände und der rege Betrieb in den Gassen erin­nern an arabi­sche Souks jenseits des Mittelmeeres.

Fiume Ciane

Ägyp­ti­sche Papyrus­stauden am Bach einer Nymphe
Als Persephone von Pluto geraubt und in die Unterwelt entführt wur­de, weinte ihre Freundin, die Nypmphe Ciane, so sehr, dass ihre Tränen zu einem Bach anschwollen. Noch heute fließt der Fiume Ciane südöst­lich von Syrakus ins Meer. An seinen Ufern wurden schon vor 2000 Jahren Papyrus-Stauden aus Ägypten ange­baut, die noch heute wild am Bach wuchern – neben Schilf und Lilien. Der kurze Spaziergang führt durch die üppigen Auen zur mysti­schen Quelle. (hin und und zurück: 2 Stunden, 7,5 Kilometer, auf und ab: 10 Meter)

Cava Grande

Siziliens Grand Canyon
Über Jahrmil­lionen hat Fiume Cassíbile eine impo­sante Schlucht in das Kalkge­stein des hibläi­schen Hoch­landes gegr­aben. Man kann sie auf schmalen Pfaden, die zum Teil durch senk­rechte Wände hoch über dem Fluss verlaufen, gefahrlos durch­wandern. Rings umher wächst üppig grüner Busch, aus dem hohe Bäume herausragen. Manchmal sieht man Menschen zwischen hellen Felswänden herumklettern. Meist sind es Ar­chäo­logen, die die vielen Grabhöhlen erfor­schen. Talauswärts weitet sich die Schlucht und gibt den Blick auf das Meer frei. (hin und zurück: 8,7 Kilometer, 3:10 Minuten, auf und ab: 470 Meter)
D

Val di Noto

Spätbarockes Städteensemble im Südosten Siziliens

Das Gebiet – „Val“ kommt von dem arabi­schen Wort für „Verwal­tungs­gebiet“ – im Südosten Siziliens wur­de 2002 zum Welt­kultur­erbe der UNESCO erhoben.

Grund dafür sind acht spätba­rocke Städte: Caltagirone, Mili­tello in Val di Catania, Catania, Modica, Noto, Palaz­zolo, Ragusa und Scicli. Sie exis­tierten bereits im Mittel­alter, wurden aber nach dem katastro­phalen Erdbeben im Jahr 1693 im Baustil der dama­ligen Architektur wieder­aufge­baut. Was Stadt­pla­nung und Hausver­zie­rungen angeht, gelten sie als die letzte Blüte des Barocks in Europa.

Zu Gast auf einem Gut bei Marina di Modica

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das 4-Sterne Landhotel auf einem Gut aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt nahe des Bade­ortes Marina di Modica und ist etwa zwei Kilometer vom Meer entfernt.

Die alten Bruch­steinmauern sind von innen und außen unver­putzt und bilden einen reizvollen Kontrast zu dem modernen Mobiliar. Das landesty­pi­sche Restau­rant, viele Sitzmög­lichkeiten im Garten, ein kühler Swimmingpool und die Gastfreundschaft sorgen dafür, dass man sich schnell zu Hause fühlt.

Scicli

Barock­stadt und Welterbe der UNESCO
Der Ort wur­de von den Sikulern gegründet. Dann gelangte er unter arabi­sche Herr­schaft, bis er sich unter den Normannen zur könig­li­chen Stadt entwi­ckelte. Unter Fried­rich II. war die Stadt im Besitz der Grafen von Modica. 1693 wur­de die Stadt wie das gesamte Val di Noto von einem Erdbeben zerstört. Danach wur­de sie im Stil des sizilia­ni­schen Barocks wieder aufge­baut. Wegen ihres einheit­li­chen Baustils wur­de die Stadt Scicli zum Welterbe der UNESCO erklärt.

Cava d’Ispica

Toten­stadt und Kata­komben
Die Höhlen in der 13 Kilometer langen Schlucht von Ispica haben eine bewegte Geschichte: Von präh­is­to­ri­scher Zeit bis 1935 waren sie immer mal wieder bewohnt, dazwi­schen dienten sie als Toten­stadt oder als Kata­komben. Besonders sehens­wert sind die Grotta San Nicola und die Urutti Giardina, eine christ­liche Grabes­höhle.

Ragusa

Barocke Reißbrett­stadt auf Felsrü­cken
Die 65.000 Einwohner zähl­ende Stadt kauert auf einem Felsrü­cken zwischen zwei tief einge­schnit­tenen Tälern. Die Ober­stadt ist im 18. Jahr­hun­dert am Reißbrett konstru­iert worden, was man am schachbrett­ar­tigen Grund­riss erkennt. Im Osten liegt die Unter­stadt mit verwin­kelten Gassen und male­ri­schen Barockbauten. Beide Stadt­teile sind durch die Scala mitein­ander verbunden, eine Treppe mit 242 Stufen. Schön ist auch die gebirgige Umge­bung. Rund um das 24 Kilometer entfernte Seebad Marina di Ragusa, einem ehema­ligen Fischerort, gibt es einige der schönsten Strände Siziliens.

Von Marina di Modica nach Realmonte

243 km | 4:00 h
Sehens­wert auf der Strecke entlang der Südküste ist vor allem die Villa Romana di Casale, der Palast eines römi­schen Bürgers bei Piazza Arme­rina, der wegen seiner hohen Lage mit Blick auf die Südküste auch der „Balkon Siziliens“ genannt wird.

Schloss Donn­afugata

Geist der Romantik hinter neugo­ti­scher Fassade
Der Palast aus dem 14. Jahr­hun­dert wur­de im 19. Jahr­hun­dert fertig­ge­stellt. Seine neugo­tisch-vene­zia­ni­sche Fassade atmet den Geist der Romantik – ebenso wie der Name: „Donn­afuagata“ heißt „flie­hende Frau“, vermut­lich weil die Enkelin des Schloss­herrn um 1900 mit ihrem Liebhaber bei Nacht und Nebel verschwand. Das Schloss kann besich­tigt werden. Innen gibt es eine gute Trat­toria.

Sughereta di Niscemi

Größter Kork­ei­chen­wald im Zentrum Siziliens
Die Sughereta von Niscemi ist der letzte große Kork­ei­chen­wald in im Inneren Siziliens. Die Rodung des Gebiets von Niscemi begann Anfang des 17. Jahrhunderts unter dem neuen Lehns­herr Branciforti. Doch nach über 100 Jahren konnte die sinn­lose Resour­cenver­schwendung gestoppt werden – durch Gesetze zur nach­hal­tigen Nutzung des Holzes. Sie wurden 1718 erlassen und haben dafür gesorgt, dass bis heute 3.000 Hektar Kork­ei­chen­wald stehenge­blieben sind. Zwischen den Kork­ei­chen wächst Ilex und immer­grüne Macchia. Bota­niker wird inter­es­sieren, dass kürz­lich das Heli­an­themum sanguineum entdeckt wur­de, eine Verwandte des Sonnenrö­sc­hens, die sonst nur in Marokko und Portugal vorkommt und in Italien seit Jahrhunderten als ausge­s­torben gilt. Durch das Reservat führt ein Blin­denpfad mit verschiedenen Tafeln an einem Handlaufseil entlang.

Caltagirone

Siziliens Keramikhaupt­stadt
Die Stadt im Val di Noto wur­de von der UNESCO zum UNESCO-Welterbe erklärt – vor allem wegen der Töpferkunst, die sich hier ab dem 15. Jahr­hun­dert entwi­ckelte. Bis heute gilt Caltagirone als die Keramikhaupt­stadt Siziliens. Die mittel­alter­liche Altstadt wur­de 1693 bei einem großen Erdbeben zerstört und im Barock auf drei Hügeln neu aufge­baut. Mittel­punkt der Stadt ist die Scala, eine Keramiktreppe von 1608, die von der Piazza del Municipio in die Ober­stadt führt. Über eine Keramikbrücke erreicht man die Chiesa San Fran­cesco di Paola. die Kirche liegt am Eingang zum Stadt­park, in dem sich auch das sehens­werte Keramikmuseum befindet. Von den über 80 Keramikwerk­stätten sind die meisten zu besich­tigen und haben einen Laden.
E

Valle dei Templi

Antike Tempelstadt

Das soge­nannte Tal der Tempel liegt eigent­lich auf einer Anhöhe. Es besteht aus einer einzig­ar­tigen Ansamm­lung antiker Tempel, die in zwei Gruppen zusam­menge­fasst sind: Zur östli­chen gehören der Tempel des Herkules (500 v.

Chr.), die antiken und frühchrist­li­chen Toten­städte um die Villa Aurea und der Concordia­tempel, der deshalb gut erhalten ist, weil er über ein Jahr­tausend als Kirche diente. Die zweite Tempel­gruppe liegt weiter west­lich. Dort beein­druckt der Tempel des Zeus – auch nach seiner Zerstörung durch ein Erdbeben: kolos­sale Trümmer­massen aus Säulen und Steinblö­cken zeugen von der kulti­schen und poli­ti­schen Bedeu­tung dieses Heiligtums. Ursprüng­lich als römi­sches Sieges­monu­ment gedacht, musste es natür­lich größer als der konkurrie­rende Tempel von Selinunt sein. Die faszi­nierende Tempel­stadt, in der die Mythen der Antike noch leben, ist im benach­barten Museo Archeo­logico Regio­nale hervor­ra­gend beschrieben und ausge­stellt.

Zu Gast in einer Masseria bei Realmonte

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Gutshaus liegt außer­halb von Realmonte an einem Aussichtsberg. Wer nach Süden schaut, sieht das Meer und die weißen Klippen der Scala dei Turchi.

Ursprüng­lich war es eine Masseria, wie man die großen land­wirt­schaft­li­chen Betriebe auf den sizilia­ni­schen Latifundien nannte. Heute schlafen die Gäste in den Wohnungen der Land­arbeiter. Alles wirkt authen­tisch und dabei schlicht aber hoch­wertig. Wer Frei­raum und Ruhe sucht, findet in der Region um Agrigento kaum ein schöneres Plätzchen. Im Garten wartet ein Pool mit Sonnen­deck. Das Restau­rant hat sich auf sizilia­ni­sche Gerichte speziali­siert, zu denen es einen würzigen Haus­wein gibt.

Giardino della Kolym­betra

Verwun­schener Garten am Dioskuren­tempel
Am Dioskuren­tempel im Valle di Templi liegt der verwun­schene Garten in einem fruchtbaren und wasser­rei­chen Tal. Wo bereits vor 2000 Jahren Bewäs­se­rung durch Kanäle stattfand, wachsen heute Zitronen- und Oran­genhaine. Dazwi­schen laden schat­tige Plätze zu einem Pick­nick ein.

Capo Bianco

Leuch­tend weißer Sand am Fuß des Krei­defel­sens
Unter­halb der Ausgra­bungs­stätte von Eraclea Minoa, einer Tocht­er­stadt von Selinunt, liegt der Capo Bianco zu Füßen eines Krei­defel­sens. Der Strand mit leuch­tend weißem Sand diente antiken Seefah­rern als Orien­tie­rungs­punkt und ist bis heute unver­baut. Ein schöner Weg führt an der Küste von Eraclea aus nach Südosten bis Torre Salsa. Zurück kann man ober­halb der Klippen gehen.

Calta­belotta

Mittel­alter­li­cher Dorfkern mit hebräi­schen und mauri­schen Quar­tieren
Auf den Mauern des antiken Triokala aufge­baut ca. 15 km vom Meer auf 870 m Höhe liegt Calta­bellotta wie einge­bettet in eine natür­liche Muschel in den Bergen, deren Erscheinungs­bild in manchen Gebieten an die Dolo­miten erin­nert. Der atembe­rau­bende Blick vom Dorf aus auf die darunter liegenden Oliven- und Oran­genhaine und schließ­lich das Meer beein­dru­cken jeden Gast.
Zurückge­hend auf die Präh­is­torie finden sich Zeitzeugen aus allen Epochen. Der mittel­alter­liche Dorfkern mit verwin­kelten Gassen und Höfen und seinen hebräi­schen und mauri­schen Quar­tieren ist dabei von besonderem Reiz. Gerade im Sommer zeichnet sich das wie eine raue Schön­heit anmu­tende Dorf durch sein ange­nehm kühles und trockenes Klima aus, dagegen lockt der Frühling mit der unglaub­li­chen Überfülle seiner Gebirgsflora zu ausge­dehnten Wande­rungen.
Durch die besondere Lage über Jahrhunderte hinweg von den Zeitzei­chen abge­schnitten, hat sich Calta­bellotta bis heute seinen ursprüng­l­i­chen Charakter eines sizilia­ni­sches Gebirgsdorfes beibe­halten. Die beinahe unbe­rührte Natur um das Dorf herum muss wohl auch den Regis­seur Michael Cimino derart für seinen Film „Der Sizilianer“ (mit Chri­s­to­pher Lambert in der Haupt­rolle) faszi­niert haben, dass er nahezu die gesamten Außen­a­uf­nahmen des Films in und um Calta­bellotta drehte.

Von Realmonte nach Scopello

140 km | 2:30 h

Der Küsten­ab­schnitt rund um Agrigento ist beispielhaft für die Umwelt­sünden der 60iger Jahre, mit denen das Armen­haus der Nation in die Neuzeit katapul­tiert werden sollte.

Hinter Secca Grande lohnt ein Abzweig ins Gebirge nach Calta­belotta, eine der ältesten Städte der Insel. Auf den Felsen über der Stadt soll Daedalus auf seinem Flug von Kreta gelandet sein. In den Höhlen unter­halb finden sich Spuren frühge­schicht­li­cher Besied­lung.

F

Golf von Castellammare

Burgen und Strände im Naturreservat

Der Zipfel west­lich des Golfs von Castell­ammare ist ein besonders schöner Teil Siziliens – kulturell und landschaft­lich.

Die uralte Berg­fes­tung Erice hat eine Kirche, in der schon 1000 Jahre vor ihrer Chris­tia­ni­sie­rung die phön­izi­sche Eryx verehrt wur­de. Nörd­lich von Scopello beginnt ein male­ri­sches Natur­re­servat, das den Strand, das Wasser und das Hinter­land des Golfs schützt. Den äußersten Norden bildet das Capo San Vito, wo einige Bade­strände zum entspannen und schwimmen einladen.

Zu Gast in einer Pension in Scopello

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Pension liegt in Scopello, einem verträumten Weiler über dem Golf von Castell­ammare. In der Eingangshalle spielt sich das Leben ab. Hier wird gefrüh­s­tückt, hier treffen die Gäste einander am offenen Kamin. Eine Treppe führt zu den Zimmern in den oberen Stock­werken. Die Pension liegt ideal, um durch den Zingaro Natio­nal­park – den einzigen auf Sizilien – zu wandern, der die nörd­lich vorge­la­gerte Halb­insel einnimmt. Tages­ausflüge ins mittel­alter­liche Erice im Nordwesten der Insel oder zu den Ruinen von Segesta sind eben­falls sehr empfehlens­wert. Nach einem langen und in der Regel heißen Tag ist das gute Dinner von Marisin mit frischem Fisch, Gemüse aus dem Garten und kühlem Rotwein ein herr­li­cher Genuss.



Segesta

Das Ideal des grie­chi­schen Tempels
Der Tempel gehört zu den best­er­hal­tenen antiken Kult­stätten der Welt. Obwohl er das Ideal des grie­chi­schen Tempels verkörpert, wur­de er nicht von den Grie­chen, sondern von den Elymern gebaut – einem Mischvolk aus Urein­woh­nern und Troja­nern. Heute liegt der 61 Meter lange und 26 Meter breite Bau ganz allein in den sanften Hügeln Westsiziliens. Als er gebaut wur­de, war er das Zentrum von Segesta, einer blüh­enden Stadt, die allerdings von den Vandalen dem Erdboden gleich gemacht wur­de.

Erice

Mittel­alter­li­ches Berg­städt­chen mit Aussicht aufs Meer
Das uralte, von Phön­i­ziern gegrün­dete Berg­städt­chen thront 750 Meter hoch über dem Meer. Seine Lage und das mittel­alter­liche Stadt­bild machen es zu einem der schönsten Orte Siziliens. In der Antike befand sich hier ein Heiligtum, das nach­ein­ander der phön­izi­schen Göttin Eryx, der Astarte der Karthager, der grie­chi­schen Aphrodite und schließ­lich der römi­schen Venus geweiht war. Aus den Über­resten des Tempels wur­de im 14. Jahr­hun­dert die Chiesa Matrice gebaut. Vom Platz des Aphrodi­ten­tempel, wo heute das Venusschloss steht, hat man einen gewal­tigen Ausblick über Trapani und die anderen west­lich vorge­la­gerten Inseln.

Salzgärten von Trapani

Essen wie die Salz­arbeiter im Muse­umsre­stau­rant
Jahrhunder­te­lang wur­de bei Trapani Salz aus dem Meer gewonnen. Heute ist in einer alten Mühle ein Museum einge­richtet, das von der alten Tradi­tion der Salzgewin­nung erzählt. Mittags kann man in einer Lager­halle aus dem 17. Jahr­hun­dert das „Mittag­essen eines Salz­arbeiter“ probieren, beste­hend aus Bruschetta, Sardinen, Käse und Wein, und dabei über die Salinen bis zu den Egadi­schen Inseln schauen.

Riserva Natu­rale dello Zingaro

Sandige Buchten und raue Kalkfelsen
In den 1980er Jahren sollte eine Auto­straße entlang einer der landschaft­lich schönsten Küsten­stre­cken von Castell­ammare del Golfo bis San Vito lo Capo gebaut werden. Nach Bürger­pro­testen lenkte die Regie­rung ein und errich­tete das erste Natur­re­servat Siziliens. Das Zingaro-Reservat umfasst 1.600 Hektar am Meer mit kleinen sandigen Buchten und rauen Kalkfelsen. Oliven-, Johan­nisbäume und Zwergpalmen gedeihen hier, ebenso Falken, Geier und Adler. Ein Wanderweg führt an der Küste entlang und zurück über verlas­sene Bauern- und Hirten­sied­lungen. (hin und zurück: 5:30 Stunden, 15,8 Kilometer, auf und ab: 680 Meter)

San Vito Lo Capo

Sand­strand und türkisfarbenes Meer
Der Sand­strand nörd­lich von Trapani ist einer der schönsten aus Sizilien. Sanft und fast weiß fällt er ins türkisfarbene Meer; im Hinter­grund ragt der Monte Monaco steil in den Himmel, davor ein altes Dorf aus leuch­tend weißen Häusern und mehreren guten Fisch­re­stau­rants. Nur in der Hoch­saison und an Woche­n­enden ist hier Trubel. Wer mehr möchte als baden und essen, kann auf den Felsen­thron des Kaps steigen und tief unter sich die para­die­si­schen Buchten mit türkisem Wasser zu beiden Seiten genießen. (3 Stunden, 9,1 Kilometer, auf und ab: 350 Meter)

Von Scopello nach Palermo

Mietwagenabgabe

Von Scopello nach Palermo

47 km | 39 Minuten

Die Strecke führt zunächst am Golfo di Castella­mare, dessen Ostküste zwischen Scopello und dem Capo San Vito zu den ganz wenigen Natur­re­servaten Siziliens gehört.

Herr­liche Wander­wege führen am Meer entlang und durch die Macchia. Der dichter werdende Verkehr kündigt die Nähe Palermos an, der buntesten und kulturell reichsten Stadt Siziliens.

Mietwagenabgabe

Station: Palermo Flughafen (Shuttle Service)

15 Tage
ab 1.769,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende

Unsere Empfehlung: Die günstigen Fluggesellschaften bieten ab vielen deutschen Flughäfen Flüge im Internet zum Selberbuchen! Im Reisepreis ist kein Flug enthalten.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Juli, September–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Stefanie Maier

Tel.: +49 (0)2268 92298-18

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  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
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