Vom Sporn zum Absatz: Vielfältiges Apulien - Italien
Traditionelle Trulli Hütten

Vom Sporn zum Absatz

Vielfältiges Apulien

Die Reise beginnt in Bari und führt durch Urwälder und Felsenküste, Olivenhaine und Weingärten. Höhlenhäuser und Trulli, verwinkelte Hafenstädte und ehrwürdige Kathedralen von einer aufregenden Geschichte. Diese Rundreise durch Apulien offenbart die Vielseitigkeit an diesem Ende Europas.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Bari nach Andria

Mietwagenannahme

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Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Filorent
Fahrzeug: VW Polo o.ä. (EDMR)
Station: Bari Flughafen (Shuttle Service)

Von Bari nach Andria

79 km | 54 Minuten

Trani

Staufi­sche Basilika an der Adria
Trani (55.000 Einwohner) gehört zu den sehens­wer­testen Städten Apuliens und liegt auf einem Landvor­sprung mit einer mittel­alter­li­chen, dem Meer zuge­wandten Schau­seite. Hoch über der See ragt die norman­nisch-staufi­sche Basilika aus dem 12. Jahr­hun­dert empor. Wegen ihrer geome­trisch-plas­ti­schen Klarheit wird sie oft mit Castel del Monte verg­li­chen, der nahegelegenen Residenz von Kaiser Fried­rich Barba­rossa. Von Trani aus läßt sich die nörd­lich gelegene Halb­insel von Gargano (Sporn des Stiefels) erkunden, deren einzig­ar­tige Schön­heit heute durch einen Natur­park geschützt ist.
A

Apulien

„Die Schöne“ zwischen Sporn und Absatz

Die lange und schmale Provinz im Süden Italiens erstreckt sich von der Halb­insel Gargano im Norden bis zur Halb­insel Salento im Süden.

Dazwi­schen breitet sich fruchtbares Land aus, das teils flach, teils hügelig ist. Es gibt kaum etwas, was in Apulien nicht ange­baut wird. Die Hälfte des italie­ni­schen Olivenöls stammt von hier, ebenso kräf­tige Rotweine. Daneben werden Tabak, Weizen, Südfrüchte, Mandeln und Feigen in großem Stil ange­baut. Die Städte sind einzig­artig und unver­wech­selbar – allen voran Bari, das alle Sinne herausfordert. Völker aus allen Himmelsrich­tungen haben ihre Spuren hinter­lassen: Grie­chen und Karthager, Juden und Araber, Staufer und Normannen.

Zu Gast auf einem apulischen Landgut

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der Biobauernhof liegt im Herzen Apuliens, im Hinter­land von Andria. Auf rund 180 Hektar Land werden Oliven, Mandeln und Kirschen ange­baut, umgeben von Wiesen und Getrei­defel­dern. Das Haupt­haus wur­de im 19. Jahr­hun­dert gebaut und mit viel Sorgfalt und Rück­sicht auf die Bausub­stanz restau­riert. Jedes der rund zehn Zimmer ist mit Liebe zum Detail und künst­le­ri­schem Geschmack einge­richtet. Ein Swimmingpool mit Sonnen­deck liegt etwas abseits des Hauses.



Basilikata

Armes, wildes, trockenes Land
Arm und wild: auf diese Eigenschaften kann man die Region zwischen Apulien, dem Golf von Tarent und dem Tyrhen­ni­schen Meer bringen. Sie ist touris­tisch so gut wie uner­schlossen und gehört zu den am dünnsten besiedelten Regionen Europas. Das liegt auch an der Trocken­heit. Während in den Bergen hinter der Westküste noch über 2.000 Millimeter Regen im Jahr fällt, herr­schen um Matera im Osten wüstenhafte Bedingungen. Wer nicht abge­schreckt ist von der Kargheit des Landes, kann viele span­nende Entde­ckungen machen.

Mittleres Apulien

Land der Staufer zwischen Poli­gnano und Trani
Le Puglie (von latei­nisch "la Pulchra“ – die Schöne) erstreckt sich an der Adria von der Halb­insel Gargano (Stiefelsporn) bis hinunter nach Lecce (Stiefel­ab­satz). Das mittlere Apulien zwischen Bari und Trani ist besonders viel­seitig und reich an Geschichte. Überall finden sich Reste aus der glanzvollen Stauf­erzeit. Bari konkurrierte einst mit Venedig und Neapel um die Vorherr­schaft in Italien. Und am Rand des Natio­nalparks Alta Murgia steht das rätselhafte Schloss der Kaisers Fried­rich II.

Castel del Monte

Rätselhaftes Kaiser­schloss
Das von Kaiser Fried­rich II. selbst entworfene Schloss liegt weithin sichtbar auf einem Hügel rund 18 Kilometer südlich von Adria und gilt als die Krone Apuliens. Der 1240 fertig gestellte Bau ist acht­e­ckig und hat an jeder Ecke einen 24 Meter hohen, eben­falls acht­e­ckigen Turm. Von außen wirkt die Burg schroff und abwei­send, innen ist sie verschwen­de­risch mit orien­tali­schen, byzan­ti­ni­schen und antiken Schmu­ck­ele­menten ausge­stattet. Die außergewöhn­liche Gestalt des Kaiser­schlosses bleibt trotz vieler wissenschaft­li­cher Theo­rien und Speku­la­tionen ein Rätsel. Ist der Baukörper nach astro­no­mi­schen Berech­nungen ange­legt oder verkörpert das Oktogon die Synthese von himmli­schem und irdi­schem Jeru­salem? Seit 1996 ist Castel del Monte Welt­kultur­erbe und ist im Sommer ganz­tägig und im Winter vormit­tags geöffnet.

Von Andria nach Peschici

154 km | 3:30 h

Nachdem man fruchtbare Weingärten und Olivenhaine durch­fahren hat, kommt man bei Manfre­donia ins Gebirge von Gargano.

Dort sollte man sich Monte San Angelo ansehen, wo im 5. Jahr­hun­dert der Erzengel Michael erschienen sein soll. Dies hat zur Gründung eines Ordens geführt, der Jahrhunderte später die Klöster von Mont St. Michel in der Bretagne und in Cornwall gegründet hat.

Fore­stra Umbra

Durch den Urwald am Gargano
Der „Schat­ten­wald“ im Innern des Gargano, einem Vorgebirge Apuliens an der Ostküste Italiens, ist das einzige große Waldgebiet in Apulien. Buchen, Eichen, Ahornbäume und Kiefern bilden hier einen Jahr­tausende alten Urwald, der in seinen höheren Lagen beinah mittel­eu­ro­päisch anmutet. 1991 wur­de er unter Natur­schutz gestellt. Seitdem hat sich die Arten­viel­falt erhöht. Wildschweine, Damwild, Dachse und Wildkatzen leben hier, vor einigen Jahren sind Wölfe zuge­wandert. In dem für Besu­cher zugäng­li­chen Teil gibt es ein Netz von Wander­wegen.

Manfre­donia

Stauf­er­schloss und antike Stelen
Die Gegend am Südrand des Parco Nazio­nale del Gargano ist seit Jahr­tausenden besiedelt. Davon zeugen 2.000 Stelen im antiken Siponto aus dem 7. vorchrist­li­chen Jahr­hun­dert. Als ein Erdbeben die Land­schaft 1223 in einen Sumpf verwandelte und Malaria ausbrach, ließ Manfred, der Sohn von Kaiser Fried­rich II., eine Stadt anlegen, die seinen Namen trug. Bald darauf fiel sie jedoch an das Haus der Anjou und wur­de 1620 von den Osmanen geplündert und gebrandschatzt. Im 19. Jahr­hun­dert erfolgte der Wieder­aufbau. Aus dem Mittel­alter sind noch das staufi­sche Schloss und die Kirche S. Domenico erhalten. Die antiken Stelen sind im Archäo­logi­schen Museum der Stadt zu besich­tigen, das im Schloss seinen Sitz hat.

Monte Sant’Angelo

Unter­irdi­sche Kirche des Heiligen Michael
An den Südhängen des Gargano liegt der Pilgerort, wo der Legende nach im Jahr 492 der Erzengel Michael in einer Felsenhöhle erschienen ist und sie zu seiner Vereh­rung bestimmt hat. So wur­de die Grotte nach und nach zur unter­irdi­schen Kirche San Michele ausge­baut. Im 13. Jahr­hun­dert kam ein acht­e­ckiger Glock­en­turm hinzu und hundert Jahre später eine zweite Eingangshalle. Die alte Kirche liegt jedoch im Innern des Berges. Als die Normannen im 7. Jahr­hun­dert nach Apulien kamen und auf Monte Sant'Angelo ein Kastell bauten, nahmen sie den Mich­a­elskult in ihre Heimat mit. So entstand die welt­be­rühmte Kloster­insel Mont-Saint-Michel in der Normandie als ein Tocht­erkloster von San Michele auf Gargano.

Auf den Monte Calvo

Zum Gipfel des Gargano-Massifs
Der mit 1.085 Metern höchste Berg des Gargano-Massivs ist nicht nur leicht zu besteigen; er eröffnet auch eine tolle Aussicht über die Halb­insel Gargano und den Golf von Manfre­donia. Wer von der Ponte l'Amarena (698 m) zum Gipfel aufsteigt und auf demselben Weg zurück­nimmt, wird kaum mehr als 2 Stunden brau­chen. Wer sich mehr Zeit nehmen will, geht auf dem Rückweg über eine Karst­hoch­fläche zu einem zweiten Ausgangs­punkt, wo man nach Norden schaut und bei gutem Wetter jenseits der Adria die helle kroa­ti­sche Küste sieht. (hin und zurück: 13,7 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 440 Meter)
B

Gargano

Urwald am Sporn des Stiefels

Der Sporn des Stiefels ist ein Gebirge, das 65 Kilometer weit in die Adria hineinragt und über 1.000 Meter ansteigt. Türkisblaues Meer, male­ri­sche Buchten, Felsen­küste und Sand­strände charak­te­ri­sieren die Halb­insel.

Im stillen Innern wachsen Jahrhunderte alte Buchenwälder. Besonders eindrucksvoll ist die Foresta di Umbra („Schat­ten­wald“), ein zum Natio­nal­park erklärter Urwald, durch den ein drei­stün­diger Wanderweg führt. Leider hat an der Küste in den 1990er Jahren der Massen­tou­rismus Einzug gehalten. Dennoch finden sich neben den Betten­burgen mit über­höhten Preisen immer auch wieder zauber­hafte Abschnitte. Von Rodi Garga­nico gehen Boote zu den Tremi­ti­schen Inseln, die touris­tisch noch kaum erschlossen sind.

Zu Gast auf einem Bauernhof bei Peschici

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Der Hof mit einem antiken Turm liegt in einem stillen, jahrhunder­te­alten Olivenhain und hat einen schönen Pa­no­ra­ma­blick über die Umge­bung bis zum Meer.

Gäste werden in einem sepa­raten Bungalow im Garten unter­ge­bracht, in dem sich die Zimmer mit jeweils eigenem Eingang befinden. Ein Swimmingpool ist vorhanden. Das abend­liche Buffet mit einer großen Auswahl an Vorspeisen ist zu empfehlen, wenn man die Viel­falt medi­ter­raner Küche kennenlernen möchte. Der nächste Strand ist drei Kilometer entfernt.

An der Bucht von San Nicola

Roman­ti­scher Strandspa­ziergang
Östlich von San Nicola ist die Küste von Gargano wahr­schein­lich am schönsten. Die Brandung hat dort in die Kalkklippen Grotten und Höhlen gegr­aben. Dazwi­schen finden sich immer wieder geschützte Bade­buchten mit Sand­strand, die im Sommer allerdings auch frequen­tiert sind. Ziel der Tour ist der Torre di Cala­lunga, ein Küstenwachturm, der im 16. Jahr­hun­dert zur Pira­ten­aus­schau errichtet wur­de. (hin und zurück: 8 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 240 Meter)

Vieste

Fischerdorf an bizarrer Kalk­stein­küste
Das ehema­lige Fischerdorf mit gut 10.000 Einwoh­nern liegt an einer von Wind und Wasser geformten bizarren Kalk­stein­küste. Die mittel­alter­liche Altstadt thront auf dem Felsvor­sprung San Fran­cesco. Sehens­wert sind die Kathedrale aus dem 11. Jahr­hun­dert, das Stauf­erka­stell von Fried­rich II. und das Museo Civico mit lokalen Kunst­schätzen aus vorrömi­scher Zeit. Wer einen schönen Sand­strand sucht, findet ihn südlich der Stadt am Pizzo Munno, einem Felsen namens „Spitze der Welt“.

vom Weiler im Urwald zu einem stillen See

Kurze Wande­rung durch den Foresta Umbra
Der kurze Wanderweg beginnt an einem Weiler mitten im dichten Wald, Von I Baracconi geht man zu einem kleinen See, dem Laghetto d'Umbra. Wer noch mehr von den jahrhunder­te­alten Buchen, die von armdi­cken Efeuge­wächsen umsch­lungen sind, sehen möchte, kann weiter südlich eine Runde drehen. Aussicht gibt es keine, dafür das einzig­ar­tige Erlebnis eines südeu­ro­päi­schen Hoch­waldes. (hin und zurück: 4,4 Kilometer, 1:30 Stunden, auf und ab: 30 Meter)

Von Peschici nach Matera

229 km | 4:30 h
Die Küsten­straße um Gargano gehört zu den schönsten der Welt, für die man sich Zeit lassen sollte. Ab Trani fährt man land­einwärts über eine schöne Land­straße nach Matera.
C

Matera

Uralte Höhlenstadt in der Basilikata

Seit 1993 ist die Haupt­stadt der östli­chen Basilikata Welt­kultur­erbe. Dazu verholfen haben ihr die Sassi, eigen­tüm­liche Höhlenbe­hausungen, die tief in den Kalktuff einge­schnitten sind.

Jahrhunder­te­lang lebten hier Bauern mit ihrem Vieh zusammen, bis dies in den 1950iger Jahren des 20. Jahrhunderts zur natio­nalen Schande erklärt wur­de und die Bewohner in die umliegenden Plat­ten­silos umge­siedelt wurden. In den 1970iger Jahren wurden die bereits verfal­lenden Höhlen restau­riert und zur Touris­ten­at­trak­tion. Matera ist auch ein Schau­platz in Carlos Levis Roman „Christus kam nur bis Eboli“. Dort wird das Fest der Madonna della Bruna am 2. Juli geschildert, das auch heute noch vom Morgen­grauen bis in die tiefste Nacht dauert. Unbedingt sollte man sich auch einige der Höhlen­kir­chen anschauen, die seit dem 8. Jahr­hun­dert gebaut und gegr­aben wurden.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Matera

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Im Herzen des berühmten Vier­tels Sassi di Matera, das zum UNESCO-Welt­kultur­erbe gehört, liegt der Palazzo aus dem Jahr 1756.

In diesem in den Felsen gehauenen Gebäude befindet sich heute ein famili­en­geführtes Boutique-Hotel mit Pa­no­ra­ma­blick auf die Stadt. Eine Stein­treppe führt auf die große Terrasse, um die die fünf elegant einge­rich­teten Zimmer ange­ordnet sind. Das Früh­stück wird in Buffet­form ange­boten, die übrigen Mahlzeiten kann man in den nahe gelegenen Bars und Restau­rants einnehmen. Nach einem kurzen Spaziergang gelangt man zur Kirche San Pietro Barisano, zum Theater Casa Cava und zur Piazza Vittorio Veneto. Strand und Küste erreicht man mit dem Auto in ca. 40 Minuten.

Cristo La Selva und San Luca

Durch die Schlucht der Felsen­kir­chen
Während Matera immer bekannter wird, kennt kaum jemand die Schlucht von Matera, wo seit der Stein­zeit Jäger, Mönche und Schäfer in Felsenhöhlen hausten. Die atembe­rau­bende Wande­rung führt auf uralten Pfaden durch die Schlucht. Dabei kommt man an Cristo la Selva vorbei, einer Höhlen­kirche, die erst im 18 Jahr­hun­dert eine gemauerte Fassade erhielt. Ziel ist allerdings eine weitere Felsen­kirche, die dem Heiligen Lukas geweiht ist und hoch über La Selva liegt. (hin und zurück: 13,1 Kilometer, 3:45 Stunden, auf und ab: 340 Meter)

Gravina di Laterza

Apuliens Grand Canyon
Die Gravina von Laterza ist eine über 200 Meter tiefe und zwölf Kilometer lange Schlucht, die den amerika­ni­schen Canyons ähnlich ist. Unten liegt – von senk­rechten Felswänden aus Kalk­stein geschützt – die Oase LIPU Gravina di Laterza, die seltene Vögel und Fledermäuse beheimatet. Geier, Falken und eine Kräh­enart, die es nirgendwo anders gibt, nisten in den Höhlen der Felsen. Ein Wanderweg führt entlang der Schlucht, die immer wieder grandiose Blicke in die Tiefe eröffnet und gegen Ende auch Ausblicke übers Ioni­sche Meer. (hin und zurück: 4,8 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 40 Meter)

Von Matera nach Otranto

233 km | 3:30 h
Die Strecke führt aus der Provinz Basilikata zurück nach Apulien und weiter auf den Absatz: die Halb­insel Salento.

Gioia del Colle

Burg des Stauf­erkai­sers, Fried­rich II.
Die Burg wur­de um 1230 von dem Stauf­erkaiser Fried­rich II. errichtet, der die meiste Zeit seines Lebens auf Sizilien und in Apulien verbrachte und dort viele Bauwerke hinter­lassen hat. Gioia del Colle ist eines der am besten erhal­tenen Kastelle.

Valle d'Itria

Wein­ter­rassen zwischen Bari und Brindisi
Das Valle d'Itria ist eigent­lich eine fruchtbare Ebene im Dreieck von Bari, Brindisi und Taranto. Auf den sanf­ten Hügeln sind Wein­ter­rassen mit nied­rigen Rebstö­cken ange­legt, aus denen in Loco­ro­tondo ein fruch­tiger Weißwein gekel­tert wird. Zwischen kleinen Wald­stü­cken wach­sen Oliven- , Obst- und Mandelbäume. Im Frühs­ommer leuchtet der Mohn an den Natur­steinmauern. Im gesamten Tal stehen etwa 4.000 Trulli, die wie weiße Puppen­häuser erscheinen.

Spia­ggia­bella

Kilome­ter­langer Sand­strand bei Lecce
An der Adria­ti­schen Küste, im Gebiet des Natur­schutzparks „Parco Natu­rale Regio­nale Bosco e Paludi di Rauccio“, befindet sich der kilome­ter­lange Küsten­ab­schnitt mit dem klangvollen Namen „Spia­ggia­bella“. Feiner weißer Sand sowie kris­tallklares Wasser laden ein zu jegli­cher Art von Strand­ak­tivität – von einem Sonnenbad zu einer Partie Beachvol­ley­ball bis hin zum Kitesurfing. Auch die angrenzende Land­schaft des Natur­parks lässt sich auf einem gut ausge­bauten Wegenetz zu Fuß oder auf dem Fahrrad erkunden.
D

Halbinsel Salento

Spuren griechischer Kultur am Stiefelabsatz

Die 100 Kilometer lange und 40 Kilometer breite Halb­insel im äußersten Südosten Italiens entspricht dem Absatz vom Stiefel und hat eine ganz andere Geschichte als der Rest des italie­ni­schen Fest­landes.

Seit dem 5. Jahr­hun­dert vor Christus gehörte Salento zur Magna Grecia und war sprach­lich und kulturell eher von Grie­chen­land bestimmt als von Rom. Davon zeugen Städ­te­namen wie Galli­poli. Bis heute unter­scheidet sich der Dialekt von Salento stark auch von benach­barten Dialekten. Glei­ches gilt für die Architektur: Die Wohn­häuser sind nach grie­chi­scher Art gebaut: sie sind weiß gekalkt und haben ein Flach­dach.

Zu Gast in einer Masseria bei Otranto

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das renovierte Bauern­haus aus dem 18. Jahr­hun­dert liegt in der länd­li­chen Umge­bung von Otranto, zwischen Pinien und Olivenbäumen, ca.

zwei Kilometer vom Stadt­zentrum entfernt. Die Zimmer sind hell und modern in einem medi­ter­ranen Landhaus­stil einge­richtet. Der große Swimmingpool bietet eine will­kom­mene Abküh­lung nach einem Tag unter der Sonne Apuliens; im großen Innenhof mit Tischen, Stühlen und Sonnen­schirmen kann man es sich bei einem Drink alleine oder in Gesellschaft gemüt­lich machen und den Tag Revue passieren lassen. Das Restau­rant serviert typi­sche Gerichte aus Apulien mit regio­nalen Speziali­täten. Fahr­räder werden vermietet; zudem bietet die Pension Freizei­t­ak­tivi­täten wie Ausritte, Bootsfahrten und Tauchen an. Auch kulturelle Veran­stal­tungen, Wande­rungen und Wein­proben können vor Ort gebucht werden.

Otranto

Hübsche Stadt am Stiefel­ab­satz
Die Stadt mit 5.500 Einwoh­nern ist die östlichste Italiens und wie viele Orte dieser Region grie­chi­schen Ursprungs. Haupt­at­trak­tionen der hübschen Stadt sind die Kathedrale mit einem wunderbaren Bodenmo­saik, auf dem antike Sagen darge­stellt sind, und das Kastell. Ober­halb von Casino dei Turchi befindet sich ein schöner dünen­ge­schützter Sand­strand. Weiter südlich, wo das ioni­sche Meer beginnt, ist die Küste felsig und zerrissen. Dazwi­schen gibt es, vor allem bei Porto Badisco und Aquaviva, immer wieder Bade­strände.

Capo S. Maria di Leuca

Schroffes Kap mit Blick bis Alba­nien
Ganz im Süden von Salento führt eine schöne Küsten­straße durch Dörfer und an Felsküsten entlang zum schroffen Capo S. Maria di Leuca. Dort wo heute eine der Maria geweihte Kirche mit einem angeb­lich wunder­tä­tigen Madon­nenbild steht, befand sich in der Antike ein Minerva­tempel. Vom Leucht­turm hat man eine großar­tige Aussicht. An klaren Tagen kann man bis nach Alba­nien schauen. Bootsfahrten an der großar­tigen, von natür­li­chen Grotten durch­setzten Felsküste werden ange­boten.

Galli­poli

Male­ri­sche Altstadt auf einer Felsen­insel
Galli­poli ist eine der ältesten Städte auf italie­ni­schem Boden. Grie­chi­sche Siedler grün­deten vor 2.500 Jahren die Hafen­stadt und nannten sie Kalli­polis (deutsch: „schöne Stadt“). Schön ist heute vor allem die Altstadt. Sie liegt auf einer Felsen­insel  und ist zu drei Seiten vom Meer umgeben. Galli­poli besteht aus dem Dorf „Borgo“ und aus der Altstadt „centro storico“.

Zwischen Porto Badisco und dem Capo d'Otranto

Die herr­liche Wande­rung führt an Italiens östlichster Küste entlang, wo Felsen und karge Orchide­enwiesen einander abwech­seln. Bereits in der Stein­zeit fühlten sich unsere Vorfahren hier wohl. Das belegen Zeich­nungen in einer Grotte, die aber leider nicht besich­tigt werden darf. Stattdessen kommt man an einem mittel­alter­li­chen Wachturm vorbei, von dem man bei gutem Wetter bis nach Alba­nien schaut. (hin und zurück: 13,6 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab 180 Meter)

Rund um den Alimini-See

Spaziergang zwischen Strand und Brack­wasser
Nörd­lich von Otranto liegen die Alimini-Seen, zwei flache Brack­wasser-Seen hinter der Küste. Nachdem sie lange für die Bewäs­se­rung genutzt wurden, stehen sie heute unter Natur­schutz. Der Spaziergang führt einmal um den See – durch Pinien- und Kiefern- und Feigenwälder. Auf der Ostseite kommt man bis zum Meer, wo man am besten die Schuhe auszieht und durch den Sand watet. (hin und zurück: 13,8 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 50 Meter)

Von Otranto nach Loco­ro­tondo

157 km | 2:30 h
Unter­wegs kommt man nach Brindisi, bekannt als Hafen­stadt mit Fährver­bindungen nach Grie­chen­land. Ansonsten sollte man den Petro­che­mie­standort möglichst rasch umfahren.
E

Land der Trulli

Steinhäuschen mit Kegeldach

Trulli nennt man die kleinen Stein­häuser mit kegelför­migem Dach, das aus über­ein­ander geschich­teten, von keinem Mörtel verbun­denen Stein­platten, gebildet ist.

Man findet sie überall in der Umge­bung von Fasano, da dort ein Landgraf im 17. Jahr­hun­dert diese Bauweise verordnet hat. Für ordent­lich gemauerte Häuser hätte er nämlich Steuern zahlen müssen. Die meisten der kleinen Rundbauten stehen in Alber­obello, das in die Liste des Welt­kultur­erbes der UNESCO aufge­nommen wur­de.

Zu Gast in einem Trulli-Weiler bei Locorotondo

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Aus dem Welt­krieg in die Heimat zurückge­kehrt, pflanzte Leonardo Cardone Wein sowie Oliven- und Zitrusbäume an und baute einen kleinen Weiler.

Den vermachte er später seinem Cousin und dessen Familie. Die heutigen Gäste­zimmer sind modern und hoch­wertig einge­richtet im Haupt­haus oder in den Trullis. Der Natur­stein und die Rundbögen sind typisch für die Trullihäuser. Die Bett­wä­sche ist hand­be­stickt. Jedes Haus hat ein eigenes Stück Garten mit Außendu­sche und Möbeln. Das Früh­s­tücksbuffet wird im restau­rierten Keller oder im schat­tigen Pavillon ange­richtet. Zum Restau­rant führt ein von Blumen und Olivenbäumen gesäumter Weg. Hier wird typisch apuli­sche Küche geboten, die man während eines Kochkurses auch noch genauer kennen lernen kann.

Grotte di Castel­lana

Unter­irdi­sche Wunderwelt
Die Höhle an der Bahn­strecke Bari–Martina Franca–Taranto wur­de erst 1938 entdeckt. Regen­wasser hatte das Karstge­stein gelöst und über 90 Millionen Jahre ausge­spült. Entstanden ist eine unter­irdi­sche Wunderwelt mit bizarren Formen und leuch­tenden Farben. Besonders eindrucksvoll ist die Grave, eine Höhlenkammer mit einer Tiefe von 60, einer Breite von 100 und einer Höhe von 100 Metern. Führungen werden ange­boten. Eine ist einen Kilometer lang, die andere drei. Die zweite führt bis in die weiße Grotte, in der die Tropf­steine die Farbe von Alabaster haben. Der zweite Weg ist nur einer begrenzten Anzahl von Besu­chern zugäng­lich, da die Höhle keine natür­liche Lüftung hat.

Ostuni

Ein Hauch von Orient über der weißen Stadt
Ostuni wird auch die „Città bianca“ genannt, weil alle Häuser mit Ausnahme der Kirchen weiß getüncht sind. Ein Hauch von Orient liegt über den engen, von Bögen über­spannten Gassen und den unüber­sicht­lich inein­ander geschach­telten Häusern mit vielen Außen­treppen. Die dunkel­grünen Fensterläden, die zum Trocknen aufge­hängte Wäsche und rosafarbene Bougai­n­villeen setzen Farb­tupfer. Schon im Mittel­alter war Ostuni weißge­kalkt. So wur­de es in den engen Gassen heller. Außerdem sollte der Kalk­an­s­trich vor der Ausbrei­tung der Pest schützen. Rund um die Altstadt führt eine Panora­ma­straße mit weiten Ausbli­cken über das flache Umland.

Mono­poli

Enge Altstadt, hübscher Hafen
Das quir­lige Städt­chen mit gut 40.000 Einwoh­nern ist eine Gründung der klas­si­schen Antike, was man noch am grie­chi­schen Namen (mono polis = einzige Stadt) bemerkt. Neben der engen Altstadt mit Wäschel­einen über schmalen Gassen gibt es einen pittoresken Hafen, über dem die wuch­tige Festung von 1522 thront. In der Kathedrale Maria Santis­sima della Madia steht gleich hinter dem Chor eine Ikone, die 1208 auf Zypern geschnitzt wur­de und seitdem hin und wieder Wunder tut.

Rund um Alber­obello

Wandern durch das Land der Trulli
Alber­obello wird in der Haupt­saison von zahl­losen Touristen heimge­sucht – wegen der eigen­tüm­li­chen Trulli. Wer dem Trubel eine Zeit­lang entgehen will, kann eine Wande­rung durch die Umge­bung machen und zwischen Olivenhainen, Trockenmauern und Weiden die verschieden­ar­tigsten Trulli entde­cken. (hin und zurück: 12,3 Kilometer, 3:15 Stunden, auf und ab: 100 Meter)

Zwischen Valle d'Itria und Küsten­ebene

Trulli, Olivenhaine, Seeblick
Die Wande­rung ist anstren­gend, weit und teilweise weglos. Dafür gehört sie zu den schönsten und abwechs­lungs­reichsten in Apulien. Sie führt aus dem idylli­schen Valle d'Itria über eine gewal­tige Abbruchkante in die Küsten­ebene, wo Olivenbäume seit Jahrhunderten über ihre terras­sierten Haine wachen. Ausgangs- und Endpunkt ist das Hotel Lo Smeraldo. (hin und zurück: 24 Kilometer, 6:30 Stunden, auf und ab: 580 Meter)

Von Locorotondo nach Bari

Mietwagenabgabe

Von Loco­ro­tondo nach Bari

85 km | 1:30 h
Die kurze Strecke zum Flughafen führt an der Küste entlang nach Nordwesten. Dabei kommt man über Mono­poli mit seinem netten Hafen und der engen Altstadt.

Altstadt von Bari

Arabi­sche, norman­ni­sche und schwä­bi­sche Spuren in archai­schem Gassengewirr
Die Altstadt ist ein mittel­alter­li­ches Gewirr aus Gassen und Treppen, verwun­schenen Plätzen und lauschigen Hinter­höfen, Kirchen und vorchrist­li­chen Reli­kten. Ein Spaziergang durch das Centro Storico führt zu Spuren der Araber und Normannen und vor allem zum Deut­schen Kaiser, Fried­rich II., unter dem Bari einen Aufschwung sonder­glei­chen erlebte. Bis heute wirkt Bari archa­isch und südi­talie­nisch. Wäschel­einen hängen über den Straße. Geschäfts­sinn und Welt­läufigkeit finden sich direkt neben Armut und Krimi­nalität.

Basilika San Nicola

Grab des Heiligen Niko­laus
Um 1100 nach Christus hatten die mäch­tigen Seestädte Italiens alle ihren Heiligen. Venedig hatte den Markus, Neapel den Janua­rius (einen frühchrist­li­chen Märtyrer), Genua Johannes dem Täufer und Salerno den Evange­listen Matt­häus. Nur Bari war leer ausgegangen. So beauf­tragten die Kauf­leute der Stadt eine Pira­ten­bande, die Gebeine der heiligen Niko­laus aus Myra in der heutigen Türkei zu rauben. Am 7. Mai 1087 landete das Seeräu­ber­schiff mit dem Sarkophag im Hafen von Bari. Die kostbare Reli­quie löste einen wahren Pilger­strom aus. Mit einem Schlag war Bari einer der wich­tigsten Wall­fahrts­orte Europas geworden. Von dem Geld der Pilger wur­de eine großar­tige Kirche gebaut, die zum Urbild der apuli­schen Romanik wur­de. Nach über hundert Jahren Bauzeit wur­de die Basi­lica San Nicola 1196 eingeweiht. Besonders ihre Krypta, wo die Gebeine des Niko­laus ruhen, ist ein wunderbarer Ort von spiritueller Kraft. 26 antike Säulen tragen den mysti­schen Raum, einige von ihnen sind mit Bestien und Fratzen verziert.

Mietwagenabgabe

Station: Bari Flughafen (Shuttle Service)

14 Tage
ab 1.579,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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