Italien Reisen: von Neapel nach Sizilien
Baden in Kalabrien: Tropea

Abenteuer Süditalien

Von Neapel nach Sizilien

Einst gehörte Neapel zu Großsizilien. Noch heute scheint dort Palermo näher zu sein als Rom. Die Reise erkundet das alte Königreich und kommt dabei in entlegene Gebiete: in die Wälder Kalabriens oder auf die Halbinsel Cilento, die heute wegen ihrer Ursprünglichkeit zum Weltnaturerbe der UNESCO erhoben wurde.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Napoli nach Vico Equense

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Joyrent S.r.l.
Fahrzeug: Citroen C3 o.ä. (EDMR)
Station: Neapel Flughafen (Shuttle Service)

Von Napoli nach Vico Equense

50 km | 53 Minuten
Die Straße nach Sorrent führt durch das dicht besiedelte Gebiet  am Fuß des Vesuvs und weiter an der Küste der Halb­insel von Sorrent entlang. Hier hat man einen herr­li­chen Blick auf Neapel.

Archäo­logi­sches Natio­nalmuseum Neapel

Eroti­sche Kunst aus Pompeji

Das 1787 gegrün­dete Museum beherbergt eine der wich­tigsten archäo­logi­schen Samm­lungen der Welt. Das liegt natür­lich an den benach­barten römi­schen Städten Herku­laneum und Pompeji. Die antiken Kunst­werke, die man dort gefunden hat, werden im Museum ausge­stellt. Im geheimen Kabinett ist eroti­sche Kunst aus Pompeji zusam­menge­tragen. Jahrzehn­te­lang war sie nur einge­schränkt zu besich­tigen, da der Vatikan sie zu „abscheu­li­chen Obszöni­täten“ erklärt hatte. Welt­be­kannte Expo­nate sind unter anderem der Herkules Farnese, der Atlas Farnese, die Skulpturen­gruppe der Tyran­nenmörder sowie die Venus Kallipygos. Das bekann­teste Mosaik stammt eben­falls auf Pompeji und stellt die Alexander­schlacht dar.

Vomero

Reicher Vorort mit Blick auf den Golf von Neapel

Der wohlha­bende Vorort west­lich von Neapel wird vom Castello Sant'Elmo über­ragt. Der Burg zu Füßen liegt ein präch­tiges Kloster, das Certosa di San Martino, in dem heute ein Natio­nalmuseum ist. Von den Terras­sen­gärten des Klos­ters hat man eine herr­liche Aussicht auf den Golf von Neapel. Wer sich einen ersten Eindruck abseits von Lärm und Trubel verschaffen will, findet hier Orien­tie­rung. Durch die erhöhte Lage von Vomero ist die Luft im Sommer etwas frischer, weshalb viele Neapoli­taner hierhin zum Einkaufen kommen. Elegante Boutiquen und Schuhge­schäfte gibt es vor allem in der Fußgängerzone, der Via Scar­latti.

A

Amalfi-Küste

Fischerdörfer an paradiesischer Steilküste

Südlich von Neapel schiebt sich das gewal­tige Fels­massiv der Monti Lattari nach Westen ins Tyrrhen­ni­sche Meer und bildet eine etwa 50 Kilometer lange Halb­insel, die auf die Insel Capri zuläuft.

Die felsige Südküste dieser Halb­insel nennt man Amalfiküste. Sie wird zu den schönsten Küsten welt­weit gerechnet und ist in der Haupt­saison leider entspre­chend heimge­sucht. Die Straße, die die Küste erschließt, wur­de erst im 19. Jahr­hun­dert in den Fels gehauen. Ursprüng­lich waren die Orte nur von der See zu errei­chen und liegen heute unter­halb der Straße. Mit ihren weiß getünchten kubi­schen Häusern mit Kuppel­däc­hern wirken die Dörfer maurisch. Im Laufe der Jahrhunderte wurden alle weniger steilen Hänge urbar gemacht und sind heute mit Wein und Zitronen bewachsen. Die Amalfiküste zählt heute zum Welt­kultur­erbe der UNESCO.

Zu Gast in einem ehemaligen Kloster bei Sorrent

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das von mäch­tigen Steinmauern umge­bene Kloster­gebäude aus dem 15. Jahr­hun­dert liegt einsam auf einem Berg nahe Sorrent, am Ende einer langen, kurvigen Straße.

Von hier eröffnet sich ein gewal­tiger Blick über Neapel, Sorrent und das Tyrrhe­ni­sche Meer. Der alte Brunnen im Hof des seit über 200 Jahren in Famili­en­be­sitz befind­li­chen Anwe­sens ist immer noch in Gebrauch. Bei der Restau­rie­rung des Gebäudes wur­de darauf geachtet, die Grundzüge des Klosterbaus zu erhalten; jedoch sind die Gäste­zimmer größer als die ehema­ligen Mönchs­zellen. Das Früh­stück mit frischem Ricotta und Feigen aus der Region sowie das Dinner am Abend werden in der Klosterküche serviert, deren Kache­lung noch aus dem 17. Jahr­hun­dert stammt. Wer die Ruhe abseits der Touris­ten­orte an der Küste sucht, findet hier einen Ruhepol und optimalen Ausgangs­punkt für Ausflüge nach Posi­tano, Neapel und zum Vesuv.

Golf von Neapel

Sehn­suchtsort der deut­schen Romantik

Schon seit 2.000 Jahren ziehen Sonnen­un­ter­gänge und Orangen- und Zitro­nen­gärten Besu­cher aus aller Welt auf die Halb­insel am Golf von Neapel. Bereits Odys­seus soll im antiken Surrentum vom Gesang der Sirenen verwirrt worden sein. Als er sich ihnen dennoch entzog, verwandelten sie sich in den Felsen Li Galli, der noch heute bei Posi­tano aus dem Meer ragt. Später wur­de Sorrent zum Inbe­griff der deut­schen Itali­en­sehn­sucht. Schrift­steller, Musiker und Maler haben den Ort verewigt. Die Spitze der Halb­insel von Sorrent liegt nur etwa fünf Kilometer von Capri entfernt, das vom Hafen Marina Piccola bequem erreicht werden kann. Auch nach Ischia und Procida, deren Silhou­etten an klaren Tagen zu sehen sind, kann man per Schnell­boot in kurzer Zeit kommen. Die Regio­nal­bahn Circumve­suviana bringt Besu­cher nach Pompeji und Herculaneum oder nach Neapel.

Capri

Sehn­suchts­insel im Golf von Neapel

Nur sechs Kilometer lang und knapp drei Kilometer breit ist die welt­be­rühmte Insel im Golf von Neapel, auf der bereits zwei römi­sche Kaiser, Augustus und Tibe­rius, ihre Sommer verbrachten. Damit ist Capri wohl das älteste Urlaubs­pa­ra­dies der Welt. Bis heute gehört die grüne Insel im azur­blauen Meer zu den schönsten Inseln im Mittelmeer. Das Capri-Fischer-Lied (kompo­niert während des 2. Welt­kriegs (!) von August Winkler) löste im Wirt­schaftwunder-Deutsch­land eine Sehn­sucht und einen Touris­musboom aus. Hotels wurden aus dem Boden gestampft; die ursprüng­l­iche Vege­ta­tion wur­de gerodet und durch Palmen und andere subtro­pi­sche Pflanzen ersetzt. Dennoch lohnt sich ein Aufent­halt auf der inzwi­schen auto­freien Insel. Auf den alten Maul­tier­pfaden und Klippen­wegen ist noch das alte Capri zu finden.

Pompeji

Legendäre Römer­stadt am Vesuv

Im Jahr 79 nach Christus begrub der Vesuv die römi­sche Stadt unter einer zwölf Meter dicken Schicht aus Asche und Bims. Damals war Pompeji 600 Jahre alt. Aus der grie­chi­schen Sied­lung auf einem alten Lava­strom des Vesuvs war eine Römer­stadt geworden, die im Sommer Zuflucht für hitzege­plagte Reiche war. Pompeji verfügte über ein Theater, ein Odeon und eine Arena. Dreizehn öffent­liche Bordelle wurden bei den Ausgra­bungen entdeckt. Nach ihrer Wieder­ent­de­ckung im 18. Jahr­hun­dert begann die zweite Geschichte der Stadt als größte archäo­logi­sche Fund­stätte in Europa. Über die Stadt­mauer führt heute ein drei Kilometer langer Rundweg, von dem man einen guten Über­blick bekommt.

Sentiero degli Dei

Auf dem Weg der Götter durch den Himmel an der Amalfiküste

Der „Weg der Götter“ verläuft hoch über dem Meer durch die Steilhänge an der Amalfiküste. Wer ihn geht, wird aus dem Staunen über das Küstenpan­orama nicht heraus­kommen. Unter­wegs kann man in Nocelle einkehren. In Montepertuso ange­kommen, kann man mit Bus oder Taxi oder auf einem Parallelweg zurück nach Bome­rano fahren. (hin: 3 Stunden, 7,7 Kilometer, ab: 250 Meter)

Marina di Ieranto

Bade­strand am kobaltblauen Meer

Die kleine Bucht an der Spitze der Halb­insel von Sorrento lockt mit einem Bade­strand, der von Nerano nur zu Fuß zu errei­chen ist. Wer schon von Massa Lubrense aus losgeht, kann das kobaltblaue Meer zu beiden Seiten des Höhenrü­ckens bewundern und jenseits des Meeres zum Vesuv, nach Ischia oder Salerno schauen. Von Nerano aus kann man mit Taxi oder Bus zum Ausgangs­punkt zurückfahren. (4 Stunden, 8,2 Kilometer, auf: 210 Meter, ab: 320 Meter)

Punta Campanella

Ort für Verliebte und Roman­tiker

Die West­spitze der Halb­insel Sorrento zieht Roman­tiker und Verliebte glei­cher­maßen an. Über die Via Minerva, eine Römer­straße, gelangt man von Termini zu Fuß zur Punta, wo einst ein Tempel der Athene stand. Dort kann man Rast machen und nach Capri hinüber­schauen. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,4 Kilometer, auf und ab 390 Meter)

Von Vico Equense nach Capaccio

110 km | 3:30 h
Die Etappe führt bis Salento an der Amalfiküste entlang, die zu den schönsten Küsten­straßen der Welt gehört. Bei Paestum, wo die bedeu­ten­dsten grie­chi­schen Tempel Italiens stehen, kommt man ins Cilento Gebiet.
B

Halbinsel Cilento

Weltnaturerbe zwischen Tyrrhenischem Meer und Apennin

Der Cilento ist eine abwechs­lungs­reiche Küsten- und Berg­landschaft südlich von Salerno. Der größte Teil ist durch einen Natio­nal­park (Cilento e Valle di Diano) geschützt, der von der Unesco in den Rang eines Welt­natur­erbes erhoben wur­de.

Wegen der langen Sand­strände sind die Küsten­orte im Sommer ein beliebtes Feri­en­ziel. Einer von ihnen, Castella­bate, gehörte zu Hemingways Lieb­lingsorten. Auch Wanderer kommen auf ihre Kosten. Land­einwärts durch­ziehen sanfte Hügel­ketten die Land­schaft, die bis 1.800 Meter aufsteigt und eine enorme Pflanzen­viel­falt aufweist.

Zu Gast in einem Agriturismo bei Paestum

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das famili­en­geführte Agritu­rismo liegt auf einem Hügel in Capaccio Paestum – direkt am Natio­nal­park Cilento – und bietet aufgrund seiner wunderbaren Lage weite Panoram­a­blicke über die gesamte Umge­bung.

Familie Scariati, die schon seit Gene­ra­tionen im Besitz des Landes ist, hat hier eine Unter­kunft errichtet, die aufgrund ihrer Auftei­lung an ein kleines Dorf erin­nert. Die zwölf Zimmer und Suiten verteilen sich auf mehrere Stein­häuser, die von außen Rustikalität ausstrahlen, im Innern aber mit einem eleganten Stil über­ra­schen. In den individuell einge­rich­teten Zimmern harmo­nieren Farben, Stoffe und Möbel perfekt mitein­ander; auf der privaten Terrasse kann man abends in Ruhe den Sonnen­un­ter­gang über der Küste genießen. Nach einem erleb­nis­rei­chen Tag kann man sich zudem im schön ange­legten Pool abkühlen, entspannen und abends das Dinner im Restau­rant genießen.

Paestum

Tempel­stadt des Meeresgottes

Das bekann­teste Ausflugs­ziel im Cilento ist die Tempel­stadt Paestum, die ursprüng­lich Poseidonia hieß und von grie­chi­schen Seefah­rern im 7. Jahr­hun­dert vor Christus gegründet wur­de. Die Ausgra­bungen haben ein großar­tiges Zeugnis grie­chi­scher Kultur in Italien frei­gelegt. Beim Spaziergang zwischen den großen dori­schen Tempeln fühlt man sich in die Antike zurückver­setzt. Eine Besich­tigung lässt sich wunderbar mit einem Bad an den langen Stränden des Cilento verbinden.

Castella­bate

Hemingways Lieb­lingsort im Cilento

Die Altstadt des 8.000-Seelen-Ortes am Tyrrhe­ni­schen Meer gehört zu den I borghi più belli d'Italia, den schönsten Dörfern Italiens, und war einer der Lieb­lingsorte von Ernest Hemingway. Der Name ist von „il castello dell´Abate“ (Burg des Abtes) hergeleitet. Den Benedikti­nern verdankte Castella­bate auch seinen Reichtum. Im Sommer kommen viele italie­ni­sche Gäste vor allem wegen der schönen Strände hierher.

Eboli

Christus kam nur bis dort.

Eine lokale Redewendung lautet: Cristo si è fermato a Eboli (Christus kam nur bis Eboli). So nennt der italie­ni­sche Autor Carlo Levi seinen autobiographi­schen Roman, der die Armut in Südi­talien zu Beginn des 20. Jahrhunderts schildert. Demnach leben die Bauern Kampa­niens in einer präh­is­to­ri­schen Zeit und sind von Aber­glau­bens und der Resi­g­na­tion beherrscht. Unter anderem schreibt er: „Das einzige Gebäude, das groß­städ­ti­schem Stan­dard entspricht, ist ein Pissoir, das nur von Schweinen und Kindern besucht wird. Ein einziger Mensch benutzte es oft zu dem Zweck, zu dem es erbaut war, und das war ich; und dabei wur­de ich, wie ich gestehen muss, nicht von einem Bedürfnis, sondern nur von Heimweh getrieben.“

Von Capaccio nach Tropea

341 km | 5:00 h
Die Strecke führt an der steilen Küste Kala­briens entlang, wo die Entfer­nung zwischen Meer und dem Hauptkamm des Apennin besonders kurz ist.

Monte Cocuzzo

Aussichtsberg mit Meer- und Ätna­blick

Der Berg ist mit 1.541 Metern Höhe einer der höchsten im südli­chen Apennin. Der Blick vom Gipfel reicht an guten Tagen über das Tyrrhe­ni­sche Meer bis zu den Äoli­schen Inseln. Hinter dem Golf von Poli­ca­stro sieht man den Ätna rauchen. Der Rundweg ist tech­nisch nicht besonders anspruchsvoll. (Hin und Zurück: 7,1 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab: 458 Meter)

C

Kalabrien

Ursprüngliche Halbinsel zwischen Tyrrhenischem und Ionischem Meer

Der südlichste Zipfel Italiens ist eine Halb­insel mit mehr als 700 Kilometer Küstenlänge. Während die Küsten medi­terran und heiß sind, ist das Landes­in­nere gebirgig und mit dichten Buchen- und Kiefernwäl­dern bewachsen.

Trotz großer Aufwendungen des Staates ist Kala­brien eine der ärmsten Italiens. Die Bauern leben vom Oliven­anbau – wie vor tausenden von Jahren als Odys­seus hier an Land gegangen sein soll. Auf dem Rücken des kala­b­ri­schen Appennins wachsen Wälder, die niemals gerodet wurden. In der Sila (von lat. „Silva“, für Wald), kann man Kiefern finden, die bis zu 50 Metern hoch werden.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Tropea

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das im April 2010 eröffnete 4-Sterne-Hotel thront auf einem Felsvor­sprung über dem Äoli­schen Meer mit Blick bis zur Vulkan­insel Stromboli.

Über eine Stein­treppe hat man direkten Zugang zum Strand. Herausra­gend ist die bepflanzte Dachter­rasse mit Whirlpool, auf der auch das für italie­ni­sche Verhält­nisse gute und frische Früh­stück serviert wird. Die individuell gestal­teten Zimmer haben zum Teil Meer­blick. Die Einrich­tung mit kräf­tigen Farben und Mustern verströmt einen Hauch des nicht mehr so fernen Afrikas. Das Personal ist freund­lich und spricht fließend Englisch.

Tropea

Sand­strände, türkisblaues Meer und Stromboli-Blick

Die Stadt mit 7.000 Einwoh­nern ist die schönste an der Westküste Kala­briens. Ihre Altstadt liegt hoch über dem Meer. Vom Ende der Haup­straße blickt man über eine Klippe mit der Kirche S. Maria dell' Isola. Eine norman­ni­sche Kirche aus dem 11. Jahr­hun­dert mit einem ungewöhn­li­chen schwarzen Kruzifix ist sehens­wert. Südlich von Tropea liegt Kala­briens schönster Küsten­s­trich, das Capo Vaticano, mit vielen Sand­stränden und türkisblauem Meer und Stromboli, einer vorge­la­gerten Vulkan­insel.

Santa Maria dell'Isola

Tolle Blicke und ein Kakte­en­garten

Am Strand von Tropea thront auf einem Sand­steinfelsen die Benediktin­erwall­fahrts­kirche Santa Maria dell'Isola. Die Anfänge der Kirche reichen in das frühbyz­an­ti­ni­sche Mittel­alter zurück. Es lohnt sich, die steilen Treppen zur Kirche hinauf zu klettern. Von dort oben hat man einen tollen Blick auf Tropea und die dahin­ter­liegenden Berge. Hinter der Kirche wachsen Kräuter und Kakteen in einem liebevoll gepflegten Garten. Von hier aus sieht man das Meer, die Küste, Sand­strände und einsamen Buchten.

Capo Vaticano

Aussicht über die Straße von Messina

Das Kap liegt auf einem Felsvor­sprung südlich von Tropea und bietet einen weiten Blick bis zur Straße von Messina. Darüber hinaus kann man man bei gutem Wetter alle Äoli­schen Inseln ausma­chen. Mit dem Vatikan hat das Kap nichts zu tun. Der Name rührt viel­mehr von einem grie­chi­schen Orakel her, das vor über 2000 Jahren von Seefah­rern aufge­sucht wur­de, und heißt so viel wie „Kap der Prophezeiungen“. Ein Park­platz, ein kurzer Aussichts­pfad sowie eine kleine Gast­stätte ergänzen den Ort.

Von Tropea nach Taormina

156 km | 3:30 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Die Fahrt auf dem Fest­land endet im Hafen von Reggio Cala­bria, wo die Fähre nach Messina ablegt. Die Überfahrt dauert 30 Minuten. Die Fähre geht alle 30 bis 60 Minuten. Von Messina aus ist es eine kurze Strecke bis Taormina.

Scilla

Wo Skylla unvor­sich­tige Seefahrer fraß

Der kala­b­ri­sche Fischerort liegt an der Meer­enge von Messina, genau da, wo vor tausenden von Jahren Homer das Unge­heuer Skylla veror­tete. Ursprüng­lich war sie ein hübsches Mädchen, was die Kirke eifer­süchtig machte. Die Zauberin vergif­tete daraufhin das Meer. Als Skylla, die gern badete, aus dem Wasser stieg, hatte sie zwar den Oberkörper einer jungen Frau behalten. Ihrem Unter­leib jedoch waren sechs Hundeköpfe gewachsen. So zog sie sich an die Straße von Messina zurück, wo sie mit ihren Fang­armen unvor­sich­tige Seefahrer ergriff, die dem anderen Unge­heuer, der Charybdis, entkommen wollten. Als Odys­seus durch die Enge fuhr, fraß sie sechs seiner Gefährten. Heute hat Scilla ein Kastel, einen Hafen und eine schöne Altstadt.

D

Sizilien

Verfall und ewige Schönheit

Der Fußball vor der Stiefel­spitze war ursprüng­lich eine Landver­bindung zwischen Europa und Afrika. Geblieben ist eine drei­e­ckige Insel, die mit 25.000 Quad­ratki­lome­tern etwa so groß ist wie Belgien.

Wegen seiner zentralen Lage im Mittelmeer war Sizilien über Jahr­tausende eine multikulturelle Insel. Phön­i­zier, Karthager, Grie­chen, Römer, Byzan­tiner, Normannen, Staufer und Spanier haben die Insel geprägt und Spuren hinter­lassen. Trotz schonungs­loser Rodungen ist Sizilien mit 3.000 Pflanzen­arten die vege­ta­ti­ons­reichste Insel im Mittelmeer. Neben medi­ter­ranen Wildpflanzen, von denen viele nur auf Sizilien gedeihen, gibt es in einigen Regionen subtro­pi­sche und tropi­sche Pflanzen wie Bougai­n­villea, Gummibäume, Bananen- oder Papyrus­pflanzen. Am besten kommt man auf Sizilien mit dem Auto vorwärts, ein Navi­ga­ti­ons­gerät ist wegen chao­ti­scher Beschilde­rungen unbedingt zu empfehlen.

Zu Gast in einer Villa bei Taormina

4 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Parkplatz

Zwischen Kunst­ge­mälden, verwit­terten Statuen und einem Blumenmeer liegt die altehrwür­dige Villa mit etwas Patina und viel Charme, die beinahe wie ein Museum wirkt.

Tatsäch­lich dient ein Teil des Hauses als Museum, durch das Fran­cesco, der freund­liche Besitzer, ab und an Führungen anbietet. Von der Terrasse und dem märc­henhaften Garten blickt man über die Bucht von Taormina und bis zum Ätna. Und beim Früh­stück wird man für italie­ni­sche Verhält­nisse ungewöhn­lich verwöhnt.

Taormina

Der „Zipfel des Para­dieses“

Trotz des hoch­entwi­ckelten Tourismus ist Taormina immer noch einer der faszi­nierendsten Orte auf Sizilien. „Entdeckt“ wur­de das beschau­liche Dorf zwischen Ätna und Ioni­schem Meer von dem deut­schen Maler Otto von Geleng, der eine solche Szenerie kaum für möglich hielt: ein grie­chi­sches Amphi­theater hoch über dem Meer vor der maje­s­tä­ti­schen Kulisse eines schnee­be­deckten Vulkans, dazu eine Blütenpracht, die im Frühjahr ihres­glei­chen sucht. Mit seinen roman­ti­schen Bildern machte er ganz Europa in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf diesen „Zipfel des Para­dieses“ aufmerksam. Bald fuhr ein Direktzug von London über Paris nach Taormina. Die ersten Pensionen eröffneten, in denen die Krupps, Roth­schilds, King George V. und viele andere überwin­terten. Heute ist der Stadt­kern, der bis vor 150 Jahren nur für Maul­tiere zugäng­lich war, eine sehr leben­dige Fußgängerzone, der Corso Umberto. Die meisten histo­ri­schen Hotels liegen unter­halb der Altstadt, wo sie teilhaben an der Aussicht, die Taormina berühmt gemacht hat. Mit der Seil­bahn kann man direkt zu einer Bade­bucht hinun­terfahren, in der es allerdings nur einen Kies­strand gibt.

Ätna

Aktiver Vulkan mit 300 Kratern

Der höchste und größte Vulkan Europas hat einen ellip­ti­schen Grund­riss und einen Umfang von 140 Kilome­tern. Aufgrund des Vulka­nismus wech­selt seine Höhe ständig. Etwa 300 Nebenk­rater gehören zum Berg der Berge (Mongibello), wie die Sizilianer ihn nennen. Sie sind bis heute aktiv, sodass sich ständig neue Lava ergießt. Sobald sie erkaltet und verwit­tert, bietet sie fruchtbaren Boden, sodass die Besied­lung und Bepfl­anzung des Vulkans mit Wein, Zitrusfrüc­hten und Ölbäumen trotz Gefahren bis weit hinauf getrieben ist. Die Gipfel­region ist zu einem Natur­park von ca. 60.000 Hektar erklärt worden.

Nebrodi-Berge

Arten­reiche Eichenwälder, immer­grüne Macchia

Die Nebrodi-Berge bilden mit der Madonie im Westen die Fort­setzung des Apennin auf Sizilien. Im Norden fallen die Berge zum Tyrrhe­ni­schen Meer ab, im Süden werden sie durch das Ätna-Massiv begrenzt. Charak­te­ris­tisch sind die besonders üppige Vege­ta­tion und die Feuchtgebiete, weshalb die Araber die Gegend „Nebrodi“ (Insel auf der Insel) nannten. Arten­reiche Eichenwälder, immer­grüne Macchia und saftige Bergwiesen wech­seln einander ab und werden von Schildkröten, Wildkatzen und Stachelschweinen bewohnt.

Monte Veneretta

Weit­blick vom Ätna bis nach Kala­brien

Der 884 Meter hohe Berg im Hinter­land von Taormina bietet eine phäno­me­nale Aussicht vom Ätna bis Kala­brien, über Ostsizilien und die Meer­enge von Messina. Der Wanderweg führt von Taormina über Castelmola und nutzt die alten Maul­tier­pfade. Am Wegesrand entdeckt man Spuren einer jahr­tausende­alten Geschichte. (hin und zurück: 3:30 Stunden, 8,1 Kilometer, auf und ab: 590 Meter)

Monti Sart­o­rius

Großar­tige Blicke von einem Seitenk­rater des Ätna

Ein ganzes Netz von Wander­pfaden führt um und zu den Monti Sart­o­rius. Der Aschekegel ist vor 150 Jahren entstanden, als Lava aus einer Flanke des Ätna austrat. Die Aussicht hinunter zum Meer und in Rich­tung Taormina ist spekta­kulär. Die Wege sind größ­ten­teils einfach zu begehen und eignen sich auch für einen entspannten Spaziergang. Wegen der scharfen Lava­steine sollte man aber mit festen Schuhen gehen. Einige Abschnitte führen auch um Krater­ränder herum. Im Refugio Citelli kann man eine Rast machen. (hin und zurück: 8,2 Kilometer, 2:45 Stunden, auf und ab 160 Meter; mit Rifugio Citelli: 11,7 km, 3:30 Stunden, auf und ab: 240 Meter)

Grotta del Gelo

Ewiges Eis in zähfließender Lava

Die Höhle in den nörd­li­chen Lavafel­dern des Ätna ist ein kleines Naturwunder, weil sich dort fossiles Eis gehalten hat, das in Jahr­tausenden bläu­liche Stalak­titen gebildet hat. Rundherum ist die Land­schaft vom Erdfeuer geprägt: Zähe Lava hat sich über­ein­ander gesch­lungen. Heiße Ströme fließen oft unter einer erkal­teten Schicht. Die Wande­rung zur Königin unter den Ätna-Höhlen führt durch eine bizarre Wüste und zählt zu den großar­tigsten auf Sizilien. (6:30 Stunden, 15,7 Kilometer, auf und ab: 810 Meter) Sehr gute Kondi­tion erforder­lich. Gute Tritt­si­cher­heit, festes Schuh­werk, Stirnlampe und alpine Erfah­rung sind notwendig.

Von Taormina nach Catania

Mietwagenabgabe

Von Taormina nach Catania

68 km | 53 Minuten
Die Strecke führt durch den Garten Siziliens teilweise hoch über dem Meer und zu Füßen des gewal­tigen Vulkans.

L'Orto Bota­nico di Catania

Oase der Ruhe und des Friedens im Groß­stadt­lärm

Der Bota­ni­sche Garten der Univer­sität Catania wur­de Anfang des 19. Jahrhunderts als wissenschaft­li­cher Lehrgarten ange­legt. Heute erstreckt er sich auf einer Fläche von 16.000 Quad­r­at­me­tern, unter­teilt in einen allgemeinen Garten mit vielen exoti­schen Pflanzen und einen kleineren Garten, den Hortus Siculus, der sich der Flora Siziliens widmet. Das Hauptgebäude ist ein klas­sizis­ti­scher Tempelbau aus dem Jahr 1857 – eine Oase der Ruhe und des Friedens mitten in der hekti­schen Stadt.

La Pescheria

Cata­nias tradi­tioneller Fisch­markt

Vom Domplatz aus erreicht man den Fisch­markt über eine Treppe. Vor der Kulisse dunkler Palazzi preisen Händler schon frühm­or­gens laut­stark ihre Ware an. Der Besuch ist ein Erlebnis für alle Sinne, besonders für die Nase. Schwertfi­sche (pesce spada) und Säge­fi­sche (pesce spatola) liegen zusam­menge­rollt auf Holzkisten. Laufend übergießen die Fischer ihren Fang mit Wasser, um ihn frisch zu halten. Tinten­fi­sche, Garnelen und Muscheln sind weitere Meeresfrüchte. In den engen Straßen um den Fisch­markt herum verkaufen Händler vor ihren Läden Fleisch, Geflügel und Käse, dazu Berge von Früc­hten und Gemüse, getrock­nete Kräuter und exoti­sche Gewürze. Die farbenpräch­tigen Stände und der rege Betrieb in den Gassen erin­nern an arabi­sche Souks jenseits des Mittelmeeres.

Kloster San Nicola

Sizilia­ni­scher Barock mit Lava-Putten

Als die Normannen im 11. Jahr­hun­dert die Sarazenen aus Catania vertrieben, ließen sie am Hang des Ätna ein Benedikti­n­erkloster bauen. Im 16. Jahr­hun­dert brach der Ätna aus und vertrieb die Mönche von ihrem ange­stammten Platz, woraufhin das Kloster in Catania gebaut wur­de. Es wur­de nach dem in Mafra in Portugal das zweitgrößte in Europa. Der Klosterbau wur­de 1558 angefangen und im glei­chen Jahr, noch unvoll­endet, eingeweiht. 1669 erreichten die Lava­ströme erneut das Kloster und zerstörten die Kirche. Der monu­men­tale Wieder­aufbau der Kirche San Nicola begann um 1687, blieb jedoch wiederum unvoll­endet. Die Fassade ist ein typi­sches Beispiel des sizilia­ni­schen Barocks – mit Putten und dem für Catania typi­schen Bauma­te­rial Lava. Heute befindet sich hier die Univer­si­tätsbibliothek.

Mietwagenabgabe

Station: Catania Flughafen (Desk at Airport)

12 Tage
ab 1.499,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: März–Juli, September–Oktober

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Tel.: +49 (0)2268 92298-18

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