Reise in Sardiniens Süden - Italien

Abseits der Costa Smeralda

Rundreise in den Süden

Die Costa Smeralda ist die bekannteste Küste Sardiniens – und zugleich ihre teuerste. Sie wurde bereits in den 1960iger Jahren touristisch erschlossen. Auch abseits der „Smaragdküste“ gibt es schöne Strände auf Sardinien. Manche sind noch recht ursprünglich und auch in der Hauptsaison nicht restlos überlaufen. Einen weiteren Vorteil hat die Rundreise in den weniger bekannten Süden: Unterwegs kann man Cagliari besichtigen. Die malerische Altstadt im Schatten der mächtigen Festung lohnt einen Besuch.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Cagliari nach Calasetta

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Joyrent S.r.l.
Fahrzeug: Citroen C3 o.ä. (EDMR)
Station: Cagliari Flughafen (Shuttle Service)

Von Cagliari nach Cala­setta

124 km | 2:30 h
Eine Schnell­straße führt von Cagliari durch die Ebene bis zur Westküste. Dort biegt man nach Süden ab und fährt über eine Brücke auf die vorge­la­gerte Isola Sant' Antioco.

Nora

Vermut­lich älteste Stadt von Sardi­nien
Die Stadt im äußersten Süden Sardi­niens ist vermut­lich die älteste auf der Insel und älter als Rom. Sie wur­de im 9. Jahr­hun­dert vor Christus von phön­izi­schen Seefah­rern gegründet. Aus dieser Zeit stammt noch die Nora-Stele mit einer Inschrift, auf der zum ersten Mal der Name „Sardi­nien“ auftaucht. Sie steht heute allerdings im Natio­nalmuseum in Cagliari. Die Stadt wur­de häufig überbaut, so dass die heutigen Ruinen „erst“ aus dem 3. vorchrist­li­chen Jahr­hun­dert stammen. Darunter sind ein ehema­liges Theater, ein Tempel sowie Bäder und private Villen. Führungen werden ange­boten.

Costa del Sud

Wenig bevöl­kertes Bade­pa­ra­dies
Die Südküste erstreckt sich zwischen dem Capo Teulada als dem südlichsten Punkt Sardi­niens im Westen und der Ortschaft Santa Marghe­rita di Pula im Osten. Kleinere und größere Buchten wech­seln mit felsigen Landzungen aus Granit und Sand­stein. Neben der römi­schen Hafen­stadt Nora gehört auch die Grotte Is Zuddas mit ihren einma­ligen Kalk­forma­tionen dazu. Die Strände sind weniger bevöl­kert als in anderen Teilen Sardi­niens. Zu den schönsten gehören die Spia­ggia di Nora, dessen weichen Sand schon die Phön­i­zier zu schätzen wussten, der Strand von Santa Marge­rita di Pula und die Felsenbucht Cala Chia.
A

Isola di Sant' Antioco

Klippen und Macchia auf Sardiniens größter Insel

Die größte der vorge­la­gerten Inseln von Sardi­ni­en liegt im Südwesten drei Kilometer vor der Küste und ist über einen künst­li­chen Damm zu errei­chen, den vor über 2.000 Jahren schon die Karthager aufge­schüttet haben. Auf der 109 km² großen Insel befinden sich nur zwei kleine Städte, Sant'Antioco und Cala­setta.

Die anderen Ortschaften sind nur in der Sommer­saison bewohnt. Sant'Antioco liegt zu Füßen einer mäch­tigen Burg und ist eine uralte Phön­i­zi­er­gründung. Dass die Stadt in der Antike bedeu­tender war als heute, davon zeugt ein ausge­dehntes Kata­komben­system unter der Stadt, das heute noch von vielen Kell­er­räumen aus zugäng­lich ist. Für die Öffent­lichkeit sind die Kata­komben an der Basilka und den Grotten am Museum zugäng­lich. Von Cala­setta aus kann man Bootsfahrten zu anderen, weiter im Westen gelegenen Inseln machen. Auf Sant'Antioco befinden sich nur wenige Sand­strände. Dafür kann man über die Klippen klettern und durch die Macchia wandern.

Zu Gast in einem Strandhotel bei Calasetta

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel befindet sich auf einer Halb­insel und liegt blickge­schützt inmitten der Macchia. Wer die 800 Meter zum Strand nicht zu Fuß gehen möchte, kann den hotel­ei­genen Shuttle benutzen.

Abends kann man vom Restau­rant den Sonnen­un­ter­gang über dem Meer beob­achten. Neben dem Pool gibt es in der Anlage einen Tennis­platz und einen Kinder­spiel­platz. Manche der komfor­ta­blen Zimmer haben Seeblick, die anderen haben dafür einen kleinen Vorgarten mit Terrasse. Ausrüs­tungen für Tauchgänge und Boots­ausflüge werden ange­boten.

Carloforte

Unbe­wohnte Insel mit bewegter Geschichte
Die einzige Ortschaft auf der ansonsten unbe­wohnten Insel San Pietro hat eine faszi­nierende Geschichte, die in Pegli bei Genua beginnt. 1542 stachen einige Bewohner des ligu­ri­schen Küsten­ortes in See, um sich in Tabarka in Tune­sien als Perlentau­cher niederzulassen. Dort bewahrten sie ihren genue­si­schen Dialekt und ihre Kultur fast 200 Jahre lang, bis das Leben dort wegen fortge­setzter Pira­tenüber­fälle unmög­lich wur­de. 1738 nahmen sie schließ­lich die Einladung von König Karl an, eine Sied­lung auf der unbe­wohnten Insel San Pietro zu gründen, die sie zu Ehren des Königs „Carloforte“ (starker Karl) nannten. Noch heute spre­chen die Insel­be­wohner ihren alter­tüm­li­chen Dialekt, der in Genua längst verschwunden ist. Auch Architektur, Kultur und Brauchtum des Ortes sind ligu­risch und unter­scheiden sich deut­lich vom Rest Sardi­niens.

Capo Sperone

Blick auf Vulkan­in­seln im kris­tallklaren Meer
Von der äußersten Südspitze der Insel Sant’Antioco hat man einen atembe­rau­benden Blick auf die Isola della Vacca, die Isola del Vitel­lino und an guten Tagen auch bis zur Isola del Toro – alle­samt eins­tige Vulkane, die aus dem Meer herausragen. Vom Kap aus kann man weitere Buchten mit kris­tallklarem Wasser errei­chen, das in der Sonne glitzert, weil die Sonnen­strahlen vom Meeresgrund zurückge­spiegelt werden. Die vielfäl­tige Unter­was­serwelt macht den Strand zu einem beliebten Ausflugsort für Taucher.

Capo Sandalo

Spazierweg an der Steil­küste
Die Isola di San Pietro wur­de vor Jahrhunderten von Fischern aus der Nähe von Genua besiedelt. Daran erin­nern bis heute die weißen Häuser mit den blauen Läden. Der Westen der Insel steht unter Natur­schutz wegen der Möwen und Falken, die in den Fels­ni­schen der Steil­küste brüten. Ein schöner Spazierweg führt durch die zerklüf­teten Klippen am Capo Sandalo. (1:10 Stunde, 4 Kilometer, auf und ab: 120 Meter)

Von Cala­setta nach Riola Sardo

165 km | 2:30 h

Zwischen Iglesias und Gúspini durch­quert eine schöne und kurvenreiche Panora­ma­strecke das einsame Flumi­nese Gebirge.

Auf der Strecke liegt der Tempio di Antas, eine der Haupt­se­hens­wür­digkeiten der Insel. Von den Kartha­gern ca. 500 v.Chr. gebaut war er ursprüng­lich das Heiligtum einer Jagdgott­heit.

B

Halbinsel Sinis

Paradies für Wasservögel und Strandurlauber

Die Halb­insel west­lich von Oris­tano ist mehr als ein Para­dies für Strand­ur­lauber. Die vielen Lagunen und Flach­was­ser­gebiete ziehen zahl­lose Vögel an.

Mehr als 150 Arten werden hier regi­s­triert – unter ihnen Kormo­rane, Seeschwalben und Kolbe­n­enten. Zwischen den Bade­plätzen befinden sich die Ruinen der 3.000 Jahre alten phön­izisch-puni­schen Stadt Tharros, die vor 1.000 Jahren verlassen wur­de, als saraze­ni­sche Piraten die Küsten unsi­cher machten. Ein gepflas­terter Weg aus dunklem Basalt führt in die Vergan­gen­heit: zu einem Tempel der Demetra, einer kulti­schen Opfer­stätte und einer römi­schen Toten­stadt. Wer sich vom Trubel der über­laufenen Sehens­wür­digkeiten erholen will, sollte den Spazierweg um das südlich gelegene Capo San Marco machen. Zu den vorge­la­gerten Inseln werden Bootsfahrten vom Hafen Torre Grande aus ange­boten.

Zu Gast in einem Hotel bei Oristano

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Wenige Kilometer von Oris­tano und seinen schönen Stränden entfernt, im Herzen der Halb­insel Sinis, liegt das alte Bauern­haus, das restau­riert und in ein Hotel umge­wandelt wur­de. Nichts wur­de dem Zufall über­lassen, alles wur­de sorgsam geplant und mit Liebe zum Detail gestaltet: der medi­ter­rane Garten, der kleine Wein­keller und die Zimmer, die mit Unikaten aus dem 19. Jahr­hun­dert ausge­stattet und mit schönen Stoffen deko­riert sind. Das Früh­stück wird jeden Tag mit frischen lokalen Produkten zubereitet und im Garten oder in der Loggia serviert. Ein Abend­essen mit regio­nalen Gerichten wird auf Wunsch ange­boten.



Bosa

Mittel­alter­li­ches Städt­chen am Temoufer
Bosa gehört zu den schönsten Dörfern Italiens. Die Altstadt mit ihren Straßenschluchten und hohen Häusern wird von der Burg­ruine des Castello Mala­spina aus dem 12. Jahr­hun­dert über­ragt. Das linke Temoufer säumen alte Gerber­häuser, die langsam verfallen und zum Teil noch auf neue Nutzung warten. Neben den Gassen, Kirchen und Plätzen der Stadt ist die etwas außer­halb gelegene Kirche San Pietro Extramuros von 1073 sehens­wert. Olivenhaine und Weinberge prägen das bergige Umland. Der Malvasia di Bosa ist einer der besten Weine der Insel Sardi­nien. Am Meer liegt der Vorort Bosa Marina, ein beliebter Strand an der sardi­schen Westküste. Von hier aus fährt im Sommer auf der Bahn­strecke Macomer Bosa die Schmal­spur­bahn "Trenino Verde" als touris­ti­sches Angebot.

Tharros

Grie­chi­sche Ruinen hinter hellen Sand­stränden
Die Ruinen der phön­izisch-puni­schen Stadt Tharros liegen auf dem Vorgebirge, das sich von der Sinis-Halb­insel südlich bis zum Capo San Marco erstreckt. Vom 11. Jahr­hun­dert v. Chr. war diese Stadt bis in die späte römi­sche Kaiserzeit eine reiche Handelsko­lonie, Hafen­stadt und Festung. Flucht­artig wur­de sie erst im 11. Jahr­hun­dert nach Christus verlassen, nachdem sie mehrmals von Piraten ausgeplündert wur­de. Zurück blieben die Ruinen auf einem Hügel, die hellen Sand­strände und die herr­liche Aussicht über den Golf.

Bosa Marina

Jacht­hafen mit netten Bars und Restau­rants
Der Vorort von Bosa ist ein beliebter Strandort mit feinem, goldgelbem Sand an der sardi­schen Westküste. Am Jacht­hafen gibt es nette Bars und Restau­rants. Von hier aus fährt im Sommer auf der Bahn­strecke Macomer–Bosa die Schmal­spur­bahn „Trenino Verde“ als touris­ti­sches Angebot.

Capo Mannu

Spazierweg zu zwei Pira­tentürmen
Das sturmum­toste Kap an der Westküste vor der Halb­insel Sinis ist ein Geheim­tipp unter Surfern. Wer das Capo Mannu zu Fuß umrunden möchte, kommt an zwei alten Wachtürmen vorbei, die die spani­schen Besatzer gegen Pira­tenüber­fälle aufge­stellt haben. (2:15 Stunden, 7,5 Kilometer, auf und ab: 60 Meter)

Von Riola Sardo nach Orosei

125 km | 2:00 h

Orotelli

Dorf auf male­ri­scher Anhöhe
Auf einer male­ri­schen Anhöhe liegt das Dorf mit 2.000 Einwoh­nern und einer roma­ni­schen Kirche. San Giovanni Battista wur­de im 12. Jahr­hun­dert erbaut und seither mehr­fach umge­staltet. Bemerkens­wert ist der Turm aus dem 14. Jahr­hun­dert. Im Inneren wird eine Statue von Johannes dem Täufer gezeigt. Der Ort hat einen eigenen Karneval mit besonderer Tradi­tion: Männer mit geschwärzten Gesichtern und langen Mänteln aus Schafs­wolle stellen das Leben der Hirten dar.

Orgosolo

Vom Bandi­ten­nest zum anar­chis­ti­schen Künst­lerort
Der Ort im Herzen der Barbagia galt über Jahrhunderte als Bandi­ten­nest. 1894 stürmten 500 bewaffnete Orgosolesen den Ort Tortoli, um das Vermögen eines Großgrund­be­sitzers zu erbeuten. Raubzüge dieser Art wurden Bardanas genannt und sind bis in die Römerzeit hinein belegt. Ergänzt wurden sie durch die blutigen Famili­enfehden (sardisch: disami­stade), die sich über Jahrzehnte hinziehen konnten. In den 1968er Jahren ließ sich ein anar­chis­ti­scher Zeichen­lehrer in dem inzwi­schen legendären Ort nieder. Mit seinen Schülern fing er an, die Hauswände des Ortes zu bemalen. Viele dieser etwa 120 Murales orien­tieren sich am Kubismus in der Art von Picassos Guer­nica.

Nuoro

Tor zur Barbagia
Die Stadt mit knapp 40.000 Einwoh­nern liegt auf einem Hoch­pla­teau in der Barbagia. Sie hat inmitten vieler Zweckbauten aus den 1960-ger Jahren ein schönes Zentrum aus dem 19. Jahr­hun­dert. Die mit Kiesel­stein gepflas­terten Gassen sind von kleinen Läden und histo­ri­schen Café gesäumt. Die zentrale Einkaufs­meile ist der Corso Gari­baldi. Eine Besonder­heit ist die Lang­lebigkeit seiner Bewohner. Viele führen das auf den lokalen Wein zurück, dessen Gärung extrem langsam verläuft. Böse Zungen behaupten aber, dass es in Nuoro besonders einfach ist, sein Geburts­datum wegen der Rente ein paar Jahre vorzuver­legen.
C

Golfo di Orosei

Badebuchten und Sandstrände an einer Steilküste

Die über 30 Kilometer lange Meeresbucht erstreckt sich an der Ostküste Sardi­niens, wo die Ausläufer der Sopramonte teilweise über mehrere hundert Meter senk­recht ins Meer stürzen.

Viele Strände und kleine Buchten sind daher nur vom Meer aus oder über eine Wande­rung von der Hoch­e­bene aus zugäng­lich. Besonders schön sind die Cala Cartoe, Cala Fiuli, Cala Luna, Cala Sisine, Cala Biriola, Cala Mariolu und Cala Golo­ritzè. Von Santa Maria Navar­rese und Cala Gonone aus werden Tages­kreuzfahrten an der Steil­küste entlang ange­boten, die diese Orte anfahren.

Zu Gast in einem Palazzo in Orosei

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der geschicht­s­träch­tige Palazzo liegt in Orosei, einer Klein­stadt zwischen dem Meer und der wilden Barbagia im Inland.

Zu den zwei Kilometer entfernten Stränden von Marina di Orosei fährt man am besten mit dem Fahrrad. Das Wandergebiet in den Bergen von Genn­argentu ist eben­falls gut zu errei­chen. Bei der Umge­stal­tung zu einem Landhotel vor einigen Jahren blieben die wich­tigsten Merkmale des alten Hofes erhalten: die wuch­tigen Gewölb­e­de­cken, unter denen sich heute der Früh­s­tücksraum befindet, der idylli­sche Innenhof mit luftigen Wandelgängen und die antik einge­rich­teten Zimmer.

Orosei

Spaziergang durch mittel­alter­li­ches Dorf
Von der frühen Bedeu­tung des verschlafenen Ortes zeugen viele histo­ri­sche Gebäude, zu denen ein Rundweg führt. Im Mittel­alter wur­de das Städt­chen mit einer Mauer und einer Burg befes­tigt. Zu seinem Niedergang ab dem 16. Jahr­hun­dert trugen Pira­tenüber­fälle und die Malaria bei, die von Moskitos aus den benach­barten Sümpfen über­tragen wur­de. Heute befindet sich dort einen Stausee zur Bewäs­se­rung der land­wirt­schaft­lich genutzten Umge­bung. An der Küste gibt es einen kilome­ter­langen Sand­strand.

Grotta del Bue Marino

Höhlen­system am Fuße der Supra­monte
Das Höhlen­system am Fuße des Supra­monte im Golfo di Orosei hat seinen Namen von den Mönchsrobben, die bis in die 1980er Jahre in den Meer­was­sertun­neln lebten. Heute sind die bis zu drei Meter langen und 350 Kilogramm schweren Tiere weitge­hend verschwunden. Etwa 900 Meter der Wass­er­höhle können besich­tigt werden. Innen gibt es ein paar Felsgravuren von tanzenden Menschen, die aus der Jung­stein­zeit stammen sollen. Die Grotta del Bue Marino ist nur mit dem Boot erreichbar. Die Straße, die vom Feri­enort Cala Gonone aus an der Küste nach Süden führt, endet ein paar Hundert Meter vor der Grotte in einer Sackgasse.

Posada

Verwun­schene Altstadt um einen Aussichtsberg
Die male­ri­sche Altstadt ist schon von Weitem zu sehen: Sie grup­piert sich um einen Aussichtsberg, der von einer Burg­ruine gekrönt wird. Vom Castello della Fava ist allerdings nur der massige quad­ra­ti­sche Turm übrig geblieben. Wer durch die Altstadt schlendert, wird versteckte Höfe entde­cken und über Treppen und durch schmale Gassen zu Torbögen und verwun­schenen Plätzen gelangen, an denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Punta Cati­rina

Auf einen Aussichtsberg im Monte Albo Massiv
Der Punta Cati­rina ist mit 1.127 Höhenme­tern einer der schönsten Aussichtsgipfel im Monte Albo. Besonders im Frühjahr, wenn grüne Eichen­wald und die weißen Felsen durch blüh­ende Macchia ergänzt werden, verwandelt sich die Natur zu einem Kunst­werk aus Formen und Farben. Der Weg führt um den Gipfel herum und schließ­lich von Süden hinauf. (4 Stunden, 9,8 Kilometer, auf und ab 550 Meter)

Monte Tiscali

Wande­rung zu einem Nuraghen­dorf
Die vorge­schicht­liche Sied­lung aus der Nuraghen­zeit wur­de um das 3. Jahr­hun­dert vor Christus in der Einöde östlich von Oliena bei Dorgali erbaut. Rund 40 Hütten schmiegen sich an eine Felswand mit über­hän­genden Wänden. Ob es sich um eine Fliehburg, ein Berghei­ligtum, eine perma­nente Sied­lung oder etwas völlig anderes handelt, ist ungeklärt. Aufgrund der Hüttenreste ist zu vermuten, dass dort zumin­dest zeitweilig bis zu 200 Menschen lebten. Bis heute ist der Ort nur zu Fuß zu errei­chen. Am besten folgt man den Koordi­naten mithilfe einer Navi­ga­ti­onsapp, da die Wegmarkie­rung nicht immer sichtbar ist. (hin und zurück: 6,1 Kilometer, 3:45 Stunden, auf und ab 430 Meter)

Monte Corrasi

Durch ein einsames Hochtal zum höchsten Berg des Supra­monte
Der höchste Berg des Supra­monte ist ein großer weißer Klotz aus Kalk­stein über dem Berg­dorf Oliena, der von seiner Form her an die Dolo­miten erin­nert. Durch ein einsames Hochtal kann man den auffäl­ligen Gipfel (1.463 m) errei­chen, wo Raubvögel im Aufwind über der senk­recht abfal­lenden Wand segeln. (3 Stunden, 7,4 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)

Von Orosei nach Arbatax

90 km | 2:30 h
D

Arbatax

Ferienort auf einer Halbinsel

Arbatax liegt auf einer Halb­insel, die von Tortoli aus zu errei­chen ist. Bekannt sind die Sand­steinfelsen, die man am besten vom Leucht­turm am Capo Bellavista sieht.

Im Sommer sind hier oft ein paar Jugend­liche zu sehen, die sich von den abge­stuften Klippen in die Fluten stürzen. In Arbatax endet der Trenino Verde, eine Schmal­spur­bahn, die auf einer schwindel­er­regenden Serpen­ti­nen­strecke quer durch die Berge der Barbagia bis nach Mandas in der Provinz Cagliari führt. Wer mit dem Trenino in die Berge will, der sollte sich allerdings vorher gut erkun­digen, denn der Zug fährt nur zur Saison von Mitte Juni bis Mitte September.

Zu Gast in einem Hotel in Arbatax

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt in Arbatax in der Provinz Ogli­a­stra, die sich im Osten von den Gipfeln des Genn­argentu bis zum Tyrrhe­ni­schen Meer erstreckt und als eine der schönsten Gegenden der Insel gilt.

Die 63 Zimmer des Hotels sind stil­si­cher in harmo­ni­schen Farben einge­richtet und individuell gestaltet; größ­ten­teils haben sie einen Balkon mit Garten- oder Meer­blick. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet auf der Terrasse ange­richtet. Gut gestärkt kann man dann den Tag mit Ausflügen oder anderen Aktivi­täten verbringen, oder es sich am Infini­typool oder am hotel­ei­genen Strand bequem machen. In der Bar erhält man kleine Snacks, abends kann man im Restau­rant mit Blick auf die Bucht à la carte essen.

Punta La Marmora

Ausblick über fast ganz Sardi­nien
Der mit 1.834 Metern höchste Berg der Insel bildet ein recht raues Herz im ansonsten mittel­eu­ro­päisch anmu­tenden Genn­argentu-Gebirge. Bei der Wande­rung sollte man auf Tempe­raturen vorbe­reitet sein, die bis zu 15 Grad unter denen an der Küste liegen. Über Desulo im Westen des Berges fährt man bis zur Talsta­tion des Skilifts. Der kürzeste, aber auch steilste Weg führt am Skilift hinauf. Oben soll sich schließ­lich bei sehr guter Sicht ein Ausblick fast über die ganze Insel eröffnen. (4:30 Stunden, 14 Kilometer, auf und ab: 460 Meter)

Santa Maria Navar­rese

Wo Berge und Küste einander treffen
Das tradi­tionelle Dorf verdankt seinen Namen einer Legende, nach der eine Prin­zessin aus dem spani­schen Navarra aus Seenot gerettet wur­de und zum Dank die noch heute exis­tierende Dorf­kirche erbauen ließ. Nirgendwo auf Sardi­nien kommen die Berge so nah an der Küste vor wie hier. Auf der gut ausge­bauten Straße erreicht man schnell eine Höhe von 500 Metern – und Plätze mit phan­tas­ti­scher Aussicht. Kalk­steinfelsen, Klippen und Sandbuchten wech­seln einander ab. In der intakten Mittelme­ermac­chia mit Feigen-, Oliven- und Johan­nisbrotbäumen leben Wildschweine, Muflons (Wild­ziegen), Königs­adler und Wanderfalken. Über­reste von vorzeit­li­chen Nuraghen­dörfern machen den abge­legenen Küsten­streifen auch für Archäo­logen inter­essant. (5 Stunden, 15,5 Kilometer, bergauf: 390 Meter, bergab: 850 Meter)

Alto­piano Su Golgo

Wandern über die unbe­rührte Hoch­e­bene
Die wild­roman­ti­sche, unbe­siedelte Basalt­ho­c­h­e­bene Su Golgo zählt zu den eindrucksvollsten Naturgebieten Sardi­niens. Man erreicht sie durch ein Tal von Baunei aus, das die Einheimi­schen s'Isterru (Abgrund) nennen. Etwas weiter entfernt kommt man zu zwei Teichen, die zwischen Basaltbro­cken schimmern. Von dort geht ein eineinhalb­stün­diger Wanderweg bis zum Strand. Trink­wasser sollte man mitnehmen. (3:15 Stunden, 7,3 Kilometer, auf und ab 470 Meter)

Punta Caroddi

Markante Fels­nadel in traumhafter Bucht.
Die Cala Golo­ritze ist mit ihrem glasklaren Wasser auf fast weißem Kies und einem markanten Felsbogen wohl die schönste Bucht im Golf von Orosei. Da sie in einem Natur­schutzgebiet liegt, dürfen keine Boote anlegen. Anzu­treffen sind nur Wanderer und Schwimmer, die von ihrem Boot kommen. Der Wanderweg führt durch eine Schlucht an die Küste. Dabei kann man eine spitze Fels­nadel, die Punta Caroddi (auch Aguglia di Golo­ritzè) von oben bewundern. (4:30 Stunden, 9,7 Kilometer, auf und ab 630 Meter)

Von Arbatax nach Muravera

76 km | 2:00 h

Wer sich Zeit nehmen möchte, fährt die Aussichts­straße über das Gebirge um den Monte Armidda. Von hier aus kann man noch einen Abste­cher zur Foresta Montarbu machen.

In dem arten­reichsten aller sardi­schen Wälder kann man schöne Wande­rungen unter­nehmen und bis zur Pizzu Margiani Pobusa, der mit 1.332 m höchsten Erhe­bung, laufen.

Foresta Montarbu

Sardi­scher Wald mit reicher Tier- und Pflanzenwelt
Das 2.800 Hektar große Natur­re­servat schützt einen der schönsten Wälder Sardi­niens mit reicher Tier- und Pflanzenwelt. Von den Bächen ist vor allem der Rio Ermoliosu zu nennen, dessen kris­tallklares Wasser an Sonnen­tagen in allen Farben glitzert. Aus dem Wald ragen Felsen empor, von denen die höchsten die Punta Margiani Pubusa, die Serra Middai und der Monte Arbu sind. An der Forst­meisterei Mario Falchi beginnt ein Wanderweg, der die Schön­heiten des Waldes erschließt.
E

Costa Rei

Weißer Sandstrand zwischen Muravera und Villasimius

Zwischen Muravera und Villasimius erstreckt sich die Costa Rei im Südosten der Insel. In ihrem Zentrum liegt ein etwa zehn Kilometer langer, weißer Sand­strand.

Im Hinter­land liegen Binnen­seen, an denen seltene Vögel brüten. In diesem Abschnitt ist die Küste inzwi­schen touris­tisch erschlossen. Der Strand jedoch ist trotz Zersied­lung mit seinen vielen Felsvor­sprüngen natür­lich erhalten geblieben und gilt nach wie vor als einer der schönsten Sardi­niens. Das Capo Ferrato im Norden des Küsten­ab­schnitts steht unter Natur­schutz und darf nicht bebaut werden.

Zu Gast in einer Sommerresidenz bei Muravera

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Wenige Kilometer von Muravera entfernt liegt das ehema­lige Sommer­haus einer italie­ni­schen Patri­zi­erfa­milie, einge­bettet in einen Olivenhain und die ursprüng­l­iche Macchia.

Das Haus ist in den für die Costa Rei typi­schen Pastell­t­önen und Natur­steinen gehalten. Neben dem restau­rierten Teil gibt es einen Neubau, in dem die Zimmer und ein Restau­rant liegen, dessen Chefkoch sich auf geho­bene sardi­sche Küche speziali­siert hat. Fünf der hellen Zimmer blicken aufs Meer, das 1,5 Kilometer entfernt ist, die anderen zwei liegen auf der Garten­seite.

Capo Ferrato

Schnor­chelbuchten an abwechs­lungs­rei­cher Küste
Das Kap mit der felsigen Küste begrenzt die Costa Rei im Norden. Ein Ausflug hierher bietet sich vor allem im Sommer an, wenn die Sand­strände weiter südlich von Touristen bela­gert werden. An der abwechs­lungs­rei­chen Küste finden sich kleinen Buchten, die hervor­ra­gend zum Schnor­cheln geeignet sind. Rich­tung Norden führen einige Staub­pisten, auf denen man kurze Wande­rungen machen kann. An der östli­chen Land­spitze steht ein Leucht­turm.

Sette Fratelli

Muff­lons und Hirsche in wild­roman­ti­scher Granit­landschaft
Das grüne Tal des Riu Maidopis im Natur­schutzgebiet der Sette Fratelli ist reich an Stein- und Kork­ei­chenwäl­dern. Erdbeerbäume, Erika, Myrte­sträu­cher und Wacholder wachsen zwischen den schroffen Granitfelsen. Die „Sieben Brüder“ sind Heimat für Wildschweine, Marder, Hasen, Kanin­chen, Wildkatzen, Königs­adler, Wanderfalken und Sardi­sche Habichte – in den höheren Lagen um den Monte Gengis sieht man sogar das Mufflon. Durch die wild­roman­ti­sche Land­schaft führen mehrere Wege. Unsere Wande­rung führt vom Giardino bota­nico über den rot markierten Sentiero 2 und ein Teil­stück des Sentiero Italia zu den Höhen der Monti dei Setti Fratelli. (Hin und zurück: 8,9 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 430 Meter)

Von Muravera nach Cagliari

Mietwagenabgabe

Von Muravera nach Cagliari

77 km | 1:30 h
Die kurvenreiche Strecke führt zunächst an der Küste und später im Hinter­land des Golfs von Cagliari in die Haupt­stadt.

Capo Carbonara

Halb­insel im Süden der Costa Rei
Südlich von Villasimius ragt eine lang­gezogene Halb­insel ins Meer hinein, an deren südlichstem Punkt das Capo Carbonara liegt. Das Kap und der dortige Leucht­turm gehören zwar zu einem mili­täri­schen Sperrgebiet welches nicht betreten werden darf, aber auch die Umge­bung ist wegen der tollen Land­schaft allemal einen Besuch wert. Am Wasser lockt ein schöner, etwa ein Kilometer langer Strand, über dem ein spani­scher Saraze­n­en­turm wacht.

Castello di Cagliari

Mittel­alter­liche Altstadt mit morbidem Charme
Das von den Einheimi­schen auch „Casteddu“ genannte Altstadt­viertel von Cagliari ist in seiner mittel­alter­li­chen Struktur noch weitge­hend erhalten: Dunkle, schmale Gassen werden von verfal­lenen Häusern gesäumt, von denen der Stuck bröckelt und Balkonge­länder rosten. Der morbide Charme Castellos wird allerdings wahr­schein­lich nicht mehr lange zu erleben sein. Denn seit einigen Jahren wird das frühere Nobelviertel aufwändig saniert. Nachdem es in den letzten Jahrzehnten zuneh­mend verkam und zum Armen­viertel wur­de, kehren nun zuneh­mend wohlha­bende Mieter in die frisch renovierten Palazzi zurück. Von der Terrazza Umberto I. kommt man zu einer Marmortreppe. Dort eröffnet sich ein toller Blick über den Hafen und den Golfo del Angeli.

Mietwagenabgabe

Station: Cagliari Flughafen (Shuttle Service)

13 Tage
ab 1.599,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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