Cala Cipolla Strand in Chia

Abseits der Costa Smeralda

Rundreise in den Süden

Die Costa Smeralda ist die bekannteste Küste Sardiniens – und zugleich ihre teuerste. Sie wurde bereits in den 1960iger Jahren touristisch erschlossen. Auch abseits der „Smaragdküste“ gibt es schöne Strände auf Sardinien. Manche sind noch recht ursprünglich und auch in der Hauptsaison nicht restlos überlaufen. Einen weiteren Vorteil hat die Rundreise in den weniger bekannten Süden: Unterwegs kann man Cagliari besichtigen. Die malerische Altstadt im Schatten der mächtigen Festung lohnt einen Besuch.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Cagliari - Elmas nach Santa Margherita di Pula

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Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Vita­rent
Fahrzeug: Nissan Micra o.ä. (EDMR)
Station: Cagliari Flughafen (Desk at Airport)

Von Cagliari nach Santa Marghe­rita di Pula

47 km | 41 Minuten

Castello di Cagliari

Mittel­alter­liche Altstadt mit morbidem Charme
Das von den Einheimi­schen auch „Casteddu“ genannte Altstadt­viertel von Cagliari ist in seiner mittel­alter­li­chen Struktur noch weitge­hend erhalten: Dunkle, schmale Gassen werden von verfal­lenen Häusern gesäumt, von denen der Stuck bröckelt und Balkonge­länder rosten. Der morbide Charme Castellos wird allerdings wahr­schein­lich nicht mehr lange zu erleben sein. Denn seit einigen Jahren wird das frühere Nobelviertel aufwändig saniert. Nachdem es in den letzten Jahrzehnten zuneh­mend verkam und zum Armen­viertel wur­de, kehren nun zuneh­mend wohlha­bende Mieter in die frisch renovierten Palazzi zurück. Von der Terrazza Umberto I. kommt man zu einer Marmortreppe. Dort eröffnet sich ein toller Blick über den Hafen und den Golfo del Angeli.
A

Costa del Sud

Wenig bevölkertes Badeparadies

Die Südküste erstreckt sich zwischen dem Capo Teulada als dem südlichsten Punkt Sardi­niens im Westen und der Ortschaft Santa Marghe­rita di Pula im Osten.

Kleinere und größere Buchten wech­seln mit felsigen Landzungen aus Granit und Sand­stein. Neben der römi­schen Hafen­stadt Nora gehört auch die Grotte Is Zuddas mit ihren einma­ligen Kalk­forma­tionen dazu. Die Strände sind weniger bevöl­kert als in anderen Teilen Sardi­niens. Zu den schönsten gehören die Spia­ggia di Nora, dessen weichen Sand schon die Phön­i­zier zu schätzen wussten, der Strand von Santa Marge­rita di Pula und die Felsenbucht Cala Chia.

Zu Gast in einem Hotel in Santa Margherita di Pula

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt umgeben von Kiefern, Wachol­dern und Mastix auf einem 7.000 Quad­r­at­meter großen Gelände im bekannten Feri­enort Santa Marghe­rita di Pula, einge­bettet zwischen Meer und Hügeln.

Seit seiner Eröff­nung im Jahr 2017 bietet es für Gäste 14 nach typisch sardi­schen Blumen benannte Zimmer, die den Charakter des Hotels und seine Philosophie der individu­ellen Gastfreundschaft unter­strei­chen; jedes der Zimmer hat einen privaten Außenbereich mit Blick auf den Garten oder eine private Terrasse. Morgens wird in der Lobby mit Bar und auf der Früh­s­tücks­ter­rasse wird ein reichhal­tiges, inter­na­tio­nales Früh­stück ange­boten. Im großzügigen Well­nessbe­reich mit Sauna und Dampfsauna kann man nach einem erleb­nis­rei­chen Tag an der frischen Luft rege­ne­rieren oder bei einer der zahlrei­chen Anwendungen abschalten. Der Strand von Santa Marghe­rita di Pula ist wenige Hundert Meter zu Fuß entfernt und über einen privaten Weg inner­halb der Anlage zu errei­chen. Die Mitarbeiter der Rezep­tion stehen jederzeit zur Verfügung, um Bootsfahrten, Tauchen, Reiten und andere Aktivi­täten zu orga­ni­sieren oder bei der Auswahl des passenden Restau­rants behilf­lich zu sein.

Sardi­nien

Bilder­bu­ch­insel mit langer Vergan­gen­heit
Sardi­nien: Weiß und fein­körnig sind ihre Strände, male­risch ihre Buchten, die oft von bizarren Felsen gegliedert sind. Doch am beein­dru­ckendsten ist das Meer. Es ist türkis – wie auch an anderen Stellen des Mittelmeers. Aber es leuchtet. Rund um Sardi­nien leuchtet ein türkises Meer. Doch Sardi­nien ist mehr als eine Badeinsel: Ins Innere locken archai­sche Dörfer, Natio­nalparks, Stein­ei­chenwälder und Macchia und natür­lich die Nuraghen: rätselhafte Türme aus präh­is­to­ri­scher Zeit, die eins beweisen: Sardi­nien war immer schon ein kleiner Kosmos für sich.

Nora

Vermut­lich älteste Stadt von Sardi­nien
Die Stadt im äußersten Süden Sardi­niens ist vermut­lich die älteste auf der Insel und älter als Rom. Sie wur­de im 9. Jahr­hun­dert vor Christus von phön­izi­schen Seefah­rern gegründet. Aus dieser Zeit stammt noch die Nora-Stele mit einer Inschrift, auf der zum ersten Mal der Name „Sardi­nien“ auftaucht. Sie steht heute allerdings im Natio­nalmuseum in Cagliari. Die Stadt wur­de häufig überbaut, so dass die heutigen Ruinen „erst“ aus dem 3. vorchrist­li­chen Jahr­hun­dert stammen. Darunter sind ein ehema­liges Theater, ein Tempel sowie Bäder und private Villen. Führungen werden ange­boten.

Capo Spar­tiv­ento

Zu einem Leucht­turm an einer Bade­bucht
Das Kap an der Costa del Sud liegt west­lich der kleinen Bade­bucht Cala Cipolla. Von dort führt ein Tram­pel­pfad durch die duftende Macchia hinauf zu dem Felsen, auf dem ein histo­ri­scher Leucht­turm mit wundervoller Aussicht weit übers Meer steht. Nach der Wande­rung kann man in Chia baden gehen oder in einer Bar einen Cappucino trinken. (3 Stunden, 10,8 Kilometer, auf und ab 230 Meter)

Von Santa Marghe­rita di Pula nach Tresnu­raghes

188 km | 3:00 h
Die Strecke führt über Cagliari, Sardi­niens Haup­stadt. Die vitale Groß­stadt lohnt einen Besuch wegen ihrer male­ri­schen, verwin­kelten Altstadt, dem ehema­ligen Castello.

Cagliari

Male­ri­sche Haupt­stadt Sardi­niens
Die 196.000 Einwohner zähl­ende Haupt­stadt Sardi­niens liegt an der Südküste der Insel im Schatten des Castellos, dessen mäch­tigen Mauern eine male­ri­sche, etwas verfal­lene Altstadt bergen. Verwin­kelte Gassen führen zu lauschigen Plätzen, versteckten Kirchen und ehrwür­digen Palazzi. Über eine Marmortreppe erreicht man die Aussichtster­rasse Umberto I., von der man den Hafen, den Golf und das Häus­ermeer über­blickt. Außer­halb der Altstadt ist Cagliari eine typisch südi­talie­ni­sche Groß­stadt mit inter­essanten Geschäften, guten Restau­rants, aber auch trost­losen Vororten, häss­li­chen Neubauten und dichtem Verkehr.

Nuraghe Genna Maria

Bronzezeit­li­ches Dorf am Rande der Ebene
Nuraghen nennt man die präh­is­to­ri­schen Türme aus der Bronzezeit Sardi­niens. Sie dienten als Kult­stätten, Burgen oder Grab­bauten. Der Komplex auf dem Hügel von Genna Maria war jedoch ein ganzes Dorf. Der zentrale Turm stammt von etwa 1350 vor Christus und wur­de 300 Jahre später durch Rundbauten, soge­nannte Tholoi, erwei­tert. Zur Befes­tigung wur­de die Anlage von einer Mauer mit schießsch­ar­tigen Öffnungen umgeben. Im Innern gab es einen Brunnen. Im 8. Jahr­hun­dert vor Christus müssen die Bewohner den idylli­schen Ort flucht­artig verlassen haben. Was sie dazu bewegt hat, wissen wir nicht.

Nuraghe Su Nuraxi

Festung aus der Mega­li­thzeit
Nuraghen nennt man die mega­li­thi­schen Bauten Sardi­niens, deren Funk­tion unter Archäo­logen heute noch umstritten ist. Manche halten sie für Tempel, andere für Wohnungen, Festungen oder Gräber. An der Straße von Barumini nach Tulli liegt die größte Nuraghe Sardi­niens auf einer Anhöhe, dessen älteste Teile aus der Zeit von 1250 vor Christus stammen. Su Nuraxi ist bestens erhalten. Besonders beein­dru­ckend ist die aus mehreren Türmen beste­hende Festung. Der Mittelturm ist von einer Mauer mit vier Ecktürmen umgeben, die von einem weiteren siebentür­migen Mauerring einge­rahmt sind. Bereits um 600 vor Christus wur­de die Nuraghe von den Kartha­gern zerstört. 1997 wur­de sie zum Welt­kultur­erbe der UNESCO erklärt.

Parco della Giara

Ausflug zu den Wildpferden
Der Tafelberg Giara di Gesturi, benannt nach einer der angrenzenden Gemeinden, ist 14 Kilometer lang und 6,5 Kilometer breit – ein wertvolles Natur­schutz­re­servat mitten in der Marmilla-Ebene. Haupt­at­trak­tion sind hier die ca. 600 kleinwüch­sigen halbwilden Pferde, die auf der Hoch­e­bene zwischen Kork­ei­chen und dichter Macchia aus Zistrosen und Affodill-Sträu­c­hern leben. Man trifft sie mit hoher Wahr­schein­lichkeit an einem der vielen flachen Tümpeln, den Paùli. Der darin blüh­ende, an kleine Gänse­blümchen erin­nernde Weiße Hahnenfuß ist ihr Lieb­lings­futter. (hin und zurück: 9,5 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 59 Meter)
B

Bosa

Mittelalterliches Städtchen am Temoufer

Bosa gehört zu den schönsten Dörfern Italiens. Die Altstadt mit ihren Straßenschluchten und hohen Häusern wird von der Burg­ruine des Castello Mala­spina aus dem 12.

Jahr­hun­dert über­ragt. Das linke Temoufer säumen alte Gerber­häuser, die langsam verfallen und zum Teil noch auf neue Nutzung warten. Neben den Gassen, Kirchen und Plätzen der Stadt ist die etwas außer­halb gelegene Kirche San Pietro Extramuros von 1073 sehens­wert. Olivenhaine und Weinberge prägen das bergige Umland. Der Malvasia di Bosa ist einer der besten Weine der Insel Sardi­nien. Am Meer liegt der Vorort Bosa Marina, ein beliebter Strand an der sardi­schen Westküste. Von hier aus fährt im Sommer auf der Bahn­strecke Macomer Bosa die Schmal­spur­bahn „Trenino Verde“ als touris­ti­sches Angebot.

Zu Gast in einem Albergo in Tresnuraghes

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Albergo in Tresnu­raghes, einem kleinen Dorf an der Nordwest­küste Sardi­niens, wirkt von der Straße her etwas unscheinbar.

Umso größer ist die Über­ra­schung, wenn man das Grund­stück betritt: Das Hotel besteht aus mehreren restau­rierten Häusern, die sich um einen großen Innenhof mit Brunnen grup­pieren, der als Garten genutzt wird und von Mauern umgeben ist. Feigen und Granat­apfelbäume spenden Schatten für Liegen und Tische. Das gepflegte Ambi­ente und helle Sitzmöbel in der Rezep­tion signali­sieren eine medi­ter­rane Will­kom­menskultur, die sich auch in den Zimmern und im Service von Claudia und Sofie fort­setzt. Von der Panora­ma­ter­rasse auf dem Dach eröffnet sich ein weiter Blick auf die umliegenden sanften Hügel und das Meer. Morgens wird im mit Antiqui­täten deko­rierten Früh­s­tücksraum ein reichhal­tiges Buffet ange­richtet. Das Restau­rant serviert gute, sardi­sche Küche.

Barbagia

Ursprüng­l­iche Bergwelt im Landes­in­nern Sardi­niens
Das Hoch­land der Barbagia im sardi­schen Inland ist eine andere Welt. In einer ursprüng­l­i­chen Berg­landschaft mit Kasta­ni­enwäl­dern, Wasser­fällen und Kalk­steinklippen befinden sich mehrere mittel­alter­liche Granit­städt­chen. Eines davon ist Orgosolo, das weit über die Insel hinaus als Bandi­tenort berüc­h­tigt war. Heute haben sich dort Künstler, Maler und Kunst­hand­werker niederge­lassen, die zum Bedauern des Bürgermeis­ters aber noch nicht die Bekannt­heit der sagen­umwobenen Banditen erreicht haben. In einem der tiefsten Canyons von Europa, der Schlucht „Gola di Su Gorroppu“ finden sich noch heute die Ruinen des 4.000 Jahre alten Nuraghen­dorfes Tiscali. Etwas weiter östlich thront die Punta la Marmora, mit 1.834 Metern der höchste Berg Sardi­niens. Wer ihn besteigen will, macht das am besten von Desulo aus.

Alghero

Leben­dige Altstadt mit spani­schem Flair
Die touris­ti­sche Erschließung Algheros begann mit dem Bau der Sommer­residenz der Savoyerkö­nige um 1900. Die west­lichste Stadt Sardi­niens liegt nur 300 Seemeilen von Barcelona entfernt, sodass hier die spani­schen Einflüsse besonders groß waren. Bis heute sind die Straßen­schilder zwei­spra­chig. Die Altstadt ist sehr lebendig und lädt zum Flanieren ein. Rings um die Stadt liegen schöne Strände.

Halb­insel Sinis

Para­dies für Wasservögel und Strand­ur­lauber
Die Halb­insel west­lich von Oris­tano ist mehr als ein Para­dies für Strand­ur­lauber. Die vielen Lagunen und Flach­was­ser­gebiete ziehen zahl­lose Vögel an. Mehr als 150 Arten werden hier regi­s­triert – unter ihnen Kormo­rane, Seeschwalben und Kolbe­n­enten. Zwischen den Bade­plätzen befinden sich die Ruinen der 3.000 Jahre alten phön­izisch-puni­schen Stadt Tharros, die vor 1.000 Jahren verlassen wur­de, als saraze­ni­sche Piraten die Küsten unsi­cher machten. Ein gepflas­terter Weg aus dunklem Basalt führt in die Vergan­gen­heit: zu einem Tempel der Demetra, einer kulti­schen Opfer­stätte und einer römi­schen Toten­stadt. Wer sich vom Trubel der über­laufenen Sehens­wür­digkeiten erholen will, sollte den Spazierweg um das südlich gelegene Capo San Marco machen. Zu den vorge­la­gerten Inseln werden Bootsfahrten vom Hafen Torre Grande aus ange­boten.

Capo Mannu

Spazierweg zu zwei Pira­tentürmen
Das sturmum­toste Kap an der Westküste vor der Halb­insel Sinis ist ein Geheim­tipp unter Surfern. Wer das Capo Mannu zu Fuß umrunden möchte, kommt an zwei alten Wachtürmen vorbei, die die spani­schen Besatzer gegen Pira­tenüber­fälle aufge­stellt haben. (2:15 Stunden, 7,5 Kilometer, auf und ab: 60 Meter)

Von Tresnu­raghes nach Orosei

120 km | 2:00 h

Orotelli

Dorf auf male­ri­scher Anhöhe
Auf einer male­ri­schen Anhöhe liegt das Dorf mit 2.000 Einwoh­nern und einer roma­ni­schen Kirche. San Giovanni Battista wur­de im 12. Jahr­hun­dert erbaut und seither mehr­fach umge­staltet. Bemerkens­wert ist der Turm aus dem 14. Jahr­hun­dert. Im Inneren wird eine Statue von Johannes dem Täufer gezeigt. Der Ort hat einen eigenen Karneval mit besonderer Tradi­tion: Männer mit geschwärzten Gesichtern und langen Mänteln aus Schafs­wolle stellen das Leben der Hirten dar.

Nuoro

Tor zur Barbagia
Die Stadt mit knapp 40.000 Einwoh­nern liegt auf einem Hoch­pla­teau in der Barbagia. Sie hat inmitten vieler Zweckbauten aus den 1960-ger Jahren ein schönes Zentrum aus dem 19. Jahr­hun­dert. Die mit Kiesel­stein gepflas­terten Gassen sind von kleinen Läden und histo­ri­schen Café gesäumt. Die zentrale Einkaufs­meile ist der Corso Gari­baldi. Eine Besonder­heit ist die Lang­lebigkeit seiner Bewohner. Viele führen das auf den lokalen Wein zurück, dessen Gärung extrem langsam verläuft. Böse Zungen behaupten aber, dass es in Nuoro besonders einfach ist, sein Geburts­datum wegen der Rente ein paar Jahre vorzuver­legen.

Orgosolo

Vom Bandi­ten­nest zum anar­chis­ti­schen Künst­lerort
Der Ort im Herzen der Barbagia galt über Jahrhunderte als Bandi­ten­nest. 1894 stürmten 500 bewaffnete Orgosolesen den Ort Tortoli, um das Vermögen eines Großgrund­be­sitzers zu erbeuten. Raubzüge dieser Art wurden Bardanas genannt und sind bis in die Römerzeit hinein belegt. Ergänzt wurden sie durch die blutigen Famili­enfehden (sardisch: disami­stade), die sich über Jahrzehnte hinziehen konnten. In den 1968er Jahren ließ sich ein anar­chis­ti­scher Zeichen­lehrer in dem inzwi­schen legendären Ort nieder. Mit seinen Schülern fing er an, die Hauswände des Ortes zu bemalen. Viele dieser etwa 120 Murales orien­tieren sich am Kubismus in der Art von Picassos Guer­nica.
C

Golfo di Orosei

Badebuchten und Sandstrände an einer Steilküste

Die über 30 Kilometer lange Meeresbucht erstreckt sich an der Ostküste Sardi­niens, wo die Ausläufer der Sopramonte teilweise über mehrere hundert Meter senk­recht ins Meer stürzen.

Viele Strände und kleine Buchten sind daher nur vom Meer aus oder über eine Wande­rung von der Hoch­e­bene aus zugäng­lich. Besonders schön sind die Cala Cartoe, Cala Fiuli, Cala Luna, Cala Sisine, Cala Biriola, Cala Mariolu und Cala Golo­ritzè. Von Santa Maria Navar­rese und Cala Gonone aus werden Tages­kreuzfahrten an der Steil­küste entlang ange­boten, die diese Orte anfahren.

Zu Gast in einem Palazzo in Orosei

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der geschicht­s­träch­tige Palazzo liegt in Orosei, einer Klein­stadt zwischen dem Meer und der wilden Barbagia im Inland.

Zu den zwei Kilometer entfernten Stränden von Marina di Orosei fährt man am besten mit dem Fahrrad. Das Wandergebiet in den Bergen von Genn­argentu ist eben­falls gut zu errei­chen. Bei der Umge­stal­tung zu einem Landhotel vor einigen Jahren blieben die wich­tigsten Merkmale des alten Hofes erhalten: die wuch­tigen Gewölb­e­de­cken, unter denen sich heute der Früh­s­tücksraum befindet, der idylli­sche Innenhof mit luftigen Wandelgängen und die antik einge­rich­teten Zimmer.

Orosei

Spaziergang durch mittel­alter­li­ches Dorf
Von der frühen Bedeu­tung des verschlafenen Ortes zeugen viele histo­ri­sche Gebäude, zu denen ein Rundweg führt. Im Mittel­alter wur­de das Städt­chen mit einer Mauer und einer Burg befes­tigt. Zu seinem Niedergang ab dem 16. Jahr­hun­dert trugen Pira­tenüber­fälle und die Malaria bei, die von Moskitos aus den benach­barten Sümpfen über­tragen wur­de. Heute befindet sich dort einen Stausee zur Bewäs­se­rung der land­wirt­schaft­lich genutzten Umge­bung. An der Küste gibt es einen kilome­ter­langen Sand­strand.

Grotta del Bue Marino

Höhlen­system am Fuße der Supra­monte
Das Höhlen­system am Fuße des Supra­monte im Golfo di Orosei hat seinen Namen von den Mönchsrobben, die bis in die 1980er Jahre in den Meer­was­sertun­neln lebten. Heute sind die bis zu drei Meter langen und 350 Kilogramm schweren Tiere weitge­hend verschwunden. Etwa 900 Meter der Wass­er­höhle können besich­tigt werden. Innen gibt es ein paar Felsgravuren von tanzenden Menschen, die aus der Jung­stein­zeit stammen sollen. Die Grotta del Bue Marino ist nur mit dem Boot erreichbar. Die Straße, die vom Feri­enort Cala Gonone aus an der Küste nach Süden führt, endet ein paar Hundert Meter vor der Grotte in einer Sackgasse.

Posada

Verwun­schene Altstadt um einen Aussichtsberg
Die male­ri­sche Altstadt ist schon von Weitem zu sehen: Sie grup­piert sich um einen Aussichtsberg, der von einer Burg­ruine gekrönt wird. Vom Castello della Fava ist allerdings nur der massige quad­ra­ti­sche Turm übrig geblieben. Wer durch die Altstadt schlendert, wird versteckte Höfe entde­cken und über Treppen und durch schmale Gassen zu Torbögen und verwun­schenen Plätzen gelangen, an denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Punta Cati­rina

Auf einen Aussichtsberg im Monte Albo Massiv
Der Punta Cati­rina ist mit 1.127 Höhenme­tern einer der schönsten Aussichtsgipfel im Monte Albo. Besonders im Frühjahr, wenn grüne Eichen­wald und die weißen Felsen durch blüh­ende Macchia ergänzt werden, verwandelt sich die Natur zu einem Kunst­werk aus Formen und Farben. Der Weg führt um den Gipfel herum und schließ­lich von Süden hinauf. (4 Stunden, 9,8 Kilometer, auf und ab 550 Meter)

Monte Tiscali

Wande­rung zu einem Nuraghen­dorf
Die vorge­schicht­liche Sied­lung aus der Nuraghen­zeit wur­de um das 3. Jahr­hun­dert vor Christus in der Einöde östlich von Oliena bei Dorgali erbaut. Rund 40 Hütten schmiegen sich an eine Felswand mit über­hän­genden Wänden. Ob es sich um eine Fliehburg, ein Berghei­ligtum, eine perma­nente Sied­lung oder etwas völlig anderes handelt, ist ungeklärt. Aufgrund der Hüttenreste ist zu vermuten, dass dort zumin­dest zeitweilig bis zu 200 Menschen lebten. Bis heute ist der Ort nur zu Fuß zu errei­chen. Am besten folgt man den Koordi­naten mithilfe einer Navi­ga­ti­onsapp, da die Wegmarkie­rung nicht immer sichtbar ist. (hin und zurück: 6,1 Kilometer, 3:45 Stunden, auf und ab 430 Meter)

Monte Corrasi

Durch ein einsames Hochtal zum höchsten Berg des Supra­monte
Der höchste Berg des Supra­monte ist ein großer weißer Klotz aus Kalk­stein über dem Berg­dorf Oliena, der von seiner Form her an die Dolo­miten erin­nert. Durch ein einsames Hochtal kann man den auffäl­ligen Gipfel (1.463 m) errei­chen, wo Raubvögel im Aufwind über der senk­recht abfal­lenden Wand segeln. (3 Stunden, 7,4 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)

Von Orosei nach Santa Maria Navar­rese

82 km | 2:00 h
D

Arbatax

Ferienort auf einer Halbinsel

Arbatax liegt auf einer Halb­insel, die von Tortoli aus zu errei­chen ist. Bekannt sind die Sand­steinfelsen, die man am besten vom Leucht­turm am Capo Bellavista sieht.

Im Sommer sind hier oft ein paar Jugend­liche zu sehen, die sich von den abge­stuften Klippen in die Fluten stürzen. In Arbatax endet der Trenino Verde, eine Schmal­spur­bahn, die auf einer schwindel­er­regenden Serpen­ti­nen­strecke quer durch die Berge der Barbagia bis nach Mandas in der Provinz Cagliari führt. Wer mit dem Trenino in die Berge will, der sollte sich allerdings vorher gut erkun­digen, denn der Zug fährt nur zur Saison von Mitte Juni bis Mitte September.

Zu Gast in der alten Scheune von S.M. Navarrese

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das 4-Sterne-Hotel mit Granit­fas­sade liegt am Orts­ausgang von Santa Maria Navar­rese, etwa 150 Meter vom Meer entfernt.

Histo­ri­sche Details, wie die runden Fenster im Treppen­haus oder die Wein­kufe im Restau­rant, verraten, dass es im 19. Jahr­hun­dert als Scheune erbaut wur­de. Die zwölf Zimmer sind nach Buchten der Region benannt und mit Naturma­te­rialien wie Wacholder­hölzern deko­riert. Im Garten finden sich Sitz­gruppen unter Schatten spen­denden Bäumen. Strand, Geschäfte und Restau­rants sind zu Fuß erreichbar.

Santa Maria Navar­rese

Wo Berge und Küste einander treffen
Das tradi­tionelle Dorf verdankt seinen Namen einer Legende, nach der eine Prin­zessin aus dem spani­schen Navarra aus Seenot gerettet wur­de und zum Dank die noch heute exis­tierende Dorf­kirche erbauen ließ. Nirgendwo auf Sardi­nien kommen die Berge so nah an der Küste vor wie hier. Auf der gut ausge­bauten Straße erreicht man schnell eine Höhe von 500 Metern – und Plätze mit phan­tas­ti­scher Aussicht. Kalk­steinfelsen, Klippen und Sandbuchten wech­seln einander ab. In der intakten Mittelme­ermac­chia mit Feigen-, Oliven- und Johan­nisbrotbäumen leben Wildschweine, Muflons (Wild­ziegen), Königs­adler und Wanderfalken. Über­reste von vorzeit­li­chen Nuraghen­dörfern machen den abge­legenen Küsten­streifen auch für Archäo­logen inter­essant. (5 Stunden, 15,5 Kilometer, bergauf: 390 Meter, bergab: 850 Meter)

Alto­piano Su Golgo

Wandern über die unbe­rührte Hoch­e­bene
Die wild­roman­ti­sche, unbe­siedelte Basalt­ho­c­h­e­bene Su Golgo zählt zu den eindrucksvollsten Naturgebieten Sardi­niens. Man erreicht sie durch ein Tal von Baunei aus, das die Einheimi­schen s'Isterru (Abgrund) nennen. Etwas weiter entfernt kommt man zu zwei Teichen, die zwischen Basaltbro­cken schimmern. Von dort geht ein eineinhalb­stün­diger Wanderweg bis zum Strand. Trink­wasser sollte man mitnehmen. (3:15 Stunden, 7,3 Kilometer, auf und ab 470 Meter)

Punta Caroddi

Markante Fels­nadel in traumhafter Bucht.
Die Cala Golo­ritze ist mit ihrem glasklaren Wasser auf fast weißem Kies und einem markanten Felsbogen wohl die schönste Bucht im Golf von Orosei. Da sie in einem Natur­schutzgebiet liegt, dürfen keine Boote anlegen. Anzu­treffen sind nur Wanderer und Schwimmer, die von ihrem Boot kommen. Der Wanderweg führt durch eine Schlucht an die Küste. Dabei kann man eine spitze Fels­nadel, die Punta Caroddi (auch Aguglia di Golo­ritzè) von oben bewundern. (4:30 Stunden, 9,7 Kilometer, auf und ab 630 Meter)

Von Santa Maria Navar­rese nach Muravera

80 km | 1:30 h

Wer sich Zeit nehmen möchte, fährt die Aussichts­straße über das Gebirge um den Monte Armidda. Von hier aus kann man noch einen Abste­cher zur Foresta Montarbu machen.

In dem arten­reichsten aller sardi­schen Wälder kann man schöne Wande­rungen unter­nehmen und bis zur Pizzu Margiani Pobusa, der mit 1.332 m höchsten Erhe­bung, laufen.

Foresta Montarbu

Sardi­scher Wald mit reicher Tier- und Pflanzenwelt
Das 2.800 Hektar große Natur­re­servat schützt einen der schönsten Wälder Sardi­niens mit reicher Tier- und Pflanzenwelt. Von den Bächen ist vor allem der Rio Ermoliosu zu nennen, dessen kris­tallklares Wasser an Sonnen­tagen in allen Farben glitzert. Aus dem Wald ragen Felsen empor, von denen die höchsten die Punta Margiani Pubusa, die Serra Middai und der Monte Arbu sind. An der Forst­meisterei Mario Falchi beginnt ein Wanderweg, der die Schön­heiten des Waldes erschließt.
E

Costa Rei

Weißer Sandstrand zwischen Muravera und Villasimius

Zwischen Muravera und Villasimius erstreckt sich die Costa Rei im Südosten der Insel. In ihrem Zentrum liegt ein etwa zehn Kilometer langer, weißer Sand­strand.

Im Hinter­land liegen Binnen­seen, an denen seltene Vögel brüten. In diesem Abschnitt ist die Küste inzwi­schen touris­tisch erschlossen. Der Strand jedoch ist trotz Zersied­lung mit seinen vielen Felsvor­sprüngen natür­lich erhalten geblieben und gilt nach wie vor als einer der schönsten Sardi­niens. Das Capo Ferrato im Norden des Küsten­ab­schnitts steht unter Natur­schutz und darf nicht bebaut werden.

Zu Gast in einer Sommerresidenz bei Muravera

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Wenige Kilometer von Muravera entfernt liegt das ehema­lige Sommer­haus einer italie­ni­schen Patri­zi­erfa­milie, einge­bettet in einen Olivenhain und die ursprüng­l­iche Macchia.

Das Haus ist in den für die Costa Rei typi­schen Pastell­t­önen und Natur­steinen gehalten. Neben dem restau­rierten Teil gibt es einen Neubau, in dem die Zimmer und ein Restau­rant liegen, dessen Chefkoch sich auf geho­bene sardi­sche Küche speziali­siert hat. Fünf der hellen Zimmer blicken aufs Meer, das 1,5 Kilometer entfernt ist, die anderen zwei liegen auf der Garten­seite.

Capo Ferrato

Schnor­chelbuchten an abwechs­lungs­rei­cher Küste
Das Kap mit der felsigen Küste begrenzt die Costa Rei im Norden. Ein Ausflug hierher bietet sich vor allem im Sommer an, wenn die Sand­strände weiter südlich von Touristen bela­gert werden. An der abwechs­lungs­rei­chen Küste finden sich kleinen Buchten, die hervor­ra­gend zum Schnor­cheln geeignet sind. Rich­tung Norden führen einige Staub­pisten, auf denen man kurze Wande­rungen machen kann. An der östli­chen Land­spitze steht ein Leucht­turm.

Sette Fratelli

Muff­lons und Hirsche in wild­roman­ti­scher Granit­landschaft
Das grüne Tal des Riu Maidopis im Natur­schutzgebiet der Sette Fratelli ist reich an Stein- und Kork­ei­chenwäl­dern. Erdbeerbäume, Erika, Myrte­sträu­cher und Wacholder wachsen zwischen den schroffen Granitfelsen. Die „Sieben Brüder“ sind Heimat für Wildschweine, Marder, Hasen, Kanin­chen, Wildkatzen, Königs­adler, Wanderfalken und Sardi­sche Habichte – in den höheren Lagen um den Monte Gengis sieht man sogar das Mufflon. Durch die wild­roman­ti­sche Land­schaft führen mehrere Wege. Unsere Wande­rung führt vom Giardino bota­nico über den rot markierten Sentiero 2 und ein Teil­stück des Sentiero Italia zu den Höhen der Monti dei Setti Fratelli. (Hin und zurück: 8,9 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 430 Meter)

Von Muravera nach Cagliari - Elmas

Mietwagenabgabe

Von Muravera nach Cagliari

77 km | 1:30 h
Die kurvenreiche Strecke führt zunächst an der Küste und später im Hinter­land des Golfs von Cagliari in die Haupt­stadt.

Capo Carbonara

Halb­insel im Süden der Costa Rei
Südlich von Villasimius ragt eine lang­gezogene Halb­insel ins Meer hinein, an deren südlichstem Punkt das Capo Carbonara liegt. Das Kap und der dortige Leucht­turm gehören zwar zu einem mili­täri­schen Sperrgebiet welches nicht betreten werden darf, aber auch die Umge­bung ist wegen der tollen Land­schaft allemal einen Besuch wert. Am Wasser lockt ein schöner, etwa ein Kilometer langer Strand, über dem ein spani­scher Saraze­n­en­turm wacht.

Mietwagenabgabe

Mietwa­gen­abgabe
Station: Cagliari Flughafen (Desk at Airport)

13 Tage
ab 1.629,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen. Außerdem können Sie die Umfulana App nutzen, welche sämtliche Informationen – online und offline – komfortabel auf ihrem mobilen Gerät zur Verfügung stellt.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
  • Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie eine 24/7-Notfallhotline.
Buchungsablauf
1. Reisewünsche
Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.