Naturparadies Mittelitalien: Wo die Zeit stehen geblieben ist.
Todi

Naturparadies Mittelitalien

Wo die Zeit stehen geblieben ist.

Die Reise vermeidet bewusst glänzende Städte wie Rom oder Florenz. Stattdessen werden die weniger bekannten Orte aufgesucht. Am höchsten Bergmassiv südlich der Alpen übernachtet man in einem Bergdorf, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Rom nach Santo Stefano di Sessanio

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Auto Europa/Sicily by Car S.p.A.
Fahrzeug: VW Polo o.ä. (EDMR)
Station: Rom Fiumi­cino Flughafen (Desk at Airport)

Von Rom nach Santo Stefano di Sessanio

197 km | 3:00 h
Wer Zeit hat, sollte nicht die Auto­bahn nehmen sondern eine der kurvenrei­chen, alten Pass­straßen. Für den Fahrer ist sie eine Herausforde­rung, für den Beifahrer tun sich grandiose Berg­sze­na­rien mit dem Gran Sasso als Krönung auf.

Santa Maria in Valle Porclaneta

Archai­sche Kirche in der Wildnis

Die tausend Jahre alte Kirche liegt abseits in den Abruzzen. Trotzdem war sie der Mittel­punkt eines bedeu­tenden Benedikti­n­erklos­ters. Papst Benedikt XVI. besuchte die Kirche 2011 und betete dort am Abend die Vesper. Die Kirche bietet einen ungewöhn­li­chen und reich ausge­stat­teten Innenraum, der in seinem Grund einfach, archa­isch und ein wenig krumm wirkt. Treppen­aufgang und Kanzelwände sind mit Reli­ef­tafeln geschmückt, die Szenen aus dem Leben des Jonas und des David zeigen.

A

Abruzzen

Braunbären, Wölfe und Luchse im wilden Gebirge

Die gebirgige Region in Mittel­i­talien grenzt mit einem schmalen Küsten­streifen an die Adria, dahinter erheben sich Hügel, die bis zu den höchsten Bergen der italie­ni­schen Halb­insel ansteigen.

Der Abruz­zi­sche Apennin erreicht im Gran-Sasso-Massiv eine Höhe von fast 3.000 Metern. Fast ein Drittel der Fläche steht unter Natur­schutz. Der Abruzzo Natio­nal­park ganz im Süden ist der älteste Italiens. Im Westen lockt der Regio­nal­park Sirente-Velino mit unbe­rührter Natur. Höhe­punkt ist der Gran Sasso. Der „Große Fels“ hat wild gezackte Gipfel, abenteuer­liche Gebirgskämme und senk­recht abfal­lende Wände. Etwa hundert Brau­n­bären leben dort, daneben Wölfe, Gämsen und Luchse.

Zu Gast in einem mittelalterlichen Albergo

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Wer zwei­einhalb Stunden nord­öst­lich von Rom aus dem Auto steigt, betritt eine andere Welt: In Santo Stefano di Sessanio – im Schatten des Gran Sasso – muss irgendwann die Zeit stehen geblieben sein. Stei­n­alte Häuser kuscheln sich noch um den Wehrturm, der weit über den zentralen Apennin schaut, eine der aufregendsten und urtüm­lichsten Landschaften Italiens.
Als der schwe­disch-italie­ni­sche Phil­an­throp und Hotelier Daniele Kihlgren das Dorf besuchte, war es schon fast ausge­s­torben. Er beschloss, ein Hotel mit einem voll­kommen neuen Konzept zu gründen, das er Hotel Diffuso nannte. Dazu kaufte er mehrere leer­ste­hende Häuser und ließ sie mit bewunderns­werter Liebe zum Detail restau­rieren, sodass die Authen­tizität erhalten blieb.

Das Hotel besteht heute also aus vielen restau­rierten Häusern, die im ganzen Dorf verteilt sind. Es ist ein Gegen­entwurf zu der hippen Welt des Italiens, wo Luxus und Glamour ideali­siert werden. Die Rezep­tion befindet sich beispiels­weise in einer Höhle, in der früher Schweine gehalten wurden. Die Zimmer haben keine Ähnlichkeit mit gewöhn­li­chen Hotelzimmern. Die unregelmäßigen Wände sind mit Lehm verputzt. Selbst die Bett­bezüge wirken antik. Moderne Technik ist vorhanden, bleibt aber im Hinter­grund: etwa in den Bädern, die teilweise mit Fußbo­den­heizung versehen sind und ohne helle Beleuch­tung auskommen.

Das Restau­rant ist ein beein­dru­ckender Saal mit offenem Kamin. Der Fußboden aus dem 19. Jahr­hun­dert wur­de entfernt, sodass man wieder auf den Steinen aus dem 15. Jahr­hun­dert sitzt. Auch die Speisen sind besonders: Eine Spezialität sind die Linsenge­richte, die Spaghetti werden nach altem Rezept hand­gemacht.

Gran Sasso d'Italia

Grandiose Aussicht über ganz Mittel­i­talien

Grandiose Motive bieten die Monti del Lago und das Kalk­stein­massiv des Gran Sasso d'Italia. Der „große Fels von Italien“ ist mit 2.912 m der höchste Berg der Apenn­inhalb­insel. Wer von der Berg­sta­tion der Seil­bahn noch den vier­stün­digen Aufstieg zum Gipfel wagt, wird mit einer grandiosen Aussicht über ganz Mittel­i­talien belohnt: Im Osten sieht man Pescara und die Adria, im Westen die Sabiner Berge und an klaren Tagen sogar das Thyr­re­ni­sche Meer. Der Gran Sasso ist heute Teil eines Natur­parks, der eines der größten Wild­nis­gebiete Italiens schützt und vor allem Wanderer und Kletterer anzieht.

Um den Colle d'Anzano

Fern­blick von einer Ruine

Die mittelschwere Wande­rung führt um den Colle d'Anzano. Rings umher ist nichts als die Bergwildnis des mittleren Apennin. Ein einziges Berg­dorf liegt auf dem Weg: Calascio. Wer den Rocca Calascio besteigt und bis zur Ruine hoch­klet­tert, erlebt einen phäno­me­nalen Blick über eine unwirk­liche Urlandschaft. (4:30 Stunden, 15 Kilometer, auf und ab: 540 Meter)

Besteigung des Corno Grande

Vom Musso­lini Camp auf den höchsten Berg des Apennin

Fährt man von L'Aquila die SS17 nach Fonte Cerreto, kann man neben dem schönen Panorama auch eine Fahrt mit der Seil­bahn zum Campo Impe­ra­tore genießen. Dort wur­de Musso­lini gefangen gehalten und 1943 in einer spekta­kulären Aktion von deut­schen Kommandos befreit. Hier beginnt auch die Gipfel­be­steigung des höchsten Berges im Apennin. Wer den Corno Grande besteigt, wird mit einer Aussicht über ganz Mittel­i­talien belohnt. (4:30 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Von Santo Stefano di Sessanio nach Todi

188 km | 3:30 h
Über die rauen Monti Sibil­lini überquert man den Appennin.

Abbazia di Farfa

ältestes Kloster im christ­li­chen Abend­land

Etwa 20 Kilometer nord­öst­lich von Rom kommt man ins nord­öst­liche Latium und damit in eine andere Welt. Die abwechs­lungs­reiche Hügel­landschaft zwischen Meer und Appennin bezau­bert durch ihre Anmut und Grazie. Nichts erin­nert an die laute, vom Verkehrs­infarkt bedrohte Metro­pole. Weithin sichtbar auf einem Hügel thront hier die Abbazia di Farfa, die zu den ältesten und bedeu­ten­dsten Klöstern des christ­li­chen Abend­lands zählt. Der Kampa­nile wur­de im 11. Jahr­hun­dert gebaut, als die Benedikti­ner­abtei bereits 500 Jahre alt war. Ein Besuch des Ortes ist wegen der typisch italie­ni­schen Harmonie von Land­schaft und Architektur lohnens­wert.

B

Umbrien

Das grüne Herz Italiens

Die Provinz zwischen der Toskana, Latium und den Marken ist die einzige Region Italiens, die weder eine Meeres­küste noch eine Grenze zum Ausland hat.

Sie wird geprägt von sanften Hügeln, auf denen Schafe und Rinder weiden, von Tälern mit weiten Kornfel­dern und den alpinen Gebirgs­zügen des Umbri­schen Apennins, der im Monte Vettore 2478 Metern seinen höchsten Punkt erreicht. Dort entspringt auch der Tiber, dessen Ober­lauf eine lieb­liche Kultur­landschaft umgibt. Nordwest­lich der Haupt­stadt Perugia, nahe der toska­ni­schen Grenze, liegt der Trasi­me­ni­sche See, über­ragt von sanften Berg­rü­cken. Die früh­esten Sied­lungs­spuren stammen von den Umbrern, die zum Stamm der Italiker gehörten und um 1200 vor Christus einge­wandert sind. Später gerieten sie dann unter den Einfluss der Etrusker.

In einem Gästehaus in Todi

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Leiden­schaft für die italie­ni­sche Küche führte die Gastgeber, ein däni­sches Paar, 2010 von Kopenhagen nach Italien.

Nachdem sie bereits in ihrer Heimat elf Jahre lang ein Restau­rant betrieben hatten, ließen Lisbeth und Thomas dort alles hinter sich, um im Land ihrer Träume ein neues Kapitel aufzu­schlagen. Heute führen sie in Todi eine Koch­schule und ein Gäste­haus, in die sie viel Arbeit und Liebe stecken. Die drei Zimmer variieren in Größe und Einrich­tung, sind jedoch alle in einem Mix aus regio­nalem Landhaus­stil und leichtem skan­di­navi­schen Design gestaltet, und bieten modernen Komfort. Morgens servieren die Gastgeber ein frisches, individuell zuberei­tetes Früh­stück. Wer möchte, kann zu Fuß in den Ort gehen.

Lago di Bolsena und Umge­bung

Sauberer See in uralter Kultur­landschaft

Der in die Hügel von Volsini einge­bet­tete See ist vulka­ni­schen Ursprungs und, seit er wieder sauber ist, auch sehr fisch­reich. Das Seeufer ist kaum bebaut und vom Tourismus wird er allen­falls im Sommer spär­lich heimge­sucht. Im gleich­na­migen Städt­chen am See ist die mittel­alter­liche Bausub­stanz noch vorherr­schend. Hier soll sich das Hosti­en­wunder abge­spielt haben, das der Kirche Anlass gab, den Fronleichnam als Feiertag einzu­führen. In dieser uralten Kultur­landschaft zwischen Umbrien, Latium und der Toskana lebten bereits vor den Römern die Etrusker, wovon viele archäo­logi­sche Stätten in der sanften Land­schaft zeugen.

Teatro della Concordia

Das „Theater der Einigkeit“ von Monte Castello di Vibio gilt mit 99 Sitz­plätzen und einer Bühnen­fläche von 50 Quad­r­at­me­tern als das kleinste Theater der Welt. Es wur­de Anfang des 19. Jahrhunderts für neun wohlha­bende Familien errichtet. Deko­ra­tionen und Kulisse wurden von einem Maler aus La Spezia ausgeführt. Die Fresken stammen von seinem Sohn, der damals 15 Jahre alt war. Im 20. Jahr­hun­dert verfiel das Theater, bis es in den 1980ger Jahren restau­riert wur­de. Seitdem finden wieder regelmäßig Auffüh­rungen statt.

Orvieto

Etrusker­stadt auf Fels­pla­teau

Die gesamte Altstadt thront auf einem Felsen aus Tuff­stein, der wie eine Insel aus dem Paglia-Tal herausragt. Oben auf dem Plateau ist der Stadt­felsen von einem Labyrinth aus Kellern, Gängen und riesigen Zisternen durch­zogen, die zum Teil besich­tigt werden können. Unter­halb der Altstadt stehen noch die Grab­steine aus der Etrusker­zeit, die wie Straßen­zeilen ange­ordnet sind. Auf den Hängen gegenüber gibt es Grab­stätten mit Ausma­lung. Berühmt wur­de die Stadt durch den mit Marmor verklei­deten Dom und den eben­falls weißen „Orvieto Clas­sico“.

Todi

Mittel­alter­liche Stadt über dem Tiber

Die 17.000-Einwohner-Stadt liegt auf einem Hügel hoch über dem Tibertal. Der Platz war bereits im 8. Jahr­hun­dert vor Christus besiedelt. Dass Todi trotz seiner güns­tigen Lage nicht über eine Provinz­stadt hinausge­sachsen ist, liegt an mehreren Rückschlägen. Während der Völkerwande­rung wur­de es von Goten zerstört und von Langobarden besetzt. 1527 starb die Hälfte der Bevöl­ke­rung an der Pest. Schließ­lich wur­de das Bistum Todi aufge­löst. Zentrum der Altstadt ist die Piazza del Popolo, wo sich der Dom aus dem 12. Jahr­hun­dert und ein paar welt­liche Herr­scher­pa­läste gegenüber­stehen.

Von Todi nach Cetona

74 km | 1:30 h

Ab Oriveto verläuft die Strecke parallel zur Via Cassia, der alten Römerstraße zwischen Rom und der Toskana.

Orvieto mit seiner phan­tas­ti­schen Silhou­ette liegt wie eine Insel auf einem 200 m hohen Plateau. Die Altstadt mit dem Duomo Santa Maria lohnt einen Besuch. Danach lässt man den Monte Amiata links liegen. Wer den mit 1738 m höchsten Berg der Toskana ersteigt, wird mit einer phan­tas­ti­schen Aussicht bis zum Merr belohnt.

Civita di Bagno­regio

Künst­lerort östlich vom Bolse­nasee

Der Künst­lerort östlich vom Bolse­nasee kauert wie ein Adler­nest auf einem Felsen und ist nur zu Fuß zu errei­chen. Der Niedergang der einstmals bedeu­tenden Civita begann mit dem Umzug eines Bischofs nach einem Erdbeben. 1990 waren nur noch wenige ältere Menschen übrig geblieben, bevor Künstler und Aussteiger den Ort entdeckten und wiederbelebten.

C

Toskana

Historische Stadtrepubliken in bezaubernder Landschaft

Der mittel­i­talie­ni­sche Land­strich hat einen besonderen Klang – nicht nur bei Deut­schen. Die Stadtre­publiken von Florenz und Siena sind ein Inbe­griff von Schön­heit, Wissenschaft und Anmut – aber auch von Machtgier und Skru­pello­sigkeit.

In der Toskana wur­de der moderne Kapi­talismus erfunden. Hier fand das Mittel­alter sein Ende, hier wur­de das Bank­wesen erfunden. Hier hat da Vinci geforscht, Miche­langelo gemalt und Galileo ein neues Welt­bild erschaffen. In den Städten stößt man auf Schritt und Tritt auf diese glor­reiche Vergan­gen­heit. Doch auch die Landschaften zwischen der Maremma im Süden, dem Chianti-Gebiet zwischen Florenz und Siena und der Etruski­schen Riviera zählen zu den schönsten Italiens.

In einem Gasthaus in Cetona

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Gebäude aus dem 17. Jahr­hun­dert liegt in Cetona an dem Platz, der Ende des 16. Jahrhunderts vom Marquis Chiappino Vitelli erbaut wur­de und seit jeher ein beliebter Treff­punkt im Ort war.

Neben dem Haus steht noch ein Wachturm aus dem 15. Jahr­hun­dert, der im Mittel­alter den Eingang zur Stadt sicherte. Im heutigen Gast­haus stehen rund zehn individuell einge­rich­tete Zimmer zur Verfügung, deren Holz­de­cken, Holzböden und antike Möbel von modernem Komfort ergänzt werden. Das ty­pi­sche italie­ni­sche Früh­stück mit Kaffee und Crois­sants wird im Café nebenan serviert. Die Umge­bung von Ceto­na ist dank ihrer schönen Seen und Natur­parks ideal für Tages­ausflüge.

Montepulciano

Hügel­stadt des Vino Nobile

Die Stadt verdankt ihre Bekannt­heit dem Wein der Umge­bung, dem Vino Nobile, der zu den inter­essan­testen Weinen der Toskana zählt. Hoch auf einem Hügel gelegen ist Montepulciano aber auch architek­to­nisch sehens­wert. Bauten der Gotik und der Renais­sance fügen sich zu einem einheit­li­chen und geschlos­senen Stadt­bild zusammen, was auch für Mittel­i­talien besonders ist. Die Piazza Grande mit dem Dom aus dem 16. Jahr­hun­dert gehört zu den schönsten Plätzen Italiens.

Cetona

Lebhaftes Marktfle­cken in der Südt­o­s­kana

Das Städt­chen mit seiner mittel­alter­li­chen Burg, seinen male­ri­schen Gassen und dem Markt, der erst nach der Mittagshitze lebendig wird, ist typisch für die Südt­o­s­kana. Wegen seines auto­freien, mittel­alter­li­chen Stadt­kerns gehört es zu den hundert schönsten Ortschaften Italiens und ist deshalb mit der „Bandiera Arancione“ ausgezeichnet. Es hat keinen Indu­s­triegürtel und liegt da wie vor 200 Jahren. Sehens­wür­digkeiten sind die Franziskan­erklöster und das Castello di Fighine; beide betreiben Restau­rants mit Ster­neköchen.

Monte Rufeno

Durch Eichenwälder und Macchia

Der 720 Meter hohe Berg zwischen der Toskana und Umbrien wird durch ein knapp 3.000 Hektar großes Natur­re­servat geschützt. Rings umher ist die Land­schaft hügelig. Lichte Eichenwälder wech­seln mit Busch­wald und Macchia ab, die wegen des vulka­ni­schen Unter­grunds besonders arten­reich ist.

Auf den Monte Cetona

Aussicht nach Umbrien vom dritt­höchsten Berg der Toskana

Der Aufstieg auf den immerhin 1.148 Meter hohen Berg ist vergleichs­weise einfach. Dafür hat man vom Gipfel aus eine phäno­me­nale Sicht auf die Berge Umbriens. Das große Gipfelkreuz erin­nert daran, dass der Weg auf den dritt­höchsten Berg der Toskana einst ein Kreuzweg war. (2:40 Stunden, 9 Kilometer, auf und ab: 380 Meter)

Monti­cchi­ello

Mittel­alter­li­ches Dörfchen zwischen zwei Renais­san­ce­städten

Monti­cchi­ello ist ein mittel­alter­li­ches Dörfchen abseits der großen Straßen und mit großer Aussicht nach Norden. Am schönsten ist es, wenn man sich dem male­ri­schen Ort zu Fuß nähert – auf der alten Strada Panor­a­mica. Heute ist sie ein Wanderweg, der von Montepulciano nach Pienza führt. Einkehren kann man am besten in Monti­cchi­ello, wo es eine Osteria gibt. (3:30 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 290 Meter)

Von Cetona nach Tatti

149 km | 2:30 h
Die kurze Strecke gibt Gelegen­heit zu einem Umweg über den Monte Amiata, mit 1.738 Metern der höchste Berg der Toskana. Wer den Aufstieg vom Restau­rant aus macht, wird mit einem grandiosen Pa­no­ra­ma­blick belohnt.

Pienza

Reißbrett­stadt aus der Renais­sance

Die Stadt war eine der ersten, die in der Renais­sance systema­tisch am Reißbrett geplant wurden. Gründer und Namensgeber war Papst Pius II, der eine „ideale Stadt“ bauen lassen wollte. Die zentrale Piazza Comu­nale wird vom Dom, dem Rathaus und zwei Palazzi gesäumt. Von dort führen Straßen in alle Rich­tungen. Die südwest­lich gelegene Lokalität Terra­pille dient Fotografen aus aller Welt als toskana-typi­sches Postkar­ten­motiv. 1999 war sie zudem einer der Dreh­orte für den Film Gladiator. Der Domplatz sowie der Palazzo Picco­lomini dienten 1968 als Dreh­orte der ein Jahr später mit zwei Oscars (beste Kamera, bestes Kostümde­sign) ausgezeichneten Verfil­mung von Shakespeares „Romeo und Julia“.

Siena

Mittel­alter­liche Urbanität

Neben Florenz ist Siena die zweite Kunst­stadt der Toscana. Kern der Altstadt ist der fächerför­mige Haupt­platz, die Piazza del Campo, an der das goti­sche Rathaus und der Torre del Mangia liegen. Die mittel­alter­li­chen Ziegelbau­ten­ bilden ein fantas­ti­sches urbanes Ambi­ente, das von der Unesco zum Welt­kultur­erbe erklärt wur­de. Die Innen­stadt ist für den Autover­kehr gesperrt. Ihre Blüte verdankt die Römer­stadt den Silberminen von Montiere. Im Gegen­satz zum guelfi­schen Florenz war Siena ghibel­li­nisch und damit kaisertreu. Die Kunst erreichte im 13. und 14. Jahr­hun­dert ihren Höhe­punkt. Wer Erho­lung sucht, findet in der vulka­nisch gepräg­ten ­Umge­bung natur­be­las­sene Thermalquellen.

Chianti Skulpturen­park

Moderne Kunst im Eichen­wald

Anfang der 1990er Jahre entdeckten Piero und Rosalba Giadrossi den sieben Hektar großen Eichen­wald in der Nähe von Pievasciata. Er bot ideale Voraus­setzungen für ihr Projekt, moderne Kunst in natür­li­cher Umge­bung zu präsen­tieren. Nach fünf Jahren harter Arbeit konnte der Park seine Tore öffnen. Mehr als 20 Künstler aus aller Welt stellen dort ihre Werke aus, die in der friedvollen Umge­bung einen besonderen Zauber ausüben.

D

Maremma

Küstenregion der Toskana

Die Region um Gros­seto war ursprüng­lich eine Lagune, die aber schon von den Etruskern trockenge­legt wur­de.

Später wur­de das Land an römi­sche Vete­ranen verteilt, die es mit ihren Sklaven bewirt­schaf­teten. Als das Entwäs­se­rungs­system am Ende der Antike verfiel und das Gebiet zuse­hends versumpfte, brei­tete sich Malaria aus. Die Bewohner verließen die Region; die wenigen, die zurückblieben, fris­teten ein Leben in Armut. Über die Jahrhunderte wur­de die Maremma ein Biotop für Büffel und Wildpferde. Erst nach dem Zweiten Welt­krieg konnte die Malaria besiegt werden. Seither wurden groß­fläc­hige Felder mit Obst, Gemüse und Getreide ange­legt. Wer die ursprüng­l­iche Maremma kennenlernen will, fährt in den Natur­park von Uccel­lina oder in die Berg­dörfer des Alta Maremma.

Zu Gast in einer Fattoria in Tatti

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Wie ein kleines Juwel thront die Fattoria über dem mittel­alter­li­chen Tatti, das sich seit dem 12. Jahr­hun­dert nur wenig verändert hat: Die alte Wasserzisterne ist immer noch in Gebrauch und wie vor Jahrhunderten der Dorf­mit­tel­punkt.

Die beiden Kirchen des Ortes liegen in einem Gewirr von Treppen, Torbögen und Gassen, große Teile der Stadt­mauer aus dem 12. Jahr­hun­dert sind nach wie vor intakt. Die acht Zimmer sind eine gekonnte Kombi­na­tion aus Tradi­tion und Moderne. Kräf­tige Farben harmo­nieren mit den toska­ni­schen Bauma­te­rialien Oliven­holz, Marmor und Terrazzo. Die Besitzer betreiben ein empfehlens­wertes Restau­rant gegenüber der Fattoria. Zum nächsten Strand sind es ca. 20 Minuten; die Gastgeber kennen jedoch auch andere, besonders schöne Bade­strände.

Massa Marittima

Perle des Mittel­alters am Rand der Maremma

Die „Perle des Mittel­alters“ liegt nicht am Meer, wie der Name vermuten lässt, sondern 20 Kilometer land­einwärts auf einer Bergkuppe. Im 13. Jahr­hun­dert ernannte sich die aufstrebende Bergwerks­stadt selbst­bewusst zur auto­nomen Republik, in der bis zu 10.000 Menschen wohnten. Aus dieser Zeit stammt die roma­ni­sche Città Vecchia. Ihr Mittel­punkt ist die Piazza Gari­baldi, ein großar­tiges Stad­t­en­semble mit einem Dom, der dem von Pisa nach­ge­baut ist. Nachdem die Stadt an Siena und später an die Medici fiel, verlor sie ihre Bedeu­tung. Auch Malaria und Pest setzten der Stadt zu. Ende des 18. Jahrhunderts zählte sie nur noch 500 Einwohner. Infolge dieser radikalen Entvöl­ke­rung wur­de das mittel­alter­liche Stadt­bild erhalten.

San Galgano

Einzige Zister­zi­en­ser­abtei in der Toskana

Im 12. Jahr­hun­dert lebte der Einsied­lermönch Galgano in der Wildnis am Hügel Monte­siepi. Nach seinem Tod kamen Zister­zi­en­sermönche, um den Urwald zu roden und urbar zu machen. Sie bauten die Abbazia di San Galgano im Stil der franzö­si­schen Gotik, die jedoch die einzige Zister­zi­ens­erkiche in der Toskana blieb. Der wirt­schaft­liche Abstieg begann bereits im 14. Jahr­hun­dert, als Hungersnöte und Pestepidemien im Kloster gras­sierten und marodierende Söldner aus Florenz die Gegend unsi­cher machten. Schließ­lich wur­de das Dach der Kirche verkauft und die Ruine verfiel. Im 19. Jahr­hun­dert wur­de die roman­ti­sche Schön­heit des Ortes entdeckt. Heute gilt San Galgano trotz des einge­stürzten Dachs als der bedeu­ten­dste goti­sche Bau Italiens.

Archäo­logi­scher Park Roselle

Etrusker­stadt mit Amphi­theater

Die etruskisch-römi­sche Stadt Russellae beherrschte vor 2.000 Jahren die Maremma und hatte eine drei Kilometer lange Stadt­mauer aus gewal­tigen Blöcken. Ganz oben lag das Amphi­theater, in dem heute wieder Auffüh­rungen stattfinden. Öffnungs­zeiten von 08:30 Uhr bis Sonnen­un­ter­gang. Audioguides sind auch in Deutsch oder Englisch verfügbar. Sonnen­schutz und Wasser bei Hitze nicht vergessen! Es gibt wenig Schat­ten­plätze.

Auf den Poggio Croce di Prata

Panora­ma­gipfel mit Meer­blick

Rund um Massa Marittima sind die Berge dicht bewaldet, sodass man meist nur wenig Aussicht hat. Dieser Weg führt gleich zu zwei Gipfeln, deren kahle Kuppen über den Wald hinausragen und einen Rund­um­blick ermög­li­chen, der an guten Tagen bis Elba reicht. (3:30 Stunden, 11 Kilometer, auf und ab: 500 Meter)

Von Tatti nach Roma

Mietwagenabgabe

Von Tatti nach Roma

209 km | 3:00 h
Auf dem Weg liegt die Halb­insel Orbe­tello und Civi­tavec­chia, der Hafen von Rom.

Castig­lione della Pescaia

Mittel­alter­liche Burg über der Badeküste

Der Ort an der Maremma­küste wird von einer mittel­alter­li­chen Burg über­ragt und ist heute ein beliebter Badeort am Tyrrhe­ni­schen Meer. Entlang der fein­san­digen Strände – sieben Kilometer nörd­lich des Ortes – gibt es ausge­dehnte Pini­enwälder. Zwischen den Flüssen Bruna und Ombrone wird ein tausend Hektar großes Sumpfge­biet (der Padule di Castig­lione) wieder der Natur über­lassen und hat sich so zu einem wahren Para­dies für Wasservögel entwi­ckelt.

Tombolo

Strandspa­ziergang über die Landbrücke nach Orbe­tello

Orbe­tello ist über drei natür­liche Landbrü­cken mit dem Fest­land verbunden. Die südlichste – ein Dünengürtel, der von Pinien bewachsen ist – steht unter Natur­schutz. Die Wande­rung führt vom Park­platz am Restau­rant an der Lagune entlang – ein Para­dies für Wasservögel. Ziel ist ein Aussichts­punkt. Der Rückweg führt am Strand entlang, wo man zum Schluss noch ins Wasser springen kann. (hin und zurück: 13 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 10 Meter)

Giardino dei Taro­cchi

Tarotgarten nahe der Küste

Der Tarotgarten von Niki de Saint Phalle liegt am Süd-West-Zipfel der Toskana in geringer Entfer­nung zur Mittelmeerküste. Ein Besuch lässt sich darum auch gut mit einem Bade-Ausflug zum Strand verbinden. Mit dem Skulpturen­garten hat die Künst­lerin zusammen mit ihrem Partner, Jean Tinguel, einen Dialog zwischen Skulptur und Natur geschaffen, einen Ort zum Träumen, einen Garten der Phan­tasie. Die 22 Figuren, überdi­men­sio­nale, bunte Plas­tiken aus Polyester bilden die Tarot-Karten nach.

Mietwagenabgabe

Station: Rom Fiumi­cino Flughafen (Desk at Airport)

11 Tage
ab 1.040,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende

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