Reiseziel Apulien: Mit dem eigenen Auto bis Süditalien
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Torre Sant'Andrea

Reiseziel Apulien

Mit dem eigenen Auto bis Süditalien

Wer mit dem eigenen Wagen von Deutschland nach Apulien reisen will, muss weit fahren: je nach Startort bis zu 4.000 Kilometer. Um die Strecke zu brechen, schlagen wir je einen Stop in Ober- und einen in Mittelitalien vor. Dann bleibt noch genug Zeit für den Mezzogiorno, das Land der Mittagshitze südlich von Rom.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von zu Hause nach Cannobio

A

Lago Maggiore

Romantischer See zwischen Tessin und Po-Ebene

Mit 65 Kilome­tern Länge und bis zu elf Kilome­tern Breite ist der See der zweitgrößte unter den ober­i­talie­ni­schen Seen.

Während sein nörd­li­cher Zipfel zum Schweizer Tessin gehört, reicht er im Süden bis in die Po-Ebene hinein. Dank des ausge­g­li­chenen milden Klimas hat sich um den See eine besonders üppige Vege­ta­tion entwi­ckelt. In Seenähe bestimmt eine herr­liche Blütenpracht das Bild, während sich im Hinter­land alpine Flora breit macht. Mit den alpinen Gipfeln im Hinter­grund ergibt sich ein einzig­artig schönes Landschafts­bild. Unter den vielen Inseln im See ist vor allem die Isole Boromee wegen des herr­li­chen Barockgar­tens bemerkens­wert, der fast die gesamte Insel einnimmt.

Zu Gast in einem Patrizierhaus in Cannobio

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Patri­zi­er­haus aus dem 15. Jahr­hun­dert liegt im mittel­alter­li­chen Orts­kern von Cannobio, einem Badeort am Lago Maggiore nahe der Schweizer Grenze.

Seit seiner aufwen­digen Restau­rie­rung verbindet es authen­ti­sche mittel­alter­liche Architektur mit den Ansprüchen an ein modernes Hotel. Origi­nale Fresken, wuch­tige Gewölb­e­de­cken und jahrhunder­te­alte Stein­säulen werden ergänzt durch stilge­rechte Möbel. Die zwölf Zimmer unter­scheiden sich in Farbge­bung und Einrich­tung. Der Früh­s­tücks­saal präsen­tiert sich als Schmuckkäst­chen aus dem 18. Jahr­hun­dert. Der exklusive Saal im ersten Stock mit offenem Kamin bietet die rich­tige Atmo­sphäre, um den Tag bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen.

Cannobio

Histo­ri­scher Ort mit Ufer­pro­me­nade

Der male­ri­sche Ort auf der West­seite des Lago Maggiore hat eine schöne Ufer­pro­me­nade, auf der sonn­tags ein Markt abge­halten wird. Außerdem gibt es ein Strandbad, eine Kirche aus dem Jahr 1571 und einen histo­ri­schen Stadt­kern. Etwas west­lich der Stadt hat sich der Canno­bino, ein reißender Gebirgsbach, eine tiefe Schlucht gegr­aben.

Centovalli

Kasta­ni­enwälder, Maul­tier­pfade und verlas­sene Dörfer

Das Tessiner Tal zieht sich von Intragna am Lago Maggiore nach Westen bis Camedo an der schwei­ze­risch-italie­ni­schen Grenze. Seinen Namen hat es von den zahlrei­chen Seitentälern. Es sind sogar nicht hundert, sondern über 150! Durch die Kasta­ni­enwälder führen Wander­wege auf ehema­ligen Maul­tier­pfaden zu stei­n­alten Ortschaften, die meist verlassen sind oder von Künst­lern bewohnt werden. Erschlossen wird das roman­ti­sche Tal von der Centovalli-Bahn, die über 83 Brücken und durch 34 Tunnel fährt.

Locarno

Mondäner Haup­tort am Lago Maggiore

Der Schweizer Haup­tort am Lago Maggiore hat seine Stadt­rechte von Fried­rich Barba­rossa erhalten. Der mittel­alter­liche Kern des mondänen Ortes ist die Piazza Grande, an deren Arkaden jeden Donnerstag ein Markt stattfindet. Ursprüng­lich lag die Piazza am See. Heute ist das Ufer weit entfernt, da der Gebirgsfluss Maggia Jahr um Jahr Schutt anspült. Sehens­wert ist auch die roma­ni­sche Kirche, San Vittore, mit ihrer kunst­vollen Krypta.

Von Cannobio nach Cetona

553 km | 6:30 h
Die Fahrt geht durch die Po-Ebene an sehens­werten Städten wie Parma, Modena und Bologna vorbei. Danach beginnt die Durch­que­rung des Appennin, bis man vor Florenz in die Toskana kommt.

Pinacoteca di Brera

Museum für bildende Kunst

Der Palazzo, 1605 als Jesui­ten­kolleg begonnen, beherbergt heute eine Kunst­aka­demie, eine Bibliothek und astro­no­mi­sche Einrich­tungen. Man erreicht man ihn einen bota­ni­schen Garten. Sehens­wert aber ist vor allem die staat­liche Pina­kothek. Sie wur­de auf Anord­nung der Kaiserin Maria Theresia Ende des 18. Jahrhunderts gegründet. Inzwi­schen verfügt die Brera über rund 1.300 Bilder vom Mittel­alter bis zur Moderne. Die bekann­testen Bilder sind die „Pala Montefeltro“ von Piero della Fran­cesca (1475), den „Cristo morto“, den Andrea Mantegna 1480 in extremer perspek­tivi­scher Sicht gemalt hat, und das „Mari­enver­löbnis“ (1504) von Raffael. Im Hof des Palazzos ist eine Bronze­statue (1809) von Antonio Canova aufge­stellt, die Napoleon Bona­parte nackt als sieg­rei­chen Apoll darstellt.

Mailand

Fußball, Mode und Oper vom Feinsten

Die Stadt am Rande der Alpen, die 600 v.Chr. von Etruskern gegründet und 222 n.Chr. von den Römern erobert wur­de, ist mehr als nur die Haupt­stadt der Lombardei. Die zweitgrößte Stadt nach Rom ist Sitz von zwei der bedeu­ten­dsten Zeitungen Italiens. Der AC Milano und der FC Inter­na­zio­nale spielen in der ersten Liga und zuweilen in der euro­päi­schen Champi­ons­league. Die Mailänder Scala, ein klas­sizis­ti­scher Bau von 1775, hat unter Opern­ken­nern inter­na­tional einen erstklas­sigen Ruf. Histo­ri­sche Gebäude gibt es in der Modernen Indu­s­trie­me­tro­pole nur im Stadt­kern. Am bedeu­ten­dsten ist der Dom, an dem seit 1375 fast 2 Jahrhunderte gebaut wur­de und der über 40.000 Menschen fasst. In seinem Schatten befindet sich Mailands Shopping-Meile mit berühmten Mode­häusern und altmodi­schen Cafés.

Piacenza

Kunst­hand­werker­stadt am Po

Die Stadt am Po lag in der Römerzeit an der Kreuzung zweier Fern­straßen und ist ­seither bedeu­tendes Zentrum für Handel und Hand­werk. Die kleine, aber sehens­werte Altstadt wird von einer Festungs­mauer umschlossen. Palazzi aus dem 16. bis 18. Jahr­hun­dert säumen die Gassen, die auf die Piazza del Cavalli zulaufen. Von dem zentralen Platz, der von zwei Reiter­standbil­dern beherrscht wird, führt eine auto­freie Einkauf­straße zum roma­ni­schen Dom.

B

Toskana

Historische Stadtrepubliken in bezaubernder Landschaft

Der mittel­i­talie­ni­sche Land­strich hat einen besonderen Klang – nicht nur bei Deut­schen. Die Stadtre­publiken von Florenz und Siena sind ein Inbe­griff von Schön­heit, Wissenschaft und Anmut – aber auch von Machtgier und Skru­pello­sigkeit.

In der Toskana wur­de der moderne Kapi­talismus erfunden. Hier fand das Mittel­alter sein Ende, hier wur­de das Bank­wesen erfunden. Hier hat da Vinci geforscht, Miche­langelo gemalt und Galileo ein neues Welt­bild erschaffen. In den Städten stößt man auf Schritt und Tritt auf diese glor­reiche Vergan­gen­heit. Doch auch die Landschaften zwischen der Maremma im Süden, dem Chianti-Gebiet zwischen Florenz und Siena und der Etruski­schen Riviera zählen zu den schönsten Italiens.

In einem Gasthaus in Cetona

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Gebäude aus dem 17. Jahr­hun­dert liegt in Cetona an dem Platz, der Ende des 16. Jahrhunderts vom Marquis Chiappino Vitelli erbaut wur­de und seit jeher ein beliebter Treff­punkt im Ort war.

Neben dem Haus steht noch ein Wachturm aus dem 15. Jahr­hun­dert, der im Mittel­alter den Eingang zur Stadt sicherte. Im heutigen Gast­haus stehen rund zehn individuell einge­rich­tete Zimmer zur Verfügung, deren Holz­de­cken, Holzböden und antike Möbel von modernem Komfort ergänzt werden. Das ty­pi­sche italie­ni­sche Früh­stück mit Kaffee und Crois­sants wird im Café nebenan serviert. Die Umge­bung von Ceto­na ist dank ihrer schönen Seen und Natur­parks ideal für Tages­ausflüge.

Montepulciano

Hügel­stadt des Vino Nobile

Die Stadt verdankt ihre Bekannt­heit dem Wein der Umge­bung, dem Vino Nobile, der zu den inter­essan­testen Weinen der Toskana zählt. Hoch auf einem Hügel gelegen ist Montepulciano aber auch architek­to­nisch sehens­wert. Bauten der Gotik und der Renais­sance fügen sich zu einem einheit­li­chen und geschlos­senen Stadt­bild zusammen, was auch für Mittel­i­talien besonders ist. Die Piazza Grande mit dem Dom aus dem 16. Jahr­hun­dert gehört zu den schönsten Plätzen Italiens.

Cetona

Lebhaftes Marktfle­cken in der Südt­o­s­kana

Das Städt­chen mit seiner mittel­alter­li­chen Burg, seinen male­ri­schen Gassen und dem Markt, der erst nach der Mittagshitze lebendig wird, ist typisch für die Südt­o­s­kana. Wegen seines auto­freien, mittel­alter­li­chen Stadt­kerns gehört es zu den hundert schönsten Ortschaften Italiens und ist deshalb mit der „Bandiera Arancione“ ausgezeichnet. Es hat keinen Indu­s­triegürtel und liegt da wie vor 200 Jahren. Sehens­wür­digkeiten sind die Franziskan­erklöster und das Castello di Fighine; beide betreiben Restau­rants mit Ster­neköchen.

Pani­cale

Mittel­alter­li­cher Borgho auf einem Aussicht­hügel

Das Städt­chen auf einem Hügel 30 Kilometer südwest­lich von Perugia gilt als eines der schönsten in Umbrien. Bereits vor 4.000 Jahren gab es hier Sied­lungen, wie archäo­logi­sche Funde belegen. Das heutige Stadt­bild mit der Kirche San Michele und dem Palazzo del Podestà stammt aus der Renais­sance, als man Pani­cale zu einem wehr­haften Borgho ausbaute. Einge­rahmt sind die öffent­li­chen Bauten von einem Wall aus Ziegelhäusern, die auf einen birnenför­migen Grund­riss gebaut sind.

Auf den Monte Cetona

Aussicht nach Umbrien vom dritt­höchsten Berg der Toskana

Der Aufstieg auf den immerhin 1.148 Meter hohen Berg ist vergleichs­weise einfach. Dafür hat man vom Gipfel aus eine phäno­me­nale Sicht auf die Berge Umbriens. Das große Gipfelkreuz erin­nert daran, dass der Weg auf den dritt­höchsten Berg der Toskana einst ein Kreuzweg war. (2:40 Stunden, 9 Kilometer, auf und ab: 380 Meter)

Monti­cchi­ello

Mittel­alter­li­ches Dörfchen zwischen zwei Renais­san­ce­städten

Monti­cchi­ello ist ein mittel­alter­li­ches Dörfchen abseits der großen Straßen und mit großer Aussicht nach Norden. Am schönsten ist es, wenn man sich dem male­ri­schen Ort zu Fuß nähert – auf der alten Strada Panor­a­mica. Heute ist sie ein Wanderweg, der von Montepulciano nach Pienza führt. Einkehren kann man am besten in Monti­cchi­ello, wo es eine Osteria gibt. (3:30 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 290 Meter)

Von Cetona nach Furore

400 km | 5:00 h

Bei Frascati kurz hinter Rom kommt man in den Mezzogiorno, wo die Uhren bekannt­lich anders gehen. Monte­cas­sino, wo das älteste Kloster der christ­li­chen Abend­lands stand und wo der 2.

Welt­krieg Spuren hinter­lassen hat, bietet sich als Zischen­stopp an. Bevor man an die Amalfiküste kommt, streift man den Ballungs­raum von Neapel.

Orvieto

Etrusker­stadt auf Fels­pla­teau

Die gesamte Altstadt thront auf einem Felsen aus Tuff­stein, der wie eine Insel aus dem Paglia-Tal herausragt. Oben auf dem Plateau ist der Stadt­felsen von einem Labyrinth aus Kellern, Gängen und riesigen Zisternen durch­zogen, die zum Teil besich­tigt werden können. Unter­halb der Altstadt stehen noch die Grab­steine aus der Etrusker­zeit, die wie Straßen­zeilen ange­ordnet sind. Auf den Hängen gegenüber gibt es Grab­stätten mit Ausma­lung. Berühmt wur­de die Stadt durch den mit Marmor verklei­deten Dom und den eben­falls weißen „Orvieto Clas­sico“.

Lago di Bolsena und Umge­bung

Sauberer See in uralter Kultur­landschaft

Der in die Hügel von Volsini einge­bet­tete See ist vulka­ni­schen Ursprungs und, seit er wieder sauber ist, auch sehr fisch­reich. Das Seeufer ist kaum bebaut und vom Tourismus wird er allen­falls im Sommer spär­lich heimge­sucht. Im gleich­na­migen Städt­chen am See ist die mittel­alter­liche Bausub­stanz noch vorherr­schend. Hier soll sich das Hosti­en­wunder abge­spielt haben, das der Kirche Anlass gab, den Fronleichnam als Feiertag einzu­führen. In dieser uralten Kultur­landschaft zwischen Umbrien, Latium und der Toskana lebten bereits vor den Römern die Etrusker, wovon viele archäo­logi­sche Stätten in der sanften Land­schaft zeugen.

Teatro della Concordia

Das „Theater der Einigkeit“ von Monte Castello di Vibio gilt mit 99 Sitz­plätzen und einer Bühnen­fläche von 50 Quad­r­at­me­tern als das kleinste Theater der Welt. Es wur­de Anfang des 19. Jahrhunderts für neun wohlha­bende Familien errichtet. Deko­ra­tionen und Kulisse wurden von einem Maler aus La Spezia ausgeführt. Die Fresken stammen von seinem Sohn, der damals 15 Jahre alt war. Im 20. Jahr­hun­dert verfiel das Theater, bis es in den 1980ger Jahren restau­riert wur­de. Seitdem finden wieder regelmäßig Auffüh­rungen statt.

Vesuv

Wandern zum gefähr­lichsten Feuerberg Europas

Der einzige noch aktive Vulkan auf dem euro­päi­schen Fest­land gilt als Schick­salsberg, nachdem er im Jahr 79 nach Christus die römi­schen Städte Pompeji und Herculaneum zerstörte. Bis heute zählt der Doppelvulkan zu den gefähr­lichsten Feuerbergen der Welt. Nach langen Ruhephasen kann es zu gewal­tigen Erup­tionen kommen – eine stän­dige Bedro­hung für die Millio­nen­me­tro­pole Neapel, die nur wenige Kilometer nordwest­lich liegt. Aus diesem Grund gibt es überall Seismographen, die so empfind­lich sind, dass sie bereits auf die Körperwärme der Besu­cher reagieren. Eine gute Straße windet sich bis in die Nähe des Gipfels. Vom Park­platz aus führt ein Fußweg rund um den Krater. (1:30 Stunde, 4,1 Kilometer, auf und ab 170 Meter)

C

Amalfi-Küste

Fischerdörfer an paradiesischer Steilküste

Südlich von Neapel schiebt sich das gewal­tige Fels­massiv der Monti Lattari nach Westen ins Tyrrhen­ni­sche Meer und bildet eine etwa 50 Kilometer lange Halb­insel, die auf die Insel Capri zuläuft.

Die felsige Südküste dieser Halb­insel nennt man Amalfiküste. Sie wird zu den schönsten Küsten welt­weit gerechnet und ist in der Haupt­saison leider entspre­chend heimge­sucht. Die Straße, die die Küste erschließt, wur­de erst im 19. Jahr­hun­dert in den Fels gehauen. Ursprüng­lich waren die Orte nur von der See zu errei­chen und liegen heute unter­halb der Straße. Mit ihren weiß getünchten kubi­schen Häusern mit Kuppel­däc­hern wirken die Dörfer maurisch. Im Laufe der Jahrhunderte wurden alle weniger steilen Hänge urbar gemacht und sind heute mit Wein und Zitronen bewachsen. Die Amalfiküste zählt heute zum Welt­kultur­erbe der UNESCO.

Zu Gast in einem Hotel über der Amalfiküste

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der erste Eindruck ist die unbe­schreib­liche Aussicht über die Felsküste von Amalfi. Der zweite das liebevoll gepflegte Anwesen selbst.

Sein Besitzer, Pino, hat es Fico d'India genannt – nach dem Kaktusfei­genbaum im Garten. Dort gibt es Sitzgelegen­heiten zwischen Zitro­nenbäumen, Weinranken und Blumen. Da das Hotel unter­halb der Straße liegt, hört man nichts vom Verkehr. Der dritte Eindruck bezieht sich auf den Gastgeber selbst. Er empfängt alle Gäste mit neapoli­ta­ni­scher Gastfreundschaft wie alte Freunde. Auch das Personal ist freund­lich und hilfsbe­reit. Herausra­gend ist der Koch, dessen Gerichte man auf der Veranda hoch über dem Meer genießen kann.

Golf von Neapel

Sehn­suchtsort der deut­schen Romantik

Schon seit 2.000 Jahren ziehen Sonnen­un­ter­gänge und Orangen- und Zitro­nen­gärten Besu­cher aus aller Welt auf die Halb­insel am Golf von Neapel. Bereits Odys­seus soll im antiken Surrentum vom Gesang der Sirenen verwirrt worden sein. Als er sich ihnen dennoch entzog, verwandelten sie sich in den Felsen Li Galli, der noch heute bei Posi­tano aus dem Meer ragt. Später wur­de Sorrent zum Inbe­griff der deut­schen Itali­en­sehn­sucht. Schrift­steller, Musiker und Maler haben den Ort verewigt. Die Spitze der Halb­insel von Sorrent liegt nur etwa fünf Kilometer von Capri entfernt, das vom Hafen Marina Piccola bequem erreicht werden kann. Auch nach Ischia und Procida, deren Silhou­etten an klaren Tagen zu sehen sind, kann man per Schnell­boot in kurzer Zeit kommen. Die Regio­nal­bahn Circumve­suviana bringt Besu­cher nach Pompeji und Herculaneum oder nach Neapel.

Capri

Sehn­suchts­insel im Golf von Neapel

Nur sechs Kilometer lang und knapp drei Kilometer breit ist die welt­be­rühmte Insel im Golf von Neapel, auf der bereits zwei römi­sche Kaiser, Augustus und Tibe­rius, ihre Sommer verbrachten. Damit ist Capri wohl das älteste Urlaubs­pa­ra­dies der Welt. Bis heute gehört die grüne Insel im azur­blauen Meer zu den schönsten Inseln im Mittelmeer. Das Capri-Fischer-Lied (kompo­niert während des 2. Welt­kriegs (!) von August Winkler) löste im Wirt­schaftwunder-Deutsch­land eine Sehn­sucht und einen Touris­musboom aus. Hotels wurden aus dem Boden gestampft; die ursprüng­l­iche Vege­ta­tion wur­de gerodet und durch Palmen und andere subtro­pi­sche Pflanzen ersetzt. Dennoch lohnt sich ein Aufent­halt auf der inzwi­schen auto­freien Insel. Auf den alten Maul­tier­pfaden und Klippen­wegen ist noch das alte Capri zu finden.

Pompeji

Legendäre Römer­stadt am Vesuv

Im Jahr 79 nach Christus begrub der Vesuv die römi­sche Stadt unter einer zwölf Meter dicken Schicht aus Asche und Bims. Damals war Pompeji 600 Jahre alt. Aus der grie­chi­schen Sied­lung auf einem alten Lava­strom des Vesuvs war eine Römer­stadt geworden, die im Sommer Zuflucht für hitzege­plagte Reiche war. Pompeji verfügte über ein Theater, ein Odeon und eine Arena. Dreizehn öffent­liche Bordelle wurden bei den Ausgra­bungen entdeckt. Nach ihrer Wieder­ent­de­ckung im 18. Jahr­hun­dert begann die zweite Geschichte der Stadt als größte archäo­logi­sche Fund­stätte in Europa. Über die Stadt­mauer führt heute ein drei Kilometer langer Rundweg, von dem man einen guten Über­blick bekommt.

Sentiero degli Dei

Auf dem Weg der Götter durch den Himmel an der Amalfiküste

Der „Weg der Götter“ verläuft hoch über dem Meer durch die Steilhänge an der Amalfiküste. Wer ihn geht, wird aus dem Staunen über das Küstenpan­orama nicht heraus­kommen. Unter­wegs kann man in Nocelle einkehren. In Montepertuso ange­kommen, kann man mit Bus oder Taxi oder auf einem Parallelweg zurück nach Bome­rano fahren. (hin: 3 Stunden, 7,7 Kilometer, ab: 250 Meter)

Santuario dell'Avvo­cata

Pilgerweg mit Aussicht

Jedes Jahr am Pfingstmontag kommen Tausende von Pilgern nach Maiori. Von der Küste wandern sie hinauf zu zwei verfal­lenen Klöstern, dem Santuario dell'Avvo­cata und dem Corpo di Cava. Auch wer keine reli­giösen Absichten verfolgt, wird diesen Weg außergewöhn­lich finden – wegen der einma­ligen Aussicht auf Salerno und zum Apennin. (6 Stunden, 11,7 Kilometer, auf: 970 Meter, ab: 610 Meter)

Marina di Ieranto

Bade­strand am kobaltblauen Meer

Die kleine Bucht an der Spitze der Halb­insel von Sorrento lockt mit einem Bade­strand, der von Nerano nur zu Fuß zu errei­chen ist. Wer schon von Massa Lubrense aus losgeht, kann das kobaltblaue Meer zu beiden Seiten des Höhenrü­ckens bewundern und jenseits des Meeres zum Vesuv, nach Ischia oder Salerno schauen. Von Nerano aus kann man mit Taxi oder Bus zum Ausgangs­punkt zurückfahren. (4 Stunden, 8,2 Kilometer, auf: 210 Meter, ab: 320 Meter)

Von Furore nach Matera

233 km | 4:00 h

Die Strecke führt bei Potenza über den Appennin. Auf seiner Ostseite befindet man sich in der Basilikata, eine der abwechs­lungs­reiche, aber fast menschenleere Provinz.

Wenig erschlos­sene Täler, zauber­hafte Wein- und Olivenhaine und fruchtbare Niede­rungen wech­seln einander ab. Besonders schön, wenn auch kurvenreich, ist die Via Appia, eine altrömi­sche Straße, die sich von Potenza über die Höhen nach Osten windet.

Eboli

Christus kam nur bis dort.

Eine lokale Redewendung lautet: Cristo si è fermato a Eboli (Christus kam nur bis Eboli). So nennt der italie­ni­sche Autor Carlo Levi seinen autobiographi­schen Roman, der die Armut in Südi­talien zu Beginn des 20. Jahrhunderts schildert. Demnach leben die Bauern Kampa­niens in einer präh­is­to­ri­schen Zeit und sind von Aber­glau­bens und der Resi­g­na­tion beherrscht. Unter anderem schreibt er: „Das einzige Gebäude, das groß­städ­ti­schem Stan­dard entspricht, ist ein Pissoir, das nur von Schweinen und Kindern besucht wird. Ein einziger Mensch benutzte es oft zu dem Zweck, zu dem es erbaut war, und das war ich; und dabei wur­de ich, wie ich gestehen muss, nicht von einem Bedürfnis, sondern nur von Heimweh getrieben.“

Grotta di Pertosa

Römi­sche Kult­stätte in Tropf­steinhöhle

Der Zugang zu der 35 Millionen Jahre alten Tropf­steinhöhle südlich von Pertosa führt durch das Wasser und kann nur per Boot erreicht werden. Innen fährt man 300 Meter auf dem “schwarzen Fluss” (fiume negro) durch die Höhle, bevor man aussteigt. Die kurze Führung dauert eine Stunde, es ist auch ein ausführ­li­cherer Rundgang möglich, der etwa zwei Stunden dauert und durch riesige Hohlräume und tunnel­ar­tige Stollen zu einer Kapelle führt. Bevor die Christen sie dem heiligen Erzengel Michael weihten, wur­de die Grotte von Grie­chen und Römern als Kult­stätte genutzt.

Castelmez­zano

Berg­dorf, in dem die Zeit stehen geblieben ist.

Am West­rand des Parco Galli­polli Cognato liegt Castelmez­zano, ein Berg­dorf, das sich an einen impo­santen Felsen schmiegt und wo die Zeit stehenge­blieben zu sein scheint. Im 6. und 5. Jahr­hun­dert vor Christus grün­deten grie­chi­sche Kolo­nisten die Stadt Maudoron. Als die Sarazenen die Küsten­stadt 1.500 Jahre später überfielen und plünderten, ließen sich die vertriebenen Einwohner am Fels nieder und grün­deten um 1.000 nach Christus das heutige Castelmez­zano.

D

Matera

Uralte Höhlenstadt in der Basilikata

Seit 1993 ist die Haupt­stadt der östli­chen Basilikata Welt­kultur­erbe. Dazu verholfen haben ihr die Sassi, eigen­tüm­liche Höhlenbe­hausungen, die tief in den Kalktuff einge­schnitten sind.

Jahrhunder­te­lang lebten hier Bauern mit ihrem Vieh zusammen, bis dies in den 1950iger Jahren des 20. Jahrhunderts zur natio­nalen Schande erklärt wur­de und die Bewohner in die umliegenden Plat­ten­silos umge­siedelt wurden. In den 1970iger Jahren wurden die bereits verfal­lenden Höhlen restau­riert und zur Touris­ten­at­trak­tion. Matera ist auch ein Schau­platz in Carlos Levis Roman „Christus kam nur bis Eboli“. Dort wird das Fest der Madonna della Bruna am 2. Juli geschildert, das auch heute noch vom Morgen­grauen bis in die tiefste Nacht dauert. Unbedingt sollte man sich auch einige der Höhlen­kir­chen anschauen, die seit dem 8. Jahr­hun­dert gebaut und gegr­aben wurden.

Zu Gast in einem Höhlenhotel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt in den Sassi, dem histo­ri­schen Stadt­kern von Matera. Es besteht aus mehreren uralten Höhlenbe­hausungen, die sorgfältig und unter Berück­sich­tigung ihres ursprüng­l­i­chen Charak­ters restau­riert wurden.

Wo früher viele große Familien mitsamt ihren Haustieren in äußerster Enge gelebt haben, gibt es jetzt 29 komfor­table Zimmer mit Klima­anlage und luxu­riösem Bad, die durch in den Stein gehauene Gänge und Stiegen mitein­ander verbunden sind.

Craco

Verlas­senes Berg­dorf in einer Mond­landschaft

Die Lage ist so markant, dass in dem mittel­alter­li­chen Ort schon mehrere Filme gedreht wurden. Craco liegt in der Mond­landschaft der südli­chen Basilikata. 1991 kam es zu Erdrut­schen, die den halben Ort ins Tal gerissen haben. Der World Monu­ments Fund hat Craco daraufhin in seine Liste der gefähr­deten Kultur­denkmäler aufge­nommen. Heute gleicht der Ort einer Geis­ter­stadt, in der nur noch wenige Menschen leben.

Ginosa Marina

Feiner Sand, azur­blaues Wasser

Der Strand von Ginosa Marina besticht durch seinen feinen Sand und das türkise Wasser.  Mehrere Jahre in Folge hat der Strand die blaue Flagge erhalten, was die höchste Auszeich­nung für die Wasserqualität ist. Die Dünen im Hinter­land sind kilome­terweit mit Krüp­pelkiefern bewachsen. Ganz in der Nähe, ungefähr auf der Grenze zwischen Apulien und der Basilikata beindet sich ein kleiner See, der Salinella, der zahlreiche Wasservögel anzieht.

Metapont

Grie­chen­stadt un Wohn­sitz von Pytha­goras

Ab dem achten Jahr­hun­dert vor Christus begannen die übervöl­kerten grie­chi­schen Städte, in Südi­talien und auf Sizilien Kolo­nien zu gründen. Die neuen grie­chi­schen Sied­lungen nannte man Magna Graecia (Großgrie­chen­land). Eine solche grie­chi­sche Kolonie war Metapont im Golf von Tarent. Der Sage nach soll sie vom Erbauer des Troja­ni­schen Pferdes gegründet werden sein. Vom antiken Metapont exis­tieren nur noch Ruinen. Im Museo Archeo­logico Nazio­nale di Metaponto sind die Fund­stücke aus der Zeit der Magna Graecia zu besich­tigen. Berühm­tester Bürger der Stadt war der Philosoph und Mathe­ma­tiker Pytha­goras, im 4. Jahr­hun­dert vor Christus in Metapont lebte.

Cristo La Selva und San Luca

Durch die Schlucht der Felsen­kir­chen

Während Matera immer bekannter wird, kennt kaum jemand die Schlucht von Matera, wo seit der Stein­zeit Jäger, Mönche und Schäfer in Felsenhöhlen hausten. Die atembe­rau­bende Wande­rung führt auf uralten Pfaden durch die Schlucht. Dabei kommt man an Cristo la Selva vorbei, einer Höhlen­kirche, die erst im 18 Jahr­hun­dert eine gemauerte Fassade erhielt. Ziel ist allerdings eine weitere Felsen­kirche, die dem Heiligen Lukas geweiht ist und hoch über La Selva liegt. (hin und zurück: 13,1 Kilometer, 3:45 Stunden, auf und ab: 340 Meter)

Gravina di Laterza

Apuliens Grand Canyon

Die Gravina von Laterza ist eine über 200 Meter tiefe und zwölf Kilometer lange Schlucht, die den amerika­ni­schen Canyons ähnlich ist. Unten liegt – von senk­rechten Felswänden aus Kalk­stein geschützt – die Oase LIPU Gravina di Laterza, die seltene Vögel und Fledermäuse beheimatet. Geier, Falken und eine Kräh­enart, die es nirgendwo anders gibt, nisten in den Höhlen der Felsen. Ein Wanderweg führt entlang der Schlucht, die immer wieder grandiose Blicke in die Tiefe eröffnet und gegen Ende auch Ausblicke übers Ioni­sche Meer. (hin und zurück: 4,8 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 40 Meter)

Von Matera nach Ostuni

91 km | 2:00 h

Gioia del Colle

Burg des Stauf­erkai­sers, Fried­rich II.

Die Burg wur­de um 1230 von dem Stauf­erkaiser Fried­rich II. errichtet, der die meiste Zeit seines Lebens auf Sizilien und in Apulien verbrachte und dort viele Bauwerke hinter­lassen hat. Gioia del Colle ist eines der am besten erhal­tenen Kastelle.

E

Land der Trulli

Steinhäuschen mit Kegeldach

Trulli nennt man die kleinen Stein­häuser mit kegelför­migem Dach, das aus über­ein­ander geschich­teten, von keinem Mörtel verbun­denen Stein­platten, gebildet ist.

Man findet sie überall in der Umge­bung von Fasano, da dort ein Landgraf im 17. Jahr­hun­dert diese Bauweise verordnet hat. Für ordent­lich gemauerte Häuser hätte er nämlich Steuern zahlen müssen. Die meisten der kleinen Rundbauten stehen in Alber­obello, das in die Liste des Welt­kultur­erbes der UNESCO aufge­nommen wur­de.

Zu Gast in einer Masseria bei Ostuni

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die weiß getünchte Masseria mit 18 Zimmern liegt bei Ostuni, wenige Kilometer von der Küste entfernt. Die klima­ti­sierten Zimmer verteilen sich auf das antike Herren­haus und einige Trulli, die für die Gegend typi­schen Rundhütten, die von den Tage­löh­nern bewohnt wurden.

Sie sind alle­samt komfor­tabel ausge­stattet, mit handgefer­tigten Möbeln einge­richtet und mit typi­schen Textilien Apuliens geschmückt. Zur Anlage gehören ein Pool und eine antike Kapelle. Nach der Erkundung von histo­ri­schen Sehens­wür­digkeiten und der Umge­bung lädt der Pool zum Entspannen ein. Die Menükarte für das Abend­essen bietet typi­sche Gerichte aus Apulien an.

Ostuni

Ein Hauch von Orient über der weißen Stadt

Ostuni wird auch die „Città bianca“ genannt, weil alle Häuser mit Ausnahme der Kirchen weiß getüncht sind. Ein Hauch von Orient liegt über den engen, von Bögen über­spannten Gassen und den unüber­sicht­lich inein­ander geschach­telten Häusern mit vielen Außen­treppen. Die dunkel­grünen Fensterläden, die zum Trocknen aufge­hängte Wäsche und rosafarbene Bougai­n­villeen setzen Farb­tupfer. Schon im Mittel­alter war Ostuni weißge­kalkt. So wur­de es in den engen Gassen heller. Außerdem sollte der Kalk­an­s­trich vor der Ausbrei­tung der Pest schützen. Rund um die Altstadt führt eine Panora­ma­straße mit weiten Ausbli­cken über das flache Umland.

Grot­ta­glie

Zentrum der Töpferkunst

Der kleine Ort östlich von Tarent ist das Zentrum der Keramik­pro­duk­tion. Seit Jahrhunderten werden dort  Ziegel­steine, Töpfe oder Krippen­figuren herge­stellt. Im Keramikviertel gibt es mehr als 50 Werk­stätten, die seit über 500 Jahren in Betrieb sind. Beliebt bei Käufern sind die Copa­sone, wie man die großen Gefäße für Wein oder Olivenöl nennt, oder die srulu, eine Art Wasserkrug. Eine Kunst­schule im Ort bildet seit dem 19. Jahr­hun­dert die Töpfer aus.

Tarent

Sinnbild von Schön­heit und Verfall

Im 4. Jahr­hun­dert vor Christus war die von ausge­wanderten Sparta­nern gegrün­dete Stadt die mäch­tigste und größte in ganz Südi­talien. Rund 200.000 Einwohner soll sie damals gehabt haben, mehr als heute. Noch heute ahnt man die vergan­gene Schön­heit, wenn man durch die Gassen der Altstadt bummelt, die allerdings von Müll und Verfall bedroht ist. Einzig die Via del Duomo ist einiger­maßen restau­riert. Sie führt zum Dom von Tarent, der auf den Funda­menten der grie­chi­schen Akro­polis steht. Eine echte Sehens­wür­digkeit ist das Archäo­logi­sche Natio­nalmuseum, das Kunst der Magna Graecia aus vorchrist­li­cher Zeit ausstellt.

Zwischen Valle d'Itria und Küsten­ebene

Trulli, Olivenhaine, Seeblick

Die Wande­rung ist anstren­gend, weit und teilweise weglos. Dafür gehört sie zu den schönsten und abwechs­lungs­reichsten in Apulien. Sie führt aus dem idylli­schen Valle d'Itria über eine gewal­tige Abbruchkante in die Küsten­ebene, wo Olivenbäume seit Jahrhunderten über ihre terras­sierten Haine wachen. Ausgangs- und Endpunkt ist das Hotel Lo Smeraldo. (hin und zurück: 24 Kilometer, 6:30 Stunden, auf und ab: 580 Meter)

Rund um Alber­obello

Wandern durch das Land der Trulli

Alber­obello wird in der Haupt­saison von zahl­losen Touristen heimge­sucht – wegen der eigen­tüm­li­chen Trulli. Wer dem Trubel eine Zeit­lang entgehen will, kann eine Wande­rung durch die Umge­bung machen und zwischen Olivenhainen, Trockenmauern und Weiden die verschieden­ar­tigsten Trulli entde­cken. (hin und zurück: 12,3 Kilometer, 3:15 Stunden, auf und ab: 100 Meter)

Von Ostuni nach Trani

134 km | 2:00 h
Höhe­punkt der Strecke ist die alte Stadt Trani, eine der schönsten Städte Apuliens. Hoch über der See ragt die norman­nisch-staufi­sche Basilika aus dem 12. Jahr­hun­dert empor.

Mono­poli

Enge Altstadt, hübscher Hafen

Das quir­lige Städt­chen mit gut 40.000 Einwoh­nern ist eine Gründung der klas­si­schen Antike, was man noch am grie­chi­schen Namen (mono polis = einzige Stadt) bemerkt. Neben der engen Altstadt mit Wäschel­einen über schmalen Gassen gibt es einen pittoresken Hafen, über dem die wuch­tige Festung von 1522 thront. In der Kathedrale Maria Santis­sima della Madia steht gleich hinter dem Chor eine Ikone, die 1208 auf Zypern geschnitzt wur­de und seitdem hin und wieder Wunder tut.

Grotte di Castel­lana

Unter­irdi­sche Wunderwelt

Die Höhle an der Bahn­strecke Bari–Martina Franca–Taranto wur­de erst 1938 entdeckt. Regen­wasser hatte das Karstge­stein gelöst und über 90 Millionen Jahre ausge­spült. Entstanden ist eine unter­irdi­sche Wunderwelt mit bizarren Formen und leuch­tenden Farben. Besonders eindrucksvoll ist die Grave, eine Höhlenkammer mit einer Tiefe von 60, einer Breite von 100 und einer Höhe von 100 Metern. Führungen werden ange­boten. Eine ist einen Kilometer lang, die andere drei. Die zweite führt bis in die weiße Grotte, in der die Tropf­steine die Farbe von Alabaster haben. Der zweite Weg ist nur einer begrenzten Anzahl von Besu­chern zugäng­lich, da die Höhle keine natür­liche Lüftung hat.

Bari

Wäschel­einen und Treppen­gassen in der Altstadt

Die zweitgrößte Stadt Südi­taliens ist zugleich Haupt­stadt von Apulien und verdankt ihre Bedeu­tung dem Hafen, über den vor allem der Handel mit dem östli­chen Mittelmeer abge­wi­ckelt wird. Im Lauf seiner Geschichte war die Stadt ein arabi­sches Emirat (847 – 871), ab 1071 eine norman­ni­sche Hafen­stadt und später eine Stadt des deut­schen Kaisers, Fried­rich II. Unter ihm erlebte Bari seine größte Blüte, wovon unter anderem das Castello Suevo (die „schwä­bi­sche Burg“) zeugt.

F

Apulien

„Die Schöne“ zwischen Sporn und Absatz

Die lange und schmale Provinz im Süden Italiens erstreckt sich von der Halb­insel Gargano im Norden bis zur Halb­insel Salento im Süden.

Dazwi­schen breitet sich fruchtbares Land aus, das teils flach, teils hügelig ist. Es gibt kaum etwas, was in Apulien nicht ange­baut wird. Die Hälfte des italie­ni­schen Olivenöls stammt von hier, ebenso kräf­tige Rotweine. Daneben werden Tabak, Weizen, Südfrüchte, Mandeln und Feigen in großem Stil ange­baut. Die Städte sind einzig­artig und unver­wech­selbar – allen voran Bari, das alle Sinne herausfordert. Völker aus allen Himmelsrich­tungen haben ihre Spuren hinter­lassen: Grie­chen und Karthager, Juden und Araber, Staufer und Normannen.

Zu Gast in einem Palazzo am Meer

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Unmit­telbar neben der berühmten Meeres­ka­thedrale, in der histo­ri­schen Hafen­stadt zwischen Bari und Gargano, liegt das Hotel in einem Palazzo aus dem 18.

Jahr­hun­dert. Der allein stehende Bau wur­de 1998 voll­ständig renoviert. Die zehn Zimmer sind komfor­tabel ausge­stattet, ohne das der histo­ri­sche Charakter des Hauses berührt wur­de. Das Restau­rant bietet gute heimi­sche Küche.

Mittleres Apulien

Land der Staufer zwischen Poli­gnano und Trani

Le Puglie (von latei­nisch "la Pulchra“ – die Schöne) erstreckt sich an der Adria von der Halb­insel Gargano (Stiefelsporn) bis hinunter nach Lecce (Stiefel­ab­satz). Das mittlere Apulien zwischen Bari und Trani ist besonders viel­seitig und reich an Geschichte. Überall finden sich Reste aus der glanzvollen Stauf­erzeit. Bari konkurrierte einst mit Venedig und Neapel um die Vorherr­schaft in Italien. Und am Rand des Natio­nalparks Alta Murgia steht das rätselhafte Schloss der Kaisers Fried­rich II.

Trani

Staufi­sche Basilika an der Adria

Trani (55.000 Einwohner) gehört zu den sehens­wer­testen Städten Apuliens und liegt auf einem Landvor­sprung mit einer mittel­alter­li­chen, dem Meer zuge­wandten Schau­seite. Hoch über der See ragt die norman­nisch-staufi­sche Basilika aus dem 12. Jahr­hun­dert empor. Wegen ihrer geome­trisch-plas­ti­schen Klarheit wird sie oft mit Castel del Monte verg­li­chen, der nahegelegenen Residenz von Kaiser Fried­rich Barba­rossa. Von Trani aus läßt sich die nörd­lich gelegene Halb­insel von Gargano (Sporn des Stiefels) erkunden, deren einzig­ar­tige Schön­heit heute durch einen Natur­park geschützt ist.

Von Trani nach Fano

477 km | 5:30 h
Auf dem Weg nach Nordwesten fährt man am Fuß des Gran Sasso (2914 m) vorbei, dem höchsten Berg des Appennin. Danach fährt man an der Küste über Ancona nach Norden.

Termoli

Die Klein­stadt liegt im Zentrum der Adria-Küste von Molise. Das Altstadt­viertel Borgo Vecchio liegt auf einer ins Meer vorsprin­gende Landzunge und ist von einer wuch­tigen Stadt­mauer umgeben. Die Altstadt wird von einem Stauf­erka­stell domi­niert, das von Fried­rich II. 1247 erbaut und später im arago­ne­si­schen Stil umge­staltet wur­de. Wich­tigste Sehens­wür­digkeit der Altstadt ist der roma­ni­sche Dom S. Basso mit sehr aufwän­digen figu­ralen Arbeiten.

Ortona

Sehens­werte Altstadt zwischen Hafen und Zitadelle

Die sehens­werte Altstadt mit vorrömi­schen Wurzeln liegt an einer geschützten Stelle ober­halb des Hafens. Zu ihrem Schutz wur­de in der Zeit des König­reichs von Neapel eine massive Zitadelle ange­legt, von der allerdings ein Teil ins Meer gestürzt ist. Dass die Stadt im Mittel­alter viel bedeu­tender was als heute, sieht man auch an den Reli­quien, die 1258 nach Ortona überführt wurden und bis heute in der Krypta von San Taom­maso zu sehen sind. Sie werden keinem keinem geringeren als dem Heiligen Thomas, dem ungläubigen Jünger Jesu, zuge­ordnet. 1943 tobte in Ortona eine Woche lang ein mit äußerster Härte geführter Häus­erkampf zwischen kana­di­schen und deut­schen Truppen, woran ein Mahnmal für die gefal­lenen Kana­dier erin­nert.

Pescara

Badeort mit Jazz-Szene

Die Stadt an der Mündung des Flusses Pescara ist einer größten Bade­orte an der Adria. Ihre Geschichte beginnt mit dem Volk der Pestiner, die sich im Puni­schen Krieg auf die Seite Hanni­bals geschlagen hatten und zur Strafe dafür als Sklaven nach Rom verschleppt wurden. Als Kaiser Otto II. _ Jahrhunderte später – die grie­chi­sche Prin­zessin und spätere Kölnerin, Theophanu, heira­tete, schenkte er ihr die blüh­ende Hafen­stadt zur Hoch­zeit. Musso­lini wollte Pescara groß ausbauen, wovon noch ein paar Mons­tro­si­täten zeugen. Ansonsten wur­de im Krieg fast alles zerstört und danach ohne Plan und Konzept neu aufge­baut. Dafür ist Pescara auf der Welt­karte des Jazz nicht wegzudenken. Das alljähr­liche Festival Pescara Jazz zieht im Juli Größen aus aller Welt an.

Due Sorelle

Küstenwande­rung zu einem Bade­strand

Sirolo, am Südrand des Küstenvor­gebirges Conero gelegen, gilt als Königin der italie­ni­schen Seebäder und die Wande­rung zu den »zwei Schwestern als eine der schönsten in Italien. Aus den Flanken des Vorgebirges haben die Wellen einige größere und viele winzige Buchten herausge­wa­schen. Am Nordende einer dieser Buchten, die nur auf einem steilen Pfad oder per Boot zu errei­chen ist, ragen zwei mäch­tige Kalk­st­ein­nadeln aus dem Meer, Le Due Sorelle. Ein Bad im kris­tallklaren Wasser an diesem Strand macht die Wande­rung zu einem besonderen Vergnügen. (hin und zurück: 8,1 Kilometer, 4:20 Stunden, auf und ab: 723 Meter)

Monte Conero

Berg­rü­cken über der Adria

Der 572 Meter hohe Berg ist die einzige Erhe­bung an der adria­ti­schen Küste zwischen Venedig und dem Gargano. Der Name stammt vom grie­chi­schen Komaròs für den Erdbeerbaum, der an den Hängen des Berges wächst. Zur Pflanzenwelt gehören außerdem Eichen, Stein­ei­chen, Aleppo-Kiefern und Mittelmeer-Zypressen. Wegen seiner vielfäl­tigen Pflanzen- und Tierwelt ist der Conero als Natur­park geschützt. Zu seinen Bewoh­nern zählen Dachse, Steinmarder, Maus­wiesel, Gelb­bau­chunken, Wanderfalken, Eisvögel und Fahl­segler. Ein Rundwanderweg führt über den Kamm – mit toller Aussicht über die Adria. (Hin und zurück: 10 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 451 Meter).

G

San Marino

Burgengekrönter Kleinststaat am Monte Titano

An den Hängen des burgen­gekrönten Monte Titano liegt San Marino, nach dem Vatik­an­staat und Monaco der drittkleinste Staat Europas.

Er gilt als die älteste noch beste­hende Republik der Welt. Der Legende nach wur­de sie 301 n.Chr. von einem aus Dalma­tien geflo­henen christ­li­chen Märtyerer namens Marinus gegründet. Die Verfassung von 1263 gilt bis heute. Sehens­wert ist der Zwerg­staat mit acht Dörfern, der formal nicht Mitglied der EU ist, vor allem wegen seiner einmalig schönen Lage hoch über dem Meer und der gleich­na­migen mittel­alter­li­chen Stadt, die ganz von einer Stadt­mauer umschlossen ist.

Zu Gast in einer Villa bei Fano

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Villa wur­de in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Eugenio de Beauhar­nais erbaut, einem Stiefsohn von Napoleon und später Vizekönig von Italien.

Ihre heutige Gestalt erhielt die Residenz 1892. Die derzei­tigen Besitzer haben das Haus mit dem verwun­schenen Garten geerbt und zu einem Schmuck­stück ausge­baut. Komfort, Ruhe, eine ausgezeichnete Lage im ruhigen Park verbunden mit der ehrwür­digen Tradi­tion des Hauses sorgen für einen denkwür­digen Aufent­halt. Abend­essen wird bei Kerzen­licht serviert. Es gibt einen Swimmingpool mit Pa­no­ra­ma­blick.

Fano

Italie­ni­sche Küsten­stadt mit römi­schen Über­resten

Die Küsten­stadt an der Mündung des Flusses Metauro hat mehr zu bieten als schöne, ausge­dehnte Strände. Das liegt daran, das die Via Flaminia vor 2000 Jahren die Adria­küste bei Fano mit der Haupt­stadt Rom verband. Wer in die Stadt wollte musste durch den Arco d'Augusto, ein präch­tiges Stadttor, das 10 nach Christus erbaut wur­de. Heute ist es das Wahrzei­chen der Stadt. Auch die Basilika der Stadt ist römi­schen Ursprungs.

Von Fano nach Gardone Riviera

353 km | 4:30 h
Bei Rimini, dem bekannten Badeort, verlässt man die Adria und durch­quert die Po-Ebene und einige der schönsten ober­i­talie­ni­schen Städte: Bologna, Modena und Verona, die wegen ihrer herr­li­chen Lage über dem Etsch einen Abste­cher lohnt.
H

Gardasee

Zitronen und Wein an Italiens größtem Binnensee

Seine Exis­tenz verdankt der größte Binnensee Italiens gewal­tigen Glet­scher­massen, die während der Eiszeit sein Bett fast 400 Meter tief ausge­ho­belt haben.

Er liegt herr­lich am Rande der Alpen. Im Norden wirkt er wie ein Fjord, der zwischen dem steilen Monte Baldo Massiv und den Brescianer Alpen eingezwängt ist. Im Süden weitet er sich bis weit in die Po-Ebene aus. Da die im Norden vorge­la­gerten Dolo­miten kalte Winde abhalten, ist das Klima mild und medi­terran: Zitronen wachsen hier ebenso wie Oliven und Wein. Die hüge­lige Land­schaft im Süden eignet sich hervor­ra­gend zum Wandern oder Fahr­radfahren. Alljähr­lich besu­chen den See über fünf Millionen Touristen, sodass man in der Haupt­saison oft mit Staus auf den Ufer­straßen zu rechnen hat.

Zu Gast in einer Villa über dem Gardasee

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Patri­zi­er­haus aus dem 15. Jahr­hun­dert liegt an den grünen Steilhängen des Garda­sees nahe der Ortschaft Gardone. Herr­liche Blicke, das gepflegte Haus und der char­mante Gastgeber ma­chen den Aufent­halt zu einem Höhe­punkt auf jeder Itali­enreise. Antikmöbel und Kunst­ge­gen­stände im Inneren spiegeln den persön­li­chen Charakter des Anwe­sens wider. Einzig­artig ist aber vor allem die Lage in einem großen Garten: Jahrhunder­te­alte Bäume, Obstgehölze, Blumen und duftende Kräuter bilden ein kleines Para­dies vor der großar­tigen Kulisse des Garda­sees. Abends lässt sich das Abend­essen im haus­ei­genen Restau­rant genießen – auch hier lädt der Ausblick auf den See zum Träumen ein.



Gardone Riviera

Ufer­pro­me­nade mit exqui­siten Restau­rants und Cafés

Das male­ri­sche Städt­chen am West­ufer gilt als der elegan­teste Feri­enort am Gardasee. An der Ufer­pro­me­nade warten exqui­site Restau­rants und Cafés auf ihre Gäste. Im 10.000 Quad­r­at­meter großen Bota­ni­schen Garten wachsen mehr als 2.000 Pflanzen­arten, darunter dank des milden Klimas auch subtro­pi­sche. Il Vitto­riale degli Italiani war Wohn­sitz des italie­ni­schen Dichters Gabriele D'Annunzi. Heute ist der Komplex ein weit­räu­miges Museum auf einer Fläche von neun Hektar.

Bootfahren auf dem Gardasee

Die schönsten Orte im 30-Minuten-Takt

Die meisten Orte am Gardasee verfügen über einen Boots­steg, an dem die Ausflugs­schiffe und Schnell­boote anlegen. So kann man bequem sogar vom Süd- zum Nordende des Sees und natür­lich auch andersrum gelangen und sieht viel von der abwechs­lungs­rei­chen Land­schaft rund um den See. Man kann sich z. B. während eines Spazierganges auf der Prome­nade über die Fahr­pläne und Preise informieren. Es ist in der Regel nicht notwendig zu reservieren, da die Boote etwa alle 30 Minuten oder im Stun­dentakt an- und ablegen, und falls ein Boot überfüllt ist, dann nimmt man einfach das nächste.

Lago di Valves­tino

Fjordar­tiger Stausee mit glasklarem Wasser

Von Gargnano aus führt eine steile Panora­ma­straße hinauf zum Lago di Valves­tino. Es geht durch die roman­ti­sche und wilde Land­schaft des Natur­parks Parco Regio­nale Dell Alto Garda Bresciano. Unter­wegs kommt man immer wieder zu Stellen mit großar­tiger Aussicht auf den Gardasee. Der Stausee selbst wirkt eher wie ein norwegi­scher Fjord. Eingezwängt vom Monte Bagno, Monte Alberelli, sowie Monte Carzen hat er glasklares Wasser. Rings um den See gibt es zahlreiche ausge­schilderte Wander­wege.

Von Gardone Riviera nach Hause

18 Tage
ab 1.669,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Stefanie Maier

Tel.: +49 (0)2268 92298-18

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