Sardiniens Norden: Paradiesische Strände und einsames Hinterland - Italien
Altstadt von Bosa

Sardiniens Norden

Paradiesische Strände und einsames Hinterland

Im Gegensatz zu Sizilien ist Sardinien nur spärlich bevölkert und bietet phantastische Natur: weiße Strände, undurchdringliche Macchia und majestätische Gebirge. Die Sardinien Rundreise gibt einen Überblick über den Norden – von der Costa Smeralda bis Bosa, einem sardischen Dorfidyll an der Westküste. Zum Schluss übernachtet man noch in einem Dornröschenschloss in abgeschiedenen Inneren Sardiniens, der wilden Barbagia.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Olbia nach Porto Cervo

Mietwagenannahme

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Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Rental­carGO/ Welcome Cars
Fahrzeug: VW Golf o.ä. (CDMR)
Station: Olbia Flughafen (Shuttle Service)

Von Olbia nach Porto Cervo

36 km | 39 Minuten
A

Costa Smeralda

Türkises Meer und herrliche Strände an der Smaragdküste

Rund 15 Kilometer nörd­lich von Olbia beginnt die „Smaragdküste“ mit herr­li­chen Stränden, türkisfarbenem Meer, kleinen Inseln und bizarren Granitfelsen.

Wegen der landschaft­li­chen Schön­heit, der Qualität seiner Strände und der Klarheit des Wassers gehören sie zu den belieb­testen Küsten­regionen im Mittelmeer. Anfang der 1960iger Jahre hat hier der Prinz Aga Khan eines der exklusivsten Feri­en­gebiete für die Reichen der Welt im Mittelmeer ange­legt. Viele der im tradi­tionellen Baustil der Insel gehal­tenen Unterkünfte sind nur vom Wasser aus zugäng­lich. Inzwi­schen hat auch hier der Massen­tou­rismus Einzug gehalten, dem man allerdings noch gut entkommen kann. Lohnens­wert ist auch ein Ausflug nach Palau und die Überfahrt zur Insel Maddalena, die in einem Natio­nal­park liegt. Wer sein Auto auf die Fähre mitnimmt (ca. 20 Euro) kann auch in entlegene Gebiete fahren und die Schön­heit des Archi­pels erkunden.

Zu Gast in einem Hafenhotel in Porto Cervo

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Vier-Sterne-Hotel liegt in Porto Cervo, der als der mondänste Ort der Insel mit den schönsten Sand­stränden gilt.

Verschiedene Arten von Wassersport werden ange­boten. Die komfor­ta­blen Zimmer haben einen schönen Ausblick zum Jacht­hafen und in die umliegende Land­schaft. Die Lage, der Palmen­garten mit Pool und der freund­liche Service des Hauses runden einen Aufent­halt gelungen ab.

Sardi­nien

Bilder­bu­ch­insel mit langer Vergan­gen­heit
Sardi­nien: Weiß und fein­körnig sind ihre Strände, male­risch ihr Buchten, die oft von bizarren Felsen gegliedert sind. Doch am beein­dru­ckendsten ist das Meer. Es ist türkis – wie auch an anderen Stellen des Mittelmeers. Aber es leuchtet. Rund um Sardi­nien leuchtet ein türkises Meer. Doch Sardi­nien ist mehr als eine Badeinsel: Ins Innere locken archai­sche Dörfer, Natio­nalparks, Stein­ei­chenwälder und Macchia und natür­lich die Nuraghen: rätselhafte Türme aus präh­is­to­ri­scher Zeit, die eins beweisen: Sardi­nien war immer schon ein kleiner Kosmos für sich.

Olbia

Größter Hafen Sardi­niens
Die Stadt an der Nord­ostküste Sardi­niens ist neben Cagliari das zweite Zentrum des Schiffsver­kehrs. Obwohl eine Sied­lung am Ort bereits von den Grie­chen im 6. Jahr­hun­dert vor Christus gegründet wur­de, hat die Stadt prak­tisch keine histo­ri­sche Bausub­stanz und auch keine Sehens­wür­digkeiten zu bieten. In den 1960iger Jahren wuchs aufgrund des Hafens und der Indu­s­triali­sie­rung die Bevöl­ke­rung rasch an, weshalb man funk­tio­nale Vorort­sied­lungen aus dem Boden stampfte.

Monte Moro

Ausblicke über die Costa Smeralda
Der 422 Meter hohe  Berg im Hinter­land der Costa Smeralda ist relativ unbe­kannt, obwohl er phan­tas­ti­sche Ausblicke über die gesamte Costa Smeralda, den Golf von Arza­chena und den Archipel La Maddalena bietet. Die abge­run­deten Granitfelsen der Gallura ragen aus dem Grün der Macchia und der Bäume heraus und bilden einen herr­li­chen Farbkontrast zum tiefblauen Meer und den weißen Inseln. Eine Zufahrts­straße zweigt von der Haupt­straße SP 59 ab und wird später zur Staub­piste, die sich über Serpen­tinen bis zum Gipfel hinaus windet und einiger­maßen gut zu befahren ist.

San Pantaleo

Durch die duftende Macchia über dem Golf von Arza­chena
Nur wenige Kilometer hinter der Costa Smeralda duckt sich das Berg­dorf San Pantaleo zwischen zackige, bizarr geformte Granitberge. Die flachen Häuschen im Schatten der Pfarr­kirche erin­nern an die Behausungen der Gallura-Hirten. Ein kurzer Weg führt durch die duftende Macchia unter­halb der Felsen. Dabei hat man die ganze Zeit einen schönen Blick über den Golf von Arza­chena. (Hin und zurück: 3 Stunden, 7,7 Kilometer, auf und ab: 320 Meter)

Von Porto Cervo nach Orosei

129 km | 2:00 h

San Teodoro

Boots­tour zu den Flamingos in der Lagune
Das ehema­lige Fischerdorf 30 Kilometer südlich von Olbia hat einen schönen Ortkern rund um die Piazza Medi­ter­raneo. Von den angrenzenden Stränden ist besonders La Cinta zu erwähnen. Im Hinter­land der drei Kilometer langen Sand­strandes befindet sich eine Lagune, die wegen der großen Vogelviel­falt unter Natur­schutz steht. Neben Blesshüh­nern und Reihern gibt es vor allem Rosaf­lamingos. Sehr empfehlens­wert ist die 45-minü­tige Boots­tour auf der Lagune, bei der man den Vögeln zu sehen bekommt.

Posada

Verwun­schene Altstadt um einen Aussichtsberg
Die male­ri­sche Altstadt ist schon von Weitem zu sehen: Sie grup­piert sich um einen Aussichtsberg, der von einer Burg­ruine gekrönt wird. Vom Castello della Fava ist allerdings nur der massige quad­ra­ti­sche Turm übrig geblieben. Wer durch die Altstadt schlendert, wird versteckte Höfe entde­cken und über Treppen und durch schmale Gassen zu Torbögen und verwun­schenen Plätzen gelangen, an denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
B

Golfo di Orosei

Badebuchten und Sandstrände an einer Steilküste

Die über 30 Kilometer lange Meeresbucht erstreckt sich an der Ostküste Sardi­niens, wo die Ausläufer der Sopramonte teilweise über mehrere hundert Meter senk­recht ins Meer stürzen.

Viele Strände und kleine Buchten sind daher nur vom Meer aus oder über eine Wande­rung von der Hoch­e­bene aus zugäng­lich. Besonders schön sind die Cala Cartoe, Cala Fiuli, Cala Luna, Cala Sisine, Cala Biriola, Cala Mariolu und Cala Golo­ritzè. Von Santa Maria Navar­rese und Cala Gonone aus werden Tages­kreuzfahrten an der Steil­küste entlang ange­boten, die diese Orte anfahren.

Zu Gast in einem Palazzo in Orosei

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der geschicht­s­träch­tige Palazzo liegt in Orosei, einer Klein­stadt zwischen dem Meer und der wilden Barbagia im Inland.

Zu den zwei Kilometer entfernten Stränden von Marina di Orosei fährt man am besten mit dem Fahrrad. Das Wandergebiet in den Bergen von Genn­argentu ist eben­falls gut zu errei­chen. Bei der Umge­stal­tung zu einem Landhotel vor einigen Jahren blieben die wich­tigsten Merkmale des alten Hofes erhalten: die wuch­tigen Gewölb­e­de­cken, unter denen sich heute der Früh­s­tücksraum befindet, der idylli­sche Innenhof mit luftigen Wandelgängen und die antik einge­rich­teten Zimmer.

Arbatax

Feri­enort auf einer Halb­insel
Arbatax liegt auf einer Halb­insel, die von Tortoli aus zu errei­chen ist. Bekannt sind die Sand­steinfelsen, die man am besten vom Leucht­turm am Capo Bellavista sieht. Im Sommer sind hier oft ein paar Jugend­liche zu sehen, die sich von den abge­stuften Klippen in die Fluten stürzen. In Arbatax endet der Trenino Verde, eine Schmal­spur­bahn, die auf einer schwindel­er­regenden Serpen­ti­nen­strecke quer durch die Berge der Barbagia bis nach Mandas in der Provinz Cagliari führt. Wer mit dem Trenino in die Berge will, der sollte sich allerdings vorher gut erkun­digen, denn der Zug fährt nur zur Saison von Mitte Juni bis Mitte September.

Orosei

Spaziergang durch mittel­alter­li­ches Dorf
Von der frühen Bedeu­tung des verschlafenen Ortes zeugen viele histo­ri­sche Gebäude, zu denen ein Rundweg führt. Im Mittel­alter wur­de das Städt­chen mit einer Mauer und einer Burg befes­tigt. Zu seinem Niedergang ab dem 16. Jahr­hun­dert trugen Pira­tenüber­fälle und die Malaria bei, die von Moskitos aus den benach­barten Sümpfen über­tragen wur­de. Heute befindet sich dort einen Stausee zur Bewäs­se­rung der land­wirt­schaft­lich genutzten Umge­bung. An der Küste gibt es einen kilome­ter­langen Sand­strand.

Grotta del Bue Marino

Höhlen­system am Fuße der Supra­monte
Das Höhlen­system am Fuße des Supra­monte im Golfo di Orosei hat seinen Namen von den Mönchsrobben, die bis in die 1980er Jahre in den Meer­was­sertun­neln lebten. Heute sind die bis zu drei Meter langen und 350 Kilogramm schweren Tiere weitge­hend verschwunden. Etwa 900 Meter der Wass­er­höhle können besich­tigt werden. Innen gibt es ein paar Felsgravuren von tanzenden Menschen, die aus der Jung­stein­zeit stammen sollen. Die Grotta del Bue Marino ist nur mit dem Boot erreichbar. Die Straße, die vom Feri­enort Cala Gonone aus an der Küste nach Süden führt, endet ein paar Hundert Meter vor der Grotte in einer Sackgasse.

Punta Cati­rina

Auf einen Aussichtsberg im Monte Albo Massiv
Der Punta Cati­rina ist mit 1.127 Höhenme­tern einer der schönsten Aussichtsgipfel im Monte Albo. Besonders im Frühjahr, wenn grüne Eichen­wald und die weißen Felsen durch blüh­ende Macchia ergänzt werden, verwandelt sich die Natur zu einem Kunst­werk aus Formen und Farben. Der Weg führt um den Gipfel herum und schließ­lich von Süden hinauf. (4 Stunden, 9,8 Kilometer, auf und ab 550 Meter)

Monte Tiscali

Wande­rung zu einem Nuraghen­dorf
Die vorge­schicht­liche Sied­lung aus der Nuraghen­zeit wur­de um das 3. Jahr­hun­dert vor Christus in der Einöde östlich von Oliena bei Dorgali erbaut. Rund 40 Hütten schmiegen sich an eine Felswand mit über­hän­genden Wänden. Ob es sich um eine Fliehburg, ein Berghei­ligtum, eine perma­nente Sied­lung oder etwas völlig anderes handelt, ist ungeklärt. Aufgrund der Hüttenreste ist zu vermuten, dass dort zumin­dest zeitweilig bis zu 200 Menschen lebten. Bis heute ist der Ort nur zu Fuß zu errei­chen. Am besten folgt man den Koordi­naten mithilfe einer Navi­ga­ti­onsapp, da die Wegmarkie­rung nicht immer sichtbar ist. (hin und zurück: 6,1 Kilometer, 3:45 Stunden, auf und ab 430 Meter)

Monte Corrasi

Durch ein einsames Hochtal zum höchsten Berg des Supra­monte
Der höchste Berg des Supra­monte ist ein großer weißer Klotz aus Kalk­stein über dem Berg­dorf Oliena, der von seiner Form her an die Dolo­miten erin­nert. Durch ein einsames Hochtal kann man den auffäl­ligen Gipfel (1.463 m) errei­chen, wo Raubvögel im Aufwind über der senk­recht abfal­lenden Wand segeln. (3 Stunden, 7,4 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)

Von Orosei nach Tresnu­raghes

120 km | 2:00 h

Monte Orto­bene

Aussichtsberg mit Blick über das Inselin­nere
Der Granitberg östlich von Nuoro bietet in fast 1.000 Metern Höhe eine weite Aussicht über das Inselin­nere. Der Blick reicht vom Genn­argentu über die Barbagia bis zum Supra­monte. Eine Straße windet sich um den Berg bis zu einer Bronze­statue des Erlösers, die jedes Jahr am 29. August Ziel einer farbenpräch­tigen Prozes­sion ist. Der Weg führt zwischen riesigen Granitblö­cken entlang und durch Eichenwälder und Macchia zum Gipfel, wo es ein Restau­rant gibt.

Nuoro

Tor zur Barbagia
Die Stadt mit knapp 40.000 Einwoh­nern liegt auf einem Hoch­pla­teau in der Barbagia. Sie hat inmitten vieler Zweckbauten aus den 1960-ger Jahren ein schönes Zentrum aus dem 19. Jahr­hun­dert. Die mit Kiesel­stein gepflas­terten Gassen sind von kleinen Läden und histo­ri­schen Café gesäumt. Die zentrale Einkaufs­meile ist der Corso Gari­baldi. Eine Besonder­heit ist die Lang­lebigkeit seiner Bewohner. Viele führen das auf den lokalen Wein zurück, dessen Gärung extrem langsam verläuft. Böse Zungen behaupten aber, dass es in Nuoro besonders einfach ist, sein Geburts­datum wegen der Rente ein paar Jahre vorzuver­legen.

Orgosolo

Vom Bandi­ten­nest zum anar­chis­ti­schen Künst­lerort
Der Ort im Herzen der Barbagia galt über Jahrhunderte als Bandi­ten­nest. 1894 stürmten 500 bewaffnete Orgosolesen den Ort Tortoli, um das Vermögen eines Großgrund­be­sitzers zu erbeuten. Raubzüge dieser Art wurden Bardanas genannt und sind bis in die Römerzeit hinein belegt. Ergänzt wurden sie durch die blutigen Famili­enfehden (sardisch: disami­stade), die sich über Jahrzehnte hinziehen konnten. In den 1968er Jahren ließ sich ein anar­chis­ti­scher Zeichen­lehrer in dem inzwi­schen legendären Ort nieder. Mit seinen Schülern fing er an, die Hauswände des Ortes zu bemalen. Viele dieser etwa 120 Murales orien­tieren sich am Kubismus in der Art von Picassos Guer­nica.
C

Bosa

Mittelalterliches Städtchen am Temoufer

Bosa gehört zu den schönsten Dörfern Italiens. Die Altstadt mit ihren Straßenschluchten und hohen Häusern wird von der Burg­ruine des Castello Mala­spina aus dem 12.

Jahr­hun­dert über­ragt. Das linke Temoufer säumen alte Gerber­häuser, die langsam verfallen und zum Teil noch auf neue Nutzung warten. Neben den Gassen, Kirchen und Plätzen der Stadt ist die etwas außer­halb gelegene Kirche San Pietro Extramuros von 1073 sehens­wert. Olivenhaine und Weinberge prägen das bergige Umland. Der Malvasia di Bosa ist einer der besten Weine der Insel Sardi­nien. Am Meer liegt der Vorort Bosa Marina, ein beliebter Strand an der sardi­schen Westküste. Von hier aus fährt im Sommer auf der Bahn­strecke Macomer Bosa die Schmal­spur­bahn "Trenino Verde" als touris­ti­sches Angebot.

Zu Gast in einer Villa bei Tresnuraghes

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die histo­ri­sche Jugend­stil­villa nörd­lich von Oris­tano wur­de 1925 für den Dorf­arzt von Tresnu­raghes gebaut.

Heute befinden sich in den umge­stal­teten Räumen der ehema­ligen Praxis und einem Nebengebäude, in dem ursprüng­lich Wein gela­gert wur­de, die Gäste­zimmer. Bei der Renovie­rung wurden viele Origi­nal­ele­mente erhalten – Fußböden, Fenster­rahmen, Stuck­arbeiten – die im Zusam­men­spiel mit der modernen Ausstat­tung ein in­te­res­santes Ambi­ente schaffen. Umgeben wird das Ganze von einem medi­ter­ranen Garten mit Pool. Wer einen Well­nesstag einlegen möchte, findet einen Spabereich mit Fitnessraum, Whirlpool und Türki­schem Bad vor. Früh­stück gibt es in der pastell­farbenen Bar, an der man mittags auch Snacks bekommt. Zum Strand sind es fünf Automi­nuten.

Bosa Marina

Jacht­hafen mit netten Bars und Restau­rants
Der Vorort von Bosa ist ein beliebter Strandort mit feinem, goldgelbem Sand an der sardi­schen Westküste. Am Jacht­hafen gibt es nette Bars und Restau­rants. Von hier aus fährt im Sommer auf der Bahn­strecke Macomer–Bosa die Schmal­spur­bahn „Trenino Verde“ als touris­ti­sches Angebot.

Bosa – Centro Storico

Handwerks­kunst, Korallenschmuck und tren­dige Cafés
Parallel zum Fluss Temo zieht sich die Einkaufs­meile der Stadt. Zum Corso Vittorio Emanuele, einst Wohn­sitz reicher Händler, kommt man heute, um zu sehen und gesehen zu werden. Die teils versteckten Läden bieten Bosaner Handwerks­kunst, Korallenschmuck und die neuste Mode. Auf der Piazza Fontana kann man im Schatten der Pavillons einen Espresso genießen und dem Treiben der Klein­stadt zuschauen. Am Ende des Corso Vittorio Emanuele liegt die Piazza Monu­mento – die eigent­liche Piazza, wo sich nach­mit­tags Kinder zum Dreirad- oder Fahr­radfahren treffen, während ihre Mütter das Neueste austau­schen. Im Sommer spielen auf der Piazza Fontana abends oft Live­bands.

Von Tresnu­raghes nach Tempio Pausania

225 km | 4:30 h

Wer schnell ankommen möchte, braucht über Schnell­straßen ca. zwei Stunden. Empfehlens­wert ist aber die Neben­strecke entlang der Westküste bis zu dem unter Natur­schutz stehenden Capo dei Falcone und der vorge­la­gerten Insel.

Hinter Castel­sardo, das male­risch auf einem hohen Felsen über der Küste liegt, gelangt man in die Gallura, Sardi­niens nörd­lichstes Gebirgs­massiv.

Alghero

Leben­dige Altstadt mit spani­schem Flair
Die touris­ti­sche Erschließung Algheros begann mit dem Bau der Sommer­residenz der Savoyerkö­nige um 1900. Die west­lichste Stadt Sardi­niens liegt nur 300 Seemeilen von Barcelona entfernt, sodass hier die spani­schen Einflüsse besonders groß waren. Bis heute sind die Straßen­schilder zwei­spra­chig. Die Altstadt ist sehr lebendig und lädt zum Flanieren ein. Rings um die Stadt liegen schöne Strände.

Alghero – Centro Storico

Rundgang zwischen Altstadt und Meer
Ein Rundgang durch die überwiegend goti­sche Altstadt beginnt man am besten an der Piazza de Porta Terra. Durch die Via Roma gelangt man zur Kathedrale Santa Maria, einem Sammel­su­rium an architek­to­ni­schen Einfällen und Baustilen. Vom acht­e­ckigen Glock­en­turm aus der kata­la­ni­schen Gründerzeit blickt man über die Dächer der Altstadt. Das Innere der Kathedrale ist eben­falls sehens­wert und beherbergt neben anderen Kunst­werken ein Reli­quiar mit den Über­resten eines Neugeborenen, das dem mörde­ri­schen Treiben von König Herodes zum Opfer gefallen sein soll. Der Weg führt weiter Rich­tung Süden zum Haus der Doria und dem Kuri­en­pa­last Palazzo Machin, dem ehema­ligen Sitz des Bischofs von Alghero. Am Stadt­theater vorbei gelangt man zur Kirche Chiesa della Mise­ricordia, einem schlichten Sakralbau aus dem 17. Jahr­hun­dert. Setzt man den Rundgang nach Westen hin fort, erreicht man die Ufer­pro­me­nade, die einen beein­dru­ckenden Blick auf die Bucht von Alghero gewährt. Über die mit Palmen geschmückte Bastioni Magel­lano geht es am Hafen entlang bis zur Porta a Mare. Wieder in der Altstadt befindet man sich auf der sehr belebten Piazza Civica, die von den beein­dru­ckenden Fassaden des Palazzo d’Albis o de Ferrera domi­niert wird. Hier soll übri­gens Karl V., Kaiser des Heiligen Römi­schen Reiches im Jahr 1541 aus einem Fenster zu seinem Volk gespro­chen haben. Von diesen gewal­tigen histo­ri­schen Eindrü­cken kann man sich sehr stil­voll in einem der schönen Cafés auf der Piazza erholen. Auch für die Stadt­mauer und Bastionen von Alghero sollte man sich etwas Zeit nehmen. Bei einem Spaziergang über die Mauerkrone der Stadt­mauer genießt man den herr­li­chen Meer­blick.

Dolmen Sa Coveccada

4000 Jahre altes Riesengr­abmal
Dolmen nennt man die aus mono­li­thi­schen Blöcken errich­teten Bauwerke, die während der Stein­zeit in ganz Europa entstanden und meist als Grab­stätte genutzt wurden. Sa Coveccada, der größte Dolmen auf Sardi­nien, besteht aus nur fünf Platten und ist weitge­hend erhalten. Er hat eine Höhe von fast drei Metern und ist über fünf Meter lang. Sein Alter wird auf mindes­tens 4.000 Jahre geschätzt. Damit wäre das Sippen­grab ebenso alt wie die Cheops-Pyramide. Heute wird Sa Coveccada von einer improvi­sierten Dachkon­struk­tion geschützt, die leider nicht sehr schön anzu­sehen ist und gute Fotos unmög­lich macht.
D

Barbagia

Ursprüngliche Bergwelt im Landesinnern Sardiniens

Das Hoch­land der Barbagia im sardi­schen Inland ist eine andere Welt. In einer ursprüng­l­i­chen Berg­landschaft mit Kasta­ni­enwäl­dern, Wasser­fällen und Kalk­steinklippen befinden sich mehrere mittel­alter­liche Granit­städt­chen.

Eines davon ist Orgosolo, das weit über die Insel hinaus als Bandi­tenort berüc­h­tigt war. Heute haben sich dort Künstler, Maler und Kunst­hand­werker niederge­lassen, die zum Bedauern des Bürgermeis­ters aber noch nicht die Bekannt­heit der sagen­umwobenen Banditen erreicht haben. In einem der tiefsten Canyons von Europa, der Schlucht „Gola di Su Gorroppu“ finden sich noch heute die Ruinen des 4.000 Jahre alten Nuraghen­dorfes Tiscali. Etwas weiter östlich thront die Punta la Marmora, mit 1.834 Metern der höchste Berg Sardi­niens. Wer ihn besteigen will, macht das am besten von Desulo aus.

Zu Gast in einem Landhaus bei Agnata

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landhaus in der kaum bewohnten Gallura ist ein idealer Ort, um in Ruhe die schon gewon­nenen Urlaub­s­ein­drücke zu ordnen und zu verarbeiten.

Es liegt im Hinter­land des Golfs von Asinara am Fuß der Limba­r­a­berge. Nachdem man das dicht mit Efeu bewach­sene Tor passiert hat, durch­quert man den gepflegten Park und nähert sich dem Haupt­haus, das unter dem wilden Wein beinahe wie ein Dornrö­sc­henschloss verschwindet. In den 70er Jahren gehörte es dem in Italien bekannten Liederma­cher und Dichter de André. Der Künstler hat das Anwesen stark geprägt und verändert; noch heute scheint sein Geist im alten Trakt zu schweben, in dem das Restau­rant, die Wohnhalle und die Bibliothek Platz finden. In einem neueren Teil befinden sich acht Gäste­zimmer mit Ausblick auf den Pool und die Terrasse. Die Küste der Gallura samt ihren Stränden ist in einer knappen Stunde mit dem Auto erreichbar.

Asinara Golf

Para­dies-Strände, geschützte Inseln und histo­ri­sche Städte
Der Golf zwischen Sardi­nien und Korsika heißt nach der Insel Asinara, die heute ganz unter Natur­schutz steht. Er reicht vom Kap Falcone im Westen bis zum Capo Testa, wo man nach Korsika hinüber­schauen kann. Die Strände sind weniger bevöl­kert als an der Costa Smeralda, die sich im Osten anschließt. Dabei gibt es neben schönen Stränden an der Costa Para­diso auch histo­ri­sche Städte wie Castel­sardo. Im Hinter­land ragen die einsamen Limbara-Berge auf, wo Wild­esel durch Kork­ei­chenwälder streunen.

Limbara-Massiv

Undurch­dring­liche Macchia und kahle Felsen
Nur wenige Kilometer land­einwärts von der Nordküste Sardi­niens befindet man sich in einer anderen Welt: statt mondänem Tourismus ist man plötz­lich inmitten undurch­dring­li­cher Macchia, aus der sich spröde, kahle Felsen wie in einer Mond­landschaft abheben. Wenn man weiter in die Limbara Berge fährt, säumen Kork-, Stein- und Flaumei­chenwälder den Weg. Auf Wande­rungen zu Aussichtsbergen und tief einge­schnit­tenen Tälern begegnen einem häufiger, als einem lieb ist, Wildschweine. Bei Lauras steht der älteste Olivenbaum Italiens. Sein Alter wird auf 3.000-4.000 Jahre geschätzt.

Valle della Luna bei Aggius

Mond­landschaft mit aufein­ander getürmten Granitfelsen
Das „Tal des Mondes“ ist eine Hoch­e­bene bei Aggius, nicht zu verwech­seln mit der gleich­na­migen Hippie­ko­lonie bei Capo Testa. In der letzten Eiszeit auf Sardi­nien haben Glet­scher hausgroße Findlinge aus Granit­stein vor sich herge­schoben und Felsbro­cken über­ein­ander getürmt. Heute ist diese „Mond­landschaft“ über­wu­chert von ockergelben und karminroten Flechten, Brombeerbü­schen, Myrt­hen­he­cken, Ginster und Schwarzdornbü­schen.

Costa Para­diso

Farbwunder zwischen der Isola Rosso und Porto­bello
Die Costa Para­diso zwischen der Isola Rosso und Porto­bello ist ein einziges Farbwunder: rote bis rosa Klippen kontras­tieren mit dem türkisen Meer und einer satt­grünen Vege­ta­tion. Hinzu kommen abenteuer­liche Formen, die Wind und Wellen geschaffen haben. Der Weg führt am schönsten Stück entlang: vom Monte Tinnari bis zur Feri­en­haus­sied­lung und zurück. (hin und zurück: 4 Stunden, 10,6 Kilometer, auf und ab: 240 Meter)

Von Tempio Pausania nach Olbia

Mietwagenabgabe

Von Tempio Pausania nach Olbia

58 km | 1:30 h
Über eine gewun­dene Panora­ma­straße fährt man nach Tempio Pausania, das histo­ri­sche und geographisch Zentrum der Gallura. Von dort folgt man der Haupt­straße zwischen dem Monte Limbara und den Ultan­a­bergen nach Olbia.

Mietwagenabgabe

Station: Olbia Flughafen (Shuttle Service)

11 Tage
ab 1.179,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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Empfohlene Reisezeit: März–November

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