Äolische Inseln intensiv: Eine Erholungs- und Entdeckungsreise - Italien
Der Stromboli gehört zu den Äolischen Inseln.

Äolische Inseln intensiv

Eine Erholungs- und Entdeckungsreise

In der Antike war das Archipel im Nordosten von Sizilien eine Welt der Gefahren und der Götter. Hier jagte Äolus, der Gott des Windes, über den Himmel und Vulcanus fachte tief im Berg gewaltige Feuer an. Odysseus lavierte durch tückische Unterströmungen zwischen den Ungeheuern Skylla und Charybdis.

Bis heute bergen die Äolischen (oder Liparischen) Inseln so manches Geheimnis. Die Urgewalten des Windes und der Feuers sind immer noch allgegenwärtig.

Diese Reise lässt viel Zeit für Entdeckungen und zum Eintauchen in die Majestät der Inselwelt. Sie findet ohne Auto statt. So kann man Palermo ohne Auto genießen die schnellen und die schnellen und häufigen Personenfähren nehmen.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Palermo

Palermo

6 km | 17 Minuten
A

Palermo

Byzantinische Mosaike, deutsche Kaisergräber und Elendsviertel

Die in einer schönen Bucht gelegene Haupt­stadt Siziliens vereint denkbar große Kontraste in sich. Der Glanz byzan­ti­ni­scher Mosaiken und Elendsviertel, deut­sche Kaiser­gräber und gesichts­lose Vorstädte, arabi­sche Kuppeln, barocke Kirchen, das Grab der heiligen Rosalia und den „Liebe­stunnel“ – die Stille von Museen und das Geschiebe und Gedränge auf Märkten und am Hafen machen die komplexe Wirk­lichkeit der 700.000 Einwohner zähl­enden Stadt aus.

Sie ist über Jahr­tausende gewachsen und besteht aus den verschiedensten Schichten. Von Phön­i­ziern im 7. Jahr­hun­dert v. Chr. gegründet, wur­de sie von den Kartha­gern erobert, die wiederum von den Römern abge­löst wurden. Anschließend wur­de sie von Ostgoten beherrscht, danach von Byzanz, den Sarazenen, den Normannen, dem franzö­si­schen Anjou, dem spani­schen Aragon, bis sie 1860 zu Italien kam. Der glänzenden Geschichte steht eine schil­lernde Gegenwart gegenüber, die durch die höchste Arbeits­lo­sigkeit, das nied­rigste Pro Kopf Einkommen in Italien, aber auch durch buntes Marktleben und eine inter­essante kulturelle Szene geprägt ist.

Zu Gast in einem B&B in Palermo

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B befindet sich im Herzen des histo­ri­schen Zentrums von Palermo, wenige Schritte vom Mercato Ballarò und dem Dom entfernt.

Bei der Restau­rie­rung der ehema­ligen Ställe eines Palazzos wurden architek­to­ni­sche Elemente sichtbar gemacht und erhalten, die dem histo­ri­schen Gebäude auch heute noch einen einzig­ar­tigen Charme verleihen. Die große Lobby wird von Steinbögen aus dem 18. und 19. Jahr­hun­dert sowie von guss­ei­sernen Säulen geprägt. Jedes der Zimmer ist individuell in einem eleganten Stil einge­richtet, der zum Gesamt­ambi­ente passt. Im kleinen Innenhof und dem antik gestal­teten Garten können Gäste an sonnigen Tagen zwischen Obstbäumen zuerst das Früh­stück mit vielen sizilia­ni­schen Speziali­täten und später die Ruhe genießen; auf der Sonnen­ter­rasse mit Blick auf die Dächer der Altstadt steht zudem ein Whirlpool.

Golf von Castell­ammare

Burgen und Strände im Natur­re­servat

Der Zipfel west­lich des Golfs von Castell­ammare ist ein besonders schöner Teil Siziliens – kulturell und landschaft­lich. Die uralte Berg­fes­tung Erice hat eine Kirche, in der schon 1000 Jahre vor ihrer Chris­tia­ni­sie­rung die phön­izi­sche Eryx verehrt wur­de. Nörd­lich von Scopello beginnt ein male­ri­sches Natur­re­servat, das den Strand, das Wasser und das Hinter­land des Golfs schützt. Den äußersten Norden bildet das Capo San Vito, wo einige Bade­strände zum entspannen und schwimmen einladen.

Armen­viertel Albergheria

Eintau­chen in eine sinn­liche Welt

Im Mittel­alter war das Viertel hinter der Via Vittorio Emma­nuele ein Quar­tier für Händler und Hand­werker. Nachdem es im 2. Welt­krieg zerstört wur­de, ist es heute das Armen­viertel der Stadt. Viele Häuser sind immer noch nicht renoviert; ab und zu stürzt eins ein. Zugleich ist die Albergheria Palermos buntestes Viertel. Abenteuer­liche Bauma­te­rialien kommen zur Verwendung. Auf dem Ballarò-Markt werden Fisch, Fleisch und Kupferge­räte in buntem Durch­ein­ander ange­boten. Entspre­chend sinn­lich sind die Gerüche, Geräu­sche und Farben.

Archäo­logi­sches Museum Palermo

Grie­chi­sche Mytho­logie anschau­lich

Wer sich für Siziliens Geschichte inter­es­siert, sollte dem Archäo­logi­schen Museum einen Besuch ab­stat­ten. Vor allem die Fund­stücke aus Selinunt sind inter­essant, weil die Reliefs die grie­chi­sche Mytho­logie erzählen: Wie Zeus Europa raubt, wie Perseus die Medusa enthauptet oder wie Artemis, die Göttin der Jagd, mit Waldnym­phen ein Bad nimmt.

Monte Pelle­grino

Aussichtsberg von Palermo

Schon Goethe bestieg den 606 Meter hohen Berg und bezeichnete ihn als „schönstes Vorgebirge der Welt“.  Nachdem man 1625 den Leichnam der Heiligen Rosalia in einer Höhle unter­halb des Gipfels fand, entwi­ckelte sich der bewal­dete Berg zu einem Wall­fahrtsort. Wer ihn besteigt, wird mit einer fantas­ti­schen Aussicht über Palermo und Mondello belohnt. An klaren Tagen kann man bis Cefalù schauen. (4 Stunden, 12,8 Kilometer, auf und ab: 520 Meter)

Ausflug

Palermo (3 Stunden, deutsch)

Frau Dr. Anita Bestler hat sich nach ihrer Promo­tion in Augsburg auf Mittelmeerkulturen speziali­siert. Seit 1997 wohnt sie in Palermo und führt deutsch­spra­chige Besu­cher durch ihre Wahlheimat.

Dabei versteht sie es, die komplexe Geschichte der uralten Metro­pole einfach und span­nend zu erzählen. Die individu­elle Führung geht zum Barock­platz Quattro Canti, zur Piazza Pretoria mit Marmorbrunnen, zur Kirche La Mart­orana, zum Opern­haus, Teatro Massimo (Besich­tigung von außen), zum Capo-Markt, Kathedrale und schließ­lich zum Norman­nen­pa­last mit Hofka­pelle.

Von PMO nach Milazzo

Zugfahrt von PMO nach Milazzo Bahnhof

Täglich fahren mehrere direkte Zugver­bindungen von Palermo Centrale nach Milazzo. Der Hafen von Milazzo befindet sich 3 Kilometer vom Haupt­bahnhof entfernt und kann mit dem Bus oder Taxi erreicht werden.
Die Zugti­ckets sind nicht im Reise­preis enthalten.

Sie können auf der folgenden Webseite gebucht werden: www.trai­nline.com oder kaufen Sie Ihr Ticket direkt am Bahnhof.

Von Milazzo Bahnhof nach Milazzo

5 km | 8 Minuten
B

Milazzo

Tor zu den Äolischen Inseln

Die Stadt an der flachen Nord­ostküste liegt auf einer schmalen, weit ins Tyrhen­ni­sche Meer hineinra­genden Halb­insel.

Bereits 700 vor Christus haben grie­chi­sche Seefahrer dort gesiedelt. Bis heute lebt die 22.000 Einwohner zähl­ende Stadt von ihrem Hafen, der das Tor zu den Äoli­schen Inseln ist. Sehens­wert sind das norman­ni­sche Schloss sowie der Dom aus dem 17. Jahr­hun­dert.

Zu Gast in einem Boutique-B&B in Milazzo

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B liegt am Hafen von Milazzo und somit im Zentrum des Bade­ortes an der Nord­ostküste Siziliens. Die Zimmer sind individuell in einem eleganten Stil einge­richtet. Auf der Terrasse mit Jacuzzi kann man morgens – umgeben von Zitro­nenbäumen, Jasmin und Bougai­n­villea – sowohl das Früh­stück als auch die Aussicht genießen.

Das Personal ist freund­lich und aufmerksam und sorgt für einen harmo­ni­schen Aufent­halt. Cafés, Restau­rants und Bars sind fußläufig erreichbar. Vom Hafen fahren Schiffe zu den Äoli­schen Inseln ab.

Kreuzfahrt zu den Äoli­schen Inseln

Tages­ausflug per Boot

Die Inseln, die nach dem grie­chi­schen Gott des Windes benannt sind, sind vulka­ni­schen Ursprungs. Eine von ihnen, Stromboli, hat noch einen aktiven Vulkan. Von der Fährge­sellschaft TAR-NAV (Taranto Navi­ga­zione) werden Tages­ausflüge zu den dem Archipel im Nord­osten Siziliens ange­boten. Sie beginnen im Hafen von Milazzo. Während der Stops auf den Inseln kann man wandern oder etwas essen. Die Touren sollten vor Ort gebucht werden, da sie wetter­abhängig sind.

Tindari

Ruinenfeld über der Straße von Messina

Tyndaris wur­de im Jahre 396 v. Chr. von grie­chi­schen Seefah­rern aus Syrakus gegründet. Ein Teil der Stadt stürzte bei einem Erdbeben im 1. Jahr­hun­dert nach Christus ins Meer. 836 wur­de sie nochmals zerstört, diesmal von arabi­schen Piraten. Dennoch ist erstau­n­lich viel erhalten geblieben, wie die Ausgra­bungen zeigen: ein grie­chi­sches Theater und Reste der Stadt­mauer. In den 1950er Jahren wur­de neben der antiken Stadt eine Wall­fahrts­kirche gebaut, in der die Schwarze Madonna ange­betet wird. Der Legende nach wur­de das Bildnis in einer Kiste ange­schwemmt. Es trägt die Inschrift: NIGRA SUM SED FORMOSA (deutsch: „Ich bin schwarz, aber schön“). Von der Kirche aus eröffnet sich ein phäno­me­naler Blick über die Straße von Messina.

Sentiero Girasi

Natur­lehrpfad mit toller Aussicht

Der Natur­lehrpfad hoch über der Straße von Messina ist etwas besonderes – nicht nur wegen der viel­sei­tigen Pflanzenwelt, die auf Tafeln liebevoll erklärt wird. Durch wild zerklüf­tete Schluchten geht es zu den gewal­tigen Bergketten der Monti Pelo­ri­tani und Aussichts­punkten, die zu den schönsten auf Sizilien gehören.  (hin und zurück: 5 Stunden, 15,8 Kilometer, auf und ab: 520 Meter)

Von Milazzo nach Lipari

Fähre

Von Milazzo nach Milazzo Fähr­terminal

700 m | 3 Minuten

Von Milazzo Fähr­terminal nach Lipari

89 m | 3:30 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Die Fährge­sellschaft LibertyLines (Tragflügelboot) fährt mehrmals täglich.

Lipari

700 m | 3 Minuten
C

Äolische Inseln

Versunkene Vulkane nördlich von Messina

Das Archipel 30 bis 80 Kilometer nörd­lich von Messina ist nach Äolos, dem grie­chi­schen Gott des Windes, benannt, der hier mächtig weht, weil die Inseln sein Zuhause sind.

Schon vor Jahr­tausenden hat er Odys­seus hier beherbergt. Die Äoli­schen Inseln sind im Meer versun­kene Vulkane, von denen zwei, der Vulcano und der Stromboli, noch aktiv sind. Rings um die Inseln ist das Meer kris­tallklar und azur­blau. Aufgrund des bis in den November warmen Klimas wachsen hier Bananen und viele andere subtro­pi­sche Pflanzen. An den Steil­küsten gibt es wenig Bade­strände, weshalb die Inseln weitge­hend vom Massen­tou­rismus verschont blieben. Wanderer dagegen finden hier hervor­ra­gende Möglichkeiten. Ausflüge zu den Äoli­schen Inseln macht man am besten von Milazzo aus.

Zu Gast in einem Ferienhotel in Lipari

5 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel liegt ober­halb des Fähr­hafens, weshalb es nicht nur einen tollen Meer­blick hat sondern vor allem ideal ist zur Erkundung der Äoli­schen Inseln. Mit dem Perso­nenboot kann man die Nach­bar­in­seln erkunden, allen voran Salina, Vulcano und Stromboli. Auch die Sehens­wür­digkeiten auf Lipari sind gut zu errei­chen. So befindet sich beispiels­weise der Burg­berg in unmit­telbarer Nähe. Hier kann die Burg­anlage aus dem 16. Jahr­hun­dert besich­tigt werden sowie die Kathedrale San Barto­lomeo, die dem Schutz­pa­tron der Lipa­ri­schen Inseln geweiht ist. Auch das archäo­logi­sche Museum liegt nur wenige Gehmi­nuten entfernt.

Eher würfelförmig, mit weit­läufigen Terrassen und stützenden Rundpfeilern zeigt sich das Gebäude inspi­riert von der typisch äoli­schen Architektur. Jedes der rund 40 Zimmer verfügt über Zugang zu einer eigenen Terrasse oder einem eigenen Balkon. Besonderes Element der Einrich­tung sind die Fußböden aus hand­bemalten Majolika-Fliesen, die jeder Etage mit unter­schied­li­chen Mustern und Farben eine eigene Optik verleihen.

Ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet garan­tiert ausrei­chende Stärkung für den Tag – sowohl Süßes als auch Herzhaftes steht zur Auswahl. Auf Wunsch können die Gäste sich das Früh­stück auch auf das Zimmer bringen lassen. Abends wird im haus­ei­genen Restau­rant ein saisonal wech­selndes Menü ange­boten, zubereitet aus regio­nalen Produkten. Für Ausflüge zu den Stränden von Canneto bietet das Hotel seinen Gästen zu festen Zeiten einen kostenfreien Shut­tle­service an. Bei Inter­esse steht das Personal gerne jederzeit mit gutem Rat zur Seite, sei es mit Vorschlägen für lohnens­werte Ausflüge oder mit Wissens­wertem über Land und Leute.

Lipari

Wandern und Baden auf geschicht­s­träch­tiger Insel

Die größte der sieben äoli­schen Inseln ist seit über 7.000 Jahren bewohnt, was sie dem Obsidian verdankt, einem schwarz schil­lernden Gesteins­glas vulka­ni­schen Ursprungs. In der Antike sollen hier grie­chi­sche Auswanderer eine Art urkom­mu­nis­ti­sches Gemein­wesen geschaffen haben. Im 9. Jahr­hun­dert überfielen Sarazenen die Insel und zerstörten die Kathedrale. Ab dem 11. Jahr­hun­dert herrschten die Normannen. Heute leben noch etwa 11.000 Menschen auf der Insel, die meisten in der Haupt­stadt Lipari. Lipari ist ideal für Wande­rungen in seiner weitge­hend unbe­rührten Natur. Die beste Art, die Schön­heit von Lipari zu erleben, ist allerdings eine Bootsfahrt rund um die Insel, die man vom Haup­tort aus jederzeit buchen kann.

Stromboli

Ursprüng­l­iche Insel unter einem aktiven Vulkan

Fast kegelförmig ragt der Vulkan 926 Meter aus dem Meer; vom Meeresgrund sind es sogar 3.000 Meter. Der Stromboli bildet eine nur zwölf Quad­ratki­lometer große Insel, was bei seiner Höhe ungewöhn­lich klein ist. Gut 500 Menschen wohnen auf dem aktiven Vulkan, dessen Lava über die „Sciara del Fuoco“ (die Feuer­rut­sche) im Norden ins Meer fließt. Die Insel ist auto­frei. Es gibt nur moto­ri­sierte Drei­räder und Motorroller. Heute wird Land­wirt­schaft nur im unteren Bereich betrieben. Die Terras­senzonen ober­halb 100 Meter werden langsam von der Natur zurück­e­r­obert. Trotz zahl­loser Touristen, die mit Schnell­booten von Messina, Milazzo oder Neapel kommen, hat die Insel viel von ihrer Ursprüng­l­ichkeit bewahrt. Ein schöner Rundweg führt über Maul­tier­pfade in Rich­tung Gipfel.

Lipari (Stadt)

Das male­ri­sche Hafen­städt­chen zu Füßen des mäch­tigen Burg­bergs wird einge­rahmt von der Bucht Marina Corta im Süden und Marina Lunga im Norden. Impo­sant ragt der Fels über die kubi­schen Häuser empor. Inner­halb der Festungs­mauer eröffnet sich ein labyrinth­ar­tiges Gassengewirr, in dem bunte Wäsche über den Köpfe flat­tert und Blumen­töpfe die Haus­ein­gänge schmü­cken. 5.000 Einwohner hat der Ort und einen Bischof, dessen Kathedrale, San Barto­lomeo, einen wunderbaren Ausblick über die Stadt genießt.

Monte Guardia

Panora­mawande­rung im Süden von Lipari

Die Panormamawande­rung führt über den Südzipfel von Lìpari, wo die schroffen Felsen ins Meer stürzen und Fels­nadeln aus dem türkisen Wasser ragen, zum Belve­dere, dem belieb­testen Ausguck der Äoli­schen Inseln. Am Spia­ggia Valle Muria kann man ein erfri­schendes Bad nehmen und den Ort Lipari von oben betrachten. Höhe­punkt ist der Rund­blick vom Monte Guardia. (hin und zurück: 15,8 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 570 Meter)

Nach Vulcano zum Schlammbad

Tages­ausflug von Lipari

Der Name der drittgrößten Äoli­schen Insel ist nicht von „Vulkan“ abge­leitet, es ist umge­kehrt: Die Vulkane sind nach der Insel benannt. Sie galt als Schmiede des römi­schen Feuer­gottes, Vulcanus, und ist bereits aus großer Entfer­nung am pene­tranten Schwefelge­stank zu erkennen. Vom Anlege­steg aus ist der Weg zum Gipfel­k­rater zwar kurz, er kann aber je nach Vulka­n­ak­tivität recht unan­ge­nehm werden. Die Schwefeldämpfe sollten nicht einge­atmet werden. Anschließend kann man ein Schlammbad nehmen, wie es schon vor Tausenden von Jahren Grie­chen und Römern gemacht haben, die die Heil­kraft des mine­r­alhal­tigen Schlamms besonders schätzten. Allerdings sollte man sich dazu möglichst alte Bade­sa­chen mitnehmen. Sie werden nach dem Bad nämlich noch eine Weile stinken. (zum Krater: 6,7 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab 370 Meter)

Monte Fosso delle Felci

Wande­rung auf einen Aussichtsvulkan

Der 962 Meter hohe Berg ist einer der beiden Zwil­lingsvul­kane auf Salina. Wegen seiner Höhe zieht er viel Regen an, sodass dichte, grüne Wälder an seinen Hängen wachsen. Ein Wanderweg führt von S. Maria Salina zwischen Kiefern und Kasta­nien hinauf bis fast zum Krater. Danach wird der Sattel überquert und es geht hinab auf die andere Seite der Insel nach Rinella. Zurück kann man den Inselbus nehmen. (6 Stunden, 9,5 Kilometer, auf und ab: 910 Meter)

Von Lipari nach Viagrande

Fähre, Mietwagenannahme

Lipari

600 m | 23 Minuten (inkl. Fähr­überfahrt)

Von Lipari nach Milazzo

264 m | 2:30 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Die Fährge­sellschaft LibertyLines (Tragflügelboot) fährt mehrmals täglich.

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Auto Europa/Sicily by Car S.p.A.
Fahrzeug: VW Polo o.ä. (EDMR)
Station: Milazzo (City Office)

Von Milazzo nach Viagrande

124 km | 2:00 h
Die Panora­ma­fahrt von Tort­o­rici nach Südosten führt im Schatten des Ätna entlang.

Savoca

Male­ri­sches Felsen­nest im Schatten einer Norman­nenburg

Das male­ri­sche Felsen­nest duckt sich im Schatten einer Norman­nenburg. Berühmt wur­de der Ort hoch über dem Tyrrhe­ni­schen Meer als Drehort für den legendären Film „Der Pate“ von Francis Ford Coppola mit Marlon Brando. Damals war er gespens­tisch und verlassen, heute ist Savoca schön restau­riert – vor allem rund um die Kirche.

Teatro Greco

Schönstes Theater der medi­ter­ranen Welt

Das Teatro Greco, das antike Theater von Taormina, ist nach dem von Syrakus das zweitgrößte auf Sizilien. Trotz seines Namens ist es ein römi­scher Bau, der im 2. Jahr­hun­dert v. Chr. über einem kleineren, von den Grie­chen im 3. Jahr­hun­dert v. Chr. erbauten Theater errichtet wur­de. Der Neubau wur­de nötig, nachdem Thea­ter­stücke durch blutige Gladia­tioren­spiele ersetzt wurden. Heute gilt das Teatro Greco als das schönste Theater der medi­ter­ranen Welt. Vor allem von den oberen Plätzen, die eigent­lich die schlech­testen waren, hat man einen einma­ligen Ausblick auf den Ätna und das Meer.

Isola Bella

Exoti­sche Pflanzen und Eidechsen im Ioni­schen Meer

Die kleine Insel im Ioni­schen Meer vor Taormina kam um 1900 in den Besitz von Florence Trevelyan, die dort exoti­sche Pflanzen züch­tete. Heute ist die Insel mit medi­ter­ranen und tropi­schen Pflanzen ein Para­dies für Vögel, Eidechsen und Künstler. Derzeit werden täglich vier kosten­lose Führungen auf der Insel ange­boten, die ansonsten für die Öffent­lichkeit gesperrt ist. Die Teil­nehmer­zahl ist dabei auf 15 Personen begrenzt.

Grotta del Gelo

Ewiges Eis in zähfließender Lava

Die Höhle in den nörd­li­chen Lavafel­dern des Ätna ist ein kleines Naturwunder, weil sich dort fossiles Eis gehalten hat, das in Jahr­tausenden bläu­liche Stalak­titen gebildet hat. Rundherum ist die Land­schaft vom Erdfeuer geprägt: Zähe Lava hat sich über­ein­ander gesch­lungen. Heiße Ströme fließen oft unter einer erkal­teten Schicht. Die Wande­rung zur Königin unter den Ätna-Höhlen führt durch eine bizarre Wüste und zählt zu den großar­tigsten auf Sizilien. (6:30 Stunden, 15,7 Kilometer, auf und ab: 810 Meter) Sehr gute Kondi­tion erforder­lich. Gute Tritt­si­cher­heit, festes Schuh­werk, Stirnlampe und alpine Erfah­rung sind notwendig.

D

Ätna

Aktiver Vulkan mit 300 Kratern

Der höchste und größte Vulkan Europas hat einen ellip­ti­schen Grund­riss und einen Umfang von 140 Kilome­tern.

Aufgrund des Vulka­nismus wech­selt seine Höhe ständig. Etwa 300 Nebenk­rater gehören zum Berg der Berge (Mongibello), wie die Sizilianer ihn nennen. Sie sind bis heute aktiv, sodass sich ständig neue Lava ergießt. Sobald sie erkaltet und verwit­tert, bietet sie fruchtbaren Boden, sodass die Besied­lung und Bepfl­anzung des Vulkans mit Wein, Zitrusfrüc­hten und Ölbäumen trotz Gefahren bis weit hinauf getrieben ist. Die Gipfel­region ist zu einem Natur­park von ca. 60.000 Hektar erklärt worden.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel am Ätna

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Boutique-Hotel liegt im kleinen Ort Viagrande am Fuße des Ätnas. Die Innen­einrich­tung des histo­ri­schen Landhauses ist eine perfekte Mischung von Eleganz, Komfort und authen­ti­schem Charme. 13 helle Zimmer und Suiten sind individuell in warmen Farben und mit viel Liebe zum Detail einge­richtet.

Accessoires wie Fotogra­fien, Gemälde, Skulpturen und Pflanzen sorgen zudem im gesamten Haus für eine wohn­liche Atmo­sphäre, die durch die Freund­lichkeit des Perso­nals unter­stützt wird. Im Garten kann man sich im Pool, der von Palmen gesäumt wird, erfri­schen oder auf der Terrasse auf einer der Sonnenliegen entspannen oder an der Poolbar ein kühles Getränk genießen. Das Früh­stück bietet eine große Auswahl an frischen Milch­pro­dukten, Säften und Obst. Das hotel­ei­gene Restau­rant serviert in elegantem Rahmen typi­sche Gerichte der Insel, zubereitet aus vorwiegend regio­nalen Produkten; in der Loungebar kann man bei einem Drink in netter Atmo­sphäre den Tag ausklingen lassen. Entspan­nung findet man auch im Spa des Hotels, wo man gegen Gebühr die Sauna nutzen oder sich bei einer Massage verwöhnen lassen kann.

Catania

Bunte Stadt im Schatten des Ätna

Die bunte Stadt in der Ebene zwischen Ätna und Meer ist mit 650.000 Einwoh­nern die zweitgrößte auf Sizilien. Sie wur­de im 8. Jahr­hun­dert von grie­chi­schen Sied­lern gegründet. Ihren Aufstieg verdankt sie dem Hafen und den fruchtbaren Lavaböden. 1669 wur­de die Stadt vom Ätna begr­aben und durch ein Erdbeben voll­ständig zerstört. Danach wur­de es im spätba­ro­cken Stil wieder­aufge­baut. Heute gehört die Altstadt zum Welterbe der UNESCO. Sehens­wert sind der Dom und der Elefan­tenbrunnen aus schwarzem Lava­stein.

Taormina

Der „Zipfel des Para­dieses“

Trotz des hoch­entwi­ckelten Tourismus ist Taormina immer noch einer der faszi­nierendsten Orte auf Sizilien. „Entdeckt“ wur­de das beschau­liche Dorf zwischen Ätna und Ioni­schem Meer von dem deut­schen Maler Otto von Geleng, der eine solche Szenerie kaum für möglich hielt: ein grie­chi­sches Amphi­theater hoch über dem Meer vor der maje­s­tä­ti­schen Kulisse eines schnee­be­deckten Vulkans, dazu eine Blütenpracht, die im Frühjahr ihres­glei­chen sucht. Mit seinen roman­ti­schen Bildern machte er ganz Europa in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf diesen „Zipfel des Para­dieses“ aufmerksam. Bald fuhr ein Direktzug von London über Paris nach Taormina. Die ersten Pensionen eröffneten, in denen die Krupps, Roth­schilds, King George V. und viele andere überwin­terten. Heute ist der Stadt­kern, der bis vor 150 Jahren nur für Maul­tiere zugäng­lich war, eine sehr leben­dige Fußgängerzone, der Corso Umberto. Die meisten histo­ri­schen Hotels liegen unter­halb der Altstadt, wo sie teilhaben an der Aussicht, die Taormina berühmt gemacht hat. Mit der Seil­bahn kann man direkt zu einer Bade­bucht hinun­terfahren, in der es allerdings nur einen Kies­strand gibt.

L'Orto Bota­nico di Catania

Oase der Ruhe und des Friedens im Groß­stadt­lärm

Der Bota­ni­sche Garten der Univer­sität Catania wur­de Anfang des 19. Jahrhunderts als wissenschaft­li­cher Lehrgarten ange­legt. Heute erstreckt er sich auf einer Fläche von 16.000 Quad­r­at­me­tern, unter­teilt in einen allgemeinen Garten mit vielen exoti­schen Pflanzen und einen kleineren Garten, den Hortus Siculus, der sich der Flora Siziliens widmet. Das Hauptgebäude ist ein klas­sizis­ti­scher Tempelbau aus dem Jahr 1857 – eine Oase der Ruhe und des Friedens mitten in der hekti­schen Stadt.

Monti Sart­o­rius

Großar­tige Blicke von einem Seitenk­rater des Ätna

Ein ganzes Netz von Wander­pfaden führt um und zu den Monti Sart­o­rius. Der Aschekegel ist vor 150 Jahren entstanden, als Lava aus einer Flanke des Ätna austrat. Die Aussicht hinunter zum Meer und in Rich­tung Taormina ist spekta­kulär. Die Wege sind größ­ten­teils einfach zu begehen und eignen sich auch für einen entspannten Spaziergang. Wegen der scharfen Lava­steine sollte man aber mit festen Schuhen gehen. Einige Abschnitte führen auch um Krater­ränder herum. Im Refugio Citelli kann man eine Rast machen. (hin und zurück: 8,2 Kilometer, 2:45 Stunden, auf und ab 160 Meter; mit Rifugio Citelli: 11,7 km, 3:30 Stunden, auf und ab: 240 Meter)

Monte Veneretta

Weit­blick vom Ätna bis nach Kala­brien

Der 884 Meter hohe Berg im Hinter­land von Taormina bietet eine phäno­me­nale Aussicht vom Ätna bis Kala­brien, über Ostsizilien und die Meer­enge von Messina. Der Wanderweg führt von Taormina über Castelmola und nutzt die alten Maul­tier­pfade. Am Wegesrand entdeckt man Spuren einer jahr­tausende­alten Geschichte. (hin und zurück: 3:30 Stunden, 8,1 Kilometer, auf und ab: 590 Meter)

Catania

Mietwagenabgabe

Catania

29 km | 29 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Catania Flughafen (Desk at Airport)

11 Tage
ab 1.299,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • Umfulana Klimaspende

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Mai–Oktober

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Stefanie Maier

Tel.: +49 (0)2268 92298-18

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