Kambodscha


Kambodscha / Praktische Hinweise


Allgemeine Länderinfo

Hauptstadt

Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh liegt im Südwesten des Landes am Tonle Sap, einem Zufluss des Mekong. Die Stadt bietet mit dem Königspalast, Pagoden, Tempeln und interessanten Märkten viel zu entdecken.

Konsulate

Die deutsche Botschaft hat ihren Sitz in Phnom Penh:
Adresse: Phnom Penh No. 76-78 Rue Yougoslavie (= Street 214), Phnom Penh
Telefon: +855 23 21 61 93
Telefax: +855 23 21 70 16
Postadresse: Embassy of the Federal Republic of Germany, P.O. Box 60, Phnom Penh, Kingdom of Cambodia

Sicherheit

Mit der Auflösung der Roten Khmer und der Stabilisierung der politischen Verhältnisse ist Kambodscha sicher geworden. In Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville ist die Sicherheitslage gut, wenngleich ein gewisses Risiko bei Dunkelheit durch Straßenraub besteht. In Angkor können die zentralen Tempel seit Jahren ohne Schwierigkeiten besucht werden.

Sprache

Die Landessprache Kambodschanisch bzw. Khmer wird von über 90% der Bevölkerung gesprochen. Die übrigen Einwohner kommunizieren in den Sprachen der Bergvölker sowie in Vietnamesisch und Chinesisch. 

Das Khmer basiert auf dem altindischen Sanskrit. Mit der Ausbreitung des Theravada-Buddhismus fanden zudem zahlreiche Pali-Begriffe, später auch Wörter und Wendungen aus dem Französischen, Chinesischen, Thai und Vietnamesischen Eingang in das Nationalidiom. Anders als die thailändische, laotische und vietnamesische Sprache kennt Khmer keine unterschiedlichen Tonstufen.

Religion

Der Buddhismus ist seit dem 15.Jahrhundet die Volksreligion, zu der sich rund 90 Prozent der Bevölkerung bekennt (hauptsächlich zum Theravada-Buddhismus). Während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer, die versuchten, alle im Land vertretenen Religionen und deren Repräsentanten auszurotten, wurden die meisten buddhistischen Mönche und 90% der Christen getötet. Seit 1979 gibt es Zeiten größerer Freiheit und seit 1990 erlebt die Religion in Kambodscha einen neuen Aufschwung, was sich auch in der Zahl neugegründeter Klöster widerspiegelt.

Essen und Trinken

Kennzeichen für die kambodschanische Küche ist ihr Milder Charakter. Viele Gerichte sind Variationen von Speisen aus anderen Ländern, unter deren Einfluss Kambodscha einst stand. Während in Phnom und Siem Reap einige Restaurants gehobene kulinarische Genüsse bieten, beschränkt sich das Angebot abseits der Hauptreiserouten meist auf Nudelsuppe und einfache Reisgerichte. 

Kambodschaner trinken zum Essen meist nur Mineralwasser oder grünen Tee. Trinkwasser in Plastikflaschen ist ebenso wie importierte Softdrinks in Dosen praktisch überall erhältlich. Preiswert und erfrischend ist frisch gepresster Zuckerrohrsaft oder die helltrübe Milch der jungen Kokosnuss.

Feste und Feiertage

Die traditionellen Feste und Feiertage, die meist religiöse Motive und Hintergründe haben, richten sich nach dem buddhistischen Mondkalender, so dass sich die Termine im Gregorianischen Kalender von Jahr zu Jahr verschieben. Das Chaul Chhnam ist das traditionelle Neujahrsfest, das dem Songkran-Fest in Thailand entspricht, im April stattfindet und drei Tage dauert.

Klima und Reisezeit

Wenig Regen und „kühle“, für Mitteleuropäer erträgliche Temperaturen von 25-30 Grad Celsius machen November, Dezember und Januar zu den besten Reisemonaten. In der nordöstlichen Bergregion kann es in der Trockenzeit (besonders nachts) recht kühl werden. Von Februar bis April steigen die Temperaturen an und können Ende März die 40 Grad Celsius Marke überschreiten. Der feuchte Süd-west- oder Sommer-Monsun sorgt von Mai bis Oktober für heftige Regenfälle. Doch muss die Regenzeit nicht unbedingt eine schlechte Reisezeit sein, denn normalerweise regnet es nicht den ganzen Tag. Meist gehen nur kurze, aber heftige Wolkenbrüche, die von Gewittern begleitet sind, nieder. Zudem bringt der Regen die lang ersehnte Abkühlung mit sich und die am Ende der Trockenzeit schier unerträglich hohen Temperaturen beginnen allmählich zu sinken. Allerdings können nach sintflutartigen Niederschlägen viele Straßenverbindungen durch Überschwemmungen unterbrochen sein.

Zeitzone

Der Zeitunterschied zwischen Kambodscha und Mitteleuropa beträgt plus sechs Stunden. Während der europäischen Sommerzeit verringert sich die Differenz um eine Stunde.

Strom und Wasser

Stromstärke und Spannung entsprechen den europäischen Normen (220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz), in kleineren Provinzstädten durchweg nur 110 Volt. Eurostecker können in den größeren Hotels verwendet werden, ansonsten benötigt man einen dreipoligen Zwischenstecker.

Kosten vor Ort

ggf. Verpflegungskosten, Kosten für selbstgebuchte Ausflüge vor Ort, private Ausgaben (z.B. Kosten für Souvenirs, Medikamente, etc.), Trinkgelder, Visagebühr (siehe praktische Hinweise im Reiseentwurf), ggf. Transportkosten (siehe grüne Hinweise im Reiseverlauf)

Ein- und Ausreise

Anreise

Es gibt noch keine Direktflüge von Europa nach Kambodscha. Die günstigste Drehscheibe ist Bangkok. Durch die Eröffnung neuer Grenzübergänge und die Erleichterung der Visabestimmungen wird die Einreise aus den Nachbarländern auf dem Landweg immer einfacher.

Reisedokumente und Formalitäten

Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen einen Reisepass, der mindestens noch sechs Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist, und ein Visum (siehe Abschnitt Visum). Zollerklärungen für Ein- und Ausreise werden im Flugzeug ausgehändigt. Die ausgefüllten Formulare werden von den Behörden an den Flughäfen eingefordert.

Visum

An den Flughäfen und an acht weiteren Grenzübergängen zu Kambodscha kann ein 30 Tage gültiges, ein so genanntes Visa on Arrival (Visum bei Ankunft), für US-$ 30 erhalten werden. Es sind zwei identische Passfotos erforderlich. Der Pass muss noch mindestens zwei freie Seiten für den Visa Eintrag haben und noch mindestens 6 Monate nach Einreise gültig sein.

Elektronische Visa können vor der Reise unter dem folgenden Link bestellt werden: https://www.evisa.gov.kh/?lang=Deu
Dies gilt nicht bei Einreisen über das Mekong Delta.

Zoll

Die Ein- und Ausfuhr von Devisen ist in unbegrenzter Höhe möglich. 
Zollfrei einführen darf man neben den üblichen Reise-Utensilien 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 g Tabak, 1 l alkoholische Getränke, Geschenke im Wert von bis zu 100 US-$ sowie zwei Fotoapparate mit Objektiven und Filmmaterial, zwei Videokameras und ein Fernglas. Verboten ist die Einfuhr von Waffen und Munition, Drogen und pornografischem Material. Bei Einreise muss eine für die statistische Zwecke wichtige Einreisekarte und eine Zollerklärung ausgefüllt werden. Bei der Einreise nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz ist zu beachten, dass nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen die Einfuhr von geschützten Tieren, bzw. die Produkte daraus, verboten sind. Dazu gehören Mitbringsel aus Reptilienleder, Elfenbein und Schildplatt.

Autofahren

Mietwagen

Mietwagen werden nur mit Fahrer vermietet.

Unterkunft

Landesspezifisches

Geräuschempfindlichkeit
Die Hotels in den Großstädten verfügen nicht immer über doppelt verglaste Fenster, daher empfiehlt es sich einen Lärmschutz (z.B. Ohropax) mitzuführen, falls Sie geräuschempfindlich sind.

Toiletten
Westliche Sitztoiletten und Toilettenpapier findet man in Hotels, Gästehäusern und Restaurants, die auf Touristen eingestellt sind. Ansonsten gibt es wie in den meisten asiatischen Ländern Hock-Klos.

Geldangelegenheiten

Währung

Landeswährung ist der Kambodschanische Riel, Hauptwährung jedoch der US-$. Riel braucht man nur in geringen Mengen, etwa für Einkäufe auf Märkten, öffentliche Verkehrsmittel oder Essensstände. Im Umlauf befinden sich Scheine zu 100, 200, 500, 1000, 2000, 5000, 10 000, 20 000, 50 000 und 100 000 Riel. Da der Riel eine reine Binnenwährung ist, kann man erst im Lande wechseln. Es empfiehlt sich einen gewissen Bargeldbetrag in US-$ - keine zu großen Scheine und viele ein Dollar Scheine – mitzunehmen. Darauf achten, dass die Scheine nicht beschriftet oder beschädigt sind.

Den aktuellen Wechselkurs findet man auf http: http://de.hotexchangerates.com/eur/asia-pacific.html

Geldautomaten

In Verbindung mit dem PIN-Code kann man mit Visa, Master Card und anderen international gebräuchlichen Kreditkarten in Phnom Penh, Siem Reap, Battambang und Sihanoukville an den immer zahlreicher werdenden Geldautomaten US-Dollar ziehen. Es sollten nur Geldautomaten benutzt werden, welche die Embleme internationaler Institute aufweisen. In anderen kambodschanischen Städten gib es bislang kaum Geldautomaten, jedoch erhält man bei größeren Banken (z.B. Cambodia Commercial Bank und Cambodia Mekong Bank) gegen Vorlage gängiger Kreditkarten, US-Dollar.

Tipp: Weltweite Auskunft über ATM-Standorte gib es auf der Website www.mastercard.com/atmlocator

Zahlungsmittel

Bargeld in US-$ wechselt man günstiger bei privaten Geldwechslern, die ihre Stände meist in der Nähe der Märkte oder den größeren Hotels haben. 

Kreditkarten werden in der Regel von größeren Hotels und guten Restaurants sowie vielen Geschäften akzeptiert, jedoch wird häufig ein Preisaufschlag von 3-4 % verlangt.

Gesundheit

Medizinische Versorgung vor Ort

Die größte Auswahl an Medikamenten, darunter auch in Europa gebräuchliche Präparate, haben die Apotheken in den Krankenhäusern von Phnom Penh. Wichtige Medikamente sollten unbedingt von zuhause mitgebracht werden.

Impfungen

Impfungen sind für Reisende aus infektionsfreien Gebieten nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich aber die Auffrischung des Impfschutzes gegen Tetanus und Poliomyelitis, sowie prophylaktische Maßnahmen gegen Diphterie, Hepatitis A und Typhus. 

Malaria

Informationen zu Malaria können bei den Gesundheitsämtern oder Institute für Tropenmedizin eingeholt werden. Ansonsten besteht die beste Malariaprophylaxe aus langärmligen Hemden und langen Hosen in der Dämmerung, einem Mückenschutzmittel und Moskitonetz. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über die aktuellen Empfehlungen!

Aktuelle Infos können auf der Internetseite www.dtg.org abgefragt werden.

Trinkwasser

Leitungswasser sollte man selbst in den großen Städten nicht trinken. In Hotels und Pensionen erhalten Gäste meist unentgeltlich oder sehr preiswert Trinkwasser in verschlossenen Plastikflaschen.

Vorbereitung

Kleidung

Leichte aber schickliche Freizeit- oder normale Straßenkleidung eignet sich für das Klima Kambodschas am besten. Das äußere Erscheinungsbild, als eines der Statuskennzeichen in Kambodscha, ist den Kambodschanern sehr wichtig. Als unhöflich gilt es, sich abseits von Strand oder Swimmingpool in allzu knapper Kleidung sehen zu lassen. Frauen sollten weder Dekolleté noch Knie zeigen. Auch Männer sollten keine kurzen Hosen tragen. 

Telefonieren

Von Europa mitgebrachte Mobiltelefone mit Roaming-Service können in Kambodscha benutzt werden. Um einiges billiger ist das Telefonieren mit einer kambodschanischen SIM-Karte.
Die Vorwahl für Kambodscha ist die 00 855. Von Kambodscha nach Deutschland wählt man 00149, nach Österreich 00143 und in die Schweiz 00141, danach jeweils die Ortskennzahl ohne die erste Null.

Verhaltenshinweise

Einkaufen

Typische Souvenirs aus Kambodscha sind Edel- und Halbedelsteine, Gold- und Silberschmuck, Seidenstoffe und Imitate von Angkor-Statuen. Verkauf und Ausfuhr von echten Antiquitäten sind streng verboten. Auf den Erwerb von Originalen aus den Angkor-Tempeln stehen hohe Geld- und Gefängnisstrafen. Wer über Laos und Thailand zurückreist, benötigt für Buddha-Figuren eine Ausfuhrgenehmigung.

Feilschen / Handeln
Handel ist in Kambodscha wie in den Nachbarländern eine Art Nationalsport. Festpreise haben nur gehobene Läden in den Städten, aber selbst dort werden auf Anfrage Rabatte gewährt.

Fotografieren

Für gewöhnlich ist das Fotografieren von Personen völlig unproblematisch. Jedoch sollte man ggf. das Einverständnis des Betreffenden einholen, durch einen kurzen Blickkontakt oder ein freundliches Lächeln. Bei religiösen Festen sind Diskretion und Zurückhaltung oberstes Gebot, das gilt insbesondere für das Fotografieren mit Blitzgeräten. Für militärische Anlagen und Flugplätze gelten die üblichen Fotoverbote.

Trinkgeld

Trinkgelder sind in allen Dienstleistungsbereichen üblich, es besteht allerdings keine Muss-Regel. Zu bedenken ist, dass für viele Kambodschaner kleinere Dienstleistungen die einzigen Einnahmequellen sind und dass wegen des niedrigen Lohnniveaus, viele Erwerbstätige auf Trinkgelder angewiesen sind.

Aufgrund der Rückfragen unserer Kunden nach dem Trinkgeld für Reiseführer und Fahrer empfehlen wir wie folgt: 
Reiseführer: USD 10 pro Tag
Fahrer: USD 5 pro Tag
Wenn Sie mehrere Tage mit Guide und Fahrer unterwegs sind, kann der Tagessatz reduziert werden.
Beispiel: 3-5 Tage USD 20 für den Reiseführer und USD 10 für den Fahrer.

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