Kanadische Rocky Mountains: Bergwälder, Wasserfälle, Gletscherseen
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Kanadische Rocky Mountains

Welterbe der UNESCO: Kanadische Rocky Mountains

Welterbe der UNESCO: Kanadische Rocky Mountains

Bergwälder, Wasserfälle, Gletscherseen

Die kanadischen Rocky Mountains sind Teil des längsten Kettengebirges der Welt. Es reicht vom chilenischen Feuerland bis nach Alaska und hat eine Länge von 14.000 Kilometern. Mit 180.000 Quadratkilometern ist allein der kanadische Abschnitt dieses gigantischen Gebirges etwa halb so groß ist wie Deutschland. Der vergletscherte Hauptkamm ist gleichzeitig die Wasserscheide zwischen dem Pazifik und dem Atlantischen Ozean. Aus alpinen Höhen stürzen Wasserfälle herab; an den Hängen wachsen ursprüngliche Bergwälder. Die Gletscher der letzten Eiszeit haben geheimnisvolle Bergseen hinterlassen. Vier von fünf Nationalparks in den Rockies sind zum Welterbe der UNESCO erhoben und ziehen zahllose Wanderer, Abenteurer und Outdoor Enthusiasten an.



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Sehenswürdigkeiten Kanadische Rocky Mountains

Beaver Board Walk

Auf einem Bohlenweg ins Reich der Biber

Mehr als drei Kilometer führt der Bohlenweg in den Lebensraum der Biber – hinweg über Sümpfe, Wiesen und Seen. Dabei kann man das Werk der Tiere bewundern: ein ausgeklügeltes System aus gefällten Bäumen und Staudämmen. Unterwegs kommt man an Bänken und Picknickplätzen vorbei. Zwei Aussichtstürme ermöglichen über das gesamt Gelände.

Berg Lake Trail

Schönste Wanderung im Mount Robson Park

Die Wanderung im Mount Robson Provincial Park gehört zu den schönsten im ganzen kanadischen Westen. Sie beginnt am Parkplatz und führt durch ein grandioses Gebirgspanorama hinaus zum idyllischen Berg Lake. Oben erwartet einen eine wilde, malerische Welt aus Fels und Eis. Wanderer biwakieren oben und gehen am nächsten Tag wieder zurück. Leider ist diese Tour für Tagesbesucher viel zu lang. Es lohnt sich aber schon, nur bis zum Kinney Lake zu gehen. (zum Kinney Lake und zurück: 8,5 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab 140 Meter)

Black Creek Heritage Rangeland

Wildnis im Osten der Rocky Mountains

Das Schutzgebiet umfasst knapp 8000 Hektar im Osten des Whalback Ridge, einem Ausläufer der Rocky Mountains. Es gehört zu den letzten unberührten Berglandschaften in Alberta. Die Ebenen am Fuß der Berge sind mit Gras bewachsen. Besonders reizvoll ist die Landschaft im Winter, wenn die strahlend weißen Berge mit den sanften Hügeln kontrastieren.

Fort Steele

Urbild vieler Western-Filme

Fort Steele östlich von Cranbrook ist eines der legendären Urbilder vieler Western-Filme. In dem Goldgräberort kam es ständig zu Konflikten mit den ansässigen Indianern. Um den Ort zu befrieden, wurde ein Teil der Polizeitruppe von Fort MacLeod unter Superintendent Steele hierher verlegt, worauf die dankbaren Siedler den Ort nach ihm benannten. Heute ist die Heritage Town ein lebendiges Freilichtmuseum, das die Zeit um 1900 widerspiegelt. In der Schmiede kann man dem Hufschmied bei der Arbeit zuschauen. Auf der Straße muss man aufpassen, nicht ständig in Schießereien verwickelt zu werden. Im Wild Horse Theatre, einem der über 60 historischen Gebäude, werden regelmäßig Musikshows und Comedies aus der viktorianischen Epoche aufgeführt.

Nähere Informationen:
www.fortsteele.ca

George Hicks Park

Lachswanderung im August und September

Jedes Jahr kann man von Mitte August bis Mitte September die Königslachse im George Hicks Park in Valemount beobachten, wie sie auf dem Weg vom Pazifk durch den Fraser River zu ihren Laichgründen schwimmen. Nur die kräftigsten von ihnen schaffen die 1.280 Kilometer lange Wanderung bis in den McLennan River und zum Swift Creek in Valemount.

Glacier-Nationalpark

Riesen-Lebensbäume am Fuß der Gletscher

Der Glacier National Park of Canada ist mit knapp 1.400 Quadratkilometern der größte der sieben Nationalparks in British Columbia. Über 50 Prozent der Fläche liegt oberhalb der Baumgrenze von 2.000 Metern, zwölf Prozent des Parks sind ganzjährig von Eis und Gletschern bedeckt. Bis zu 17 Meter Neuschnee fallen pro Jahr und speisen über 400 Gletscher. Das raue Klima lässt nur in den unteren Tälern Vegetation zu. In den niedrigsten Bereichten wächst der Regenwald. Er besteht aus Riesen-Lebensbäumen, Kiefern und Tannen, unter denen Farne gedeihen. Die Fichten im Tal des Beaver River sind bis zu 1000 Jahre alt. Wo Lawinen niedergegangen sind, wachsen im Frühjahr und Sommer üppige Blumenwiesen. 54 Säugetier- und 183 Vogelarten leben in den Wäldern des Parks, darunter Schwarzbären, Grizzlys und Vielfraße. In den höheren Lagen leben Wald-Karibus, Schneeziegen, und Murmeltiere.

Grizzly Bear Interpretive Centre

Wo Boo der Bär zu Hause ist

2003 fand man zwei verwaiste Grizzlyjunge, deren Mutter von einem Wilderer getötet worden war. Man taufte die Kleinen liebevoll auf die Namen Cari und Boo, nach den Cariboo Mountains, und entschied sich dazu, ihnen ein sicheres Zuhause zu bauen. So wurde eigens für die beiden ein rund 20 Hektar großes Areal am Kicking Horse Ski Resort eingezäunt, das ihnen einen natürlichen und dennoch geschützten Lebensraum bieten sollte. Unglücklicherweise verstarb Cari währen des ersten Winterschlafs. Seitdem lebt Boo alleine. Während das die meiste Zeit der einzelgängerischen Natur der männlichen Grizzlys entspricht, ist es während der Paarungszeit jedoch schon vorgekommen, dass es den Bären auf der Suche nach weiblicher Gesellschaft aus seinem Gehege gelockt hat. Nach einem Ausflug in die freie Wildnis kehrte er letztendlich wieder freiwillig in sein Zuhause zurück.
Wer Boo einmal live sehen möchte und mehr über das Verhalten von Grizzlys lernen möchte, kann an einer der geführten Touren teilnehmen.

Mount Robson

Wanderparadies am höchsten Berg Kanadas

Auf der Grenze zwischen den Provinzen Alberta und British Columbia liegt der Mount Robson, der mit 3.954 Metern höchste Berg der kanadischen Rock Mountains. Es gibt keine leicht begehbaren Routen auf den Gipfel, so dass nur eine Handvoll Bergsteiger jedes Jahr dieses Ziel erreicht. Die großartige Hochgebirgslandschaft wird von dem über 2200 Qudratkilometer großen Mount Robson Provincial Park geschützt. Mehrere Wanderwege führen in die Wildnis. Besonders schöne Orte sind der Moose Lake, an dessen Ufer oft Elche grasen, oder die Overlander Falls. Die Südseite des Berges ist vom Yellowhead Highway aus besonders gut sichtbar.

Rearguard Falls

Wanderung der Königslachse

Wenn die Königslachse im August versuchen, auf dem Weg zu ihren Laichgründen die Fälle zu überqueren, haben sie bereits eine Wanderung von über 1.250 Kilometern hinter sich. Nur die Kräftigsten schaffen es, den Wasserfall zu überwinden, um weiter zu den Overlander Falls zu schwimmen, wo die Reise dann endgültig zu Ende ist. Die imposanten Königslachse sind bis 1,5 Meter lang. Man kann sie von der Aussichtsplattform sehen, die vom Highway über einen einfachen Wanderweg erreichbar ist (ca. 30 Minuten). Der Zugang zum Rearguard Falls Trail befindet sich 5 Kilometer östlich von Tete Jaune Cache, an der Südseite des Highway 16.

Rogers Pass

Wasserscheide zwischen Pazifik und Atlantik

Der 1.330 Meter hohe Gebirgspass in den Selkirk Mountains wurde 1882 entdeckt und ist seither eine wichtige Ost-West-Verbindung. Der Trans-Canada Highway überquert ihn, während die transkontinentale Eisenbahnstrecke durch einen Tunnel führt. Heute steht auf dem Pass das Besucherzentrum des Glacier National-Parks. In der beginnt der ein Kilometer lange Abandoned Rails Trail, an den man alte Bahnanlagen und Lawinenschutzbauten besichtigen kann. Vom Highway aus führen mehrere Wege zu Aussichtspunkten auf Gletscher oder Bahnanlagen.

Takakkaw Falls

250 Meter hohe Kaskaden und ein Ausblick auf die Gletscherwelt

Die Wasserfälle im Yoho National Park stürzen stufenlos 254 Meter in die Tiefe und sind insgesamt 384 Meter hoch. Damit gehören sie zu den höchsten und eindrucksvollsten Fällen in Kanada. Vom Parkplatz aus ist es nur ein kurzer Spaziergang bis zum Aussichtspunkt. Am Fuß der Wasserfälle spürt man die Gischt. Am besten, man zieht Regensachen an. Wer Menschenaufläufe vermeiden will, geht morgens früh oder am späten Nachmittag dorthin. Wer etwas weiter gehen möchte, kann auf einen Vorgipfel steigen und wird mit einer herrlichen Aussicht über die Gletscherwelt belohnt. (hin und zurück: 8,2 Kilometer, 3:20 Stunden, auf und ab: 640 Meter)

Windermere Lake

Wasserlandschaft zwischen Purcell Mountains und Rocky Mountains

Der See ist eine verbreiterte Stelle des Columbia River, weshalb er manchmal auch Lower Columbia Lake genannt wird. Südöstlich liegt der Ort Windermere und an der Nordostseite die Stadt Invermere. Die durchschnittliche Tiefe des Sees beträgt 4,5 Meter. Im Westen erheben sich die Purcell Mountains. Zwischen dem Gebirge und dem See verläuft eine Eisenbahnstrecke. Die Gegend an der Ostseite des Sees ist zunächst flacher, dann schließen sich die Rocky Mountains an.

Yoho National Park

Naturwunder im Schatten der Rocky Mountains

Der Nationalpark gehört mit seinen 1313 km² Fläche zu den vier großen Wildnisgebieten in den kanadischen Rockies und zeichnet sich durch schneebedeckte Gipfel, einsame Bergseen und tosende Wasserfälle aus. Er erstreckt sich entlang des Kicking Horse River, der eine tiefe Schlucht in das weiche Sedimentgestein der Rockies geschliffen hat. Eine der großen Sehenswürdigkeiten ist eine natürliche Brücke über den Kicking Horse Fluss und der leuchtend grüne Emerald Lake. Unübertroffen sind die Takakkaw Fälle, die zu den höchsten in Nordamerika gehören. „Yoho“ bedeutet in der Sprache der Cree-Indianer „Erstaunen“, aus dem man angesichts der Naturschönheiten in der Tat nur schwer heraus kommt.



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