Kanadische Rocky Mountains

Höchster Berg der kanadischen Rockies: Mount Robson

Höchster Berg der kanadischen Rockies: Mount Robson

Die kanadischen Rocky Mountains gehören zu den spektakulärsten und beliebtesten Reisezielen Westkanadas. Die grandiose Gebirgslandschaft erstreckt sich über 1.450 Kilometer Länge zwischen den Provinzen British Columbia und Alberta und umfasst ein Gesamtgebiet, das mit 180.000 Quadratkilometern etwa halb so groß ist wie Deutschland. Der vergletscherte Hauptkamm ist gleichzeitig die Wasserscheide zwischen dem Pazifik und dem Atlantischen Ozean. Vier von fünf Nationalparks in den Rockies sind zum Welterbe der UNESCO erhoben und ziehen zahllose Wanderer, Abenteurer und Outdoor Enthusiasten an.



Sehenswürdigkeiten Kanadische Rocky Mountains


Jasper National Park

Abgelegenes Weltnaturerbe rund um ein riesiges Eisfeld

Im Jasper-Nationalpark setzt sich die grandiose Gebirgslandschaft des Banff-Parks fort. Er ist mit fast 11.000 Quadratkilometern der größte in den kanadischen Rockies und Weltnaturerbe der UNESCO. Gewaltige Gletscher wie das Columbia-Eisfeld mit 325 (!) Quadratkilometern, majestätische Berge, donnernde Wasserfälle und im Sommer bunte Bergwiesen machen die Schönheit des Parks aus, der wegen seiner Abgelegenheit weniger frequentiert ist als der Banff-Nationalpark. Vom Spaziergang am kristallklaren Maligne See bis zu geführten Gletscherwanderungen gibt es zahlreiche Wandermöglichkeiten unterschiedlicher Längen und Schwierigkeitsgrade.


Peyto Lake

Türkisfarbener Gletschersee am Icefield Parkway

Der Bergsee im Banff National Park gilt wegen seiner türkisen Farbe als einer der schönsten in Kanada. Er kann bequem über den Icefields Parkway erreicht werden. Der See wird von mehreren Gletschern gespeist – darunter der gleichnamige Peyto-Gletscher. Diese Wasserfärbung wird durch feingemahlenes Gestein verursacht, das auch Steinmehl oder Gletschermilch genannt wird und mit dem Schmelzwasser in den See gelangt.  Das Icefield Centre, ein Besucherzentrum am See, enthält eine gut gemachte Ausstellung, die die Geschichte und Geologie des Nationalparks erklärt.
Der Peyto Lake wurde nach Bill Peyto benannt, einem bekannten Trapper und Bergführer Ende des 19. Jahrhunderts.


Beaver Board Walk

Auf einem Bohlenweg ins Reich der Biber

Mehr als drei Kilometer führt der Bohlenweg in den Lebensraum der Biber – hinweg über Sümpfe, Wiesen und Seen. Dabei kann man das Werk der Tiere bewundern: ein ausgeklügeltes System aus gefällten Bäumen und Staudämmen. Unterwegs kommt man an Bänken und Picknickplätzen vorbei. Zwei Aussichtstürme ermöglichen über das gesamt Gelände.


Yoho National Park

Naturwunder im Schatten der Rocky Mountains

Der Nationalpark gehört mit seinen 1313 Quadratkilometern Fläche zu den vier großen Wildnisgebieten in den kanadischen Rockies und zeichnet sich durch schneebedeckte Gipfel, einsame Bergseen und tosende Wasserfälle aus. Er erstreckt sich entlang des Kicking Horse River, der eine tiefe Schlucht in das weiche Sedimentgestein der Rockies geschliffen hat. Eine der großen Sehenswürdigkeiten ist eine natürliche Brücke über den Kicking Horse Fluss und der leuchtend grüne Emerald Lake. Unübertroffen sind die Tokakkaw Fälle, die zu den höchsten in Nordamerika gehören. „Yoho“ bedeutet in der Sprache der Cree-Indianer „Erstaunen“, aus dem man angesichts der Naturschönheiten in der Tat nur schwer heraus kommt.


Lake Louise

Paradies für Wanderer und Angler

Das Paradies für Wanderer und Angler liegt knapp 60 Kilometer nordwestlich von Banff. In dem blaugrün aufschimmernden See spiegelt sich die majestätische Bergkulisse mit dem Mount Victoria (3464 m) im Zentrum. Die einzigartige türkisblaue Farbe stammt von dem Steinmehl, das durch das Gletscherschmelzwasser in den See gespült wird. Am Seeufer thront das Chateau Lake Louise mit Übernachtungsmöglichkeiten für über 1000 Gäste. Es empfiehlt sich, den See in den frühen Morgenstunden zu besuchen. Lohnenswert sind die Wanderungen zum Lake Agnes (3,5 km) und zum Plain Six Glaciers (5,5 Km), einem Bergplateau mit subalpiner Vegation uns schöner Aussicht auf sechs Gletscher.


George Hicks Park

Lachswanderung im August und September

Jedes Jahr kann man von Mitte August bis Mitte September die Königslachse im George Hicks Park in Valemount beobachten, wie sie auf dem Weg vom Pazifk durch den Fraser River zu ihren Laichgründen schwimmen. Nur die kräftigsten von ihnen schaffen die . 1.280 Kilometer lange Wanderung bis in den McLennan River  und zum Swift Creek in Valemount.


Mount Robson

Wanderparadies am höchsten Berg Kanadas

Auf der Grenze zwischen den Provinzen Alberta und British Columbia liegt der Mount Robson, der mit 3.954 Metern höchste Berg der kanadischen Rock Mountains. Es gibt keine leicht begehbaren Routen auf den Gipfel, so dass nur eine Handvoll Bergsteiger jedes Jahr dieses Ziel erreicht. Die großartige Hochgebirgslandschaft wird von dem über 2200 Qudratkilometer großen Mount Robson Provincial Park geschützt. Mehrere Wanderwege führen in die Wildnis. Besonders schöne Orte sind der Moose Lake, an dessen Ufer oft Elche grasen, oder die Overlander Falls. Die Südseite des Berges ist vom Yellowhead Highway aus besonders gut sichtbar.


Rearguard Falls

Wanderung der Königslachse

Wenn die Königslachse im August versuchen, auf dem Weg zu ihren Laichgründen die Fälle zu überqueren, haben sie bereits eine Wanderung von über 1250 Kilometern hinter sich.Nur die Kräftigsten schaffen es, den Wasserfall zu überwinden, um weiter zu den Overlander Falls zu schwimmen, wo die Reise dann endgültig zu Ende ist. Die imposanten Königslachse sind bis 1,5 Meter lang. Man kann sie von der Aussichtsplattform sehen, die vom Highway über einen einfachen Wanderweg erreichbar ist. Der Zugang zum Rearguard Falls Trail befindet sich 5 Kilometer östlich von Tete Jaune Cache, an der Südseite des Highway 16. 


Banff National Park

Schönster Nationalpark in den kanadischen Rockies

Der Nationalpark in den Rocky Mountains wurde 1885 gegründet und ist damit der älteste Kanadas und der drittälteste weltweit. Auf 6.650 Quadratkilometern schützt er den Lebensraum der Tierwelt unter anderem von über 40 Säugetierarten, darunter Elch, Wapiti, Schwarzbär, Grizzly, Luchs, Wolf oder Kojote. Was die Schönheit der Gebirgslandschaft angeht, sucht der Banff National Park seinesgleichen: über 20 schneebedeckte Gipfel ragen über 3000 Meter empor. Von ihnen stürzen Wasserfälle herab, die als Wildwasserbäche durch einsame Bergwiesen rauschen – ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde. Besonders im Sommer zieht der Park viele Besucher an, die jedoch meist in der Nähe der Besucherzentren bleiben.


Revelstoke National Park

Panoramastraße zum Mount Revelstoke

Der kleine Nationalpark oberhalb des Columbia Rivers gehört zu den schönsten von British Columbia. Schneebedeckte Gipfel, ausgedehnte Eisfelder, Bergseen, Abbruchkanten und tiefe Schluchten prägen die Bergwildnis. Der Meadows in the Sky Parkway ist eine 26 Kilometer lange Panoramastraße von Revelstoke in den Park, die allerdings nur wenige Monate im Sommer befahrbar ist. Sie endet am Mount Revelstoke, wo verschiedene Wanderwege zu drei Bergseen hochführen. Der Blick vom Gipfel ist schlicht atemberaubend: er reicht vom Tal des Columbia River bis zu den namenlosen vergletscherten Bergspitzen.




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