Nova Scotia

Peggy's Cove Lighhouse, Nova Scotia

Peggy's Cove Lighhouse, Nova Scotia

Wilde Küsten, fischreiche Bäche, unergründliche Wälder

Das „Schottland der Neuen Welt“ ist etwa so groß wie die Schweiz und gilt als landschaftlich reizvollste Provinz des kanadischen Ostens, Auf der Westseite der Insel, die dem Sankt-Lorenz-Strom zugewandt ist, gibt es traumhafte Sandstrände und ein mildes Klima. An der Bay of Fundy gibt es die höchsten Gezeitenunterschiede auf der Welt.  Im Inneren der Insel locken unergründliche Urwälder mit fischreichen Bächen, Bären und Bibern. Auf der Ostseite stürmt der wilde Nordatlantik die Felsenküste mit gewaltigen Brechern. 

Ihren Namen hat trägt Nova Scotia nach den schottischen Adeligen, denen der englische König 1621 die Landrechte auf der Insel zusprach. Das raue Klima, das Hochland von Cape Breton und der stürmische Atlantik werden sie an ihre Heimat erinnert haben.



Sehenswürdigkeiten Nova Scotia


Annapolis Royal

Älteste Siedlung Kanadas

Das kleine Städtchen auf dem abgelegenen Nova Scotia ist die älteste Siedlung in Kanada und die zweitälteste Festung in Nordamerika. Port Royal war dabei ein befestigter Handelsposten. Nach dem Niederbrennen des Forts durch die Briten 1613 wurde im Verlauf des späten 17. Jahrhunderts Annapolis Royal an heutiger Stelle neu angelegt. 1710 wurde die Stadt von den Briten eingenommen und zu Ehren von Königin Anne in Annapolis Royal umbenannt. Bis zur Gründung von Halifax 1749 war es nun Hauptstadt von Neuschottland. Am 29. November 1892 wurden dem Ort Stadtrechte erteilt. Die erste Fortanlage von 1605 wurde nach den Originalbauplänen rekonstruiert. Port Royal kann heute besichtigt werden.

Nähere Informationen:
www.annapolisroyal.com


Cape George Peninsula

Küsten, Wiesen, schottische Traditionen

Die Halbinsel ist Teil der Northumberland Shore Region. Ortsnamen wie New Glasgow oder die Distel im Wappen von Antigonish County deuten auf die schottischen Wurzeln der Einwanderer hin. Noch heute kann man während der Antigonish Highland Games – den ältesten Spielen außerhalb Schottlands – dem Klang des Dudelsacks lauschen und beim Baumstammweitwurf zuschauen. Das Kap bietet ein dichtes Netz an Wanderpfaden von unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit: von der Küste über Wiesen, durch alte Wälder hin zu Steilklippen mit spektakulärer Aussicht auf die Bucht. 


Digby

Bester Walbeobachtungsplatz weltweit

Es gibt kaum einen Platz auf der Welt, wo man besser Wale beobachten kann als an dere Küste vor Digby. Acht verschiedene Wal- und Delfinarten werden hier regelmäßig gesichtet. Von Brier Island aus, das von Digby per Auto erreicht werden kann, werden geführte Touren zur Beobachtung von Walen angeboten. Speziell in den Sommermonaten können Buckelwale, Finnwale, Zwergwale und weitere Walarten gesichtet werden.


Forteresse de Louisbourg

Lebendiges Freilichtmuseum in alter Franzosenfestung

Das Forteresse de Louisbourg war vor über 250 Jahren das Machtzentrum der Franzosen in Kanada. Allerdings war die Festung vom Land her nur schlecht zu verteidigen, so dass die Engländer 1745 nur wenige Wochen benötigten, um sie zu erobern. Um ein Wiedererstarken der Franzosen zu verhindern, wurden die Mauern geschleift. Heute ist Louisbourg eines der größten Freilichtmuseen in Nordamerika. Die Festung ist wieder so hergerichtet, wie sie um 1740 ausgesehen haben muss. Während der Hauptreisezeit im Sommer begegnet man hier Soldaten, Mägden, Fischern und Händlern in Originalkostümen, die sich meist heftig streiten. Manchmal kommt des vor, dass auch die Besucher darin verwickelt werden.


Fundy National Park

Bizarre Felsen durch Gezeitenerosion

Wer von Moncton aus auf dem Tidal Trail nach Süden fährt, kommt zur Bay of Fundy, wo es weltweit die höchsten Unterschiede zwischen Ebbe und Flut gibt – bis zu 16 Metern! Dort ist ein Nationalpark eingerichtet, der eines der letzten Wildnisgebiete von New Brunswick schützt. Hinter der 13 Kilometer langen Küste des Parks erstrecken sich bewaldete Hügel, die von tiefen Schluchten unterbrochen und von einer vielfältigen Tierwelt bewohnt werden. Besonders eindrucksvoll ist die Küstenszenerie weiter nördlich am Hopewell Cape, wo Ebbe und Flut eine an Blumentöpfe erinnernde Erosionslandschaft gegraben haben.


Kouchibouguac National Park

Habitat für Seehunde, Biber, Elche und Koyoten

Der fast 250 Quadratkilometer große Nationalpark liegt zwischen Moncton und Miramichi am Golf von Stankt Lorenz, wo er ein Wildnisgebiet aus Watt, Marschland, Küstenwäldern und hohen Sanddünen schützt. Im Hinterland breiten sich Sumpf und Feuchtgebiete aus – ein ideales Habitat für Seehunde, Wasservögel, Biber, Elche, Füchse, Koyoten und zuweilen auch Schwarzbären. Vom Visitor Centre führen Rad- und Wanderwege in den Park, den man aber auch mit Kajaks erkunden kann.


Lunenburg

Älteste deutsche Siedlung in Kanada

Die kleine Hafenstadt am Eingang einer Halbinsel wurde 1753 von Einwanderern aus dem südlichen Rheinland gegründet und ist Kanadas älteste deutsche Siedlung. Der Stadtkern mit seinen markanten Holzhäusern in kräftigen Farben gehört seit 1995 zum Welterbe der UNESCO. Wer mehr über die Siedlergeschichte deutscher Auswanderer erfahren will,findet im malerischen Mahone Bay das kleine Settler's Museum und drei fotogene Holzkirchen an der Küste.

Nähere Informationen:
www.explorelunenburg.ca


Moncton

Die Provinzstadt in New Brunswick mit knapp 70.000 Einwohnern wird auch Hub City genannt, da sie zentral in den Maritimes liegt und einen bedeutenden Verkehrsknotenpunkt für Bahn- und Straßenverbindungen darstellt. Moncton wurde ursprünglich von französischen Siedlern gegründet. Heute sprechen noch etwa ein Drittel der Bevölkerung französisch. Eine Sehenswürdigkeit ist der Magnetic Hill Zoo, der aus einer Farm für verletzte oder verwaiste Tiere der Umgebung hervorgegangen ist.


Pictou

Von schottischen Einwanderern geprägter Küstenort

Etwa eine Autostunde nördlich von Truro liegt Pictou an einer geschützten Bucht der Northumberland Strait. Die Region war jahrtausendelang von den Mi'kmaq-Indianern besiedelt, die den Ort Pictook nannten, was soviel wie „explodierendes Gas“ bedeutet – wohl wegen der Kohleflöze in der Gegend. Heute ist der Ort vor allem von schottischen Einwanderern geprägt. Die ersten von ihnen landeten 1773 mit der Hector. Ihre Nachfahren bauten die etwas düster wirkenden Steinhäuser rings um den Hafen, die heute noch stehen.


Sherbrooke

Goldrauschstadt in Dornröschenschlaf

Drei Stunden nordöstlich von Halifax liegt Sherbrooke am Ende eines langen Fjords. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich im Ort eine Schiffsbau- und Walfangindustrie, wodurch ein bescheidener Wohlstand einzog. Richtig los ging es aber erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als in der Gegend Gold gefunden wurde. Zwei Jahrzehnte dauerte der Goldrausch, dann fiel der Ort in einen Dornröschenschenschlaf. Heute ist er als Freilichtmuseum herausgeputzt. Einige Häuser in Sherbrooke erstrahlen wieder wie im Glanz der goldenen Zeiten.


South Shore

Fischerdörfer an der Südküste von Nova Scotia

Die eindrucksvollen Häfen um Liverpool waren 300 Jahre lang Schmuggler- und Piratenhochburgen. Entlang der Küste findet man immer wieder hübsche kleine Fischerdörfer und endlos lange weiße Sandstrände. Die vielen deutschen Ortsnamen gehen auf ein Einwanderungsprogramm der Briten zurück, die nach 1713 Protestanten aus Süddeutschland und der Schweiz als Kolonialisten anwarben. Täglich fahren Fischerboote auf die See hinaus und kommen abends mit dem wertvollstem Exportprodukt von Nova Scotia zurück:  dem Hummer.


Victoria County

Menschenleere Wäld, Moore und Sümpfe

1851, als Queen Victoria Oberhaupt der kanadischen Provinzen war, wurde das Cape Breton in zwei Counties aufgeteilt. Der östliche wurde nach der Königin benannt. Er erstreckt sich auch auf die östlich gelegenen Halbinseln, die wie Finger in den Nordatlantik ragen. 80 Prozent sind mit Wald bedeckt. Der Rest besteht aus Mooren und Sümpfen. Die Besiedelungsdichte ist extrem dünn. Auf einen Quadratkilometer kommen knapp 2.5 Bewohner. In letzter Zeit hat die Bevölkerung sogar noch abgenommen.


Wolfville

Universitätsstädtchen mit viktorianischem Charme

Das Universitätsstädtchen an der Fundy Bay hat einen ganz eigenen Charme, zu dem die viktorianischen Häuser aus der Gründerzeit, die Studenten der Acadia University und der Hafen beitragen, der zweimal am Tag wegen des gewaltigen Tidenhubs trockengelegt wird. Sehenswert ist auch das Grand-Pré-National Heritage Site, künstliches Land, das die ersten Siedler dem Meer abgetrotzt haben und das heute besonders fruchtbar ist. Nach der Unabhängigkeitserklärung der USA wurden die fankophonen Bewohner vertrieben und durch englischsprechende Siedler ersetzt.

Nähere Informationen:
www.wolfville.ca




Weitere Sehenswürdigkeiten Nova Scotia




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