British Columbia

Klare Seen, stille Berge: Shaffer Lake in British Columbia

Klare Seen, stille Berge: Shaffer Lake in British Columbia

Wilde Landschaft zwischen Pazifik und Rocky Mountains

Die westkanadische Provinz ist nach dem Columbia River benannt, der die Grenze zu Alaska bildet. B.C. ist dreimal so groß wie Deutschland, hat aber weniger Einwohner als Hessen. In den Ballungsräumen um Vancouver, Victoria und Nanaimo leben 3,4 Millionen von insgesamt 4,6 Millionen Einwohnern in der ganzen Provinz. Die wilde Landschaft wird von den mächtigen Gebirgszügen geprägt, allen voran den Rocky Mountains, den Coast Mountains und den Columbia Mountains. Zusammen decken sie fast das gesamte Gebiet ab. Die Küste wird von tiefen Fjords und Sunden gegliedert. Sieben Nationalparks sind die Hauptattraktionen von British Columbia: der Glacier Park, der Kootenay, der Mount Revelstone und der Yoho liegen in den Rocky Mountains, und auf den großen Inseln liegen der Gwaii Haanas Park, die Gulf Islands und Pacific Rim National Park.



Sehenswürdigkeiten British Columbia


100 Mile House

Ursprüngliche Seen in Bergwildnis

Der Ort wurde während des Goldrausches 1862 als Rastplatz zwischen Kamloops und Fort Alexandria gegründet. Von hier bis zur Old Cariboo Road waren es genau 100 Meilen. Noch 1930 bestand er aus nur wenigen Häusern und hatte insgesamt zwölf Einwohner. Dass es heute immerhin 2.000 sind, liegt an den schönen Freizeitmöglichkeiten, die viele Urlauber anlocken. Ursprüngliche Seen, darunter der Lac La Hache, der Canim Lake oder der Horse Lake, laden zum Bootsfahren oder Angeln ein. Die zahlreichen Wasservögel sind eine Attraktion für Ornithologen aus der ganzen Welt.


70 Mile House

Poststation während des Goldrauschs

Der Ort wurde 1860 als Camp für Straßenbauer der Cariboo Road (heute Highway 97) gegründet, die im 70 Meilen entfernten Lillooet begann. Während des Goldrausches gewann der Ort als Poststation Bedeutung. Heute sind es die schönen Freizeitmöglichkeiten, die viele Urlauber anlocken. Ursprüngliche Seen wie der Green Lake oder der Big Bar Lake laden zum Bootsfahren oder Angeln ein. Die zahlreichen Wasservögel sind eine Attraktion für Ornithologen aus der ganzen Welt.


Bella Coola

Fischereihafen am Ende des Fjords

Der kleine Fischerhafen liegt an einem Fjord, der weit in das Inland hineinreicht. Dort kommt es daher zu wesentlich geringeren Niederschlagsmengen als an der Küste des Landes. Bis heute leben viele Indianer des Nuxalk-Stammes in der Region. Ihr mit 1.400 Hektar größtes Reservat heißt Bella Coola und liegt an der Mündung des gleichnamigen Flusses. Im historischen Schulhaus ist ein kleines Museum eingerichtet, das über die Geschichte des ursprünglichen Pelzhandelsposten informiert.


Fraser Canyon

Vom Goldrausch zum Outdoor Zentrum

Der Goldrausch im Fraser Canyon war neben dem kalifornischen einer der heftigsten in ganz Amerika. Er wurde 1858 durch eine Ladung Erz ausgelöst, bei deren Untersuchung Goldspuren gefunden wurden. Als sich die Nachricht auf den Goldfeldern von San Francisco herumsprach, fielen innerhalb eines Monats mehr als 30.000 Menschen in Victoria ein, das bis dahin weniger als 500 Einwohner hatte.
Der Goldrausch führte zur Gründung der Kolonie British Columbia auf dem Festland. Durch Zehntausende von Prospektoren wurde die bis dahin friedliche Beziehung zwischen Europäern und Indianern, die im Pelzhandel wirtschaftlich verbunden waren, nachhaltig zerstört. Heute gibt es kaum noch Spuren des Goldrauschs, der wenige Jahre später so jäh endete, wie er begonnen hatte. Hope ist stattdessen ein Zentrum für Outdoor Aktivitäten wie Wandern, Skifahren, Mountain Biking, Angeln und White Water Rafting.


Hazelton

Kunstvolle Totempfähle im Kispiox Village

Hazelton entstand im Zuge des Eisenbahnbaus, hat aber heute nur noch wenige hundert Einwohner. Der Ort am Fuß eines Gletschermassivs ist aber schon seit mindestens 5.000 Jahren besiedelt. Bevor die Europäer kamen, lebten die Gitskan-Indianer in der stark bewaldeten Gegend und ernährten sich vom Lachsfang. Über ihre Geschichte, ihre Feste und Totempfähle informiert das sehenswerte Freilichtmuseum 'Ksan Village in der Nähe von Hazelton auf einem traditionellen Siedlungsplatz. Wer mit Indianern in Kontakt kommen will, kann nach Anmeldung beim Tribal Council  das Kispiox Village besuchen und sich das Dorf und die Geschichte seiner Clans anhand der kunstvollen Totempfähle erklären lassen.


Kamloops

Historische Holzfällerstadt am Zusammenfluss der Thompson Rivers

Die Stadt am Zusammenfluss des nördlichen und südlichen Thompson Rivers wird wegen ihres sonnigen und trockenen Klimas auch „Canada's Sunshine Capital“ genannt. Die rund 150.000 Bewohner der Region leben vorwiegend von Holzwirtschaft und Tourismus. Durch die Altstadt führt eine Heritage Walking Tour zu den historische bemerkenswerten Gebäuden. Sehenswert ist auch das rekonstruierte Indianerdorf im Secwepemc Native Heritage Park, das über die Lebensweise der Shuswap-Indianer informiert. Nordöstlich von Kamloops liegt die Shuswap Seenplatte, die im Sommer ein Paradies für Wassersportler ist.


Kleena Kleene

Sanfte Hügel, majestätische Gipfel

Die Landschaft um Kleena Kleene zeichnet sich durch große Vielseitigkeit aus: Plateaus mit Grasland wechseln mit sanften Hügeln ab, über die majestätische Berggipfel hervorragen. Zahlreiche Bäche und Flüsse fließen im Chilcotin River zusammen, der die Bergregion entwässert. Von den Chilcotin-Indianern, den Ureinwohnern zwischen der Bergkette an der Küste und dem Fraser River im Osten, sprechen heute weniger als 700 Menschen die Stammessprache. Der Chilcotin District ist auch für seine Population von Mustang-Pferden bekannt, die als verwilderte Nachfahren der domestizierten Pferde gelten.


Ningunsaw Provincial Park

Grizzlies und Adler im Reservat des Tahltan Stammes

Der Park gehört zum Territorium des Tahltan Stammes und schützt eine bewaldete Übergangszone zwischen dem Ningunsaw River und der alpinen Region. Eine gesunde Grizzly Population lebt im Park, ebenso viele andere Säugetierarten und Vögel.


Okanagan Valley

Obst- und Weingarten Kanadas

Das 175 Kilometer lange Tal zwischen Osoyoos und Enderby wurde von Gletschern der Eiszeit ausgehobelt und ist heute eine anmutige und abwechslungreiche Tallandschaft. Das Klima ist warm und trocken; Sommertemperaturen über 30 Grad sind die Regel. Die vielen Seen laden durch ihre angenehme Wassertemperatur und ihren kleinen Sandstränden zum Baden ein. In das seit Jahrtausenden von den Salish bewohnten Gebiet kamen Anfang des 19. Jahrhunderts die ersten Europäer. Eine zunehmende Besiedlung der Region begann jedoch erst im Jahre 1859 mit der Gründung einer Missionsstation. Heute ist das Tal Kanadas führende Obst- und Weinregion und wird daher auch als „der Obstgarten Kanadas“ bezeichnet. Besonders Riesling, Chardonnay und Merlot gedeihen prächtig und stehen ihren Vettern in der alten Welt um nichts nach.


Prince George

Nebelwälder, einsame Seen und Flüsse

Die 80.000-Einwohner-Stadt in British Columbia ist durch Holzwirtschaft und Papierherstellung reich geworden. Sie geht auf ein Fort zurück, das 1807 im Indianerland errichtet wurde. Eine Nachbildung steht im Fort George Park östlich des Stadtzentrums. Nebenan ist ein kleines Museum, das über die Besiedlungsgeschichte der Stadt informiert. In der nahen Umgebung von Prince George findet sich eine kaum erschlossene Natur mit zahlreichen Seen und Flüssen, zu denen einige Wanderwege führen.


Prince Rupert

Letzter Halt vor Alaska

Die 20.000-Einwohner-Stadt liegt malerisch auf Kaien Island nur 60 Kilometer von der Grenze nach Alaska entfernt. Sie lebt von ihrem ganzjährig eisfreien Hafen, der auch für die Fährschifffahrt eine große Rolle spielt. Mit ihren zerklüfteten Gebirgen ähnelt die regenreiche Umgebung einer norwegischen Fjordlandschaft. Sehenswert ist vor allem die Downtown, wo noch viele Häuser aus der Gründerzeit erhalten sind. Die zahlreichen Totempfähle und das Museum of Northern British Columbai erinnern daran, dass die Westküste einst von den Tsimishian Indianern besiedelt war.

Nähere Informationen:
www.visitprincerupert.com


Quadra Island

Indianerreservate am Cape Mudge

Die 270 Quadratkilometer große Insel liegt zwischen Vancouver Island und dem kanadischen Festland an der Discovery Passage. Am Cape Mudge ganz im Süden der Insel gibt es fünf Reservate, in denen Angehörige der Kwa' Kwa' Ka' Wa'Kw First Nation leben. 1975 wurde dort ein ethnologische Museum eingerichtet, das Totempfähle und Masken ausstellt, die geraubt und wieder zurückgebracht wurden. Eindrucksvoll sind auch die historischen Aufnahmen von Kwakiutl-Dörfern. Am Leuchtturm von Cape Mudge gibt es ein paar indianische Felsgravuren und -zeichnungen.


Revelstoke National Park

Panoramastraße zum Mount Revelstoke

Der kleine Nationalpark oberhalb des Columbia Rivers gehört zu den schönsten von British Columbia. Schneebedeckte Gipfel, ausgedehnte Eisfelder, Bergseen, Abbruchkanten und tiefe Schluchten prägen die Bergwildnis. Der Meadows in the Sky Parkway ist eine 26 Kilometer lange Panoramastraße von Revelstoke in den Park, die allerdings nur wenige Monate im Sommer befahrbar ist. Sie endet am Mount Revelstoke, wo verschiedene Wanderwege zu drei Bergseen hochführen. Der Blick vom Gipfel ist schlicht atemberaubend: er reicht vom Tal des Columbia River bis zu den namenlosen vergletscherten Bergspitzen.


Sunshine Coast

Sonnenverwöhnte Küstenabschnitt zwischen Gibson und Sechelt

Der sonnenverwöhnte Küstenabschnitt liegt im Regenschatten von Vancouver Island zwischen Gibson im Süden und der Sechelt Halbinsel im Norden. Im südlich vom Ort gelegenen Indianerreservat der zu den Salish gehörenden Sechelt-Indianer können ein Museum und zahlreiche Totempfählen besichtigt werden. Außerdem gibt es einige idyllische Fischerorte wie Egmont im Norden der Halbinsel oder Ferienorte wie Gibson, wo sich Künstler und Schriftsteller niedergelassen haben. Schwimmen, Wandern und Tauchen sind ebenso möglich wie Golfen oder Tennis. Die Unterwasserwelt an der Sunshine Coast bietet meist eine extrem klare Sicht und die vielfältige Meeresflora und -fauna machen diese Region zum Eldorado der Taucher. Mit etwas Glück lassen sich gelegentlich sogar Killerwale von der Küste aus beobachten. Einige der Orcafamilien leben ganzjährig in den Gewässern der Strait of Georgia.


Wells Gray Park

Biber, Grizzlies und Elche in herrlichem Vulkangebirge

Das Naturschutzgebiet gehört zu den schönsten Wilderness Parks in den kanadischen Rockies. Landschaftlich ist es vom Vulkanismus bestimmt. Der markanteste Berg, der Azure Mountain (2.495 m), ist ein Vulkan, an dessen Kuppe sich noch die erkalteten Lavafelder abzeichnen. Wer wilde Tiere fotografieren möchte, wird in dem 5.200 Quadratkilometer großen Nationalpark Biber, Maultierhirsche, Elche, Grizzly- und Schwarzbären finden. Viele Wanderwege führen durch den Park. Auch Kanuten finden hier ideale Bedingungen.

Nähere Informationen:
www.wellsgray.ca


Canim Lake

Rentiere,

Der knapp 30 Kilometer lange See liegt im Reservat des Shuswap Stammes. Archäologie Funde belegen, dass er schon vor 4.300 Jahren besiedelt war. Heute kann man im Sommer angeln, wandern oder reiten. Kanus und Kajaks werden ausgeliehen. In der Umgebung halten sich Schwarzbären, Elche, Wölfe und Kojoten auf. Im Winter eignet sich der Canim Lake zum Ski-Langlauf.


Fraser Lake

Hauptstadt der Tropeterschwäne

Das Dorf am Fraser Lake liegt in der schönsten Landschaften von British Columbia. Es wird auch Swan Capital of the World genannt – wegen der 1.000 Trompeterschwäne auf dem Fraser Lake. Die Riesenwäne, die eine Körperlänge von bis zu 180 Zentimetern und einer Flügelspanne von über 2 Metern erreichen, waren in den 1930ger Jahren bis auf wenige Expemplare ausgerottet. Heute gibt es dank strenger Schutzvorkehrungen wieder mehr 23.000. Ein halbstündiger Weg führt vom Dorf aus zum Mouse Mountain, einem erloschenen Vulkan mit der Gestalt einer Maus und schöner Aussicht.


Green Lake

Türkiser See mit vielen Freizeitmöglichkeiten

Der See, der eher türkis als eine grün gefärbt ist,  ist etwa 18 Kilometer lang, 1,5 Kilometer breit und liegt auf einer Höhe von 1069 Metern. Er befindet sich im 347 Hektar großen, nach ihm benannten Green Lake Provincal Park und ist ein beliebter Erholungsort mit vielen Wassersportmöglichkeiten von Bootfahren über Angeln bis zu Wanderungen am Ufer. Es bestehen öffentliche Zugänge zum See.


Helmcken Falls

Viertgrößter Wasserfall in Kanada

Kurz bevor der Murtle River in den Clearwater River mündet, stürzt er vom Murtle Plateau 141 Meter in die Tiefe. Somit sind die Helmcken Falls der vierthöchste Wasserfall in Kanada. Der Schutz des Wasserfalls war einer der Hauptgründe für die Entstehung des teils bewaldeten, von Bären bewohnten Wells Grey Park. Benannt wurde der Wasserfall nach dem deutschstämmigen Arzt John Sebastian Helmcken, der im Auftrage der Hudson’s Bay Company in British Columbia mithalf, das Land der Kanadischen Konföderation anzugliedern. Helmcken selbst bekam den Wasserfall nie zu Gesicht. Ein acht Kilometer langer leichter Wanderweg führt zu den Fällen.


Khutzeymateen Grizzly Bear Sanctuary

Tagesausflug in Grizzly Schutzgebiet

Das älteste Schutzgebiet für Grizzlybären ist von Gebirgen umschlossen und nur per Boot zu erreichen. Die knapp hundert Wildtiere sind von Jägern unbehelligt geblieben, so dass sie auf Besucher relativ gelassen reagieren. Tagesausflüge werden von Adventure Tours von Prince Rupert aus angeboten.


Lac La Hache

Freizeitsee am Highway 97

Seinen Namen soll der See erhalten haben, als ein Trapper seine Axt (hatchet axe) verlor, als er versuchte ein Loch ins Eis zu schlagen. Heute gehört der See zu einem 24 Hektar großen Reservat am Highway 97 und ist einer der beliebtesten Freizeitseen der Region. Neben Baden kann man Bootfahren oder Angeln.


Skeena River

Lache und Bären am zweitlängsten Fluss in BC

Der zweitlängste Fluss von British Columbia ist von seiner Quelle auf dem Spatsizi Plateau bis zur Mündung in die Hecate Strait bei Prince Ruper 580 Kilometer lang. Obwohl er nicht einmal halb so lang ist wie der Rhein, führt er bei etwa genauso viel Wasser – 2155 Kubikmeter pro Sekunde. Der Fluss verläuft weitestgehend in engen Gebirgstälern, nur rund um Hazelton und um Terrace treten die Gebirge zurück und geben einem sumpfigen Hügelland Raum. Im Gebiet des Flusses befinden sich einige Naturschutzgebiete.  Jährlich ziehen etwa 5 Millionen Rotlachse zum Laichen in den Fluss. Das weitere Einzugsgebiet ist Heimat des seltenen Kermodebären, daneben sind Schwarzbären häufiger, Grizzlys seltener anzutreffen.


Summerland

Sonnenstadt am Okanagan Lake

Die Gemeinde mit knapp 12.000 Einwohnern liegt im sonnigen Westen des Okanagansees auf dem Thompson-Okanagan Plateau. Es handelt sich hier um eine semi-aride Steppenlandschaft, die zu den trockensten Zonen von ganz Kanada zählt. Nährstoffreiche Böden, viel Sonne und das Wasserangebot führten schon im 19. Jahrhundert zur Besiedlung. Der Ortskern im attraktiven Tudor-Stil ist bis heute erhalten. Eine Museumsbahn, die Kettle Valley Steam Railway, fährt auf einer Teilstrecke zwischen Midway und Merritt. Sehenswert ist dabei die „Trout Creek Trestle Bridge“, die in einer Höhe von 72 Metern und einer Länge von 189 Metern über den Trout Creek Canyon führt. Summerland liegt am Bottle Neck Drive, einer Touristenstraße, die Winzer und Kellereien verbindet.




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Reisebeispiele British Columbia

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