Coast Mountains: Alpiner Gebirgszug zwischen Rockies und Pazifik

Coast Mountains

Lake Garibaldi in den Coast Mountains

Lake Garibaldi in den Coast Mountains

Alpiner Gebirgszug zwischen Rockies und Pazifik

Vor 85 Millionen Jahren waren die Coast Mountains nur ein paar flache Granithügel. Doch dann verschoben sich die Erdplatten und ein Gebirge faltete sich auf. An den Bruchstellen drang Magma an die Erdoberfläche und hinterließ Vulkane. In der kurzen Zeit von wenigen Millionen Jahren entstand aus den Küstenhügeln ein eindrucksvolles Gebirge, das von Alaska bis Mexiko reicht. Höchster Punkt ist der Mount Waddington mit 4019 Metern. Heute sind die Coast Mountains dicht bewaldet und werden von zahlreichen Fjorden durchzogen. Rund um Whistler haben Outdoor-Enthusiasten alle Möglichkeiten.



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Sehenswürdigkeiten Coast Mountains

Bella Coola

Fischereihafen am Ende des Fjords

Der kleine Fischerhafen liegt an einem Fjord, der weit in das Inland hineinreicht. Dort kommt es daher zu wesentlich geringeren Niederschlagsmengen als an der Küste des Landes. Bis heute leben viele Indianer des Nuxalk-Stammes in der Region. Ihr mit 1.400 Hektar größtes Reservat heißt Bella Coola und liegt an der Mündung des gleichnamigen Flusses. Im historischen Schulhaus ist ein kleines Museum eingerichtet, das über die Geschichte des ursprünglichen Pelzhandelsposten informiert.

Fraser Canyon

Vom Goldrausch zum Outdoor Zentrum

Der Goldrausch im Fraser Canyon war neben dem kalifornischen einer der heftigsten in ganz Amerika. Er wurde 1858 durch eine Ladung Erz ausgelöst, bei deren Untersuchung Goldspuren gefunden wurden. Als sich die Nachricht auf den Goldfeldern von San Francisco herumsprach, fielen innerhalb eines Monats mehr als 30.000 Menschen in Victoria ein, das bis dahin weniger als 500 Einwohner hatte.
Der Goldrausch führte zur Gründung der Kolonie British Columbia auf dem Festland. Durch Zehntausende von Prospektoren wurde die bis dahin friedliche Beziehung zwischen Europäern und Indianern, die im Pelzhandel wirtschaftlich verbunden waren, nachhaltig zerstört. Heute gibt es kaum noch Spuren des Goldrauschs, der wenige Jahre später so jäh endete, wie er begonnen hatte. Hope ist stattdessen ein Zentrum für Outdoor Aktivitäten wie Wandern, Skifahren, Mountain Biking, Angeln und White Water Rafting.

Fraser Lake

Hauptstadt der Tropeterschwäne

Das Dorf am Fraser Lake liegt in der schönsten Landschaften von British Columbia. Es wird auch Swan Capital of the World genannt – wegen der 1.000 Trompeterschwäne auf dem Fraser Lake. Die Riesenwäne, die eine Körperlänge von bis zu 180 Zentimetern und einer Flügelspanne von über 2 Metern erreichen, waren in den 1930ger Jahren bis auf wenige Expemplare ausgerottet. Heute gibt es dank strenger Schutzvorkehrungen wieder mehr 23.000. Ein halbstündiger Weg führt vom Dorf aus zum Mouse Mountain, einem erloschenen Vulkan mit der Gestalt einer Maus und schöner Aussicht.

Harrison Hot Springs

Heiße Quellen und ein Thermalbad

An der Südspitze des Harrison Lakes sprudeln zwei Thermalsquellen namens Potash (40°) und Sulphur (65°). Sie wurden bereits von den Indianern genutzt und verehrt. Die ersten Europäer, die die Quellen entdeckten, waren Goldsucher, die sich in der Wildnis verirrt hatten. Heute hat der Ort knapp 2.000 Einwohner. Die meisten Besucher kommen wegen des Thermalsbads.

Harrison Lake

Gletschersee in majestätischer Bergwelt

Der größte See in den südlichen Coast Mountains liegt heute ruhig zwischen den Lillooet Ranges im Osten und den Douglas Ranges im Westen. Das war nicht immer so. Während des Goldrauschs der Jahre 1858 bis 1860 war er der Hauptzugang von Vancouver zu den Goldferldern am Oberlauf des Fraser Rivers. Sein Tal ist das letzte und größte einer Kette großer, in Nord-Süd-Richtung verlaufender Gletschertäler, in denen nördliche Nebenflüsse des Fraser Rivers verlaufen.

Hazelton

Kunstvolle Totempfähle im Kispiox Village

Hazelton entstand im Zuge des Eisenbahnbaus, hat aber heute nur noch wenige hundert Einwohner. Der Ort am Fuß eines Gletschermassivs ist aber schon seit mindestens 5.000 Jahren besiedelt. Bevor die Europäer kamen, lebten die Gitskan-Indianer in der stark bewaldeten Gegend und ernährten sich vom Lachsfang. Über ihre Geschichte, ihre Feste und Totempfähle informiert das sehenswerte Freilichtmuseum 'Ksan Village in der Nähe von Hazelton auf einem traditionellen Siedlungsplatz. Wer mit Indianern in Kontakt kommen will, kann nach Anmeldung beim Tribal Council das Kispiox Village besuchen und sich das Dorf und die Geschichte seiner Clans anhand der kunstvollen Totempfähle erklären lassen.

Khutzeymateen Grizzly Bear Sanctuary

Tagesausflug in Grizzly Schutzgebiet

Das älteste Schutzgebiet für Grizzlybären ist von Gebirgen umschlossen und nur per Boot zu erreichen. Die knapp hundert Wildtiere sind von Jägern unbehelligt geblieben, so dass sie auf Besucher relativ gelassen reagieren. Tagesausflüge werden von Adventure Tours von Prince Rupert aus angeboten.

Zur Webseite und Buchung:
www.adventuretours.net

Kleena Kleene

Sanfte Hügel, majestätische Gipfel

Die Landschaft um Kleena Kleene zeichnet sich durch große Vielseitigkeit aus: Plateaus mit Grasland wechseln mit sanften Hügeln ab, über die majestätische Berggipfel hervorragen. Zahlreiche Bäche und Flüsse fließen im Chilcotin River zusammen, der die Bergregion entwässert. Von den Chilcotin-Indianern, den Ureinwohnern zwischen der Bergkette an der Küste und dem Fraser River im Osten, sprechen heute weniger als 700 Menschen die Stammessprache. Der Chilcotin District ist auch für seine Population von Mustang-Pferden bekannt, die als verwilderte Nachfahren der domestizierten Pferde gelten.

Matsqui Trail

Spazierweg am Ufer des Fraser Rivers

Das Tal des Fraser Rivers war ursprünglich vom Stamm der Matsqui bewohnt. Heute ist ein Regionalpark bei Abbotsford nach den Ureinwohnern benannt. Er schützt das Südufer des Fraser Rivers, an dem auch der Matsqui Trail entlangführt. Wer ihn ganz begeht, muss knapp 20 Kilometer gehen. Man kann jedoch jederzeit umkehren. Der Weg bietet eine gute Möglichkeit, sich mit dem größten Fluss von British Columbia vertraut zu machen.

Neck Point Park

Aussichtspunkte und Picknickplätze über der Georgia Straße

Der Park bei Nanaimo schützte eine bewaldete Halbinsel und ist gut für Besucher erschlossen. Treppenwege und gewundene Pfade führen zu Aussichtspunkten mit Blick auf die Georgia Straße und zu Picknickplätzen. Man kann auch am Strand entlanglaufen. Allerdings sollte man Badeschuhe mitbringen, da es kein Sandstrand ist.

Ningunsaw Provincial Park

Grizzlies und Adler im Reservat des Tahltan Stammes

Der Park gehört zum Territorium des Tahltan Stammes und schützt eine bewaldete Übergangszone zwischen dem Ningunsaw River und der alpinen Region. Eine gesunde Grizzly Population lebt im Park, ebenso viele andere Säugetierarten und Vögel.

Prince Rupert

Letzter Halt vor Alaska

Die 20.000-Einwohner-Stadt liegt malerisch auf Kaien Island nur 60 Kilometer von der Grenze nach Alaska entfernt. Sie lebt von ihrem ganzjährig eisfreien Hafen, der auch für die Fährschifffahrt eine große Rolle spielt. Mit ihren zerklüfteten Gebirgen ähnelt die regenreiche Umgebung einer norwegischen Fjordlandschaft. Sehenswert ist vor allem die Downtown, wo noch viele Häuser aus der Gründerzeit erhalten sind. Die zahlreichen Totempfähle und das Museum of Northern British Columbai erinnern daran, dass die Westküste einst von den Tsimishian Indianern besiedelt war.
50 km weiter nördlich befindet sich das Khutzeymateen Grizzly Bear Sanctuary. Das erste Schutzgebiet für Grizzlybären ist von Gebirgen umschlossen und nur per Boot zu erreichen. Die knapp hundert Wildtiere sind von Jägern unbehelligt geblieben, so dass sie auf Besucher relativ gelassen reagieren. Tagestouren werden ab Prince Rupert angeboten, sind jedoch nur in Eigenregie und wegen eingeschränkten Verfügbarkeiten weit im Voraus zu buchen.

Nähere Informationen:
www.visitprincerupert.com

Skeena River

Lache und Bären am zweitlängsten Fluss in BC

Der zweitlängste Fluss von British Columbia ist von seiner Quelle auf dem Spatsizi Plateau bis zur Mündung in die Hecate Strait bei Prince Ruper 580 Kilometer lang. Obwohl er nicht einmal halb so lang ist wie der Rhein, führt er bei etwa genauso viel Wasser – 2155 Kubikmeter pro Sekunde. Der Fluss verläuft weitestgehend in engen Gebirgstälern, nur rund um Hazelton und um Terrace treten die Gebirge zurück und geben einem sumpfigen Hügelland Raum. Im Gebiet des Flusses befinden sich einige Naturschutzgebiete. Jährlich ziehen etwa 5 Millionen Rotlachse zum Laichen in den Fluss. Das weitere Einzugsgebiet ist Heimat des seltenen Kermodebären, daneben sind Schwarzbären häufiger, Grizzlys seltener anzutreffen.

Squamish

Von Holzfällern und Dampflokomotiven.

Am nördlichen Ende des Howe Sounds liegt die Stadt mit 17.000 Einwohnern, die wegen ihrer Nähe zu Vancouver und den viel niedrigeren Grundstückpreisen an Attraktivität gewinnt. Hervorgegangen ist der nach dem ursprünglich ansässigen Indianerstamm benannte Ort aus einer Holzfällersiedlung des 19. Jahrhunderts. Als die Pacific Great Eastern Railway eine Esenbahnstrecke am Howe Sound verlegte, wuchs der Ort. An die große Zeit der Eisenbahn erinnert der West Coast Railway Heritage Park in der Nähe von Squamish.

Sunshine Coast

Sonnenverwöhnte Küstenabschnitt zwischen Gibson und Sechelt

Der sonnenverwöhnte Küstenabschnitt liegt im Regenschatten von Vancouver Island zwischen Gibson im Süden und der Sechelt Halbinsel im Norden. Im südlich vom Ort gelegenen Indianerreservat der zu den Salish gehörenden Sechelt-Indianer können ein Museum und zahlreiche Totempfählen besichtigt werden. Außerdem gibt es einige idyllische Fischerorte wie Egmont im Norden der Halbinsel oder Ferienorte wie Gibson, wo sich Künstler und Schriftsteller niedergelassen haben. Schwimmen, Wandern und Tauchen sind ebenso möglich wie Golfen oder Tennis. Die Unterwasserwelt an der Sunshine Coast bietet meist eine extrem klare Sicht und die vielfältige Meeresflora und -fauna machen diese Region zum Eldorado der Taucher. Mit etwas Glück lassen sich gelegentlich sogar Killerwale von der Küste aus beobachten. Einige der Orcafamilien leben ganzjährig in den Gewässern der Strait of Georgia.



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