Sankt-Lorenz-Strom

Gleicht einem Meer: Sankt-Lorenz-Strom bei Tadoussac

Gleicht einem Meer: Sankt-Lorenz-Strom bei Tadoussac

Ein Fluss wie ein Meer

Der Fluss im Nordosten Kanadas ist einer der größten der Erde. Er fließt nacheinander durch die Großen Seen, Lake Huron, Lake Erie und Lake Ontario. Dort bildet er die Grenze zwischen Kanada und den USA. Am Unterlauf führt er durchschnittlich mehr als 10.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, fast viermal so viel wie der Rhein. Unterhalb von Québec weitet sich der Strom zu einem gewaltigen Mündungsgebiet, das über 500 Kilometer lang und bis zu 100 Kilometern breit ist. Im Mündungsgebiet werden regelmäßig Blau-, Finn- und Weißwale gesichtet. Seinen Namen verdankt der Strom seiner Entdeckung am 10. August 1535, dem Namenstag von Sankt Lorenz.



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Sehenswürdigkeiten Sankt-Lorenz-Strom

Baie de Tadoussac

Beste Walbeobachtung in Kanada

Tadoussac ist einer der besten Walbeobachtungsplätze der Welt. Im Mündungsgebiet des Saguenay sind über 500 Belugawale sesshaft. Je nach Jahreszeit kann man Buckelwale, Finn-, Zwerg- und Blauwale sehen. An der Küste sind verschiedene Aussichtspunkte eingerichtet. Von Tadoussac oder dem benachbarten Les Escoumiens werden auch Bootstouren zur Walbeobachtung angeboten. In kleinen Zodiac-Booten kann man den Walen recht nahe kommen. In Tadoussac befindet sich das Museum und Forschungszentrum Centre d'interprétation des mammifères marins (CIMM), wo das Leben der Meeressäugetiere multimedial veranschaulicht wird.

Baie-Saint-Paul

Künstlerdorf am Sankt-Lorenz-Strom

Die französischsprachige Provinzstadt in Quebéc lohnt einen Besuch wegen der vielen Kust- und Kunstgewerbegalerien. Offenbar zieht sie wegen ihrer Lage zwischen den Bergen und dem Sankt-Lorenz-Strom viele Künstler an. Hier wurde auch der weltbekannte Zirkus Cirque du Soleil gegründet.

Jardins de Métis

Hängende Gärten mit über 2000 Pflanzen

Eine herausragende Sehenswürdigkeit an der Nordküste von Gaspésie liegt zwischen Matane und Rimouski bei Grand Métis: Die hügeligen Gärten von Métis enthalten über 2.000 einheimische und exotische Pflanzen und gehören zu den eindrucksvollsten Parks in Nordamerika. 1918 erbte eine Botanikerin von ihrem reichen Onkel das große Gebiet, das sie in fast 40-jähriger Arbeit in einen märchenhaften Garten verwandelte. 1961 ging er in staatlichen Besitz über und ist seither der Allgemeinheit zugänglich. Im viktorianischen Herrenhaus mit Blick über den Garten und das Meer ist heute ein Museum und ein Restaurant untergebracht.

Kamouraska

Schönstes Dorf am Sankt-Lorenz-Strom

Die 700-Seelen-Gemeinde am Sankt-Lorenz-Strom gehört zu den 20 schönsten Dörfern in der Provinz Québec. Der Name leitet sich von der Algonkin-Sprachen ab und bedeutet „wo Binsen am Wasserrand wachsen“. 1709 wurde die erste Kirche gebaut. Zahlreiche alte Steinhäuser fallen ins Auge, darunter auch solche mit einem „Toit de Kamouraska“, einem Steildach, das nach unten geschwungen ist und typisch ist für die Region. Das Musée de Kamouraska informiert über den Alltag der frühen Siedler.

Mont Chocolat

Fernblick zum St-Lorenz-Strom

Südöstlich des St-Lorenz-Stroms hebt sich die Landschaft beträchtlich an. Wegen des dichten Waldbestands gibt es nicht allzu viele Aussichtspunkte. Anders der Mont Chocolat: Er erhebt sich 300 Meter über sein Umland. Von oben kann man bei gutem Wetter bis zum 60 Kilometer entfernten Strom schauen. Man erreicht ihn auf einfachem Weg vom Parkplatz an der Route du Massif du Sud. (Hin und zurück: 8,9 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 315 Meter)

Parc Côtier Kiskotuk

Wandern und Tiere beobachten hinter der Vogelschutzküste

Der Küstenpark ist ein beliebter Ort für Wanderer und Tierbeobachtungen in freier Wildbahn. Er ist als Korridor und Pufferzone für mehrere Schutzgebiete geplant und verbindet die National Wildlife Area Baie-de-Isle-Verte und den Gros-Cacouna Sumpf, ein Vogelschutzgebiet, das vor allem für Zugvögel überregionale Bedeutung hat.

Parc du Mont-Saint-Louis

Wanderwege und Aussichtspunkte

Der ganzjährig zugängliche Park ist um ein imposantes Metallkreuz herum angelegt und bietet einen herrlichen Blick auf die Inseln von Le Bic und das ehemalige Dorf gleichen Namens, bevor es 2009 mit Rimouski zusammengelegt wurde. Auf einem Kilometer Wanderwegen können Sie die Blumenbeete, Aussichtspunkte, Rastplätze und einen Gemeinschaftsgarten genießen. Der Eingang zum Park befindet sich auf dem Parkplatz der Grundschule Mont St. Louis, 136 rue de la Grotte, Le Bic.

Parc National du Bic

Schutz von Kegelrobben und Seehunde

Der Nationalpark in der Provinz Québec liegt am Südufer des Sankt-Lorenz-Stroms. Mit nur 33 Quadratkilometern ist er verhältnismäßig klein. Dennoch bietet er Seehunden und Kegelrobben ein wichtiges Refugium. Außerdem schützt die vielfältige Vegetation im Küstenbereich, darunter die Salzmarschen und das angrenzende Hügellandschaft. Höchster Punkt des Parks ist der 346 Meter hohe Pic Champlain.

Pointe-au-Père Historic Site

Historisches Schifffahrtsmuseum

Die Pointe-au-Père Historic Site ist umfasst das Empress of Ireland Museum, das U-Boot Onondaga und den Leuchtturm von Pointe-au-Père. Die Ausstellung zum Dampfschiff Empress of Ireland führt durch vier große Bereiche: die Tauchexpeditionen zum Wrack, die Zeugnisse der Passagiere und ihrer Nachkommen, der schreckliche Untergang im Jahr 1914, der in nur 14 Minuten 1.012 Opfer forderte, sowie Gegenstände aus der Vergangenheit, die das Leben an Bord und den Bau des Schiffs im Jahr 1906 belegen. Eine multisensorische Show lässt Besucher in die Atmosphäre der letzten Reise eintauchen.

Die Onondaga ist das erste öffentlich zugängliche U-Boot Kanadas. An Bord des 90 Meter langen Bootes kann man interessante Fakten über das tägliche Leben der 70 Männer, die monatelang in seinem stählernen Rumpf gefangen waren, erfahren. Hier kann man anhand von interaktiven Spielen auf einem Tablet mehr über die verschiedenen Systeme an Bord lernen.

Die Pointe-au-Père Lighthouse National Historic Site umfasst die alten Gebäude der Leuchtturmstation, das Haus des Leuchtturmwärters und den Nebelhornschuppen, die besichtigt werden können. Vom 1909 errichteten Leuchtturm, dem zweithöchsten in Kanada, bietet sich eine unvergleichliche Aussicht.

Rivière-du-Loup

Wasserfall und eine Beinah-Katastrophe

Die Stadt am Sankt-Lorenz-Strom mit heute 20.000 Einwohnern wurde 1673 von Franzosen gegründet. Der Name leitet sich von dem gleichnamigen nahe gelegenen Fluss Rivière du Loup (Wolfsfluss) ab. Am 10. November 1950 wäre es um ein Haar zu einer Katastrophe gekommen: Ein Kampfflugzeug der Air Force verlor eine Atombombe. Sie fiel in der Nähe von Rivière-du-Loup in den Fluss, so dass es zu keiner Detonation kam. Eine Fährverbindung verbindet die Stadt mit Saint-Siméon am Nordufer. Sehenswert sind die katholische Kirche von 1865 und ein kleiner Wasserfall.

Sentier pédestres des l'Amphitheatre

Aussicht über den Sankt-Lorenz-Strom

Wer seinen Wagen am Campingplatz von Sebka parkt, kann einen Pfad in die Hügel nehmen. Von oben hat man einen schönen Ausblick über den Sankt-Lorenz-Strom. Beim nahegelegenen Campingplatz auf dem Weg nach Kamouraska kauft man sich ein Parkticket: Das Auto parkt man kurz vor dem Campingplatz. Man überquert dann nur die Straße und dann geht's los. (hin und zurück: 2 Kilometer, 0:30 Stunden, auf und ab: 20 Meter)

Tadoussac

Vom Indianer-Handelsplatz zum Tourismusort

Die idyllische 1.000-Einwohner-Stadt an der Mündung der Saguenay Fjords in den Sankt Lorenz Strom wurde im 16. Jahrhundert gegründet, als baskische und bretonische Fischer anfingen, Handel mit den einheimischen Montagnais Indianern zu treiben. Die Bucht war Ausgangspunkt für Forschungsreisen und Zentrum des Walfangs. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Tourismus. Luxuriöse Kreuzfahrtschiffe liefen den Ort an. Das glänzende Hotel Tadoussac von 1864 prägt bis heute das Ortsbild.



Weitere Sehenswürdigkeiten Sankt-Lorenz-Strom

Québec City

Frankophones Bollwerk auf dem amerikanischen Kontinent

Die 500.000-Einwohner-Stadt auf einem Felsvorsprung am Sankt-Lorenz-Strom ist die einzige in Nordamerika, die eine intakte Festungsanlage und einen Altstadtkern besitzt. Als Hauptstadt von Neufrankreich ist (...)

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