Lefka Ori

Lefka Ori: verlassenes Dorf in der Samaria Schlucht

Lefka Ori: verlassenes Dorf in der Samaria Schlucht

Klöster und traditionelle Dörfer in Kretas abgelegenen Westen

Die „weißen Berge“ südlich von Chania sind das flächenmäßig größte Gebirgsmassiv auf Kreta. Ihr höchster Gipfel, der Pachnes, ist mit 2.454 Metern nur wenig niedriger als der des Psiloritis-Massivs weiter im Osten. Keine andere Region Kretas ist so abgeschieden und unzugänglich. Viele Bergdörfer waren bis ins 20. Jahrhundert nur zu Fuß oder mit Maultieren zu erreichen. Die wenigen Orte an der steilen Südküste sind nur per Boot erreichbar. Fast 50 Gipfel sind höher als 2.000 Meter; tiefe Schluchten zerfurchen das Gebirge, von denen die bekannteste die Samaria-Schlucht ist. In den Weißen Bergen leben die letzten kretischen Wildziegen, besonders im Schutzgebiet an den Hängen der Samaria-Schlucht. Auch einige der seltenen Bartgeier brüten an den Hängen.



Sehenswürdigkeiten Lefka Ori


Die Höhle des Polyphem

Wo Odeysseus den einäugigen Riesen überwältigte

Einst hauste in der schaurigen Höhle ein einäugiger Riese, der Cyklop Polyphem. Als der schiffbrüchige Odysseus dort Zuflucht suchte, so berichtet Homer, wurden einige seiner Männer gefressen. Um diesem Schicksal zu entgehen, rammte Odysseus ihm einen brennenden Pfahl ins Auge und entkam. Der Weg zur Polifimos-Höhle beginnt in Sougia und führt über das unberührte Bergdorf Koustogerako, wo man im Café eine Pause machen kann. Zurück quert man am Hang über der Küste. (5 Stunden, 13,9 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)

Umfulana Route


Lissos

Durch eine wilde Schlucht zum antiken Badeort

Der wunderbare Ort ist bis heute nur zu Fuß oder per Boot erreichen. Dort gibt es alles, was einen Kreta-Urlaub ausmacht: ein antikes Kurbad mit Tempel, uralte Ölbäume und Oleanderbüsche in einer wilden Schlucht und natürlich einen einladenden Strand. Die kurze Fußwanderung beginnt in Sougia. (hin und zurück: 3 Stunden, 7,1 Kilometer, auf und ab: 300 Meter)

Umfulana Route


Samariá Schlucht

Wanderung durch einen grandiosen Canyon

Eine 16 Kilometer lange Wanderung durch die Schlucht von Samariá ist ein unvergessliches Naturerlebnis. Sie führt aus der Hochebene bei Omálos 40 Kilometer südlich von Chanià durch einen grandiosen Canyon, der bis zu 600 Metern tief und am „Eisernen Tor“ nur 3-4 Meter breit ist. Bereits in den 60 iger Jahren wurde um die Schlucht das ein Naturreservat mit 4.500 Hektar Land gegründet, um die vom Aussterben bedrohte Wildziege zu schützen. Daneben findet sich hier eine einmalige Pflanzenwelt: Zypressen von bis zu sieben Metern (!) Stammumfang, Falken, Adler, Schleiereulen und Blumen, die sonst nirgends auf der Welt existieren. In den Wintermonaten (November – April) ist die Schlucht wegen Hochwassergefahr gesperrt. Auch an Regentagen im Sommer kann der Eintritt (ca. 3,50 Euro) untersagt werden. Da man die Schlucht nur in einer Richtung durchläuft, ist die Anreise mit dem eigenen Wagen nicht sinnvoll. Stattdessen sollte man mit öffentlichen Bussen nach Omálos fahren. Am Ende der Wanderung bringt fährt ein Boot nach Chora Sfakion, von wo ein Bus zurück nach Chaniá geht. Die Wanderung dauert etwa vier Stunden und ist nicht schwierig aber anstrengend, da man ständig über Geröll und zum Teil steil bergab läuft. Über die Abfahrtszeiten informiert die Hotelrezeption. Man sollte den Tag früh beginnen, um dem an manchen Tagen massenhaften Ansturm zuvorzukommen.


Agia Paraskevi

Einsame Kapelle in der Deliana-Schlucht

Die kleine Kapelle duckt sich in die Deliana-Schlucht, durch die ein einsamer und doch bequemer Wanderweg führt. Er beginnt oberhalb der Ortschaft Deliana und folgt einem meist trockenen Bachbett, das von Platanen und Oleandern gesäumt ist. Rechts und links ragen die Felsen hoch empor. (1:20 Stunde, 4,5 Kilometer, auf und ab 120 Meter)

Umfulana Route


Rund um Milia

Durch winzige Bergdörfer und Macchia

Südlich von Kissamos liegt in einem Kastanienwald der uralte Weiler Milia, der heute als Ökohotel betrieben wird. Die Landschaft ringsum ist ursprünglich geblieben. Die Rundwanderung führt unterhalb der nackten Felsen durch Täler, in denen spärliche Macchia wächst. Dabei kommt man durch winzige Ortschaften, wo heute kaum noch Leute leben. Die Taverne von Milia ist ein schöner Ort, um sich von der Wanderung zu erholen. (10 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab 370 Meter)

Umfulana Route


Halbinsel Elafonisi

Strandspaziergang zum Leuchtturm

Die „Hirschinsel“ im Südwesten Kretas ist nur 330 Meter breit und 1,5 Kilometer lang. Auf der Inselspitze steht ein Leuchturm. Die einzige befestigte Straße kommt von Kissamos. Fünf Kilometer nach dem Kloster Chrysoskalitissa aus dem 17. Jahrhundert, dessen weißes Gebäude auf einem Felsen direkt am Meer steht, erreicht man einen unbefestigten Parkplatz vor dem Strand. Über die Insel führt nur ein Trampelpfad. Wer an der Südküste zurückgeht, kann am Strand noch einmal baden gehen. (1 Stunde, 4 Kilometer, auf und ab: 20 Meter)

Umfulana Route




Weitere Sehenswürdigkeiten Lefka Ori




Reisebeispiele Lefka Ori

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