Golf von Mirambellou

Tiefblaues Wasser, schöne Küstenstraße: Golf von Mirambellou

Tiefblaues Wasser, schöne Küstenstraße: Golf von Mirambellou

Tiefblaues Wasser, überwältigende Ausblicke

Der Golf von Mirambéllou im Osten der Insel gilt als die landschaftlich schönste Küstenregion der Insel. Das Wasser ist hier tiefblau. Die Straße, die westlich um den Golf von Elounda nach Gournía führt, bietet immer wieder überwältigende Ausblicke. An der Küste liegen charmante Orte, deren Ursprünge bis in die minoische Epoche zurückreichen. In Gourniá 20 Kilometer östlich von Agios Nikólaos kann man die Fundamente der vermutlich ältesten Stadt Europas bestaunen. Bereits 3300 v. Chr. war die Stadt von Händlern, Handwerkern und Bauern bewohnt! Ein Rundweg über die engen Pflasterstraßen vermittelt einen Eindruck vom minoischen Stadtleben.



Sehenswürdigkeiten Golf von Mirambellou


Agios Nikolaos

Lebendiges Hafenviertel in der Stadt des Nikolaus

Die Stadt des „Heiligen Nikolaus“ liegt im Osten Kretas, am Westufer des Mirabello-Golfs. In der Mitte des Ortes befindet sich der Voulismeni-See, der über einen kurzen Kanal mit dem Meer verbunden ist. Rings um den See haben sich zahlreiche Tavernen und Bars ansiedelt, was besonders abends, wenn sich die Lichter im Wasser spiegeln, ein schöner Anblick ist. Der Ort verfügt auch über einen ansehnlichen Hafen und eine Marina. Im Archäologischen Museum sind Funde aus Ostkreta untergebracht.


Die Schlucht von Kritsa

Bizarre Felsen, dramatische Engstellen

Kritsa ist typisches Bergdorf mit freundlichen Tavernen und einer mittelalterlichen Kirche. Die rund tausend Bewohner leben von der Landwirtschaft und von Handarbeiten, die in den Läden der Hauptstraße angeboten werden. Etwas östlich klafft eine Schlucht, die zu den kürzesten und gleichzeitig eindrucksvollsten auf Kreta gehört. In Jahrmillionen hat das Wasser bizarre Engstellen ausgewaschen. Ein Wanderweg führt durch das kiesige Schluchtbett. (1:30 Stunde, 3,3 Kilometer, auf und ab: 100 Meter)

Umfulana Route


Gourniá

Älteste Stadt Europas

Auf einem Hügel über dem Golf von Mirambellou liegt die vermutlich älteste Stadt Europas. Gourniá hatte bereits alles, was spätere europäische Städte auszeichnete: eine Ringstraße mit Läden und Handwerksbetrieben, gepflasterte Gassen, die von Wohnhäusern gesäumt waren, sowie einen Palast und einen Tempel, die beide etwas erhöht liegen. Archäologen schätzen, dass die Stadt um 3.300 vor Christus gegründet wurde. Die heute noch sichtbaren Fundamente sind allerdings jünger: Sie stammen aus der Blütezeit zwischen 1.800 und 1.500 vor Christus. Ein Rundgang führt durch die archäologische Grabung.


Mesonas-Schlucht

Auf einem Muli-Pfad zu einer Wasserquelle

Rund um Kavousi stehen Olivenhaine, die teilweise uralt sind. Um sie zu bewässern, wurde ein Kanal angelegt, der Wasser von einer klaren Quelle in den Thripti Bergen herleitet. Der Wanderweg folgt dem abenteuerlichen Verlauf dieses Wasserwegs – durch die spektakuläre Mesonas-Schlucht und über einen gepflasterten Muli-Pfad. Unterwegs kommt man an einem über 3.000 Jahre alten Ölbaum vorbei. (4:40 Stunden, 13,5 Kilometer, auf und ab: 620 Meter)

Umfulana Route


Höhle von Psychro

Wo Zeus geboren wurde und Europa heiratete

Funde belegen, dass die Höhle 50 Kilometer südöstlich von Heraklion eine wichtige Kultstätte in der frühminoischen Zeit um 2.800 vor Christus gewesen ist. Dem Mythos nach wurde der Göttervater Zeus in dieser Höhle geboren. Die tumultarischen Umstände hätten heutzutage das Jugendamt auf den Plan gerufen: Seine Mutter Gaia (Erde) war auf der Flucht vor ihrem Gatten Kronos (Zeit). Der hatte nämlich gedroht, den Neugeborenen zu verschlingen. Nymphen waren bei der Geburt anwesend und nährten ihn, während Kureten den Höhleneingang bewachten. Diese mythischen Krieger klapperten laut mit ihren Schilden, um das Schreien des Babys zu übertönen. Vater Kronos schlich nämlich durch die Wälder rings um die Höhle. Anderen Quellen zufolge war es das Grunzen der Schweine, das die Schreie übertönte. Und noch ein wichtiges Ereignis soll in der Höhle stattgefunden haben: die Hochzeit von Europa mit dem Göttervater.


Ierapetra

Tempel, Theater und Tavernen in Europas südlichster Stadt

Die südlichste Stadt Europas liegt inmitten eines Obstgebietes mit vielen Gewächshäusern. Landwirtschaft, vor allem Gurken und Tomaten, ist hier bis heute wichtiger als Tourismus. Das Klima an der Südküste Kretas über dem lybischen Meer ist besonders warm, weshalb die Winter angenehm und die Sommer extrem heiß sind. Im Altertum war die Stadt wegen des Afrikahandels bedeutsam, wovon Überreste prächtiger Tempel und Theater zeugen. Später erlebte die Stadt eine wechselvolle Geschichte im Spannungsfeld von Sarazenen, Türken und Venezianern, die die massive Hafenfestung aus dem 13. Jahrhundert hinterlassen haben. In der Umgebung befinden sich einsame Bergdörfer in einer phantastisch anmutenden Felsenwelt, wo sich immer wieder großartige Blicke auftun. Der Stadt vorgelagert sind zwei Inseln: Chrissi (die goldene), zu der täglich Boote fahren. Bis auf wenige Tavernen ist die vier Kilometer lange Insel unbewohnt. Mit ihren Sandstränden, dem kristallklaren Wasser und den Wacholder- und Pinienwäldern ist sie ein Paradies für Wanderer und Strandurlauber. Weiter östlich liegt Kufonisi. Auf der gänzlich unbewohnten Insel gibt es neben Stränden auch antike Ruinen. Die Insel wird jedoch nur gelegentlich von Makrgiálos angelaufen.




Reisebeispiele Golf von Mirambellou

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