Kretas Südküste

Traditionelles Kreta: Kloster Koudouma an der Südküste

Traditionelles Kreta: Kloster Koudouma an der Südküste

Badeurlaub abseits der Pauschalhotels

Weniger als zehn Prozent aller Kreter wohnen an der Südküste. Die größte Stadt ist mit 19.000 Einwohnern Ierapetra; alle anderen Orte haben weniger als 5.000 Einwohner. Meist sind sie aus Fischerdörfern hervorgegangen. Bis heute gibt es dort ein Nebeneinander von Landwirtschaft, Fischerei und kleinteiligem Tourismus. Fast überall ist die Kirche noch das höchste Gebäude im Dorf, da Häuser mit mehr als zwei Geschossen verboten sind. Große Pauschalhotels wie an der Nordküste wird man hier vergeblich suchen, dafür findet man Ruhe und Spuren der alten kretischen Kultur.



Sehenswürdigkeiten Kretas Südküste


Ano Viannos

Wo der Kriegsgott gefangen genommen wurde

Das 700-Einwohner-Dorf im Süden des Dikti Gebirges war in byzantinisch-venezianischer Zeit eine bedeutende Stadt mit zwei Kastellen. Am Hang westlich von Ano Viannos befinden sich Ruinen des antiken Biannos oder Biennus. Hier sollen nach der Sage die Aloiden den Kriegsgott Ares – den Stadtgott von Biennus – gefangen genommen haben. Im 3. Jahrhundert vor Christus prägte die Stadt sogar eigene Münzen. Nach einem Partisanenangriff im Zweiten Weltkrieg, bei dem zwölf deutsche Soldaten ums Leben kamen, wurden auf Befehl des Kommandeurs mindestens 358 Männer, Frauen und Kinder aus Ano Viannos ermordet. Ein Mahnmal erinnert an das „Massaker von Viannos“ von 1943.


Ierapetra

Tempel, Theater und Tavernen in Europas südlichster Stadt

Die südlichste Stadt Europas liegt inmitten eines Obstgebietes mit vielen Gewächshäusern. Landwirtschaft, vor allem Gurken und Tomaten, ist hier bis heute wichtiger als Tourismus. Das Klima an der Südküste Kretas über dem lybischen Meer ist besonders warm, weshalb die Winter angenehm und die Sommer extrem heiß sind. Im Altertum war die Stadt wegen des Afrikahandels bedeutsam, wovon Überreste prächtiger Tempel und Theater zeugen. Später erlebte die Stadt eine wechselvolle Geschichte im Spannungsfeld von Sarazenen, Türken und Venezianern, die die massive Hafenfestung aus dem 13. Jahrhundert hinterlassen haben. In der Umgebung befinden sich einsame Bergdörfer in einer phantastisch anmutenden Felsenwelt, wo sich immer wieder großartige Blicke auftun. 


Kloster Moni Kapsa

Kirche in einer Höhle hoch über dem Lybischen Meer

Das festungsartige Kloster klebt wie ein Schwalbennest hoch oben an einem steilen Felsplateau. Eine zweischiffige Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die dem Heiligen Johannes geweiht ist, duckt sich in eine Höhle. Unten liegt das Lybische Meer. Weit draußen sieht man Koufonisi, eine unbewohnte Insel. Im Hinterland hat sich die Pervolakia-Schlucht tief ins Gebirge gefräst. Wer will, kann den Besuch mit einer Wanderung durch die Schlucht verbinden und sich anschließend in der Badebucht ausruhen. (hin und zurück: 8,4 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 430 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Mylonas Wasserfall

Schluchtwanderung mit erfrischendem Bad.

Der hohe Wasserfall des Mylonas-Baches speist sich aus Schmelzwasser. Während man im Frühjahr oder Frühsommer im Becken unter den Fällen ein erfrischendes Bad nehmen kann, kann der Bach nach schneearmen Jahren im Sommer oder Herbst auch austrocknen. Selbst ohne fallendes Wasser ist der Weg  empfehlenswert. Eine Vielzahl von Pflanzen und der originelle Wegverlauf über Wasserrinnen machen den Hinweg zu einem kurzweiligen Ausflug. Zurück kann man entweder den gleichen Weg wählen oder in einer Variante an Wasserspeichern vorbei aufsteigen und weiter östlich durch den Ort Ferma zum Strand wandern. In der Variante ist auch die Schattenseite unserer Zivilisation vorhanden: wilde Müllkippen und Bauruinen sind unübersehbar. (hin und zurück: 6,8 Kilometer, 2:10 Stunden, auf und ab: 240 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de




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