Kretas Osten

Östliches Kreta

Bergdörfer und Fischerstädtchen

Die Reise führt an zwei abgelegene Küsten und in die ruhige Bergregion Kretas. Eine vielfältige Landschaft die von einsamen Stränden bis zur Lassithi Hochebene in den Bergen reicht.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Heraklion nach Rethymnon

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: Thrifty Greece
Fahrzeug: Opel Astra o.ä. (CDMR)
Station: Hera­klion Flughafen (Desk at Airport)

Von Hera­klion nach Rethymnon

81 km | 2:30 h
Parallel zur Küste nach Westen. Schöner als die Küsten­strecke ist die Land­straße im Landes­in­nern über Perama.

Bezirk Iraklio

Zwischen Messara und Dikti-Gebirge
Der bevöl­ke­rungs­reichste Regio­nal­bezirk liegt im Zentrum von Kreta zwischen dem Psilo­ritis-Massiv im Westen und dem Dikti-Gebirge im Osten. Einen großen Teil nimmt die vor der Südküste gelegene Messara-Ebene ein, die größte zusam­men­hän­gende land­wirt­schaft­lich genutzte Land­schaft Kretas. In Iraklio befindet sich der größte Seehafen und der wich­tigste inter­na­tio­nale Flughafen der Region. Beide befinden sich in der namensgebenden Stadt Iraklio an der Nordküste.

Bezirk Rethymnon

Zwischen den weißen Bergen und dem Ida-Gebirge
Das Gebiet zwischen Chania im Westen und Iraklio im Osten umfasst topographisch das Gebiet östlich der Lefka Ori bis zum Psilo­ritis-Masssiv, auch Ida-Gebirge genannt. Sein höchster Berg, der 2.456 Meter hohe Psilo­ritis, ist gleichzeit der höchste Gipfel Kretas. Weiter östlich geht das Ida-Gebirge in die Messara-Ebene über. Vor der Messara-Bucht liegen die un­be­wohnten Paximadia-Inseln.

Der Turm des Daidalos

Start­punkt eines Sturzflugs
In Ovids Meta­morphosen wird berichtet, dass der geniale Baumeister und Erfinder Daidalos in einem Turm bei Knossos gefangen gehalten wur­de. Niemand durfte das schau­rige Geheimnis des Minotauros-Labyrinths erfahren. Eine Flucht von der Insel erschien aussichtslos. Doch Daidalos griff auf seine Erfindergabe zurück: Aus Federn von Vögeln und dem Wachs von Kerzen fertigte er Flügel für sich und seinen Sohn Ikarus an und flog mit ihm davon. Bereits hatten sie die Inseln Samos, Delos und Levitha hinter sich gebracht, als der ausge­las­sene Ikaros, unge­achtet der Warnungen seines Vaters, zu hoch stieg und dem Sonnenwagen nahe kam. Das Wachs der Flügel schmolz und er stürzte ins Meer, das bis heute auch Ikari­sches Meer genannt wird.
A

Rethymnon

Hafenstadt mit venezianisch-türkischem Flair

Die mit 20.000 Einwoh­nern drittgrößte Stadt Kretas liegt auf einer kleinen Halb­insel an der Nordküste. Von einer vene­zia­nisch-türki­schen Kulturmi­schung geprägt ist vor allem die male­ri­sche Altstadt mit ihren vielen kleinen Gassen, die teilweise bunt bepflanzt sind.

An der äußeren Hafenmole beginnt ein zwölf Kilometer langer Sand­strand mit den übli­chen Strandho­tels. Im Sommer greift ein reges Kulturleben mit einigen grie­chi­schen und inter­na­tio­nalen Festivals um sich. Land­einwärts ist die Stadt über den Befes­tigungs­wall, den die Vene­zianer zum Schutz vor Piraten ange­legt haben, hinausge­wachsen. 23 Kilometer südwest­lich liegt Moni Arkadi, ein festungs­ar­tiges Kloster, eindrucksvoll auf einem Plateau. Es ist das Natio­nalhei­ligtum der Kreter.

Zu Gast in einem Landhotel bei Rethymnon

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Genau­genommen ist man hier nicht zu Gast in einem Hotel, sondern gleich im ganzen Dorf. Die Geschichte geht zurück bis ins 17.

Jahr­hun­dert: Alles nahm seinen Anfang mit der Oliven­presse, die damals zum Arkadi Kloster gehörte. Erbaut im größten Olivenhain von ganz Kreta, steht sie heute unter Denkmal­schutz. 17 der Origi­nalgebäude im Dorf wurden liebevoll restau­riert und in elegante, komfor­table Gäst­e­häuser umfunk­tio­niert – jedes individuell in seinem Design, die meisten mit eigenem Kamin und privater Terrasse. Das Restau­rant bietet Früh­stück, eine kleine Mittagskarte und am Abend ein à la carte-Menü mit kreti­schen Speziali­täten. Trotz der ruhigen Umge­bung sind es nur 18 Kilometer bis ins leben­dige Rethymnon mit seinem histo­ri­schen Stadt­kern.

Kloster Arkadi

Natio­nalhei­ligtum der Kreter
Hoch auf einem Plateau liegt das burgähn­liche Kloster, das angeb­lich schon im 5. Jahr­hun­dert von einem Byzan­ti­ni­schen Kaiser gegründet wur­de. Seine Blütezeit erlebte es während der vene­zia­ni­schen Herr­schaft zwischen dem 15. und 17. Jahr­hun­dert. Als die Türken 1669 Kreta eroberten, wur­de das Moni Arkadi geplündert. Im 19. Jahr­hun­dert wurden die Forde­rungen nach Unbahängigkeit vom Osma­ni­schen Reich lauter; schließ­lich setzte sich der Abt des Klos­ters an die Spitze der Befreiungs­be­we­gung. Daraufhin wur­de das Kloster 1866 von 15.000 türki­schen Soldaten angriffen. Es kam es zu einer katastro­phalen Explo­sion im Pulver­magazin, dem die meisten Bewohner zum Opfer fielen. Seither gilt das Kloster Arkadi den Kretern als natio­nales Heiligtum.

Mili

Durch das roman­ti­sche Tal der Wassermühlen
Wenige Kilometer südlich von Rethymnon plät­schert ein Bach durch ein immer­grünes Tal. Früher muss es dort geschäftig zugegangen sein, wovon die über 20 Mühlen rund um Mili zeugen. Heute sind die alten Gebäude verlassen und dem Verfall preisgegeben. Die alten Esels­pfade sind zu einem roman­ti­schen Spazierweg zusam­menge­fasst, der mit EU-Mitteln herge­richtet wur­de. In Mili und Xiro Chorio gibt es Tavernen zum Einkehren. (hin und zurück: 1:40 Stunde, 3,9 Kilometer, auf und ab: 180 Meter)

Von Rethymnon nach Zaros Iraklio Crete

71 km | 2:30 h
B

Idagebirge

Geburtsort des Zeus

Das 30 Kilometer lange Gebirgs­massiv bietet einen herr­li­chen Anblick – besonders wenn die Gipfel schnee­be­deckt sind.

Der mit 2.456 Metern höchste Berg, der Psilo­ritis, wird von drei weiteren Gipfeln über 2.200 Metern umgeben. Der Name stammt aus der Antike, in der das Idagebirge als Geburtsort des Götterva­ters Zeus galt. Von den früher vorherr­schenden Eichenwäl­dern sind nur ganz wenige übrig geblieben. Jahr­tausen­de­lange Abholzung und Überweidung haben eine macchia-ähnliche Vege­ta­tion geschaffen. Mehrere Wander­wege führen zum Gipfel, unter anderem der Euro­päi­sche Fernwanderweg E4.

Zu Gast in einem Ferienresort in Zaros

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Kleine Cottages in einem Olivenhain, die sich am Hügel entlang­ziehen, eine gepflegte Anlage, ein toller Pool und nettes Personal machen den Charme des Resorts aus.

Es liegt etwas versteckt und abseits des Trubels. Das Dinner ist typisch kretisch; zum Früh­stück gibt es selbst geba­ckene Bröt­chen. Das Feri­en­resort ist Ausgangs­punkt mehrerer bezeichneter Rund­wege unter­schied­li­cher Länge und Schwie­rigkeit. Wer nach einer Wande­rung oder einem Tages­ausflug zurück­kommt, kann sich auf seiner eigenen Terrasse mit Liegen ausruhen und sich wie zuhause fühlen.

Rouvas-Schlucht

Durch Felsen und Wald zur Kapelle des Agios Ioannis
Die Wande­rung führt vom Votomos-See bei Zaros durch die Rouvas-Schlucht zur Kapelle Agios Ioannis. Die Schlucht ist nicht so bekannt wie die Samaria- oder Imbross-Schlucht, dafür sind weniger Touristen unter­wegs. Der Weg ist gut ausge­baut. Mehrmals wird ein Bach­bett gequert, sodass wasserdichte Schuhe empfehlens­wert sind. In der schat­tigen Schlucht gibt es seltene Orchideen-Arten zu entde­cken. Auf dem Rouvas-Plateau bei der Kapelle finden sich Tische und Bänke, wo man im Schatten der alten Stein­ei­chen rasten kann. Das Kloster Agios Niko­laos, das man auf dem Hinweg aus der Ferne sieht und auf dem Rückweg passiert, stammt aus der vene­zia­ni­schen Epoche Kretas. In der alten Kirche sind Fresken aus dem 14. Jahr­hun­dert zu finden. (hin und zurück: 10,1 Kilometer, 4 Stunden, auf und ab: 530 Meter)

Zaros

Kreti­sche Berg­dorf mit schönen Tavernen
Das tradi­tionelle kreti­sche Berg­dorf mit engen Gassen, einer Kapelle und mehreren Tavernen liegt südlich von Hera­klion ungefähr in der Mitte der Insel. Natur­liebhaber finden hier eine ideale Bleibe abseits der großen Hotels. Wenige Kilometer vom Dorf entfernt beginnt die Rouvas Schlucht, wo sich das Kloster des Heiligen Niko­laos versteckt, das im 17. Jahr­hun­dert ein bedeu­tendes geist­li­ches Zentrum war. Ein fünf Kilometer, bezeichneter Wanderweg führt dort hinauf – zwischen Oliven am Fluss entlang, der aber nur zwischen Herbst und Frühjahr verläss­lich Wasser führt.

Psilo­ritis

Phan­tas­ti­sche Aussicht von Kretas höchstem Berg
Mit 2456 Metern ist der der Psilo­ritis der höchste Berg Kretas. Der Anblick des meist schnee­be­deckten Riesen ist aus allen Rich­tungen überwäl­tigend – kein Wunder, dass man das Massiv dem Göttervater Zeus zuge­ordnet hat. Wer den Gipfel besteigen will, muss einen ganzen Tag einplanen, 1.100 Höhenmeter überwinden und mindes­tens 2 Liter Wasser mitnehmen. Der mühsame, aber unschwie­rige Aufstieg lohnt sich – besonders bei gutem Wetter. Dann kann man über ganz Kreta blicken und sogar bis zur Insel Santorin. (hin und zurück: 7:50 Stunden, 16,5 Kilometer, auf und ab: 1130 Meter)

Von Zaros Iraklio Crete nach Makrigi­alos

168 km | 3:00 h

Bezirk Lassithi

Bade­buchten und Hoch­pla­teaus im Osten von Kreta
Der östlichste Regio­nal­bezirk von Kreta hat seinen Haup­tort in Agios Niko­laos. Der dünn besiedelte Landes­teil hat nur etwa 75.000 Einwohner.  Die größten Städte sind Agios Niko­laos mit rund 12.600 Einwoh­nern, Iera­petra mit etwa 16.100 Einwoh­nern und Sitia mit gut 9.900 Einwoh­nern. Haupt­wirt­schafts­zweige sind Land­wirt­schaft mit Treibhauskulturen um Iera­petra und exten­sivem Oliven­anbau bei Sitia und Kavousi. Der Tourismus ist wenig entwi­ckelt, obwohl die Lassithi -Hoch­e­bene zu den landschaft­lich reizvollsten Regionen der Insel zählt. Auch der Göttervater Zeus erblickte in der Dikti-Grotte am südwest­li­chen Rand der Hoch­e­bene das Licht der Welt.

Höhle von Psychro

Wo Zeus geboren wur­de und Europa heira­tete
Funde belegen, dass die Höhle 50 Kilometer südöst­lich von Hera­klion eine wich­tige Kult­stätte in der frühmi­noi­schen Zeit um 2.800 vor Christus gewesen ist. Dem Mythos nach wur­de der Göttervater Zeus in dieser Höhle geboren. Die tumul­ta­ri­schen Umstände hätten heutzu­tage das Jugendamt auf den Plan gerufen: Seine Mutter Gaia (Erde) war auf der Flucht vor ihrem Gatten Kronos (Zeit). Der hatte nämlich gedroht, den Neugeborenen zu verschlingen. Nymphen waren bei der Geburt anwe­send und nährten ihn, während Kureten den Höhlen­ein­gang bewachten. Diese mythi­schen Krieger klapperten laut mit ihren Schilden, um das Schreien des Babys zu über­tönen. Vater Kronos schlich nämlich durch die Wälder rings um die Höhle. Anderen Quellen zufolge war es das Grunzen der Schweine, das die Schreie über­tönte. Und noch ein wich­tiges Ereignis soll in der Höhle stattgefunden haben: die Hoch­zeit von Europa mit dem Göttervater.

Agios Niko­laos

Leben­diges Hafen­viertel in der Stadt des Niko­laus
Die Stadt des „Heiligen Niko­laus“ liegt im Osten Kretas, am West­ufer des Mira­bello-Golfs. In der Mitte des Ortes befindet sich der Voulis­meni-See, der über einen kurzen Kanal mit dem Meer verbunden ist. Rings um den See haben sich zahlreiche Tavernen und Bars ansiedelt, was besonders abends, wenn sich die Lichter im Wasser spiegeln, ein schöner Anblick ist. Der Ort verfügt auch über einen ansehn­li­chen Hafen und eine Marina. Im Archäo­logi­schen Museum sind Funde aus Ostkreta unter­ge­bracht.

Mithi

Hirten­wege mit Panora­ma­sicht
Das tradi­tionelle kreti­sche Dorf nordwest­lich von Myrtos ist vor allem für seinen Schaumwein bekannt. Rund um den hübschen Ort führt ein Wanderweg mit Aussicht. Kiefernbäume, Oliver­nhaine und Mandelbäume prägen die Vege­ta­tion im Aufstieg. Im oberen Teil wird man oft von Ziegen begleitet. Teilweise ist der Rundwanderweg mit dem Minoan Path iden­tisch, der zu einer Hirten­sied­lung in den Bergen geht. (hin und zurück: 8 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab 520 Meter)

Sara­kinas-Canyon

Durch­que­rung einer wilden Schlucht
Die Schlucht ober­halb von Myrtos ist eine inter­essante Alter­na­tive zur welt­be­kannten Samaria-Schlucht, die viel länger, anstren­gender und bevöl­kerter ist. Von den Siche­rungs­haken nach dem Einstieg darf man sich nicht abschre­cken lassen. Sie sind nur nötig, wenn der Fluss hoch und reißend ist. Er hat sich im Laufe der Jahrmil­lionen 50 Meter tief in den Fels eingegr­aben. An einer Stelle kann man den Himmel nicht sehen. Nachdem man das Farben- und Formen­spiel bewundert hat hat geht es über große, vom Wasser geschliffene Felsen bergauf – häufig durch Tritte, die in den Stein gehauen sind. Mehrmals muss man sich durch Löcher in den Felsen zwängen. Die Vege­ta­tion auf dem Talboden ist abwechs­lungs­reich. (hin und zurück: 3,6 Kilometer, 2:30 Stunden, auf und ab 220 Meter)

Die Schlucht von Kritsa

Bizarre Felsen, drama­ti­sche Engstellen
Kritsa ist typi­sches Berg­dorf mit freund­li­chen Tavernen und einer mittel­alter­li­chen Kirche. Die rund tausend Bewohner leben von der Land­wirt­schaft und von Hand­arbeiten, die in den Läden der Haupt­straße ange­boten werden. Etwas östlich klafft eine Schlucht, die zu den kürzesten und gleichzeitig eindrucksvollsten auf Kreta gehört. In Jahrmil­lionen hat das Wasser bizarre Engstellen ausge­wa­schen. Ein Wanderweg führt durch das kiesige Schlucht­bett. (1:30 Stunde, 3,3 Kilometer, auf und ab: 100 Meter)
C

Kretas Südküste

Badeurlaub abseits der Pauschalhotels

Weniger als zehn Prozent aller Kreter wohnen an der Südküste. Die größte Stadt ist mit 19.000 Einwoh­nern Iera­petra; alle anderen Orte haben weniger als 5.000 Einwohner.

Meist sind sie aus Fischer­dörfern hervor­gegangen. Bis heute gibt es dort ein Neben­ein­ander von Land­wirt­schaft, Fischerei und klein­tei­ligem Tourismus. Fast überall ist die Kirche noch das höchste Gebäude im Dorf, da Häuser mit mehr als zwei Geschossen verboten sind. Große Pauschalho­tels wie an der Nordküste wird man hier vergeb­lich suchen, dafür findet man Ruhe und Spuren der alten kreti­schen Kultur.

Zu Gast in einem Haus am Hafen

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Ohne Verpflegung

Am alten Hafen von Makrigi­alos stehen ein paar leuch­tend weiße Häuser mit Apart­ments für Feri­en­gäste.

Sie haben einen Wohnbereich mit offener Küche und sind individuell in hellen Farben einge­richtet. Für größere Gruppen gibt es noch ein  zweige­schos­siges Haus zur Allein­nutzung, das im Erdge­schoss eine große Küche mit Essbe­reich hat sowie ein sepa­rates Wohnzimmer mit Terrasse. In der oberen Etage befinden sich zwei weitere Schlaf­räume und ein Bad. Einen schönen Blick auf den alten Hafen hat man von allen Häusern. Bei Ankunft steht in der Küche ein Früh­s­tückskorb mit Brot, Milch, Butter Marme­lade und Obst bereit. Im Dorf gibt es mehrere kleine Super­märkte, typisch kreti­sche Tavernen und diverse Restau­rants.

Gourniá

Älteste Stadt Europas
Auf einem Hügel über dem Golf von Mirambellou liegt die vermut­lich älteste Stadt Europas. Gourniá hatte bereits alles, was spätere euro­päi­sche Städte auszeichnete: eine Ring­straße mit Läden und Handwerks­be­trieben, gepflas­terte Gassen, die von Wohn­häusern gesäumt waren, sowie einen Palast und einen Tempel, die beide etwas erhöht liegen. Archäo­logen schätzen, dass die Stadt um 3.300 vor Christus gegründet wur­de. Die heute noch sichtbaren Funda­mente sind allerdings jünger: Sie stammen aus der Blütezeit zwischen 1.800 und 1.500 vor Christus. Ein Rundgang führt durch die archäo­logi­sche Grabung.

Kloster Moni Kapsa

Kirche in einer Höhle hoch über dem Lybi­schen Meer
Das festungs­ar­tige Kloster klebt wie ein Schwalben­nest hoch oben an einem steilen Fels­pla­teau. Eine zwei­schiffige Kirche aus dem 13. Jahr­hun­dert, die dem Heiligen Johannes geweiht ist, duckt sich in eine Höhle. Unten liegt das Lybi­sche Meer. Weit draußen sieht man Koufo­nisi, eine unbe­wohnte Insel. Im Hinter­land hat sich die Pervolakia-Schlucht tief ins Gebirge gefräst. Wer will, kann den Besuch mit einer Wande­rung durch die Schlucht verbinden und sich anschließend in der Bade­bucht ausruhen. (hin und zurück: 8,4 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 430 Meter)

Mylonas Wasserfall

Schluchtwande­rung mit erfri­schendem Bad.
Der hohe Wasserfall des Mylonas-Baches speist sich aus Schmelz­wasser. Während man im Frühjahr oder Frühs­ommer im Becken unter den Fällen ein erfri­schendes Bad nehmen kann, kann der Bach nach schnee­armen Jahren im Sommer oder Herbst auch austrocknen. Selbst ohne fallendes Wasser ist der Weg  empfehlens­wert. Eine Viel­zahl von Pflanzen und der origi­nelle Wegver­lauf über Wasser­rinnen machen den Hinweg zu einem kurz­wei­ligen Ausflug. Zurück kann man entweder den glei­chen Weg wählen oder in einer Vari­ante an Wasser­spei­chern vorbei aufsteigen und weiter östlich durch den Ort Ferma zum Strand wandern. In der Vari­ante ist auch die Schat­ten­seite unserer Zivili­sa­tion vorhanden: wilde Müllkippen und Bauruinen sind unüber­sehbar. (hin und zurück: 6,8 Kilometer, 2:10 Stunden, auf und ab: 240 Meter)

Mesonas-Schlucht

Auf einem Muli-Pfad zu einer Wasserquelle
Rund um Kavousi stehen Olivenhaine, die teilweise uralt sind. Um sie zu bewäs­sern, wur­de ein Kanal ange­legt, der Wasser von einer klaren Quelle in den Thripti Bergen herleitet. Der Wanderweg folgt dem abenteuer­li­chen Verlauf dieses Wasser­wegs – durch die spekta­kuläre Mesonas-Schlucht und über einen gepflas­terten Muli-Pfad. Unter­wegs kommt man an einem über 3.000 Jahre alten Ölbaum vorbei. (4:40 Stunden, 13,5 Kilometer, auf und ab: 620 Meter)

Von Makrigi­alos nach Kato Zakros

51 km | 2:00 h
D

Kato Zakros

Minoischer Palast und Badestrände in Kretas Osten

Das Dorf im äußersten Osten Kretas passierte in den 1960iger Jahren eine archäo­logi­schen Sensa­tion: Ein Bauer hatte beim Pflügen Vasen und regelmäßige Quader entdeckt.

Als die Grabungen inten­siviert wurden, stieß man auf einen minoi­schen Palast, den vierten auf Kreta. Im Gegen­satz zu den beiden anderen war dieser weitge­hend unver­sehrt und von Plünde­rungen verschont geblieben. In den umliegenden Häusern, die nicht direkt zum Palast gehörten, fand man zahl­lose Tongefäße und Vasen aus Kris­tall. Die Funde sind im Archäo­logi­schen Museum von Iraklio und im Museum von Sitia ausge­stellt.

Villa über Kato Zakros

3 Nächte | 1x Apartment | Bed & Breakfast

Die hübschen Villas sind in kreti­scher, tradi­tioneller Architektur ausschließ­lich aus lokalem Gestein gebaut und liegen fried­lich über dem Tal von Kato Zakros mit wunderbarem Blick über die Bucht und auf das Meer.

Die doppel­stö­ckigen Bungalows sind ca. 40 Quad­r­at­meter groß, mit sepa­ratem Schlaf- und Wohnraum zwei weiteren Schlafmög­lichkeiten, Küchen­zeile und offenem Kamin liebevoll einge­richtet. Zum Früh­stück, das man sich selbst bereitet, werden einige ­fri­sche Zutaten und Kaffee bereitge­stellt. Tavernen und eine Café-Bar in der Nähe bieten eben­falls Früh­stück und Snacks am Tage an. Stella und Ilias, die freund­li­chen Gastgeber, sind passio­nierte Wanderer und Berg­steiger und geben jede Menge Tipps.

Moni Toplou

Kloster mit Windmühle und Ikonenmuseum
Das Kloster aus dem 14. Jahr­hun­dert hat seinen Namen aus dem Türki­schen, wo „Toplu“ ein Gebäude heißt, das über eine Kanone verfügt. Geholfen haben die Kanonen offenbar wenig, denn das Kloster wur­de mehrmals zerstört und wieder­aufge­baut. Heute ist die Anlage aufwändig rekon­stru­iert und präsen­tiert sich als kleines Schmuck­stück. Eine restau­rierte Windmühle zeugt davon, dass die Mönche früher Selbst­ver­sorger waren. Berühmt ist Moni Toplou für sein Ikonen-Museum mit der Großikone Megas ei Kyrie („Allmächtig bist Du, oh Herr“). Das Werk aus dem Jahr 1770 zählt zu den bedeu­ten­dsten Kunst­werken der orthodoxen grie­chi­schen Kirche.

Tal der Toten

Durch eine geheim­nisvolle Schlucht zu einem minoi­schen Palast
Die acht Kilometer lange, steil­wan­dige Schlucht heißt so, weil die Minoer in den Höhlen der Seitenwände ihre Toten beer­digten. Unver­sehrt wur­de nur ein Grab gefunden, es enthielt die Leich­name von fünf Frauen aus der Zeit von 2300 bis 2100 v. Chr. Alle anderen waren ausge­raubt. Am Ende der Schlucht steht eine der bedeu­ten­dsten archäo­logi­schen Stätten Kretas: der minoi­sche Palast Kato Zakros. (4 Stunden, 12,6 Kilometer, auf und ab 310 Meter)

Vai

Kretas einziger Palmen­strand
Angeb­lich war die Bucht von Vai im Mittel­alter ein Versteck für saraze­ni­sche Piraten, die nach ihren Beutezügen geraubte Datteln am Strand aßen und die Kerne ausspuckten. So soll Kretas einziger Palmenhain entstanden sein. Ganz stimmen kann die Geschichte jedoch nicht, denn die Früchte dieser kreti­schen Dattelpalme sind ziem­lich unge­nießbar. Dafür entdeckten Hippies den idylli­schen Strand Anfang der 1970er Jahre und zogen zahl­lose Ruck­sack­tou­risten an. Als Vai zu einem chao­ti­schen Zelt­platz mit inte­grierte Müllkippe mutierte, zog die Verwal­tung die Notbremse und erklärte den Strand zum Natur­schutzgebiet, so dass sich die Palmen wieder erholten. Heute kommen viele Tages­be­su­cher. Vom Restau­rant aus hat man einen schönen Blick. Am Strand führt ein Weg nach Süden. (Hin und zurück: 10,4 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 280 Meter)

Von Kato Zakros nach Hera­klion

172 km | 3:30 h
Die Strecke führt über die Bucht von Elounda, eine der schönsten und belieb­testen Badegegenden Kretas.

Iera­petra

Tempel, Theater und Tavernen in Europas südlichster Stadt
Die südlichste Stadt Europas liegt inmitten eines Obstgebietes mit vielen Gewächs­häusern. Land­wirt­schaft, vor allem Gurken und Tomaten, ist hier bis heute wich­tiger als Tourismus. Das Klima an der Südküste Kretas über dem lybi­schen Meer ist besonders warm, weshalb die Winter ange­nehm und die Sommer extrem heiß sind. Im Altertum war die Stadt wegen des Afri­ka­handels bedeutsam, wovon Über­reste präch­tiger Tempel und Theater zeugen. Später erlebte die Stadt eine wech­sel­volle Geschichte im Spannungs­feld von Sarazenen, Türken und Vene­zia­nern, die die massive Hafen­fes­tung aus dem 13. Jahr­hun­dert hinter­lassen haben. In der Umge­bung befinden sich einsame Berg­dörfer in einer phan­tas­tisch anmu­tenden Felsenwelt, wo sich immer wieder großar­tige Blicke auftun.
E

Heraklion

Städtisches Leben am Morosini-Brunnen

Die größte Stadt Kretas (130.000 Einwohner) ist zugleich kulturelles und wirt­schaft­li­ches Zentrum der Insel.

Leider sind viele histo­ri­sche Bauten durch moderne, wenig anspre­chende ersetzt worden. Die Sehens­wür­digkeiten der Stadt liegen fast alle inner­halb der gut erhal­tenen vene­zia­ni­schen Stadt­mauer. Mittel­punkt des städ­ti­schen Lebens ist der Morosini-Brunnen mit vielen Tavernen und Restau­rants in der Umge­bung. Das Archäo­logi­sche Museum Iraklio gilt als bedeu­ten­dste Antiken­samm­lung Grie­chen­lands nach dem Natio­nalmuseum in Athen.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel im Zentrum

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast & Essen am ersten Abend

Das ultra­moderne Design-Hotel liegt günstig, mit schöner Aussicht auf die vene­zia­ni­sche Festung, im alten Hafen von Hera­klion.

Die Zimmer sind nicht besonders groß, aber intel­ligent und komfor­tabel einge­richtet. Besonders schön ist die Dachter­rase mit traumhaftem Blick. Alle wich­tigen Sehens­wür­digkeiten sind vom Hotel aus leicht zu errei­chen. Ein Fitnessraum und ein Restau­rant stehen zur Verfügung.

Archäo­logi­sches Museum Iraklio

Fund­stücke aus der Wiege Europas
Das Archäo­logi­sche Museum Iraklio gilt als bedeu­ten­dste Antiken­samm­lung Grie­chen­lands nach dem Natio­nalmuseum in Athen.
Nach siebenjäh­riger Renovie­rung wur­de das Museum im Mai 2014 wieder eröffnet. Die Samm­lungen sind wieder voll­ständig zugäng­lich. Ausge­stellt werden Objekte aus Knossos aber auch aus anderen Insel­teilen, unter anderem die Schlan­gen­göt­tinnen und ein Helm aus Eberzähnen. Die Funde stammen aus dem Zeit­raum zwischen dem 7. Jahr­tausend v. Chr. bis zum 4. Jahr­hun­dert n. Chr.

Palast von Knossos

Sagen­umwobenes Labyrinth eines Menschenfres­sers
700 Jahre nach der Zerstörung von Knossos im 16. Jahr­hun­dert vor Christus erzählt Homer den folgenden Mythos: 

Der erstgeborene Sohn von Zeus und Europa war der sagenhafte König Minos, der Herr­scher von Knossos. Einst sollte er Zeus, seinem Vater, einen Stier opfern. Doch Minos gefiel das herr­li­chen weiße Tier so gut, dass er ihn zu seiner Herde trieb und an seiner Stelle einen anderen Stier opferte. Zur Strafe entfachte Zeus in der Frau des Minos, Pasiphaë, eine sexuelle Begierde nach diesem Stier. Sie ließ sich von Daidalos eine Holzkuh bauen, die sie mit Kuhhaut überzog. Darinnen versteckte sich Pasiphaë und brachte so den gött­li­chen Stier dazu, mit ihr zu kopulieren. Bald gebar sie ein Unge­heuer mit mensch­li­chem Leib und Stier­kopf, den Stier­men­schen Minotauros, König Minos war entsetzt, ließ ihn aber nicht töten, sondern beauf­tragte Daidalos mit dem Bau eines sicheren Verstecks. So entstand das sagenhafte Labyrinth von Knossos.

Unglück brach über Minos herein. Sein Sohn Androgeos starb bei einem sport­li­chen Wettkampf in Athen. Und Minotauros, der Menschenfresser im Labyrinth, verlangte fortge­setzt Menschen­opfer. So erhob König Minos von den Athenern einen grau­samen Tribut: Sieben Jüng­linge und sieben Jungfrauen, die dem Minotauros alle neun Jahre geopfert werden sollten. Unter den ersten war auch Prinz Theseus. Als er jedoch nach seiner Landung auf Kreta die Tochter von Minos, Ariadne, kennenlernte, verliebten sie sich inein­ander. Sie schenkte ihm das magi­sche Wollknäuel des Daidalos, mit dem er aus dem Labyrinth wieder herausfand. Theseus gelang es mit Hilfe der Götter, den Minotauros zu töten. Nachdem er ihn dem Poseidon geopfert hatte, floh er zusammen mit Ariadne, von den Göttern unter­stützt, nach Naxos.

Berg Jouchtas

„der schla­fende Zeus“
Schon seit minoi­scher Zeit galt der 811 Meter hohe Berg als heilig, weil seine Silhoutte an den schla­fenden Zeus erin­nert. Von der wohlha­benden Winzergemeinde Achanes im Osten aus erreicht man das Berg­massiv. Die Berg­straße endet am Mittelgipfel, die man auch die „Nasen­spitze des Zeus“ nennt. Dort steht weithin sichtbar die heilige Kapelle Afénde Chri­stoú Metamórfosi (Verklärung Christi), ein beliebter Wall­fahrtsort, wo am 6. April ein feier­li­cher Vespergot­tesdi­enst abge­halten wird. Im Inneren werden vier Altäre aufbe­wahrt, die mit mehreren Ikonen geschmückt sind. Der ­Blick vom Gipfel ist wundervoll: er reicht weit über die Wein- und Olivenhügel. Im Frühjahr blühen seltene Orchide­en­arten an den Hängen des Jouchtas.

Hera­klion

Mietwagenabgabe

Hera­klion

5 km | 12 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Hera­klion Flughafen (Desk at Airport)

14 Tage
ab 1.489,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

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Stefanie Maier

Tel.: +49 (0)2268 92298-18

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