Dalmatien

1200 Kilometer Küste: Dalamatien

1200 Kilometer Küste: Dalamatien

Sonnenverwöhnte Küste zwischen Dubrovnik und Zadar

Das sonnenverwöhnte Dalmatien weist eine der schönsten Landschaft Kroatiens auf. Über 1200 Kilometer lang ist die Küste, die vor allem im Süden steil und schwer zugänglich ist. Davor liegen über 900 Inseln, von denen die wenigsten bewohnt sind. Die Region reicht von Dubrovnik bis zu dem nördlichen Zadar. Die Großstadt Split markiert das wirtschaftliche und politische Zentrum von Dalmatien. Sonnenhungrige werden von azurblauem Meer, heimeligen Buchten und romantischen Inseln empfangen. Für Kulturinteressierte gibt es viele Spuren der Römerzeit und von Byzanz zu besichtigen.



Sehenswürdigkeiten Dalmatien


Split

Ehrwürdiger Kaiserpalast hinter pulsierende Uferpromenade

Die 1.700 Jahre alte Stadt ist mit 210.000 Einwohnern nach der Hauptstadt Zagreb die zweitgrößte von Kroatien. Die Altstadt auf einer Halbinsel ist ein wahres Freilichtmuseum, in dessen Mittelpunkt der glänzende Palast des römischen Kaisers Diokletian steht. Gegenüber pulsieren die Uferpromenade Riva und das lebhafte Zentrum, wo hervorragende Seafood Restaurants und Tavenen auf Gäste warten. Wer baden will, findet viele Buchten und Strände rund um Split. Besonders beliebt ist der Bacvice mit Bars, Cafés und Strandclubs. Ruhiger ist es dagegen entlang der Halbinsel Marjan oder auf der Insel Ciovo.


Bootsfahrt nach Split

Ohne Auto in eine sensationelle Altstadt

Wer von Trogir aus die Römerstadt Split besichtigen möchte, nimmt am besten das Schiff. Eine knappe Stunde fährt das Personenboot von Trogir aus zum Hafen von Split, der unmittelbar an die Altstadt grenzt. So spart man sich die Autofahrt durch hässliche Vororte und die Parkplatzsuche. 


Trogir

Mittelalterliche Stadt an der Adria

Dalmatien kann gleich mit mehreren mittelalterlichen Städten aufwarten, doch die schönste von allen ist Trogir. Die Stadt 25 km westlich von Split ist von einer wuchtigen Mauer umschlossen, innerhalb derer verwinkelte Gassen an venezianischen Palazzi, Kirchen und Bürgerhäusern vorbeiführen. Seit 1997 ist die Altstadt von Trogir, die zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert entstanden ist, Weltkulturerbe. Besonders sehenswert sind das Landtor im Norden mit einer Statue des Stadtpatrons und die Kathedrale Sveti Lovro mit ihrem Hauptportal aus dem 13. Jahrhundert. Wegen des Schiffsverkehrs badet man am besten an der Bucht Saldun.


Makarska Riviera

Üppige Vegetation vor malerischer Kulisse

Zwischen Breda und dem 60 km südöstlich gelegenen Gradac zieht sich ein besonders schöner Küstenstreifen entlang, der nach dem Hauptort Makarska gegenüber der Insel Brac benannt ist. Vor der großartigen Kulisse des Biokovo Massivs gibt es zwischen den Kiesstränden auch einige Sandstrände – eine Seltenheit in Kroatien. Im Hinterland wuchert üppige mediterrane Vegetation. Der Naturpark Biokovo ist ideal für Bergwanderer. Wer die schmale asphaltierte Straße auf seinen Gipfel (1.762 m) nimmt, wird mit einer phantastischen Aussicht belohnt.


Primosten

Dalmatisches Postkartenidyll zwischen Fels- und Kieselstränden

Das ehemalige Fischerdorf zwischen Split und Šibenik ist ein wahres Postkartenidyll mit schönen Fels- und Kieselstränden. Eine wuchtige Stadtmauer umgibt den Ort. Ein Labyrinth aus engen Gassen führt zum Platz Rudina biskupa Josipa America. Auf dem Weg zur Kirche Sv. Juraj kommt man an dalmatischen Steinhäusern und vielen liebevoll gestalteten Hinterhöfen vorbei. 


Korcula

Juwel vor der Küste Süddalmatiens

Die fast 300 km² große Insel gilt als Juwel unter den vielen vor der Küste Süddalmatiens. In der reich gegliederten Küstenlandschaft des 47 km langen und 8 km breiten Eilandes sind viele Badebuchten versteckt. Besonders schön ist die gleichnamige Inselstadt, die auf einer felsigen, durch eine schmale Landzunge verbundenen Halbinsel liegt – eine der wenigen geplanten Städte des europäischen Mittelalters. Die Gassen zweigen in regelmäßigem Abstand von der Hauptachse ab und sind so angelegt, dass die Häuser sich im Sommer gegenseitig Schatten spenden. Korcula hat eine bewegte Geschichte, in der nacheinander Griechen, Römer, Goten, Seeräuber, Venezianer und Ungarn die Bühne betraten. Dass Marco Polo auf der Insel geboren wurde, ist ein hartnäckiges Gerücht, jedoch nicht bestätigt. Eine besondere Inseltradition ist der Säbeltanz, der möglicherweise an die Kämpfe zwischen Christen und Arabern erinnert.


Orebic

Hafenstädtchen mit Bilderbuchpanorama

Das Hafenstädtchen Orebic liegt auf der Südseite der Halbinsel Peljesac unter dem 961 Meter hohen Svetji Illija. Die auffallenden Steinhäuser in Orebic sind ehemalige Kapitänsvillen. Die Familie Orebic, von der die Stadt und die Trinkwasserbrunnen an der Promenade ihren Namen erhielten, ist auch heute noch allgegenwärtig. Über die Geschichte der Kapitänsfamilien wird im Seefahrtmuseum der Insel erzählt. Von einem Franziskanerkloster bietet sich dem Betrachter ein atemberaubendes Panorama auf das Land.


Sibenik

Malerische Altstadt von der Kornatenküste

Die Stadt an der Mündung des Krka-Flusses gehört zu den schönsten an der östlichen Adria. Sie liegt idyllisch in der fjordartigen Sibeniker Bucht und hat eine malerische Altstadt, die von einer einzigartigen Kathedrale beherrscht wird. Treppengassen führten der imposanten Festung, die über den Dächern der Altstadt thront. Der anstrengende Aufstieg wird mit einer grandiosen Rundumsicht über das Meer und die zahllosen Inseln und Halbinseln belohnt. Auch die Umgebung von Sibenik hat viel zu bieten: Unbedingt sollte man einen Tag im Krka-Nationalpark einplanen, der sich rings um den Krka Fluss erstreckt. Seine sieben Wasserfälle sind von unvergleichlicher Schönheit. Vor der Küste liegen die Kornaten, ein Archipel mit 89 Inseln, die heute von einem maritimen Nationalpark geschützt werden.


Naturpark Vransko jezero

Süßwassersee und Vogelparadies

Der größte Süßwassersee Kroatiens hat eine Wasseroberfläche von 30 Quadratkilometern und erstreckt sich parallel zur Küste, die stellenweise weniger als einen Kilometer entfernt ist. Die Sümpfe rings umher stehen unter Naturschutz und sind ein wahres Vogelparadies. In der benachbarten Stadt Vrana finden am letzten Augustwochenende immer die „Rittertage von Vrana“ statt, ein Mittelalterspektakel mit Turnieren, Handwerksmärkten, Jongleuren und vielen Trachten.


Mostar

Symbolträchtige Brücke in Weltkulturerbe-Stadt

Mit etwa 75.000 Einwohnern ist die Hauptstadt von Herzegowina zugleich die größte und bedeutendste im Süden von Bosnien-Herzegowina. Früher war die Stadt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt auf dem Weg von der Küste ins Binnenland. Dafür sorgte auch die alte Brücke (Stari most), die 1556 über die Schlucht der Neretva gebaut wurde – ein osmanischer Baukunst. Weil sie das christliche und das muslimische Mostar verband, wurde sie im Bosnienkrieg 1993 gesprengt – und als Symbol des Friedens von 1996 bis 2004 wiederaufgebaut. Heute sind die Brücke und die Altstadt von Mostar Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. 

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Ston

Längste Festungsmauer in Europa

An der Landenge zwischen Pelješac und dem Festland  wurde schon unter römischer Herrschaft die Siedlung Stagnum errichtet. Reste eines römischen Kastells sind noch erkennbar. Auch die bis heute existierenden Salzgärten entstanden schon in römischer Zeit. Wirklich imposant sind die Festungsanlagen aus dem 14. Jahrhundert. Es entstanden drei Kastelle und über 40 Türme. Sie waren durch eine fünf Kilometer lange Mauer verbunden, die als längste Festungsmauer in Europa gilt. Ein Spaziergang auf der Mauer eröffnet weite Blicke über das Umland und das Meer. 


Jajce

Dramatische Wasserfall in geschichtsträchtiger Stadt

Die Altstadt liegt auf einem Burgberg mit großartiger Aussicht auf die umliegenden Waldgebirge. Südwestlich der Altstadt stürzt die Pliva über einen etwa 20 Meter hohen dramatischen Wasserfall in die Vrbas-Schlucht. Die 1396 gegründete Stadt war Sitz des bosnischen Königs. Die Blütezeit von Jajce endete mit der Eroberung durch das osmanische Reich. Die meisten Denkmäler stammen aus dem Mittelalter, darunter der Turm des heiligen Lukas mit der dazugehörigen Kirche der heiligen Maria. Sie wurde nach der osmanischen Eroberung zu einer Moschee umgebaut. Der Glockenturm wurde zum Minarett.


Travnik

Osmanische Festung im Lašva-Tal

Die Stadt im engen Tal der Lašva war im Mittelalter eines der wichtigsten Bollwerke des bosnischen Staats, wovon noch heute die gut erhaltene Festung zeugt. 150 Jahre lang residierte in der Altstadt ein Statthalter des Sultans. Unter osmanischer Herrschaft blühten das Handwerk und der Handel. Neben mehreren Moscheen – der Hasan-Aga-Moschee von 1549/50, der Hadži-Ali-Beg-Moschee von 1757/58, und der Sulejmanija von 1816 befinden sich in Travnik auch zwei Uhrtürme aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Travniker Schafskäse hat eine besondere Berühmtheit erlangt.


Zadar

Mittelalterliche Altstadt auf einer Halbinsel

Die größte Stadt in Norddalmatien war bereits in prähistorischer Zeit ein bedeutender Seehafen und Handelsplatz. Seine Blüte erlebte Zadar zwischen dem 11. und dem 15. Jahrhundert. Die befestigte Altstadt auf einer Landzunge ist dementsprechend reich an historischen Bauten. Zwischen dem Landtor, der mächtigen Zitadelle und rund um die bedeutendsten Kirchen Kroatiens ist das Leben besonders bunt. Zahlreiche Geschäfte säumen die Gassen; in der Fischmarkthalle wird vom frühen Morgen bis zum Mittag fangfrischer Fisch angeboten. Wer an einem Sommerabend in der Stadt ist, sollte versuchen, ein Konzert in der Sveti Donat zu besuchen. Die Akustik in der massigen Kirche aus dem 9. Jahrhundert ist außergewöhnlich.


Nationalpark Paklenica

Heimat von Bären, Luchsen, Adlern und Geiern

Paklenica bedeutet im Kroatischen „kleine Hölle“. Der Name bezieht sich vermutlich auf die dunklen Höhlengänge, die sich in den rauen, steilen Karstfelsen verstecken. Der Nationalpark bietet auf 96 Quadratkilometern Lebensraum für seltene Tiere wie Braunbären, Luchse, Schlangenadler, Gänsegeier. Daneben kommen giftige Hornvipern und Kreuzottern relativ häufig vor. Am besten lernt man  den Park auf einem der vielen Wanderwege kennen. Am Ende der Straße beginnt ein schöner Wanderweg.


Dubrovnik

„Perle der Adria“

Die Stadt im Süden Kroatiens wird wegen ihrer jahrhundertelangen Sonderstellung und ihrer kulturellen Bedeutung auch „Perle der Adria“ genannt. Neben vielen slawischen Dichtern, die die Stadt besungen haben, hat George Bernhard Shaw hier sein Paradies gefunden. Seit 1997 ist die gesamte Altstadt Weltkulturerbe der Unesco. Sie wird an drei Seiten vom Meer und an vier Seiten von mächtigen Festungsmauern umgeben, innerhalb derer sich Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze von Weltrang finden. Über der Stadt, die zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert ihre Blüte als unabhängige Handelsmetropole erlebte, liegt eine mediterran-heitere Atmosphäre, die vor allem abends spürbar wird, wenn der Stadrum, die Hauptachse der Stadt, zur Flaniermeile wird. Tagsüber wird Dubrovnik allerdings oft von den Kreuzfahrtschiffen angesteuert, so dass sich viele Tagesbesucher in kurzer Zeit durch die Gassen drängen. 




Reisebeispiele Dalmatien

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