Zentralkroatien

Einsame Bergwildnis: Zentralkroatien

Einsame Bergwildnis: Zentralkroatien

Historische Provinz zwischen Istrien und Dalmatien

Die bergige Region, die auch Alt-Kroatien oder Kernkroatien genannt wird, ist den meisten Reisenden nur als Durchgansland zwischen Istrien und Dalmatien bekannt. Nur wenige Orte finden Eingang in die Reiseführer, darunter die Plittwitzer Seen. Die Bevölkerungsdichte gehört zu den niedrigsten in Europa. Die Region reicht von der Kvarner Bucht bist zur Hauptstadt Zagreb und umfasst die Tiefebene um Zagreb, die Dinarischen Berge und einen Küstenstreifen in der Kvarner Bucht.



Sehenswürdigkeiten Zentralkroatien


Berg Klek

Sagenumwobener Aussichtsberg

Der markante Gipfel im Osten des Velika-Kapela-Massivs sieht von jeder Seite völlig anders aus und hat seit jeher die Phantasie der Menschen angeregt. Manchen erscheint die Spitze wie der Kopf eines Riesen. Mythen und Legenden verbinden sich mit ihm. So sollen sich Hexen dort einst versammelt haben. Bei guten Wetterbedingungen kann man von seiner Spitze aus das 100 Kilometer entfernte Zagreb sehen. Die wilde Schönheit des Berges hat den Grazer Professor Johannes Frischauf Ende des 19. Jahrhunderts zur Gründung des Kroatischen Alpinistenvereins inspiriert. Noch heute trägt der Verein den Klek im Wappen.

Umfulana Route:
www.komoot.de


Karlovac

Sommerliches Bierfest in altösterreichischer Festung

Die Stadt an vier Flüssen – Korana, Kupa, Mrežnica, Dobra – wurde im 16. Jahrhundert vom steirischen Erzherzog Karl II. als Militärfestung gegründet. So sollte der Verkehrsknotenpunkt zwischen Österreich und der Adria vor den Türken geschützt werden. Noch heute ist der sechseckige, sternförmige Grundriss zu erkennen. Der älteste Teil von Karlstadt stammt jedoch aus dem 13. Jahrhundert. In Dubovac sind noch die Kirche Presveto Trojstvo (Heilige Dreieinigkeit) sowie das Franziskanerkloster erhalten. Im Stadtmuseum werden alte Handwerke vorgestellt, dazu Speisen nach alten Rezepten. Im Sommer kann man das traditionelle Bierfest besuchen oder sich im Fluss Korana im Badeort Foginovo kupalište erfrischen.


Kutjevo

Weinort im Osten Kroatiens

Das Städtchen mit knapp 6.000 Einwohnern befindet sich im fruchtbaren goldenen Tal von Požega an den südlichen Abhängen der Berge Krndija und Papuk im engen Tal des Flusses Kutjevčanka. Der bekannte Weinkeller von Kutjevo besitzt Archivweine – tbekannt davon sind Kutjevačka graševina (Riesling), Grauburgunder, Weißer Burgunder, Traminer, Rheinriesling. In der unmittelbaren Nähe des Weinkellers befindet sich das schöne Schloss Kutjevo, das über einen unterirdischen Gang mit dem Weinkeller verbunden ist. In diesem Schloss verweilten einst der Baron Franjo Trenk und die Kaiserin Maria Theresia. 


Nationalpark Risnjak

Braunbären, Wölfe, Luchse, Adler in dichten Bergwäldern

Der über 6000 Hektar große Nationalpark ist nach seinem höchsten Berg, dem 1.528 Meter hohen Veliki Risnjak benannt. Vom Gipfel hat man bei klarem Wetter einen Rundumblick über die Kvarner Bucht bis zu den Karawanken im Norden. Braunbären, Wölfe, Luchse, Adler und andere geschützte Tierarten bevölkern die dichten Bergwälder. Mehrere Wanderweg führen durch den Park. Fahrräder werden im Besucherzentrum ausgeliehen.


Naturpark Papuk

Der 34000 Hektar große Naturpark schützt seit 1999 den gleichnamigen Gebirgszug Papuk in der ostkroatischen Landschaft Slawonien. Die bewaldeten Gebirge steigen bis auf 1000 Meter aus der ungarischen Tiefebene auf und sind ein markanter Blickfang. Zwischen den Buchen- und Tannenwäldern sprudeln klare Bäche, die zuweilen kleinere Wasserfälle bilden. Der Naturpark soll in erster Linie dazu dienen, die enorme Vielseitigkeit der Natur zu bewahren und sie näher zu erforschen. Mehrere Wander-, Reit- und Radwege unterschiedlicher Länder führen durch den Park.


Plješevica

Bergland zwischen Bosnien und Kroatien

Der Gebirgszug zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien zieht sich von den Plitvicer Seen und dem Gebirge Mala Kapela im Norden über 40 km bis Gračac im Süden. Der höchste Punkt des Gebirges ist der Gipfel Ozeblin (1.657 m) im südlichen Teil bei Donji Lapac. Nur wenige Straßen durchqueren das einsame Gebirge mit der Flugzeugkaverne Željava. Ihre Hallen und Gänge waren in das Gebirge Plješevica gegraben, um einen sicheren Luftwaffenstützpunkt zu erhalten. Ein Wanderweg führt zum Gebirgskamm, der die Grenze zu Bosnien markiert. (Hin und zurück 13,8 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 970 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Slavonski Brod

Grenzfestung an der Save

Die mit ca. 50.000 Einwohnern sechstgrößte Stadt Kroatiens liegt am Nordufer der Save, welche hier die Staatsgrenze zu Bosnien Herzegowina und die Außengrenze der EU bildet. Auf der Südseite der Save liegt in einer Flussschlinge die zu Bosnien gehörende Nachbarstadt Bosanski Brod. Bereits die Römer unterhielten hier ein Grenzfestung mit Namen Marsonia. Später verlief hier die Grenze zwischen habsburgischem und osmanischem Einflussbereich, weshalb die Stadt immer wieder von Kriegen heimgesucht wurde. Zwischen 1715 und 1720 wurde die große kaiserliche und königliche Grenzfestung Brod errichtet. Im Kroatien-Krieg wurde die Stadt häufig angegriffen und erlitt schwere Schäden. Während des Bosnien-Krieges strömten Kriegsflüchtlinge aus Nordbosnien in die Stadt, die über die Brücke vor den dortigen Kämpfen flüchteten. Seitdem die Außengrenze der EU hier verläuft, hat sich zwischen Slavonski Brod und der bosnischen Seite ein reger Einkaufs- und Tanktourismus entwickelt.




Weitere Sehenswürdigkeiten Zentralkroatien




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