Istrien

Azurblaues Meer, mittelalterliche Hafenstädte: Istrien

Azurblaues Meer, mittelalterliche Hafenstädte: Istrien

Mittelalterliche Hafenstädte, grüne Wälder, azurblaues Meer

Die Halbinsel im Nordosten Kroatiens zeichnet sich durch abwechslungsreiche Küsten, Pinienwälder und Kiesbuchten aus. Das azurblaue, klare Meer ist von Mai bis in den Oktober zum baden geeignet und erreicht im Hochsommer 25 ° C. Kein Wunder, dass Istrien seit Titos Zeiten ein Eldorado für Wassersportler und Badeurlauber ist. Zwischen Pula und Piran findet man zahlreiche idyllische Küstenorte mit verwinkelten Gassen, Cafés und Restaurants. Im weniger bekannten Binnenland blicken mittelalterlich anmutende Dörfer von grünen Hügeln herab. In der Kvarner Bucht liegen mehrere große Inseln, die man mit dem Boot erreichen kann.



Sehenswürdigkeiten Istrien


Pazin

Wo die Zeit stehen geblieben ist

Das Städtchen in der Mitte Istriens liegt fernab des Touristenrummels an den Küsten. Es duckt sich im Schatten einer gewaltigen Burg, die vor tausend Jahren von den Grafen von Schwarzenburg errichtet wurde. In der Altstadt rund um die Burg scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Direkt unterhalb klafft ein düsterer Abgrund, in den schon Dante hinabgestiegen ist. Angeblich wurde er von der dortigen Höhle zu seinen Visionen vom Inferno inspiriert. 
Etwas westlich liegt Beram. Auf dem Waldfriedhof des kleinen Dorfes steht eine Kirche mit einem wundervollen Freskenzyklus aus dem 14. Jahrhundert. 


Gračišće

Denkmalgeschütztes Dorf in der Inselmitte

Der Ort auf fast 500 Metern Höhe hat heute nur noch wenige hundert Einwohner. Von seiner ehemaligen Bedeutung zeugen die Stadtmauer mit Wehrtürmen und ein Palast aus dem 15. Jahrhundert. Der Ort steht heute vollständig unter Denkmalschutz. Von der Pfarrkirche am Dorfrand blickt man über das sanfte hügelige Land bis zu den Cicarija-Bergen.


Labin

Mittelalterlicher Bergnest mit Künstlerszene

Die Kleinstadt  in den Bergen zwischen Pula und Opatija existiert seit mindestens 400 vor Christus. Ihr heutiges Erscheinungsbild stammt aus dem Mittelalter. Vom Tor des Heiligen Florus winden sich schmale Gassen und Treppen durch ein Gewirr von Plätzen, Kirchen und Palazzi bis zu einem herrlichen Aussichtspunkt über Rabac und die istrische Ostküste. Restaurants, Ateliers und Galerien säumen die Straßen, das seit vielen Jahrzehnten Maler und andere Künstler anzieht.


Rovinj

Antikes Küstenstädtchen auf einer Halbinsel

Das Küstenstädtchen, dessen Anfänge bis in die Antike zurückreichen, lag einst auf einer Insel, die im 18. Jahrhundert durch Aufschüttung mit dem Festland verbunden wurde. Damals entstand die Altstadt, die zu den schönsten und beeindruckendsten auf Istrien gehört. In den malerischen Altstadtgassen könnte man sich leicht verirren, gäbe nicht der charakteristische Glockenturm hoch über den Häusern Orientierung. Das Herz der mittelalterlichen Stadt schlägt an der Hafenpromenade mit zauberhaftem Ausblick auf die Altstadt und die Katarina-Insel. Seine einstige Bedeutung verlangt Rovinj der zentralen Lage an der Westküste, was den Ort ideal macht zur Erkundung von Istrien.


Porec

Weltkulturerbe mit Badestränden

Von drei Seiten ist der Badeort an der Westküste Istriens vom Meer umgeben. Das bedeutendste Bauwerk ist die spätrömische Euphrasius-Basilika, die von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Auf sie zu läuft der Decumanus Corso, eine autofreie Einkaufs- und Flaniermeile, an der auch die meisten Baudenkmäler stehen. Die mittelalterliche Stadt war von einer wuchtigen Mauer mit vielen Türmen umgeben, von denen heute noch drei erhalten sind. 
Einen Bummel durch Porec kann man mit einem Bad in der Adria verbinden. Nördlich und südlich gibt es schöne Strände mit breiten Liegewiesen oder Parkanlagen.


Pula

7000-jährige Stadt vor den Brioni-Inseln

Die Stadt an der Südspitze der istrischen Halbinsel gehört mit ihrer 7000-jährigen Geschichte zu den ältesten im Adriaraum und hat bis heute ein ganz eigenes Flair. Aus römischer Zeit sind noch bedeutende Bauten erhalten, z.B. das beeindruckende Doppeltor und das Amphitheater, das kaum kleiner ist als das Kolosseum in Rom. Nachdem die rivalisierenden Venezianer den Ort bis zur Bedeutungslosigkeit ruiniert hatten, erlebte Pula seinen Aufstieg in der Habsburger Monarchie, als es zum wichtigsten Hafen Österreichs aufstieg. Nostalgische Kaffehäuser wie des Kavana atmen noch den Wiener Charme.
Westlich von Pula liegen die Brioni Inseln – ein Paradies mit grüner Vegetation und bizarren Klippen. Die Überfahrt startet von Fazana aus.


Riviera von Opatija

Habsburger Charme an der Kvarner Bucht

Der Küstenabschnitt zwischen Rijeka im Norden und Plomin im Süden gehört zu den schönsten Istriens und der Kvarner Bucht. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Istrien zur österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie gehörte, entdeckten Adlige und die Bourgeoisie die Schönheiten und das milde Klima der Küstenlandschaft. Binnen kurzer Zeit entwickelten sich Lovran und Opatija zu berühmten Winterkurorten, wo es von kaiserlichen Hoheiten und Aristokraten wimmelte. Zwischen Lovran und Opatija gibt es einen autofreien Spazierweg, den Lungomare, der direkt am Meer entlang führt.


Kap Kamenjak

Badebuchten und Naturparks an der Südspitze Istriens

Die südliche Spitze der Halbinsel Istrien ist geschützte Naturlandschaft mit elf Naturparks, die eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt schützen. Mehr als 23 verschiedene Orchideenarten sind gefunden worden. Das unter Naturschutz stehende Gebiet liegt unterhalb des Ferienorts Premantura. Entlang der zerklüfteten Küstenlinie des Kaps reiht sich eine Badebucht an die nächste. Aus dem Geheimtipp ist mittlerweile ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge geworden.




Reisebeispiele Istrien

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