15.07.2010

Kroatienreise von Dr. Hans-Jürgen Görden

Sehr geehrter Herr Bach, Juli 2010
sehr geehrtes Umfulana-Team,
auf Empfehlung unserer Nachbarn machten wir uns im Frühjahr dieses Jahres mit dem Angebot von „Umfulana“ bekannt.
Da wir in Europa schon einiges bereist hatten –zumeist als Individualtouristen- die Balkanländer allerdings im Wesentlichen bisher von unseren Reiseaktivitäten ausgeschlossen waren, fanden nun diesbezügliche Vorschläge von „Umfulana“ unser Interesse.
Vom 16.06. bis 05.07.2010 reisten wir mit eigenem PKW von Dresden über Brixen im Thale (Österreich), Gardone Rivera, Verona (Gardasee/Italien), Lovran, Rab, Trogir, Dubrovnik (Kroatien), Sarajevo (Bosnien-Herzegowina), Plitwitz (Kroatien), Bled (Slowenien) und Salzburg (Österreich) wieder zurück nach Dresden (4018 km).
Mit durchweg exzellenten Quartieren, dem Kennenlernen geschichtsträchtiger Regionen (Istrien, die Städte der dalmatinischen Küste), grandioser Landschaften (kroatische Küste, das Delta der Neretva, die Osthänge des Velebitgebirges, die alpine Gebirgslandschaft im Südosten Bosnien-Herzegowinas mit riesigen Mischwäldern), der Begegnung mit Land und Leuten, die auf dem Weg in die EU sind und unser Wohlwollen bedürfen, bis hin zur Berührung mit den Narben eines barbarischen Krieges (zerstörte und von Granatenbeschuss geschundene Gebäude und Ruinen, vor allem in Bosnien) erfüllte diese Reise unsere Erwartungen außerordentlich.
Da diese Intentionen sicherlich in Ihrem Reisevorschlag angelegt sind, danken wir Ihnen, sehr geehrter Herr Bach und Ihrem Umfulana-Team, sehr herzlich für die Vorplanung unserer Reise.
Alles, was von Ihrer Seite aus beeinflussbar war (für den Wolkenbruch in Verona und den Regen in Lovran sind andere zuständig), hat reibungslos geklappt. Wenn wir uns einer neuen Station näherten, waren wir sicher, erwartet zu werden, gut aufgehoben zu sein, „den Kopf für Land und Leute frei zu haben“.
Wir dürfen Ihnen versichern, dass mit Ihrem Verständnis für individuelles Reisen unsere Urlaubs-bedürfnisse und -erwartungen voll und ganz befriedigt wurden. Kern dessen ist freilich die jeweilige Unterkunft, deren Originalität, deren Lage. Da haben Sie –auch unter dem Blickwinkel der Kosten- Hervorragendes geleistet.
Nicht vergessen möchten wir auch die Möglichkeit der gemeinsamen Optimierung des Reiseverlaufs mit Ihnen, was freilich nicht alltägliche Praxis ist.
Für all unsere Wünsche hatten Sie ein offenes Ohr und der von Ihnen realisierte Vorschlag für Verona, ein Hotel im Stadtzentrum zu wählen, erwies sich angesichts des verzögerten Beginns und der durch Unterbrechungen bis in die tiefe Nacht dauernden Vorstellung in der „Arena“ als goldrichtig.
Wir dürfen noch einige Anmerkungen zur Reise machen, die evtl. in Ihrer Beratung, für Ihre ohnehin sehr ansprechenden Reiseunterlagen oder auch für potentielle Interessenten nützlich sein können:
- Die Verweildauer von mindestens zwei Tagen an einem Ort erwies sich in Verbindung mit unseren Vorstellungen von einem solchen Urlaub als sehr geeignet; ebenso die zurückzulegenden Entfernungen von durchschnittlich 300 km pro Reisetag. Wenn man die Küstenstraßen in Kroatien nutzt, muss man von einem Stundenschnitt von höchsten 60 km/h ausgehen. Auch in der bergigen Landschaft Bosniens kommt man nicht schneller voran.
- Vor der Reise hatten wir doch einige Bedenken im Hinblick auf die Sicherheit (vor allem für
unseren PKW), die sich als völlig unbegründet erwiesen. In Bosnien-Herzegowina ist eine
Polizeipräsenz deutlich. Wenn man sich an die Regeln hält, erhöht das für Touristen eher die Sicherheit.
- Die in Dubrovnik von Ihnen angegebene Parkmöglichkeit an der Straße, möglichst nahe am Hotel Kompass, war i. O., da diese Straße viel Schatten aufweist. Wenn man einen guten Platz dort hat, sollte man ihn nicht aufgeben. (Jedoch war es nicht erwünscht, dass wir das Hotel „Kompass“ als Durchgangsmöglichkeit zur „Villa Wolf“ nutzen, wie in Ihren Unterlagen empfohlen. Da diese Villa jedoch ansonsten schwer zugänglich ist, bereitete der Gepäcktransport dorthin und dann wieder zurück zum Auto doch einige Umstände.)
In die Altstadt sind wir dann doch für etwa 60 Kuna mit dem Taxi gefahren. Der Taxistand ist am Beginn der Promenade. Zu Fuß in die Altstadt würde man mindestens eine Stunde benötigen. Das haben wir aber nur einmal „getestet“ (vorher, nachher ).
- Für Bosnien-Herzegowina ist das Navigationssystem nur eingeschränkt nutzbar.
Für Sarajevo war nur die Eingabe „Zentrum“ erfolgreich. Dann muss man sich mit herkömmlichen Mitteln orientieren, was mit der Skizze in den Reiseunterlagen und den sehr freundlichen Menschen in der Stadt gelang.
- In Mostar und Sarajevo konnte man problemlos auch mit Euro bezahlen und man kann sich so einen Geldumtausch für die Kürze des Aufenthaltes ersparen. Jedoch werden zumeist nur €-Geldscheine angenommen und dann normal in der Landeswährung herausgegeben.
- Auf dem Bauernhof in Rakovica hatten wir einen sehr herzlichen Kontakt zu den Gastgebern. Das Frühstück mit einheimischen Produkten (u.a. Honig, Schafskäse, harte Wurst), in der Bauernstube serviert, hat uns sehr gut gemundet (das beste Omelette auf der ganzen Reise und herrlich leckere „arme Ritter“).
- Von Sarajevo bis Rakovica (Plitwitz) sind ca. 90 km mehr als angegeben zu veranschlagen;
also 350 km (Wir vermuten einen Schreibfehler.).
- Wenn man auf der Fahrt von Rakovica nach Bled ab Novo Mesto die Autobahn nutzen
will, muss man sich noch im Stadtgebiet an einer der Tankstellen die slowenische Vignette beschaffen (für eine Woche 15,- €.). Anders als bei der Einreise von Italien her (um nach Lipica zu kommen, wobei dieser Abstecher sich lohnt!), wo nach der Auffahrt noch ein „Vignettenhäuschen“ stand, ist ein solches bei dieser Auffahrt hier bis jetzt noch nicht vorhanden (Die Autobahn ist neu, vermutlich gerade eröffnet und im Navigationssystem abschnittsweise auch noch gar nicht erfasst.). Angesichts der ortsüblichen Strafen von bis zu 500 € kann man dazu nur dringlich raten.
- Seit Ende Juni ist der innere Ring der Salzburger Altstadt, in dem das Hotel „Elefant“ liegt, mit versenkbaren Pollern gesichert. Wir haben zuerst den PKW in der Altstadtgarage geparkt, sind dann zum Hotel gegangen (ca. 15 Min.), wo man uns mit der Anfahrt zwecks
Gepäcktransportes vertraut machte (Codenummer zum Versenken der Poller). Bei Eingabe
der Adresse des Hotels führte uns das Navi bis über die Staatsbrücke und verkündete „Sie
haben das Ziel erreicht!“ Dazu muss der Lenker (wie es in Österreich heißt) allerdings den
Mut aufbringen, einfach geradeaus in die wie eine normale Toreinfahrt aussehende, von Fußgängern verdeckte Zufahrt zu steuern, vor dem Poller stehenzubleiben und sich am
Automaten vom Hotel den Code telefonisch durchgeben zu lassen.
Abschließend möchten wir feststellen, dass wir bei unserer nächsten großen Reise dieser Art (Leider wissen wir heute noch nicht wohin!) gern wieder Ihre Unterstützung in Anspruch nehmen würden, weil wir nun wissen: Individualität, Qualität der Unterkünfte und Zuverlässigkeit sind als Kredo Ihres Unternehmens nicht nur eine Worthülse, sondern für den Kunden angenehme Realität.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen, sehr geehrter Herr Bach, sehr geehrtes Umfulana-Team, selbstverständlich auch telefonisch gern zur Verfügung.
Herzliche Sommergrüße aus Dresden
Petra Peter & Dr. Hans-Jürgen Görden



Nach Oben