Dienstag, 28. Dezember 2021
Schweiz

Eine Umfulana Dienstreise in besonderen Zeiten
Auf dem Weg zu besonderen Orten

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Im dritten Anlauf hoch hinaus auf Schienen und per pedes…

Dank einer großzügigen Einladung des Schweiz Tourismus konnten meine Kollegin Sabrina Rüdiger und ich vor Weihnachten zu einem neuen Abenteuer aufbrechen: eine reine Zugreise im Winter in die Schweiz stand auf dem Plan. Ganz was Neues für Umfulana!

Umfulana auf Reisen – ©Barbara Harbecke
Umfulana auf Reisen – ©Barbara Harbecke

Mit der Regionalbahn nach Köln und mit dem beinahe pünktlichen ICE nach Basel begann die 6 tägige Tour, die uns eine Menge neuer Eindrücke, Kontakte und Ideen für unsere Kunden bescherte. In Basel angekommen, ging es schon wenige Minuten nach dem Einchecken in unserem Stammhaus auf eine Stadtführung mit Isabel, die es vermochte, uns trotz Kälte und Regen Basels schönste Seiten zu zeigen. Sehr weihnachtlich geschmückt, verzauberte uns die schöne Altstadt im Nu und auf dem Weihnachtsmarkt am Münster trafen wir dann auf unsere Partnerin Natascha von Basel Tourismus, welche uns bei einem leckeren Heißgetränk schon die ersten Tipps gab und viele Fragen beantwortete. Bei einem echten Schweizer Käsefondue klang der Abend sehr gesellig mit ihr am Rheinufer aus.

auch bei Regen wunderschön: Baseler Innenstadt – ©Barbara Harbecke
auch bei Regen wunderschön: Baseler Innenstadt – ©Barbara Harbecke

Am nächsten Morgen ging es schon früh weiter: erst nach Zürich, wo wir ein Treffen mit unserem Partner Uwe vom Swiss Travel Center hatten und nach einem kurzen Stadtbummel auf eigene Faust, ging es dann mit dem Zug schon weiter nach Chur. Dort angekommen, hieß es einchecken und ab zum leckeren Dinner mit Bündner Dreierlei in der gemütlichen Gaststube des Hotels. Im Anschluss war eine kleine Nachtwanderung in der Altstadt bei Minusgraden genau das Richtige, um das beinahe erreichte Fresskoma zu vermeiden. Auch hier waren wir sofort von der spürbaren Geschichte der hübschen Altstadt verzaubert und sahen der Stadtführung am nächsten Morgen mit großem Interesse entgegen. Nach unserem 2h Rundgang durch Chur am nächsten Morgen war uns nun bekannt, dass eigentlich jede wichtige Wendung in der Geschichte der Schweiz in Chur stattgefunden hat oder von dort angetrieben wurde. Dank unseres Guides Hans haben wir eine sehr kurzweilige Zeit gehabt und verabschiedeten uns voller Ideen für unsere Reisevorschläge von Chur und machten uns mit der Rhätischen Bahn auf der Albula Strecke auf den Weg nach St. Moritz.

Stadtrundgang mit Hans in Chur – ©Barbara Harbecke
Stadtrundgang mit Hans in Chur – ©Barbara Harbecke

In der Mittagszeit erreichten wir das bereits tief verschneite St. Moritz und wurden vom Hotel vom Bahnhof abgeholt, was sich als sehr gut herausstellte, denn der Hauptort liegt höher als der Bahnhof und die zwar recht kurze Strecke wäre mit Gepäck im Schnee doch etwas anstrengend geworden. Kurz nach dem Einchecken in unserem dortigen Quartier für die Nacht, trafen wir Guide Sebastian und auch Sandra von Engadin Tourismus für ein kurzes meet n’ greet, bevor es dann erst einmal auf einen knackig kalten Rundgang in St. Moritz Dorf mit den wichtigsten Infos zur Geschichte und Entstehung des mondänen Skiortes und natürlich auch mit ein paar Anekdoten zu den who is who, die sich dort tummeln, ging. Am Bahnhof trafen wir Sandra wieder und mit ihr ging es entlang des St. Moritzsees durch die wunderbar verschneite Landschaft zu einem Ausflugslokal, welches erst an diesem Tag wieder eröffnet hatte. In einem alten Chalet, wie es typisch für diese Region ist, wurden wir mit allerlei typischen Leckereien verwöhnt. Natürlich fehlte auch die Engadiner Nusstorte nicht! In der Abenddämmerung machten wir uns dann wieder auf den Rückweg zum Hotel, was für eine schöne Stimmung überall herrschte! Nach einem vorzüglichen Abendessen in 3-Gang-Form und einem leckeren Cocktail in der Sky Bar des Hotels ging der Tag bei angeregten Gesprächen über das Erlebte zu Ende.

Idylle am St. Moritzsee - Lej da Staz – ©Barbara Harbecke
Idylle am St. Moritzsee - Lej da Staz – ©Barbara Harbecke

Am nächsten Morgen hieß es wieder früh aufzustehen, denn der Glacier Express fährt am frühen Vormittag nach Zermatt, die Fahrt dauerte gute 8,5 Stunden und ließ aufgrund der sich ständig ändernden winterlichen Landschaft mit spektakulären Ausblicken und weltbekannten Monumenten wie dem Landwasserviadukt keine Langeweile aufkommen. Während der Fahrt kann man über Kopfhörer an entsprechenden Punkten viel Information über die Sehenswürdigkeiten aber auch zur Geschichte der Schweiz bekommen. Jetzt im Winter fährt man in den Sonnenuntergang nach Zermatt ein, ein wunderbarer Anblick! Dort angekommen hieß es wieder: Hotel aufsuchen, einchecken und los auf Restaurantsuche. Dies war hier schwieriger als erwartet, denn trotz Pandemie war Zermatt an diesem Wochenende ausgebucht und so auch die Verfügbarkeit von Tischen in den Restaurants am frühen Abend sehr gering. Aber wir haben nach einigen Fehlschlägen dann einen Tisch in einem Restaurant ergattern können und durften wieder einmal eine sehr gute und frische Küche genießen. Unsere Empfehlung lautet hier also auf jeden Fall: Tischreservierungen frühzeitig machen! Nach so vielen Eindrücken und der ungewohnten, eisigen Höhenluft in Zermatt auf knapp 1700m, haben wir eine ruhige Nacht im Hotel verbracht. Kamen wir am Abend noch bei tiefhängender und leicht flöckelnder Bewölkung an, so begrüßte uns mit dem Sonnenaufgang ein strahlend blauer Himmel und die angestrahlten Berggipfel der umliegenden Berge … das Matterhorn war noch nicht in Sicht, sollte aber heute unser Highlight werden. Nach anfänglichen Verzögerungen, weil die Gornergratbahn ein technisches Problem hatte, sind wir dann doch hoch auf den Gornergrat gekommen, von 1700 m in Zermatt auf 3080 m mit einem atemberaubenden Panoramablick und einer ungetrübten Sicht auf das wundervolle Matterhorn. Leider war die neue Erlebniswelt ZOOOM noch nicht geöffnet, so dass wir nach ausgiebigem Betrachten und jeder Menge Fotos wieder hinab gefahren sind … um dann kurzerhand auch noch die lokalen Möglichkeiten mit Zahnrad - Seilbahn und Kabinenbahn auszuprobieren, die uns gleich wieder auf 2200 m brachten. Unser eigentliches Ziel, das Rothorn, war uns leider verwehrt, auch hier gab es ausgerechnet in dieser Stunde ebenfalls ein technisches Problem. Alternativ kehrten wir auf der Sunnegga - Hütte ein und genossen eine leckere Suppe im Sonnenschein mit Matterhornblick - was will man mehr? Wieder zurück in Zermatt ging es dann direkt zum Bahnhof und mit dem Zug nach Luzern. Hier erwartete uns noch eine Abendführung und nach 2h durch ein weihnachtlich, festlich glänzendes Luzern, mit viel Input zu den Möglichkeiten in dieser schönen Stadt am Vierwaldstättersee, kehrten wir auf unser lang ersehntes, echtes Schweizer Raclette in einem Traditionshaus an der Reuss ein, ein gelungener Abschluss des langen Tages.

Glacier Express im Winter – ©Barbara Harbecke
Glacier Express im Winter – ©Barbara Harbecke

Nach einem wunderbaren und reichhaltigen Frühstück ging es dann am nächsten Morgen noch einmal durch Luzern, dieses Mal mit dem Ziel, so viel wie möglich von dieser wundervollen Stadt zwischen Bergen und Wasser fotografisch einzufangen und dann traten wir schon wieder die Heimreise an. Erst noch nach Basel, wo wir dann auch endlich unser Hotel der ersten Nacht ausgiebig besichtigen konnten und noch Zeit blieb, einen Weihnachtsmarktbummel mit der Stadt nun im Sonnenschein zu verknüpfen, bevor wir dann ab Basel heimfuhren.

Luzern - zwischen Rheuss und Vierwaldstättersee – ©Barbara Harbecke
Luzern - zwischen Rheuss und Vierwaldstättersee – ©Barbara Harbecke

Überall wurden wir herzlich und freudig willkommen geheißen und an keinem Punkt fühlten wir uns in irgendeiner Weise von dem Virus, der unser Leben derart verändert hat, mehr beeinträchtigt, als zu Hause. Ausnahmslos überall wurde das Impfzertifikat gecheckt und auch der verlangte PCR Test zur Einreise in die Schweiz wurde kontrolliert.

In den sechs Tagen haben wir sechs Städte der Schweiz gesehen und eine Fülle an Informationen sammeln können. Jede von uns hat ihre Highlights gefunden und zumindest ich (Barbara) habe mir fest vorgenommen, dass ich auch in diesen Regionen der Schweiz nicht zum letzten Mal war. Ob Sommer oder Winter oder irgendwann dazwischen: in der Schweiz wird einem nie langweilig und die Wege sind alle verhältnismäßig kurz. Es regnet in St. Moritz? Kein Problem! In einer Stunde Zugfahrt ist man in Chur und kann dort eines der vielen Museen besuchen, die wunderbare Altstadt erbummeln und zum Aufwärmen oder Trocknen in eines der vielen Restaurants einkehren. Ähnlich ist es von fast jedem Ort der Schweiz aus möglich, mit nur geringem Aufwand etwas Passendes zu besichtigen oder zu erleben. Für unsere Kunden bieten wir diese Reise ab sofort natürlich deutlich entschleunigter an, sie bleiben mindestens zwei Nächte an jeder der Stationen und haben viel Zeit, diese wunderbaren Städte und Dörfer mit deren Charme intensiv zu erleben. Auch Wellness muss hier nicht zu kurz kommen, denn viele der Hotels haben einen schönen SPA - Bereich mit Jacuzzi und Saunen. Wir bieten geführte Stadtrundgänge an und erarbeiten derzeit auch weitere geführte Touren sowie Tipps für ganz individuelle Erkundungen. Das Wanderwegenetz ist wunderbar ausgebaut und beschildert, es findet sich im Winter wie im Sommer immer eine passende Tour für jede und jeden. Wir können diese Tour mit der Bahn nur wärmstens empfehlen, wir kennen keine andere Destination bisher, in der das Bahnfahren so stressfrei und reibungslos funktioniert. Dabei die Umwelt auch noch schonen zu können, vertieft nur das Gefühl, dass eine solche Reise sehr lohnenswert ist.

Bahnkilometer insgesamt 1584 km Kilometer zu Fuss knapp 40 km

Barbara Harbecke & Sabrina Rüdiger

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