Dienstag, 12. November 2019
Frankreich

Französische Schlösser, Gärten und vieles mehr
Unsere Dienstreise in die Bretagne und Normandie

Unsere Reisen

Am 12. August 2019 machten wir uns auf den Weg nach Frankreich. Ich, Ingrid, arbeite in unserem südafrikanischen Büro und bin daher nach Deutschland geflogen. Wir trafen uns am Kölner Hauptbahnhof und stiegen dort in den Thalys, von dem wir innerhalb von vier Stunden bequem zum Pariser „Gare du Nord“ gebracht wurden. Dort nahmen wir unseren Mietwagen an und fuhren in die Normandie – nach Giverny.

Wir gewöhnten uns schnell an die schmaleren Straßen und bestaunten die grüne Landschaft: viele Wälder und Apfelbäume (die Gegend ist für ihren Cidre bekannt). Giverny ist der Heimatort des berühmten Malers Claude Monet, der dort 46 Jahre seines Lebens verbrachte. Wenn Sie den berühmten Garten des Künstlers besuchen möchten, empfehlen wir allerdings, bereits im Voraus zu buchen – die Wartezeiten können ansonsten sehr lange werden. Übernachtet haben wir in einer charmantem Familienresidenz.

Familienresidenz bei Giverny
Familienresidenz bei Giverny

Am nächsten Tag ging es weiter nach Vernon, Bayeux und Crépon. Dort besuchten wir einige Unterkünfte und trafen nette Gastgeber. Wir hatten auch Zeit für einen kurzen Spaziergang am Strand, und zwar an den D-Day Stränden. Hier landeten damals die Alliierten. Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte war ein Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert.

Blick auf die Atlantikküste
Blick auf die Atlantikküste

Als nächstes ging es weiter in die Hafenstadt Honfleur. Das Städtchen mit seinen schmalen Gassen, alten Gebäuden und Kopfsteinpflasterstraßen strahlt eine sehr angenehme Stimmung aus. Den Abend haben wir in einem kleinen Restaurant ausklingen lassen.

Honfleur
Honfleur

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Vergoncey. Besonders erwähnenswert ist der Besuch eines Schlosses aus dem 18. Jahrhundert, das in einem 19 Hektar großen Park liegt. Neben Seen und Wasserfällen können auch die Bewohner des Parks bestaunt werden: Schwäne und Pfaue. Die Gastgeber des Schlosses waren sehr charmant und haben uns sogar zum “White Picnic” eingeladen. Leider mussten wir absagen, da wir keine weiße Kleidung dabeihatten. Zum Abschied schenkten sie jeder von uns eine Flasche selbstgemachten Cidre.

Ingrid Geehan unterwegs im „Garten“ des Schlosses
Ingrid Geehan unterwegs im „Garten“ des Schlosses

In der Nähe liegt Mont-Saint-Michel, der bedeutendste Klosterbau des europäischen Mittel-alters. Wie eine Pyramide ragt das Gebäude aus dem Meer. Hier werden auch die größten Gezeitenunterschiede Europas verzeichnet. Wir übernachteten in einem Schloss aus dem Jahr 1763. Hier erzählte uns der Graf Geschichten seiner Vorfahren.

zu Gast in einem Château
zu Gast in einem Château

Am nächsten Tag ging es in die Bretagne nach Plougrescant, in ein Herrenhaus an der Côte du Granit Rose. Die Granitküste bietet sich für Spaziergänge an. Die Gastgeberin des Hauses serviert den Gästen ein Frühstück mit selbstgebackenen Madeleines, Crêpes und selbstgemachter Marmelade.

Sabrina Rüdiger am Sentiers des Douaniers: der
Sabrina Rüdiger am Sentiers des Douaniers: der "Zöllnerweg"

Danach fuhren wir nach Moelan-sur-Mer mit einem Zwischenstopp in Corcarneau. Die Anfahrt zur Unterkunft führt durch einen 87 Hektar großen Schlosspark. Das Gästehaus ist aber nicht im Schloss selbst, sondern in den umgebauten Reitställen, in denen früher die Rennpferde untergebracht waren. Der Gastgeber ist Künstler und seine Bilder können im gesamten Haus betrachtet werden.

Unsere nächste Station war Nantes. Übernachtet haben wir inmitten der Weinberge von Muscadel in einer restaurierten Scheune aus dem 17. Jahrhundert. Am nächsten Morgen gaben wir dann den Mietwagen ab und fuhren mit dem TGV zurück nach Paris, und von dort aus mit der Metro zu unserer Unterkunft. Ein abendlicher Spaziergang durch das beleuchtete Paris und der Kauf von Baguette und Camembert als Verpflegung für die Rückfahrt durften als Abschluss der Reise natürlich nicht fehlen. Mit dem Thalys reisten wir dann zurück nach Köln.

La tour Eiffel
La tour Eiffel

Insgesamt waren wir beeindruckt von der Gastfreundschaft der Franzosen und positiv überrascht, dass die meisten ebenfalls Englisch sprechen. Die besonderen Unterkünfte, die antiken Möbel, die großen parkähnlichen Gärten und das französische Essen haben unsere Dienstreise zu einem vollen Erfolg gemacht – eine sehr schöne, aber auch anstrengende Zeit mit vielen schönen Augenblicken und neuen Eindrücken geht somit zu Ende.

Sabrina Rüdiger und Ingrid Geehan beim Café au Lait
Sabrina Rüdiger und Ingrid Geehan beim Café au Lait