Mittwoch, 26. Juni 2019
Marokko

Unsere Marokkoreise
Verwinkelte Gassen, der Gauklerplatz – eine Explosion an Sinneseindrücken

Unsere Reisen

Ende April machten wir uns für 2,5 Wochen auf den Weg nach Marokko. Aufgrund der Größe des nordafrikanischen Landes und der vielen interessanten Städte und landschaftlichen Höhepunkte haben wir uns diesmal auf den Süden des Landes konzentriert.

für Umfulana unterwegs
für Umfulana unterwegs

Unsere Tour führte uns zunächst nach Marrakesch, einer Stadt wie aus einem arabischen Bilderbuch: verwinkelte Gassen, der Gauklerplatz – eine Explosion an Sinneseindrücken. Besonders hervorzuheben sind hier sicherlich die Souks, die hinter jeder Ecke der nicht endenden Altstadt eine neue Überraschung offenbaren. Wir haben nicht nur zahlreiche Unterkünfte kennengelernt, sondern auch eine erlebnisreiche und spannende deutschsprachige Führung unternommen, die selbst für erfahrene Marokko-Reisende empfehlenswert ist. Unser ausgezeichneter Guide, den wir nun auch Ihnen anbieten können, hat uns zu versteckten Schätzen der Stadt gebracht.

alltägliche Geschäftigkeit auf dem Souk
alltägliche Geschäftigkeit auf dem Souk

Dann sind wir mit dem Mietwagen aufgebrochen, über das imposante Atlasgebirge nach Skoura. Der Ort faszinierte uns mit außergewöhnlich schönen Unterkünften und der wunderschönen Lage inmitten einer bewirtschafteten Palmenoase. Bei einer geführten Wanderung durch dieselbe erfuhren wir viel über das Leben in einer Oase und deren Bewirtschaftung. Der Ausflug endete mit dem Besuch bei einer traditionellen Töpferfamilie, der wir bei Tee und Gebäck, über die Schulter blicken durften.

Rast auf einer hohen Düne
Rast auf einer hohen Düne

Weiter führte uns unser Weg über Boulmane Dades, eine Gebirgsregion mit imposanten Schluchten, in die Wüste nach M’Hamid. Unterwegs besuchten wir eine der zahlreichen Nomadenfamilien, die – wie vor Hunderten von Jahren – noch in Berghöhlen leben und ihre Unterkunft der Jahreszeit entsprechend wechseln. Der familiäre Zusammenhalt und der sehr respektvolle Umgang miteinander haben uns tief beeindruckt.

In M’Hamid angekommen, einem Grenzort in der Sahara kurz vor der algerischen Grenze, bereiteten uns die vorhandenen Unterkünfte, welche allesamt nicht unseren Wünschen entsprachen, einige Schwierigkeiten. Es gibt eher große und unpersönliche Hotels mit wenig Charme und Atmosphäre. Nach längerem Suchen fanden wir dann glücklicherweise noch außergewöhnliche Alternativen, sowohl in als auch kurz vor der Wüste gelegen. Gerade hier wurde uns wieder bewusst, wie wichtig unsere Dienstreisen und der persönliche Austausch vor Ort sind.

nichts als Sand
nichts als Sand

Unsere Route führte uns weiter über Ait Benhaddou und Toubkal in den Westen des Landes nach Taroudannt; also von der eindrucksvollen Kasbah – einem UNESCO Weltkulturerbe – zum höchsten Berg des Landes, dem 4.167 Meter hohen Jbel Toubkal. Alleine die Fahrt dorthin beeindruckt mit schmalen Serpentinen, kleinen Bergdörfern und schneebedeckten Gipfeln.

Unterkunft in einer renovierten Kasbah
Unterkunft in einer renovierten Kasbah

In Taroudannt verbrachten wir zwei schöne Tage auf einer etwas außerhalb der Stadt gelegenen Farm. Wir besuchten einige Unterkünfte inner- und außerhalb der Stadt und konnten unsere Gastgeber wiedersehen bzw. neue kennenlernen.

Anschließend fuhren wir an der Atlantikküste entlang, über Agadir und den weniger touristischen Surferort Taghazoute nach Essaouira. Diese Fahrt zeichnete sich durch wunderschöne Küstenabschnitte und lange Sandstrände aus. Auch hier haben wir schöne und individuelle Unterkünfte gefunden, fernab vom Touristenrummel.

schöne Strände nördlich von Agadir
schöne Strände nördlich von Agadir

Der letzte Stopp unserer Reise führte uns dann in den pulsierenden Küstenort Essaouira. Die Stadt beeindruckt mit ihrem malerischen Fischereihafen, der alten Festung und der quirligen Medina.

Die zweite Woche unserer Reise fiel in die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan. Dies war bewusst geplant, da wir vorher nicht wirklich einschätzen konnten, wie sich eine Reise in dieser Zeit gestalten würde.

Unser Fazit: Eine Reise ist lohnenswert, wenn man akzeptiert, dass das übliche geschäftige Treiben der Marokkaner ruhiger ist. Gerade auf dem Land haben einige Geschäfte keine einheitlichen Öffnungszeiten und die Restaurantsuche gestaltet sich vor Sonnenuntergang schwieriger. Dafür erfahren Sie in dieser Zeit viel über die religiösen Sitten und Gebräuche. Die Marokkaner sind auch während des Fastens stets gastfreundlich, überaus hilfsbereit und offen für alle Fragen und Wünsche.

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