Freitag, 11. Juni 2021

Warum wir einen Verein mit dem Namen Ilanga gegründet haben
Martin Bachs neues Projekt

Das größte Problem von Fernreisen ist auf lange Sicht nicht Corona, sondern der CO2 Fußabdruck. Einmal nach Kapstadt fliegen und zurück, macht pro Person schon sechs Tonnen. Das ist mehr als die klimaverträgliche Jahresbilanz eines Menschen.

Sonnenenergie in Afrika
Sonnenenergie in Afrika

Und leider: solange es keine CO2-freien Flüge gibt, ist das Problem nicht lösbar, jedenfalls nicht grundsätzlich. Aber man kann doch etwas tun. Unsere Antwort auf das CO2-Problem ist: Ilanga. Ein Wort aus der Zulusprache, das „Sonne“ heißt. Wir – das sind einige Menschen im Umfeld von Umfulana – haben einen Verein mit dem Namen Ilanga gegründet. Er soll Photovoltaikprojeke im südlichen Afrika fördern.

Schon seit einigen Jahren sammelt Umfulana mit dem Reisepreis auch einen Klimabeitrag ein. Damit wurden verschiedene Projekte gefördert – zum Beispiel Aufforstungen im Grenzgebiet zwischen Südafrika, Mosambik und Swasiland oder Solarkocher für Lesotho. Jetzt möchten wir einen neuen Weg einschlagen und den Verein durch Gelder unterstützen:

Die Idee des Vereins basiert auf folgenden Überlegungen:

  1. Die Grundlage: In Südafrika gibt es bisher fast keine regenerativen Energien. Strom wird fast ausschließlich aus Kohle erzeugt. Dabei fällt für eine Megawattstunde Strom knapp eine Tonne CO2 an.
  2. Die Kalkulation: Auf dieser Grundlage kann man genau ziemlich vorhersagen, wieviel CO2 eine Anlage über einen bestimmten Zeitraum einsparen wird. Wir legen die ersten fünf Betriebsjahre aller geförderten Anlagen zugrunde und berechnen die Menge CO2, die in dieser Zeit durch sie eingespart wird.
  3. Das Ziel: Die eingesparte Menge CO2 soll mindestens so groß sein wie der CO2 Ausstoß, den unsere Kunden durch ihre Flüge verursachen.
  4. Die Wirkung: Somit ist der CO2 Abdruck unserer Kunden nach fünf Jahren neutralisiert und nach zehn Jahren sogar um den Faktor 2 überkompensiert.

Daneben hat Photovoltaik in Afrika noch viele andere Vorteile: • Ständig fällt im südlichen Afrika der Strom aus. Die Energiegesellschaften können nur noch 80 Prozent des Bedarfs decken. Wer da eine Photovoltaik-Anlage hat, ist fein raus. • Photovoltaik ist eine dezentrale Energie. Sie ermöglicht Entwicklungen auch in abgelegenen Gegenden, wo es bisher gar kein Stromnetz gibt. • Während es in Europa große Schwankungen nach Jahreszeit und Wetter gibt, liefert Photovoltaik im südlichen Afrika konstant und verlässlich Strom.

Eigentlich wollten wir schon viel weiter sein. Leider hat Corona alles verzögert. Es haben so gut wie keine Fernreisen stattgefunden, so dass auch die Klimabeiträge eingebrochen sind. Aber wir nutzen die Zeit, um weiter an dem Projekt zu arbeiten. Aktuell ist die Website noch in der Entstehung, geht aber hoffentlich dann auch bald online.

Wir sind gespannt, wie es weitergeht und halten Sie auf dem Laufenden!