Lake Malawi

Zeit zum Fischen: Dämmerung über dem Lake Malawi

Zeit zum Fischen: Dämmerung über dem Lake Malawi

Ostafrikas See der Superlative

Der Name Malawi bedeutet „flammendes Wasser“ und spielt auf die Lichtreflexe des Sonnenlichts auf dem Malawisee an. Der See wurde 1859 von dem englischen Missionar und Afrika-Forscher David Livingstone bei seinen Afrika-Expeditionen zum Shire River entdeckt.

Mit etwa 600 km Länge, durchschnittlich ca. 50 km Breite und bis zu 700 m Tiefe ist der 472 m über NN gelegene Malawisee der neuntgrößte See der Erde und der drittgrößte Afrikas. Das „ostafrikanische Meer“ ist neunmal so lang wie der Bodensee. Drei Länder teilen sich das Ufer: Im Westen Malawi, im Nordosten Tansania, wo der See aus politischen Gründen immer noch seine alte Bezeichnung Nyassasee trägt, und im Südosten Mosambik. Alleine im Staat Malawi belegt der See ein Drittel des Staatsgebietes.

Der Malawisee ist einer der klarsten Seen der Erde. Teilweise kann man bis zu 20 Meter tief sehen. Berühmt wurde er durch seine Vielfalt an endemischen Fischarten. Bisher wurden ca. 50 Gattungen mit über 600 Arten entdeckt – und das sind lange noch nicht alle. Es werden ca. 1.500 Arten im Malawisee vermutet. Seine Bedeutung für die Aquaristik erlangte der See erst in den 70er Jahren.
Das Binnenmeer am Südabschnitt des afrikanischen Grabenbruchs ist eines der größten tropischen Süßwassermeere der Erde und damit eines der größten Trinkwasserreservoire. Wellen von mehreren Metern Höhe sind keine Seltenheit.
Der einmalig blaue See verfügt über einen Abfluss, den Shire. Dort befinden sich zahlreiche Riffe, die auch die Schifffahrt nahezu unmöglich machen. Aufgrund des ruhigen Wassers an dieser Stelle werden Fische gefangen und Schilf angebaut. Gespeist wird der See durch mehrere Zuläufe aus dem anliegenden Hochland, jedoch trocknen die meisten Flussläufe in den Trockenperioden aus.

In der Regenzeit während Januar und Februar ist das Camp wegen unbefahrbarer Straßen unzugänglich. Von März bis Mai regnet es nur gelegentlich, die Temperatur ist angenehm warm und die Vegetation üppig und grün. Von Juni bis August sind die Temperaturen niedriger, aber dennoch mild, starke Winde können aufkommen. Die Trockenzeit von September bis November ist ebenfalls eine gute Reisezeit, weil die Hitze, die dann in Malawi herrscht, in der Umgebung dess Sees durch das Wasser absorbiert wird.



Sehenswürdigkeiten Lake Malawi


Nkwichi

Flussauen, Wälder und kristallklares Seewasser

Das Gebiet liegt am nördlichen Ufer des Malawisees auf mosambikanischer Seite, wo Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt rund um die Insel Likoma besonders vielfältig sind. Feuchtgebiete, Flussauen, Berge, Savanne, Wald und lange Strände mit kristallklarem Wasser wechseln einander ab. Es gibt viele kleine Tiere und zahlreiche Vögel, darunter viele endemische (nur hier vorkommende) Arten. Der Busch reicht bis zu den Sandstränden. Gelegentlich werden hier sogar die vom Aussterben bedrohten Wildhunde gesichtet.


Likoma Island

Insel im Malawisee

Die kleine Insel im Malawisee liegt fünf Kilometer vor der Küste von Mosambik und wird auch Isle of Baobab genannt. Die beiden höchsten Berge des 15 Quadratkilometer großen Eilands, der Phonombo und der Njakwa Peak, sind beide über 600 Meter hoch. An der Küste wechseln Felsen und Badebuchten einander ab. Die meisten der 7.000 Einwohner leben von der Landwirtschaft oder vom Fischfang. Der Fisch wird teilweise nach Mosambik oder Malawi verkauft. Baobabs und Mangos decken einen weiteren Teil der Nahrungsversorgung ab. Die Insel war ursprünglich ganz bewaldet, doch hat der Bedarf an menschlichem Lebensraum dem Wald über die Jahre sehr zugesetzt. Ganz im Nordosten stehen noch Reste des Urwaldes. Dieser Wald, als Makungwa Village Forest Area bekannt, wurde mittlerweile unter Schutz gestellt. Zweimal die Woche kommt der betagte Dampfer Ilala vorbei, versorgt die Insel mit allem Nötigen und transportiert Passagiere und Fahrzeuge von und nach Malawi und Tansania.




Reisebeispiele Lake Malawi

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